Adipositas – Wie Chirurgie helfen kann. Der Experte Dr. Köhler im Interview

Wir sehen auf unseren Straßen – etwa auf dem Weg zur Arbeit, in Kindergärten, Schulen, in Einkaufshäusern, Arztpraxen, in Supermärkten, in unserem Wohnviertel (und in den Medien sowieso), – dass Fettleibigkeit inzwischen sehr stark präsent ist und dass sie immer weiter zunimmt. Man spricht inzwischen von einer Adipositas-Epidemie. Nicht nur ältere Menschen sind stark betroffen, sondern immer mehr Kinder und Jugendliche nehmen an Gewicht zu.

Adipositas ist ein Problem, dass in Deutschland angekommen ist

Jeder Fünfte ist inzwischen übergewichtig, was weitere gesundheitliche Begleit- oder Folgeerkrankungen nach sich ziehen kann: Gelenkbeschwerden, Rückenprobleme, Bauchwandbrüche (Hernien), Diabetes, aber auch Darmerkrankungen, Reflux (Rückfluss von Mageninhalten in die Speiseröhre), Tumore – um nur einige Erkrankungenn zu nennen. Gewichtsprobleme stören die Darmflora und vergrößerndas Risiko, etwa an Stoffwechselstörungen oder an Krebs zu erkranken.

Für Betroffene, die an sehr starkem Übergewicht/ Fettleibigkeit leiden, haben sich chirurgische Eingriffe als Behandlungsmethode bewährt. Was beispielsweise eine Magenentfernung (Schlauchmagen) bewirken kann, konnten Sie im Patienten-Erfahrungsbericht auf dieser Seite nachlesen.

Jährlich über 300 Adipositas-Eingriffe, Tendenz steigend

Im Leading Medicine Guide stellen wir Fachärzte vor, die Experten sind im Bereich Adipositas- und Viszeralchirurgie. Dazu gehört Dr. Hinrich Köhler, Leiter des Schilddrüsen- und Adipositaszentrums, stellv. Leiter des Darmkrebszentrums und Chefarzt der Chirugischen Klinik des Herzogin-Elisabeth Hospitals Braunschweig. Der Mediziner Dr. Köhler ist Facharzt für Chirurgie und Viszeralchirurgie und hat sich insbesondere auf die Behandlung von Darm- und Refluxerkrankungen (darunter auch Divertikulitis und Achalasie), Tumoren des Magens und der Schilddrüse, des Mast- und Enddarms, auf Gallensteine und eben auch auf Übergewicht/ Adipositas spezialisiert. Jährlich nimmt er gemeinsam mit seinem gut aufgestellten Team über 300 adipositaschirurgische Eingriffe vor

Dr. Köhler macht seinen Beruf aus Leidenschaft und obwohl er bereits seit dem Studium wusste, wie herausfordernd und knochenhart die Tätigkeit als Darm- und Schilddrüsenchirurg manchmal sein kann, hat er seinen Weg weiter verfolgt. „Aber nur, oder eben weil ich mich zu dieser speziellen Tätigkeit berufen fühle, kann ich meinen Job erfolgreich und zufriedenstellend ausführen.“ Mittlerweile praktiziert er seit mehr als 20 Jahren, was Dr. Köhler zu einem herausragenden und erfahrenen Facharzt macht. Sein Wissen gibt der Experte mit Zusatzqualifikation als Rettungsmediziner und Proktologe durch zahlreiche Veröffentlichungen sowie in internationalen Fachgesellschaften und Gesundheitsstudien weiter.

Herzogin-Elisabeth Hospital Braunschweig – wichtiges und ausgezeichnetes Zentrum

Seinen Schwerpunkt auf Viszeralchirurgie legte er aber damals dennoch eher durch Zufall fest, als er noch in jungen Jahren vor einem sehr komplexen Eingriff stand und die operative Behandlung eines 150 kg schweren Patienten begleiten durfte. Ihn faszinierte die enge und sehr gute Zusammenarbeit mit benachbarten Kliniken wie der Uniklinik Hannover und Uniklinik Magdeburg, was ihn dazu ermutigte, diesen Fachbereich auch am Herzogin-Elisabeth Hospital besser auszubauen. Heute leitet er das Adpipositaszentrum sehr erfolgreich und gehört zu den führenden Fachspezialisten auf diesem Gebiet. Das Adipositaszentrum ist beispielsweise das einzige durch die Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) zertifizierte Referenzzentrum für Adipositaschirurgie im Bundesland Niedersachsen, genauso das von ihm geleitete Schilddrüsenzentrum, was den Facharzt sehr stolz macht.

Dr. Köhler arbeitet an zahlreichen klinischen Studien, die aktuelle und für die Gesellschaft relevanten Themen wie Suchtverhalten in Bezug auf Adipositas genau unter die Lupe nehmen.

Schilddrüsenprobleme? Jeder Fünfte hierzulande zeigt Auffälligkeiten 

Darüber hinaus ist Dr. Köhler Spezialist für Schilddrüsenvergrößerung – ebenfalls eine sehr häufige Erkrankung in Deutschland, die allerdings unterschätzt wird: 20% der Bevölkerung hat eine vergrößerte Schilddrüse, die eine Überfunktion (15%) aufweist. Auch mit diesem Problem sind Betroffene beim Leading Medicine Guide sehr gut beraten.

Was ist eine Schilddrüsenvergrößerung? 

Bei einer Schilddrüsenvergrößerung spricht man auch von einem „Kropf“, einer „Stuma“ oder „Drüsenschwellung“. Die Schilddrüse produziert entsprechende Hormone, die für den Stoffwechsel notwendig sind, selbst. Sie steuert damit unter anderem den Energiehaushalt und das Nervensystem und ist für die Wachstumsentwicklung (beim Kind), für die Regelung der Körpertemperatur und sogar die Fruchtbarkeit verantwortlich. Jod ist ein Spurenelement und spielt für die Herstellung dieser lebensnotwendigen Hormone eine wichtige Rolle. Ein gesunder Mensch verfügt über ungefähr 10-30 mg Jod im Körper, allein 4/5 davon befinden sich in der Schilddrüse (der Rest ist auf die Muskulatur, die Galle und Hypophyse, Speicheldrüse und im Auge verteilt). Deshalb geht man davon aus, dass eine solche (Schilddrüsen-) Erkrankung an der Jodversorgung bzw. am Jodmangel liegt. Fehlt der Schilddrüse entsprechendes Jod, schwillt der Kropf an und zusätzlich entstehen sogenannte Knoten. Symptome sind zum Beispiel: Kälteempfindlichkeit, Antriebsschwäche, Teilnahmslosigkeit, Schwächezustände, Darmträgheit, Heiserkeit, trockene Haut, brüchiges Haar und verlangsamtes Denkvermögen. 

Analysen über einen längeren Zeitraum zeigten sogar: Je weiter Menschen vom Meer entfernt leben, desto häufiger leiden sie an Jodmangel und damit einer Vergrößerung der Schilddrüse. Besonders Menschen, die in der Alpenregion leben, seien stärker betroffen. Damit zählt diese Form der Erkrankung zu den häufigsten Hormonstörungen hierzulande. Frauen sind bis zu viermal häufiger betroffen als Männer. Es wird empfohlen, täglich etwa 100 bis 200 mg Jodid zu sich zu nehmen. Diese lässt sich auch aus frischem Fisch, aus Algen oder eben auch aus entsprechenden Präparaten (Nahrungsergänzungsmittel) und Jodsalz beziehen. Sprechen Sie aber unbedingt mit Ihrem Arzt, da auch ein Jodüberschuss fatale Folgen auf die Gesundheit haben kann (Stichwort: Schilddrüsenüberfunktion), bzw. Jodid sich nicht mit allen Medikamenten verträgt und unerwünschte Nebenwirkungen auftauchen können.  


– mehr dazu im neuen Themenportal endocrinology-guide.com

 

Erfahren Sie mehr über den Experten auf dem Arztprofil und nehmen Sie hier direkt Kontakt zu ihm auf.

 

 

 

 

 

Ähnliche Beiträge

Bitte hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.