Schulterschmerzen richtig behandeln – Prof. Loew und Dr. Lichtenberg (ATOS Heidelberg) im Gespräch

Wir waren – um ehrlich zu sein – etwas erschrocken, als wir die aktuelle Statistik in der ältesten medizinischen Fachzeitschrfit The Lancet gesehen haben: 1/4 der gesamten Weltbevölkerung bewegt sich die Woche weniger als 1,25 Stunden! Allein hierzulande sitzen wir stundenlang am Schreibtisch, nehmen das Auto, nutzen die Rolltreppe, shoppen online. Das macht unseren Alltag ziemlich bewegungsarm, was früher oder später auf die Gesundheit schlägt. 

„Oft können wir gar nicht anders. Aber um einen bestmöglichen Ausgleich zu schaffen, wir von medizinischer Seite empfohlen, mehr Sport in seine Freizeit zu integrieren.“

Schließlich wollen Gelenke genutzt werden und in Bewegung bleiben: Bewegung aktiviert zum Beispiel die Versorgung der Gelenkknorpel mit Nährstoffen – ähnlich wie eine Ölung von Maschinen, trägt die Bewegung für eine einwandfreie Gelenkschmiere bei. Doch Sport ist nicht immer nur gut für die Gesundheit. Es kommt auch hier immer auf die Dosis an, wie man so schön sagt! 

Wer etwa zu viel Sport treibt oder schwere Körperarbeit über einen längeren Zeitraum verrichtet, fördert nicht nur einen Gelenkverschleiß (Arthrose) – die inzwischen häufigste Gelenkerkrankung – sondern kann auch empfindliche Sportverletzungen oder Überlastungsschäden davon tragen, die einen die nächsten Jahre im Alltag beeinträchtigen können.

Gelenkprobleme – Schulter ist besonders empfindlich 

Wenn es um unsere Gelenkprobleme geht – ganz unabhängig davon, ob Sie viel Sport treiben oder ein Bewegungsmuffel sind – dann ist auch oft die Schulter betroffen. Sie ist unser beweglichstes Gelenk und besitzt gleichzeitig ein sehr komplexes Kugelgelenk, was wiederum viel Angriffsfläche für Entzündungen, Verletzungen und Erkrankungen bietet. Zu den häufigsten Erkrankungen gehören etwa Schäden oder ein Riss der Rotatorenmanschette, Erkrankungen der langen Bizepssehne, die Kalkschulter, die Schultersteife, oder gar ein fortschreitender Knorpelverschleiß in der Schulter, die so genannte Omarthrose.  Zu den häufigsten Verletzungen zählen die Schulterverrenkung (Luxation), die zu einer Instabilität des Gelenkes führen kann und eine Verletzung des Schultereckgelenkes. Weitere Informationen zur Schultererkrankung erhalten Sie im Leading Medicine Guide.

Wer es einmal „mit der Schulter hat“, sollte daher nicht lange zögern und einen Facharzt zu Rate ziehen. Die Heilung dieses Gelenkes dauert in der Regel etwas länger.

Zu den wichtigsten Experten auf diesem Gebiet zählen unsere beiden Leading Medicine Guide Fachärzte Professor Dr. Loew und Dr. Lichtenberg von der ATOS Klinik in Heidelberg

Die beiden Mediziner bringen jahrzehntelange Erfahrung in der Orthopädie und Schulterchirurgie mit. Sie sind beide spezialisiert auf die differenzierte Diagnostik und Behandlung von Schulterschmerzen aller Art, auf Sportverletzungen und in der chirurgischen Behandlung auf arthroskopische Verfahren sowie Schulter-und Ellenbogen-Endoprothetik.

Professor Dr. Loew hat seinen Augenmerk – mit einer Praxiserfahrung von bereits mehr als 25 Jahre – vor allem auf die Chirurgie der Schulter und des Ellenbogengelenks, auf arthoskopische und offene Operationen bei Verletzungsfolgen und Verschleißveränderungen an der Schulter und am Ellenbogen, auf endoprothetischen Gelenkersatz der Schulter und minimal-invasive arthroskopische Eingriffe gelegt.

Der medizinische Schwerpunkt vom erfahrenen Mediziner Dr. Lichtenberg liegt auf der Behandlung von Arthrose des Schultergelenks, Abnutzung der Sehnen, der Rotatorenmanschette und der langen Bizeossehne. Er hat sich auch auf die Unfallfolgen wie Oberarmkopf- und Schlüsselbeinbrüche, Schulterluxation und auf Sportverletzungen und Überlastungsschäden spezialisiert. 

Beide Fachärzte arbeiten eng zusammen und ergänzen sich fachmedizinisch gegenseitig sehr gut. Sowohl Professor Loew als auch Dr. Lichtenberg haben noch die Anfänge der Schulterchirurgie vor mehr als 20 Jahren kennengelernt und seither mit geprägt, weshalb sie sich auch in Wissenschaft und Forschung aktiv zur Optimierung des Fachbereichs in Theorie und Praxis einsetzen. „Das war damals auch der Grund, warum ich mich insbesondere auf die Schulterchirurgie spezialisiert habe. Alles war damals noch Neuland. Innerhalb der letzten 25 Jahre hat sich unglaublich viel auf dem Gebiet getan. Es war nicht nur spannend, dies mitzuverfolgen, sondern selbst einen beträchtlichen Teil dazu beizutragen“ erklärt Professor Loew, der selbst seit vielen Jahren in zahlreichen Fachgesellschaften mitwirkt, von 2004 bis 2010 Präsident der Deutschen Vereinigung für Schulter- und Ellenbogenchirurgie (DVSE) war, mehrere wissenschaftliche Auszeichnungen erhielt und viele Werke veröffentlichte.

Bei Dr. Lichtenberg war es damals ähnlich. Auch für ihn war die Schulterchirurgie ein Desiderat der Forschung und Praxis. „Ich wurde vor allem von meinem damaligen Mentor Professor Habermeyer sehr inspiriert. Er gilt als Pionier der Behandlung von Schultergelenkserkrankungen in Deutschland. Mein Mentor verfasste schließlich das erste Lehrbuch zur Schulterchirurgie, dass bis heute als Standardlehrbuch gilt.“ Dr. Lichtenberg ist ebenfalls sehr aktiv in deutschen, europäischen aber auch internationalen Fachgesellschaften und er wurde mehrfach für seine medizinische Leistung auf dem Gebiet ausgezeichnet.

„Früher waren es noch 1.500 Operationen jährlich. Heute darf man schon 25.000 Schulter-Endoprothesen-Eingriffe (in Deutschland) verzeichnen.“

„Dieser rapide Anstieg der Operationszahlen bedeutet aber nicht, dass heute Verletzungen oder Schäden an der Schulter operiert werden, die genauso gut auf konservativem Weg behandelt werden könnten. Die operativen Methoden damals waren eben noch nicht so weit und die Implantate lange nicht so gut, wie heute. Natürlich spielt der demografische Wandel eine große Rolle, die immer älter werdende Bevölkerung will selbstverständlich länger mobil und aktiv bleiben. Mit unserem heutigen Wissen und den technologischen Errungenschaften ist dies heute sehr gut möglich“ erklärt der Facharzt Prof. Loew.

Beide Mediziner haben Ihren Fokus vor allem auf der Überprüfung von Operationsindikationen und -verfahren. „Leidet der Betroffene an ernsthaften Schulterschmerzen, kann er sich von uns medizinisch und fachkundig beraten lassen. Wir kontrollieren die von uns behandelten Patienten und tragen mit unseren Behandlungsmethoden dazu bei, den Patienten bestmöglichst zu versorgen. Unser Spezialgebiet liegt auf der klinischen Forschung“ erklärt Dr. Lichtenberg. 

Dass die chirurgische Versorgung hier besonders gut ist, spricht sich international herum

Bereits 15 – 20% aller Patienten, die Prof. Loew und Dr. Lichtenberg betreuen, kommen aus dem Ausland. Natürlich ist der Standort Heidelberg sehr attraktiv:  „Heidelberg ist eine Universitätsstadt mit hoher wissenschaftlicher Aktivität und Vernetzung. Die Stadt bietet ein professionelles und doch gemütliches Umfeld und Ambiente, weshalb man sich hier sowohl als Mediziner als auch als Patient (und Angehöriger) sehr wohl fühlt“ erklärt Dr. Lichtenberg. Prof. Loew nimmt über seine Aktivität in der ATOS-Klinik hinaus an der studentischen Lehre und Forschung der Universitätsklinik Heidelberg teil, und arbeitet in der Ausbildung junger Ärzte mit der großen Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik in Ludwigshafen zusammen.

Schmerzt die Schulter – so raten die Fachexperten – eine medizinische Überprüfung nicht zu lange nach hinten zu schieben. „ich empfehle, den Schmerz zunächst zu beobachten und nach etwa drei bis vier Wochen zum Arzt zu gehen. Heute kann man schon mit einer genauen Untersuchung, mit Ultraschall, Röntgen oder der Kernspintomographie in unserer Praxis eine präzise Diagnose stellen“ lassen Professor Loew und Dr. Lichtenberg uns wissen.


Wollen sie mehr erfahren? Dann besuchen Sie Leading Medicine Guide und nehmen Sie hier direkt Kontakt zu den beiden Experten auf. Lesen Sie außerdem:

     

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Bildquelle: © Drobot Dean; © Sebastian Kaulitzki; © Rido; © weedezign – fotolia.com

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