hernia.guide – der Berater Prof. Köckerling im Gespräch

Etwa 20-40% der männlichen Bevölkerung und etwa 3% der Frauen erkranken einmal im Leben an einer Leistenhernie. Mit zunehmendem Alter steigt die Gefahr eines Bauchwand- oder Zwerchfellbruches. An der Klinik für Chirurgie – Visceral- und Gefäßchirurgie – Zentrum für Minimal Invasive Chirurgie und Hernienchirurgie am Vivantes Klinikum Berlin-Spandau, behandelt der Chefarzt und Hernien-Spezialist Prof. Köckerling diverse Bauchwandbrüche: Nabel-, Narben-, Hiatus und Leistenhernien. Zu seinem Behandlungsschwerpunkt gehört neben der Hernienchirurgie, auch die kolorektale Chirurgie.

Die Klinik für Chirurgie – Visceral- und Gefäßchirurgie ist ein ausgezeichnetes Referenzzentrum für Hernienchirurgie und damit ein von der Deutschen Hernien Gesellschaft zertifiziertes Zentrum.

Deshalb ist Prof. Dr. Köckeling Teil des medizinischen Beraterpools und explizit für das neue Fachportal hernia.guide eine wichtige Stimme als medizinischer Berater. Durch seine jahrelange praktische Erfahrung, aktiven Forschungstätigkeiten und seiner leitenden Funktion, erhält das führende Fachportal für Hernien-Erkrankungen mit ihm eine wichtige Unterstützung. Im Interview erfahren Sie, welchen Stellenwert der hernia.guide heute aus Sicht des medizinischen Experten hat warum das Thema Hernien-Erkrankung heute immer stärker in den Fokus rückt.

 

Eine weitere Informationsseite über Hernien – Herr. Prof. Köckerling, warum ist das medizinische Fachportal aus Ihrer Sicht relevant, gibt es nicht mittlerweile genügend Informationen im Netz?

Köckerling: Der Bereich Hernienchirurgie wird immer fortschrittlicher und entwickelt sich immer weiter. Man muss bedenken: allein in Deutschland werden bis zu 350.000 Hernien-Operationen im Jahr durchgeführt, weltweit sind das über 20. Millionen Leistenhernien-Eingriffe pro Jahr. Ein Bauchwand- bzw. Leistenbruch trifft im Schnitt jeden 3. Mann. Dabei gleicht kein Bruch dem anderen. Umso spezieller muss die Operative Medizin darauf reagieren und vor allem individuell auf den Einzelfall angepasst werden. Ein medizinisch fundiertes Fachportal, dass den Betroffenen informiert und aufklärt ist deshalb sehr wichtig!

 

Wen soll das Online-Themenportal hernia.guide erreichen?

Köckerling: In erster Linie den Betroffenen: Denn wer kann schon im Vorfeld die Symptome richtig deuten? Man soll sich hier informieren können, das Wichtigste über Diagnose-, Therapie- und über Operationsmöglichkeiten erfahren und vor allem über mögliche Experten in Kenntnis gesetzt werden.

 

Warum ist dieses Thema derzeit so relevant?

Köckerling: Etwa 20-40% aller Männer leiden einmal in ihrem Leben an einem Hernienbruch. Das liegt vermutlich daran, dass wir nicht für den aufrechten Gang gemacht sind und das Bindegewebe an der Bauchdecke vergleichsweise sehr dünn ist. Verstopfung oder schweres Heben begünstigen zudem einen Bauchdeckenbruch.

Um was für einen Bruch es sich schließlich handelt und wie dieser bestmöglich behandelt werden kann, lässt sich allerdings so schnell nicht sagen: wir benötigen immer bessere, präzisere Methoden in der Medizin, die sich auf die jeweilige Situation neu anpasst. Ein guter Hernienchirurg muss sich sehr intensiv mit den verschiedenen Techniken auseinandersetzen und sich genauestens auskennen.

 

Welche medizinischen Trends/ neuen Erkenntnisse sind aus Ihrer Sicht zu verzeichnen? Und auf was haben Sie sich spezialisiert?

Köckerling: Minimal-invasive chirurgische Eingriffe lösen natürlich die großen offenen Operationen ab: dabei wird beispielsweise zunehmend versucht das Netz außerhalb der Bauchraumes einzusetzen, was sich positiv auf das Langzeitergebnis auswirkt.

Auf eine solche Minimal-Invasive Hernienchirurgie habe ich mich unter anderem spezialisiert. Meine Patienten kommen sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland. Ich behandele auch Problemfälle, das heißt so genannte Rückfälle und komplexe Befunde.

 

Vielen Dank für das informative Gespräch, Herr Professor!


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