Maximale Erfolge mit minimal-invasiven Hüftoperationen

Als die Olympiasiegerin von 1984, Ute Wessel, auch den Weltmeistertitel im Fechten holte, hätte wohl kaum jemand vermutet, dass sie das mit einer künstlichen Hüfte geschafft hatte. Eine erstaunliche Leistung, die zeigt, dass man heute mit einem künstlichen Hüftgelenk unter Umständen sogar Hochleistungssport betreiben kann und alles andere als invalide ist. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass das künstliche Hüftgelenk perfekt eingesetzt wurde. Die Operation bei Ute Wessel wurde von Dr. Pothmann vom Westfälischen Gelenk- und Endoprothesenzentrum durchgeführt. Der Chefarzt in der Klinik für Orthopädie am EK Unna gilt als absoluter Spezialist auf dem Gebiet der Endoprothetik und konzentriert sich in seiner Arbeit seit Jahren auf Hüftoperationen.

Dr. Pothmann und sein Team haben noch einigen anderen Spitzensportlern mit ihrer Kunst geholfen, so dass die Sportler ihre Leidenschaft weiter ausüben konnten – eben durch den Einsatz einer Hüftprothese. So werden zum Beispiel Freeclimbing, Profireitsport, Skilaufen, Surfen und viele andere Sportarten für zahlreiche Menschen trotz Hüftoperation wieder möglich. Natürlich operiert Dr. Pothmann nicht nur prominente Sportler, sondern auch jeden anderen Patienten, der Probleme mit der Hüfte hat. Circa 40 % seiner Patienten kommen zu ihm, weil eine angeborene Fehlstellung des Beckens irgendwann Probleme verursacht. Meist ist das eine Arthrose als Folge einer Hüftfehlstellung, die von starken Schmerzen begleitet wird.

Gelenkerhaltende Maßnahmen oder Hüftprotheseneinsatz

Das Ziel ist es zwar, das Gelenk zu erhalten, was durch unterschiedliche operative Eingriffe oft möglich ist, aber in vielen Fällen ist eben auch ein künstliches Hüftgelenk die ultimative Lösung. „Wenn ein Patient zu mir kommt, mehr oder weniger verzweifelt und von Schmerzen in der Hüfte geplagt, ist es wichtig, dass man als Arzt die Indikation richtig erkennt und die passende Operationsmethode auswählt. Das ist neben der eigentlichen handwerklichen Kunst sehr entscheidend für den Erfolg der Operation. Speziell bei dem Thema ‚Hüfte‘ muss man sich die körperlichen Gegebenheiten beim Patienten, vor allem die dreidimensionale Stellung des Gelenkes, ganz genau anschauen, da es sich bei der Hüfte um das wichtigste Gelenk für die Fortbewegung des Menschen handelt – ein Gelenk, das von großen Muskeln umgeben ist. Die minimal-invasive DAA-Methode (direkter, vorderer OP-Zugang) ist in meinen Augen die beste Vorgehensweise, da sie keine oder nur geringste Verletzungen von Muskeln und Gewebe verursacht“, erklärt uns Dr. Pothmann im Interview.

Super Path – der ultimative Weg in der modernen Endoprothetik

Dr. Pothmann setzt die modernen minimal-invasiven Operationsmethoden, vielen auch unter dem Schlagwort „Super Path“ bekannt, schon sehr lange ein. Der Wortbedeutung nach versteht man unter Super Path „den besonderen Weg“ bei der Operation – den minimal-invasiven Zugang, der vor der Operation genau geplant werden muss. Dr. Pothmann benutzt zur Primärimplantation und zum Pfannenwechsel ausnahmslos den vorderen, direkten Zugang (DAA). Dabei wird ein relativ kleiner Schnitt von 5 bis 7 cm Länge gesetzt, durch den dann operiert werden kann. Der größte Vorteil dieser Methode liegt darin, dass Muskel und Weichteile möglichst wenig tangiert werden – der Muskel bleibt erhalten. Viele Patienten verlassen daher nach 3 bis 5 Tagen bereits mobil die Klinik. Ein weiterer Vorteil: Bei konventionellen Operationsmethoden kann es in ca. 1,8 % der Fälle zum Auskugeln des Gelenks kommen, bei der minimal-invasiven Methode in weniger als 0,1 % der Fälle.

Eine gute Operationstechnik und viel Erfahrung sind der Schlüssel zum Erfolg

„Die minimal-invasive Technik setze ich seit mehr als 10 Jahren ein, auch wenn sie in letzter Zeit als eine neuartige Methode in der Presse dargestellt wird. Bisher habe ich über 2000 Operationen damit gemacht. Sie hat wirklich große Vorteile, aber man muss als Chirurg genau wissen, was man tut, braucht sehr viel Erfahrung und muss sehr sorgfältig und vorsichtig operieren. Der Antrieb, immer das beste OP-Ergebnis zu erzielen, ist neben der richtigen Indikation und dem passenden Implantat entscheidend. Das muss man einfach täglich machen, um es möglichst gut zu machen“, sagt Dr. Pothmann. Die notwendige Erfahrung hat Dr. Pothmann zweifellos. In seiner Klinik werden jährlich mehr als 800 Endoprothesen eingesetzt, er selbst macht jedes Jahr über 300 Knie- und Hüftoperationen.

Besser als jede Roboter-assistierte Operation

Neben Know-how und Erfahrung ist jedoch noch etwas anderes wichtig: Fingerspitzengefühl. Es gibt zwar an einigen Kliniken auch die Roboter-assistierte Operation – ein Roboter kann natürlich sehr exakt fräsen –, aber das Einsetzen einer Hüftprothese, ohne Muskel und Weichteile zu verletzen, den Knochen „fühlen“ zu können, erfordert doch etwas mehr. Es erfordert menschliches Fingerspitzengefühl und ein sehr behutsames Vorgehen. „Man muss immer so operieren, als ob man seine eigene Mutter operiert!“, sagt Dr. Pothmann dazu.

Diese Einstellung und nicht zuletzt sein herausragendes Können sind wohl die wichtigsten Gründe dafür, warum selbst Hochleistungssportler wie Ute Wessel sich den geschickten Händen von Dr. Pothmann und seinem Team im Westfälischen Gelenk- und Endoprothesenzentrum anvertrauen – und eben nicht einem Roboter.

 


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