European Lecture 2019: Hohe Auszeichnung für Prof. Dr. Andreas Raabe!

Prof. Dr. Andreas Raabe, Direktor und Chefarzt der Universitätsklinik für Neurochirurgie am Inselspital, gilt schon lange als ein Spezialist, der auf höchstem Niveau unterwegs ist. Doch nun erhielt er eine besonders seltene Auszeichnung, die bei weitem nicht alle Jahre verliehen wird: Der renommierte Neurochirurg durfte auf dem diesjährigen Kongress der European Association of Neurosurgical Societies (EANS) in Dublin im Rahmen der Award-Session die „European Lecture“ halten – eine vielbeachtete Rede!

Bern, 10.10.2019 – Der „European Lecture Award“ gilt unter führenden Wissenschaftlern weltweit als sehr begehrte Auszeichnung. Sie ist Persönlichkeiten vorbehalten, die auf dem Gebiet der Neurochirurgie in langjähriger Forschungs- und Entwicklungstätigkeit entscheidende Impulse setzen konnten. Prof. Dr. Andreas Raabe hat sich diese Auszeichnung genau genommen sogar doppelt verdient – nämlich mit zwei Erfindungen, durch die er die Neurochirurgie weltweit veränderte. Auch die Patientensicherheit konnte er dabei entscheidend verbessern.

Marktreife Erfindungen für mehr Patientensicherheit

Der Spezialist Prof. Raabe, der auch vom Leading Medicine Guide als einer der führenden Neurochirurgen eingestuft wird, hat sich in mehreren Funktionen einen Namen gemacht: Er ist als Arzt und als Forscher aktiv, aber auch als Entdecker und Erfinder. Als Erfinder konnte er in seinem Fachbereich, bei dem kleinste Fehlmanipulationen dramatische Auswirkungen haben können, die Komplikationsquote erheblich reduzieren – mit zwei innovativen Werkzeugen: ICG-unterstützte Angiografie und Dynamic Mapping. Prof. Dr. Jürgen Beck, ärztlicher Direktor der Klinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Freiburg, ist sich sicher: Diese Tools haben die chirurgische Arbeit „durch eine ‘zusätzliche Hand‘ und ein ‘zusätzliches Auge‘ entscheidend verbessert.“ Sie seien „derart intuitiv in der Anwendung”, dass sie leicht in den chirurgischen Alltag zu integrieren seien.

Wissen, Weisheit, Technik, Technologie – auf diesen Säulen verbessert Prof. Raabe kontinuierlich die gesamte Neurochirurgie inklusive Patientensicherheit. Um das jeweilige Medizinfeld kontinuierlich weiterzuentwickeln, braucht es aber Methoden, um den Wissenstand zu erhalten, um Gelerntes aufzufrischen und neues Wissen aufzunehmen, wie Prof. Raabe betont. Daher gehört auch ein neues Softwareprinzip zum medizinischen Lernen zu einem aktuellen Forschungsprojekt am Inselspital (Universitätsspital Bern).

Komplexe Operationen: optimierte Neurochirurgie 

Eines der bekanntesten Verdienste des Neurochirurgen aus Bern ist die Erfindung und die marktreife Entwicklung des dynamischen, kontinuierlichen Mappings mittels Sonde während einer Hirnoperation. Diese spezielle Sonde zeigt während der operativen Entfernung von Tumorgewebe eine sichere Distanz zum Gewebe der Bewegungsbahn an. Nähert sich der Operateur kritisch der intakten Bewegungsbahn, ertönt ein warnendes Klopfgeräusch. Mit dieser Erfindung wurden Verletzungen des gesunden Gehirngewebes bei der Resektion von Tumorgewebe von rund zehn Prozent auf fünf Prozent halbiert.

Mit einer weiteren Erfindung konnte Prof. Raabe die Quote sogar noch weiter drücken: Von zehn auf nur noch drei Prozent nämlich sank die Komplikationsquote durch die strahlenlose Gefäßdarstellung (Indozyanin-Angiographie) in der Resektion von Aneurysma. So können die Resultate schon während der Operation optimiert werden, was Hirnschläge und inkomplette Aneurysmaklippungen vermeidet. Auch diese Methode hat die Patientensicherheit weltweit enorm verbessert.

Hohe Auszeichnung: Vielbeachtete Rede

Ebenso vielfältig wie seine Arbeitsfelder ist auch das Thema, zu dem Prof. Dr. Andreas Raabe bei der European Lecture sprach: „Knowledge, wisdom, technique, technology, and the quest for near zero morbidity“ lautete der Titel.

Für Prof. Dr. Andreas Raabe ist die hohe Auszeichnung freilich ein willkommener Ansporn, seine Tätigkeiten mit Elan und Neugier fortzusetzen. So verbessert er weiterhin die Patientensicherheit in der Neurochirurgie – und zwar weltweit. Und natürlich bekommt auch das Universitätsspital Bern und somit die Universitätsklinik für Neurochirurgie am Inselspital viel internationale Aufmerksamkeit.

AR406NC, LMG19

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