Propionsäure für eine gute Gesundheit

Unser Darm – so heißt es immer wieder – ist unser zweites Gehirn. Er steuert Gefühle, indem wir zum Beispiel bestimmte Nahrungsmittel zu uns nehmen und somit unsere Stimmung beeinflussen. Doch nicht nur das: Die im Darm lebenden Bakterien – man geht von fast 100 Billionen aus – haben dasselbe Gewicht, wie unsere Hirnmasse (fast 2 kg). Und das ist auch gut so: Je mehr Darmbakterien wir in uns tragen, desto „gesünder“ sind wir. Sie wirken wie ein Schutzschild gegen Infekte, Entzündungen und Krankheiten. 

Ballaststoffe und sogenannte Pflanzenfasern sind optimale Lebensmittel für eine gesunde Darmflora“

Die 100 Billionen sogenannten Mikroben sorgen für eine ausgewogene Darmflora. Sie ernähren sich von dem, was wir letztlich zu uns nehmen. Doch wie genau beeinflusst unsere Nahrung die Anzahl unserer Darmbewohner? Die Medizin ist dem schon lange auf der Spur: Forscher der Uniklinik Erlangen und Bochum haben beispielsweise festgestellt, dass kurzkettige Fettsäuren Autoimmunerkrankungen (wie Multiple Sklerose) positiv beeinflussen können. Aber vor allem Ballaststoffe und sogenannte Pflanzenfasern sind optimale Lebensmittel für eine gesunde Darmflora und letztlich gut für die Psyche: Viel Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkorn. Die Verbindung von Darm und Psyche wird auch als „Darm-Hirn-Achse“ bezeichnet. 

Das Tolle ist: Kurzkettige Fettsäuren werden bei ballaststoffhaltiger Nahrung von den Darmbakterien selbst produziert. Besonders die Propionsäure fällt positiv ins Auge. Sie ist ebenfalls eine kurzkettige Fettsäure mit stechendem Geruch (oft auch als E 280 abgekürzt). Diese Säure kann nur von gesunden Darmbakterien hergestellt werden. Eine gestörte Darmflora kann neurologische Erkrankungen hervorrufen und sich entsprechend negativ auf die Psyche auswirken. Mediziner sehen hier einen deutlichen Zusammenhang zwischen Propionsäure und MS Erkrankungen.

Propionsäure kann bei fehlenden Bakterien im Darm in Form von Medikamenten eingenommen werden. Auf diese Weise ist es möglich, schwer therapierbare Krankheiten wie Multiple Sklerose, Rheuma oder Schuppenflechte zu behandeln. 

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2 comments

    1. Guten Tag Frau Ruhrmann,

      vielen Dank für Ihr Feedback. Weiterführende Literatur und Quellen stehen weiter unten, am Ende des Textes.
      Hier schlagen wir zum Beispiel auch Sendungen vor, die zu diesem Thema weiter informieren.

      Beste Grüße aus Heidelberg
      Ihr Leading Medicine Guide Team

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