Bauchaortenaneurysma – das müssen Sie darüber wissen

Wussten Sie, dass 5% aller Männer über 65 Jahren und 2% der Frauen daran sterben? Auch Charles de Gaulle, Thomas Mann und Albert Einstein hat´s getroffen: Die Rede ist von Bauchaortenaneurysma – der krankhaften Erweiterung der Hauptschlagader im Bauch. Zum Glück können wir unseren Leading Medicine Guide Spezialisten und Gefäßchirurgen Professor Bünger fragen.

 

Herr Professor Bünger, was ist eine Bauchaortenaneurysma (Bauchschlagadererweiterung)?

Prof. Bünger: Die Erweiterung der Bauchschlagader wird auch Bauchaortenaneurysma (kurz BAA) genannt. Schauen wir uns zunächst an, was genau bei einer solchen krankhaften Erweiterung der Hauptarterie in der Bauchregion passiert und was bei einem BAA zu beachten ist.

Zunächst einmal: Eine solche Erkrankung ist in der Regel die Folge einer seit vielen Jahrzehnten bestehenden Arteriosklerose (Verkalkung der Arterien) und hängt mit den typischen Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Rauchen, Fettstoffwechselstörungen, und erblichen Faktoren zusammen.

 

Was kann im schlimmsten Fall passieren – woran sind Mann, Einstein & Co. gestorben?

Prof. Bünger: Die gefährlichste Komplikation des BAA ist das Platzen (im Fachjargon auch „Ruptur“ genannt) der erkrankten Gefäßwand mit starkem Blutverlust. Das kann ganz plötzlich, ohne jeglicher Vorwarnung geschehen. Platzt ein solches Aneurysma, verblutet der Betroffene innerlich. Die Überlebenswahrscheinlichkeit liegt in so einem Fall bei lediglich 20%, hier rettet den Betroffenen höchstens noch eine zeitnahe Operation.

Hier muss man schnell handeln!

 

Erfahren Sie im folgenden Beitrag (eine Aufzeichnung im Rundfunk Nachrichtensender rbb24), wie die Früherkennung der Bauchaortenaneurysma via Ultraschall erfolgen kann. 

 

So ganz ist man einer Ruptur jedoch nicht völlig ausgesetzt: Aneurysmen im Bauchraum können einfach im Ultraschall nachgewiesen und daher entdeckt werden, bevor sie platzen.

Eine vorsorgliche Behandlung ist dann sinnvoll, wenn der Durchmesser des BAA 4,5cm bei der Frau bzw. 5cm beim Mann übertrifft.

 

Kann eine BAA operiert werden?

Prof. Bünger: ja, und zwar gibt es zwei Operationsverfahren des BAA:

  1. Offene Gefäßoperation
  2. Stent-Behandlung – international als EVAR (endovaskuläre Aneurysma-Reparatur) bezeichnet

 

Damit darf man nicht lapidar umgehen. Welche Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten bieten Sie im Vivantes Humboldt-Krankenhaus an? 

Prof. Bünger: Im Gefäßzentrum Berlin Nord des Vivantes Humboldt-Krankenhaus bin ich spezialisiert auf die Behandlung von Aortenerkrankungen. In bis zu 90% der Fälle wird die Stentbehandlung (EVAR) und damit eine sehr schonende Behandlung im Humboldt-Krankenhaus angeboten. Ob bei Ihnen eine derartige Behandlung nötig ist, oder ob man besser abwarten sollte, kann in einem gemeinsamen Beratungstermin direkt besprochen werden.

 


Bitte bringen Sie dazu alle bislang durchgeführten Untersuchungen mit, insbesondere eine bereits erfolgte kontrastmittelverstärkte CT-Untersuchung (bitte die Daten auf einer CD brennen lassen). Dann analysieren Sie gemeinsam mit Professor Bünger und seinem Team Ihre CT-Untersuchung entwickeln einen auf Sie passend zugeschnittenen Behandlungsplan.


 

 

Wollen Sie mehr erfahren, haben Sie noch offene Fragen und wollen direkt Kontakt zu Professor Dr. med. C. Bünger aufnehmen? Bitte verwenden Sie das Kontaktformular oder besuchen Sie das Arztprofil des Mediziners.

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