Frauenwoche: Alles was SIE über Frauengesundheit wissen müssen

Diese Woche widmen wir uns ganz der Frau und ihrer Gesundheit. Ja, es gibt kleine Unterschiede mit großer Auswirkung. Daher muss man genauer hinsehen. Die Medizin ist stets bemüht, die Therapie so individuell wie möglich zu gestalten. Immer häufiger hören wir, dass sich Symptome jeweils unterscheiden, je nach Geschlecht.

Was versteht man unter „Frauengesundheit“?
Männer und Frauen weisen gesundheitliche Besonderheiten auf. Manche Erkrankungen betreffen hierbei ausschließlich Männer oder ausschließlich Frauen. Andere Krankheiten wiederum können abhängig vom Geschlecht besonders häufig auftreten. Unterschiede existieren auch in Sachen Wirksamkeit von Medikamenten und in bestimmten, frauenspezifischen Lebensphasen, wie etwa Schwangerschaft und Wechseljahren. Die gesundheitliche Situation der Geschlechter wird aber nicht nur von biologischen Unterschieden, sondern auch von psychosoziale Faktoren beeinflusst. Die Vorstellung von Gesundheit sowie die Wahrnehmung vom eigenen Gesundheitszustand sind in diesem Zusammenhang ebenso wichtig wie die Offenheit für Früherkennungsmaßnahmen.

Was versteht man unter Frauengesundheit/ was sind Krankheiten der Frau, die geschlechtsspezifisch sind? 

Das Thema Frauengesundheit beinhaltet verschiedenste Aspekte, die von Menstruation und Menopause bis hin zum Hormonhaushalt im Körper reichen. Allein der Aspekt der Vorsorge ist ein wichtiger Baustein für jede Frau, um die eigene Gesundheit zu schützen. Krebsvorsorge beispielsweise ist ein Bereich, der nicht nur ältere Patientinnen betrifft – schon Frauen im mittleren Alter sollten regelmäßige Termine zur Brustkrebsvorsorge vereinbaren und wahrnehmen. Die Kosten für diese Untersuchung werden von den Krankenkassen übernommen.

Weitere Krankheiten, die geschlechtsspezifisch sind:

• Menstruationsbeschwerden und Beschwerden, die unmittelbar mit dem weiblichen Zyklus zusammenhängen
• Blasenentzündungen
• Inkontinenz
• Osteoporose
• Vaginalpilz

Sind Frauen anders krank als Männer?

Gemäß der anatomischen Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt es geschlechtsspezifische Krankheiten, von denen nur Frauen betroffen sind, wie beispielsweise Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane. Es existieren jedoch auch zahlreiche Erkrankungen, die sowohl Männer als auch Frauen betreffen können.

Übergewicht bzw. Adipositas

Während knapp 62 % der männlichen Deutschen als übergewichtig gelten – also einen BMI von mehr als 25 aufweisen –, trifft dies auf rund 47 % der Frauen in Deutschland zu.

Alkoholkonsum

Deutsche Männer trinken häufiger und größere Mengen Alkohol. Nach Selbstangaben weisen rund 14 % der deutschen Frauen einen gesundheitlich riskanten Alkoholkonsum auf. Bei Männern liegt die Quote bei knapp über 18 %.

Zigarettenkonsum

Aktuelle Zahlen ergaben, dass etwa 30 % der deutschen Bevölkerung raucht. Männer (knapp über 31 %) tun dies häufiger als Frauen (knapp über 26 %).

Konsum von Arzneimitteln

Schätzungen gehen davon aus, dass zwischen 1,4 -1,9 Millionen Menschen in Deutschland medikamentenabhängig sind. Den Löwenanteil mit zwei Dritteln der arzneimittelabhängigen Personen bilden dabei Frauen.

Erkrankungen der Psyche

Beinahe doppelt so viele deutsche Frauen wie Männer geben an, sich seelisch belastet zu fühlen. Während dies auf 8 % der Männer zutrifft, beträgt die Quote bei Frauen 13 %.
Zusätzlich geben mit mehr als 5 % deutlich mehr Frauen als Männer – mit knapp über 3 % – an, bereits einmal im Leben unter einem Burn-out-Syndrom gelitten zu haben.

Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems

Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen in Deutschland Todesursache Nummer 1 dar. Während knapp 153.000 Männer jährlich an solchen Erkrankungen sterben, betrifft dies knapp 186.000 Frauen. Während mehr Männer (über 28.000) an einem Herzinfarkt sterben als Frauen (über 20.000), erliegen hingegen mehr Frauen (knapp 10.000) als Männer (knapp 6.000) einem Schlaganfall.

Krebserkrankungen

In Deutschland erkranken etwas mehr Männer als Frauen an Krebs. Für Frauen liegt die Quote an Krebs-Neuerkrankungen bei knapp 227.000, während Männer in mehr als 249.000 Fällen neu an Krebs erkranken. Bei Frauen ist die häufigste Krebserkrankung der Brustkrebs, an der jedes Jahr in Deutschland mehr als 69.000 Frauen neu erkranken.


Freuen Sie sich, diese Woche zahlreiche Beiträge bei uns zum Thema „Frauengesundheit“ zu lesen. Wir führten sehr spannende Gespräche mit Betroffenen, die uns ihre ganz persönliche Krankheitsgeschichte erzählen, aber auch mit Fachärzten aus dem Bereich Gynäkologie und Frauenheilhunde. Darunter befindet sich auch der Universitätsprofessor Wallwiener, dem erst kürzlich die erste Geburt nach erfolgreicher Gebärmutterimplantation an der Frauenklinik Tübingen gelungen ist. Hier geht es zum Interview zum Thema „Brustkrebs“. Auch wird das Thema Plastische und Ästhetische Chirurgie aufgegriffen, wofür wir die renommierte Chirurgin Frau Dr. Camenisch (Zürich) sprechen konnten. Warum Wechseljahre auch etwas Positives an sich haben, das erfahren Sie ebenfalls in dieser Woche. Verpassen Sie keinen unserer Beiträge – es geht um IHRE Gesundheit. 


Bildquelle: (c) pathdoc (c) Prostock-studio (c) Kalim – Adobe Stock. LMG19, 

Quellen:
https://www.frauengesundheitsportal.de/service/daten-und-fakten/
https://www.rtl.de/themen/thema/frauengesundheit-t10342.html
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/f/frauengesundheit.html
https://www.t-online.de/gesundheit/id_54595294/frauenkrankheiten-daran-leidet-sie-am-meisten-.html

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