Prof. h. c. Dr. Bauermeister macht den Schmerz sichtbar

„Wir sind eine von Schmerz geplagte Gesellschaft“ (STERN)

Schmerzen im Rücken, in den Gelenken, Migräne, Hexenschuss. Wenn uns Versteifungen, Krämpfe, Stiche und Juckreiz dauerhaft plagen, müssen wir acht geben und möglichst frph etwas dagegen tun. Schmerzen sind immer ein Anzeichen dafür, dass etwas nicht stimmt – dabei sind sie eigentlich ein geniales Warnsystem unseres Körpers! Wenn etwas wehtut, sollten wir „vorsichtiger“ sein, die Sache „ändern“, eine andere Richtung „einschlagen“, „loslassen“! Doch was passiert, wenn unser Warnsystem dauerhaft Alarm schlägt? Wenn wir das Warnsignal übersehen oder gar absichtlich leise stellen?

 

Schmerzmittel sind nicht immer eine gute Lösung

Der Rückgriff auf Schmerzmittel ist hierzulande in Deutschland, aber auch in Österreich und der Schweiz sehr beliebt. Spitzenreiter in Sachen Medikamenteneinnahme sind aber immer noch die USA. Schmerzmittel sind immer noch Opiate. Sie haben demnach Suchtpotential. Hierzulande gehen den Chemiekonzernen sogar die Wirkstoffe für Schmerzmittel aus, da sie inzwischen oft und gar leichtfertig an Schmerzgeplagte herausgegeben werden. Schmerzmittel können zwar für eine Weile beruhigen, den Schmerz stillenlösen, sie lösen aber nicht die Ursache des Problems.

 

Pionier der Schmerzforschung

Die Thematik bereitet dem Humanmediziner Professor h.c. Dr. med. Wolfgang Bauermeister im wahrsten Sinne des Wortes Bauchschmerzen: Er beschäftigt sich schon seit seinem Medizinstudium mit dem Schmerz und zählt heute zu den weltweit anerkannten Pionieren der Schmerzforschung.

Professor h.c. Dr. med. Wolfgang Bauermeister studierte Medizin in Hamburg und absolvierte an der TUFTS University in Boston (USA) eine Ausbildung zum Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation. In den Staaten arbeitete er in verschiedenen Schmerzkliniken und lernte multidisziplinäre Methoden zur Behandlung von chronischem Schmerz kennen.

„Ich bin seit 1975 als Arzt tätig und musste feststellen, dass in den Krankenhäusern Patienten mit Schmerzen nicht adäquat behandelt werden. Das wollte ich so nicht hinnehmen. Deshalb bemühte ich mich um eine andere, alternative Behandlung und begann damit, die so genannte Neuraltherapie einzusetzen. Damit konnte ich schon einigen Patienten helfen, aber es war nicht der Durchbruch. Nachdem ich dann die Körper- und Ohrakupunktur erlernt hatte, erweiterte sich mein Behandlungsspektrum um einiges, dennoch war sie noch immer nicht Lösung für alle Probleme. Ich suchte weiter nach einer Möglichkeit, bildete mich auf dem Gebiet der Schmerzmedizin fort und fand erst in den USA einen vielversprechenden medizinischen Ansatz. In den Staaten sammelte ich an mehreren universitären Krankenhäusern mit Schmerzkliniken viele wertvolle Erfahrungen.“

– Prof. Dr. h.c. Bauermeister

Schmerzen sichtbar machen

Der Mediziner Prof. h.c. Dr. Bauermeister beschäftigte sich fortan mit der sogenannten Triggerpunkt-Therapie, ein medizinischer Ansatz zur Diagnose und Behandlung von chronischen Schmerzpatienten. Inzwischen ist die „Triggermedizin“ auch hierzulande wissenschaftlich anerkannt und ist ein wesentlicher Bestandteil der Orthopädie. Der Facharzt setzt seit dem Jahr 2000 Stoßwellen zur erfolgreichen Behandlung von Triggerpunkten ein und entwickelte eine interessante Methode, um den Schmerz mit der sogenannten Elastographie sichtbar zu machen. Heute leitet der Arzt Prof. h.c. Dr. Bauermeister sogar Ausbildungsseminare für Trigger-Osteopraktik für Ärzte und Heilpraktiker. Er ist außerdem Autor zahlreicher Werke, zum Beispiel des Ratgebers Endlich schmerzfrei (im südwest Verlag): Hier lernt der Schmerz-Betroffene nicht nur, seinen Schmerz zu verstehen, sondern ihn zu lokalisieren und selbst zu behandeln.

„Es gibt ca. 23 Millionen Menschen mit chronischen Schmerzen, die sich keine spezielle Schmerztherapie, wie ich sie anbiete, leisten können. Deshalb schreibe ich regelmäßig Ratgeber, um darin zu demonstrieren, wie man seine Schmerzen, wenn sie tatsächlich von den sog. Triggerpunkten ausgehen, selbst behandeln kann.“

– Prof. Dr. h.c. Bauermeister

 

Was genau sind Triggerpunkte?

Triggerpunkte kann man sich als kleine Knoten in den Muskeln vorstellen, die sich bei Muskelüberlastung bilden. Triggerpunkte können überall sitzen – zum Beispiel in Nacken, Hals, im Gesicht, in der Brust, im Bauch, im Handgelenk und Fußsohle. Selbst Tiere haben Triggerpunkte. Die meisten Schmerzen (etwa 80 – 90 % der Beschwerden) gehen von eben diesen empfindlichen Knoten in den verhärteten Muskelsträngen aus. Triggern kommt aus dem englischen und heißt übersetzt „auslösen“.

Allerdings ist den wenigsten Medizinern die Behandlung von Schmerzen über die Triggerpunkte bekannt. Es ist generell schwierig, den Ursprung von Schmerz tatsächlich zu lokalisieren. Einige Wissenschaftler vermuten ihn im Gehirn. Die Forscher können Hirnaktivitäten dank bildgebendem Verfahren (MRT oder PET) messen und dem Gehirn sozusagen bei der Schmerzverarbeitung zusehen. In der Inselrinde (Thalamus) stellt man Aktivitäten von Neuronen fest. Manche Menschen scheinen sogar schmerzempfindlicher zu sein als andere. Auch das lässt sich dank neuester Technologien sichtbar machen. Im Rückenmark gibt es zudem eine Art Schmerz-Schaltknopf, der bei besonderen Ereignissen, zum Beispiel ein sportlicher Wettkampf, aber auch bei übermäßigem Stress, bei Angst oder gar Ablehnungsgefühlen, aktiviert wird. Dieser Schmerz aber auch ausgestellt werden. Das können wir immer wieder bei Extremsport oder Unfällen beobachten.

Dennoch ist jeder Schmerz behandelbar, sagt Prof. h.c. Dr. Bauermeister. Mit der Triggerpunkttherapie lassen sich die entsprechenden Muskelverhärtungen lokalisieren und gezielt behandeln.

„Durch die Zusammenarbeit mit Dr. David Bresler von der University California Los Angeles eröffnete sich mir eine völlig neue Welt der Schmerzdiagnostik und Schmerztherapie mit einem ganzheitlichen Ansatz. Zum einen konnte ich dort meine Erfahrungen in der Akupunktur und insbesondere in der Laserakupunktur einsetzen und zum anderen neue Erkenntnisse im Zusammenhang von Biofeedback, amerikanische Chirotherapie, Osteopathie, klassische Homöopathie, verschiedene Entspannungstechniken, Sporttherapie und Muskel-Kräftigungstherapie an Geräten sammeln.“

– Prof. Dr. h.c. Bauermeister

Kombination aus Ost und West

Doch Prof. h.c. Dr. Bauermeister erweiterte sein medizinisches Repertoire nicht nur mit therapeutischen Ansätzen aus der USA, sondern auch in Kombination mit fernöstlichem Wissen: der Akupunktur.

„Die Mechanismen der Wirkung von Akupunktur wurden in den vergangenen Jahrzehnten schon wissenschaftlich gut erforscht. Dabei konnte nachgewiesen werden, dass die Glückshormone – Endorphine – gezielt stimuliert werden können, besonders durch die Akupunktur des Ohrs. Ich wende Akupunktur als zusätzliche Behandlung zu der Stoßwellentherapie von Triggerpunkten immer gerne an, weil dadurch die Behandlung wirksamer wird und man weniger Stoßwellentherapien insgesamt benötigt. Dies konnte ich durch eine Studie in Kooperation mit der Universität Witten-Herdecke an 240 Patienten nachweisen. Für mich liegt die Besonderheit der Ohrakupunktur darin, dass man auf sehr kleinem Raum sehr wirksam Akupunkturpunkte behandeln kann.“

– Prof. Dr. h.c. Bauermeister

 

Erfahren Sie mehr über Prof. h.c. Dr. Bauermeister auf dem Leading Medicine Guide. Hier können Sie direkt Kontakt zum Experten aufnehmen.

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