Der Countdown läuft – nur noch wenige Tage bis zu den ersten Swiss Hernia Days

In wenigen Wochen beginnen die ersten Swiss Hernia Days. Wir haben bereits darüber berichtet und sind sehr gespannt, wie es mit der Planung und Vorbereitung vorangeht. Hierfür haben wir zwei der Initiatoren Priv.-Doz. Dr. Kirchhoff und Dr. Hoffmann, beide kürzlich mit dem Leading Medicine Guide Zertifikat ausgezeichnet, erneut sprechen können. Wie ist das Resumee bis dato?

Kirchhoff & Hoffmann (K&H): Mit großer Vorfreude sehen wir den ersten Swiss Hernia Days am Donnerstag, den 28. und Freitag, den 29.09.2017 in Basel entgegen. Deswegen haben wir natürlich in den letzten Wochen und Monaten die Swiss Hernia Days auf diversen Kongressen und anderen Veranstaltungen in der Schweiz und in Europa vorgestellt. Das durchweg positive Feedback unter den Kolleginnen und Kollegen hat uns jedoch wirklich überrascht und umso mehr erfreut. Dieses Thema stößt auf großes Interesse, denn Hernien gehören zum Alltag eines jeden Allgemeinchirurgen oder Viszeralchirurgen. Die Swiss Hernia Days bieten nun erstmals eine spezialisierte Plattform für dieses Thema in der Schweiz, das bei sonstigen nationalen Kongressen und Veranstaltungen oft zu kurz kommt. Deswegen freut es uns sehr, dass sich schon viele Kolleginnen und Kollegen zur Teilnahme an den Swiss Hernia Days angemeldet haben.

 

Das Motto lautet „Hernienchirurgie 2.0“ – was darf man darunter verstehen?

K&H: Hernienoperationen gehören zu den häufigsten Operationen weltweit. In der Schweiz werden pro Jahr mehr als 20.000 Hernien operiert. Aber gerade in der Hernienchirurgie hat es in den letzten Jahren herausragende technologische Entwicklungen gegeben, die sich in der Schweiz noch nicht etablieren konnten. Man könnte fast sagen, dass ein neues Zeitalter eingeläutet wurde. Wir vermuten zum Beispiel, dass die meisten Kolleginnen und Kollegen noch nie etwas von ELAR, ECS, eTEP, rTAR oder MILOS gehört haben. Deswegen wollen wir mit dem Motto „Hernienchirurgie 2.0“ diese aktuellen Entwicklungen beleuchten und den aktuellen Status-quo der Hernienchirurgie in der Schweiz auch durchaus kritisch diskutieren. Aber auch mit dem Programmrahmen der Swiss Hernia Days selbst wollen wir Neuland betreten, indem wir zum Beispiel Live-OP Sessions durchführen werden, wo diese neuen Techniken durch internationale und nationale Experten praktisch vorgeführt und interaktiv diskutiert werden können.

 

Das klingt nach einem spannenden Programm. Welche „internationalen“ Experten werden kommen?

K&H: Wir konnten mehr als 20 internationale Hernien-Experten zu den Swiss Hernia Days einladen, wobei drei Kollegen aus Übersee kommen. Darunter ist zum Beispiel Prof. David Chen, Chefarzt der renommierten Lichtenstein-Klinik in Los Angeles, den wir als Referent und Live-Operateur für die Swiss Hernia Days gewinnen konnten. Ebenso wird Prof. Jorge Daes aus Kolumbien da sein, er gilt als einer der Pioniere der erweiterten minimal-invasiven präperitonealen Hernienoperation (eTEP) an der Bauchwand. Wir konnten auch Prof. Ibarra Hurtado aus Mexiko nach Basel einladen, der weltweit führend in der Anwendung von Botox an der Bauchwand zur Vorbehandlung bei großen Narbenhernienoperationen ist. Aber auch aus vielen Ländern Europas (z.B. Italien, Deutschland, Schweden, Dänemark, Spanien, Belgien, Österreich und Polen) werden wichtige Hernien-Experten als Referenten und Live-Operateure agieren.

 

Ganz unter uns: Auf wen freuen Sie sich am meisten?

K&H: Diese Frage ist natürlich unmöglich zu beantworten, denn wir freuen uns auf jeden einzelnen Referenten. Besonders am Herzen liegt uns aber, dass wir den Spirit und das freundschaftliche Miteinander der „Internationalen Hernienfamilie“ in die Schweiz tragen dürfen. Wir wollen den internationalen Erfahrungsaustausch bestärken und die Schweiz als Standort auf der Landkarte der internationalen Hernienchirurgie sichtbar machen.

 

Warum ist eine Fachtagung in dieser Form in der Schweiz so wichtig?

K&H: Im Wesentlichen gibt es dafür zwei Gründe. Zum einen ist der Bedarf an Wissensvermittlung unter den Schweizer Hernienchirurgen deutlich zu spüren. Denn in der Hernienchirurgie hat in letzter Zeit geradezu ein Paradigmenwechsel stattgefunden. Neue Operationstechniken haben sich etabliert, die Entwicklungen in der Materialforschung (z.B. bei Herniennetzen) hat riesige Fortschritte gemacht und die Rollen von Datenbanken und der damit einhergehenden Qualitätssicherung wird immer wichtiger. Hier besteht in der Schweiz v.a. außerhalb spezialisierter Zentren in vielen Bereichen noch klarer Nachholbedarf. Zum anderen scheint uns der Erfahrungsaustausch zwischen den Kolleginnen und Kollegen sehr wichtig, nicht nur innerhalb der Schweiz, sondern auch über die Landesgrenzen hinaus. Hierfür möchten wir mit den Swiss Hernia Days „die“ Plattform in der Schweiz werden.

 

Was unterscheidet die Swiss Hernia Days zu anderen Fachkongressen über Hernien-Erkrankungen?

K&H: Innerhalb der Schweiz ist das Konzept der Swiss Hernia Days etwas völlig Neues. Im Vergleich zu anderen Schweizer Kongressen bieten die Swiss Hernia Days nämlich den Vorteil, dass es zwei Tage lang nur um das Thema Hernienchirurgie geht und nur ausgewiesene Experten als Referenten auftreten. Dadurch haben wir die Möglichkeit, fast alle Aspekte der Behandlung von Hernien-Patienten auf höchstem Level im Sinne von „state of the art“ Sessions zu beleuchten und mit den Teilnehmern zu diskutieren. Ebenso wird bei den Swiss Hernia Days der interaktive Austausch mit den Teilnehmern gesucht. Die Sessions werden zum Beispiel durch 1-2 Experten moderiert, die den Ablauf der Sessions koordinieren aber auch die Teilnehmer in die Interaktion aktiv einbinden. Außerdem bieten wir Live-Operationen aus dem Universitätsspital Basel an, die ins Congress Center Basel übertragen werden, wodurch auch praktische Aspekte der Hernienchirurgie live gezeigt und interaktiv diskutiert werden können. Im Vergleich zu anderen europäischen Hernien-Veranstaltungen versuchen wir mit den Swiss Hernia Days die Erfolgsgeschichte der deutschen „Hernientage“ und der „Salzburger Hernientage“ in der Schweiz fortzuschreiben, die mit einer ansprechenden Mischung aus „state of the art“ Vorträgen, Live-Operationen und Diskussionen seit Jahren zunehmende Teilnehmerzahlen verzeichnen. In gewisser Weise schließt sich durch die Swiss Hernia Days damit der Kreis. Aber natürlich haben wir das Ziel, mit den Swiss Hernia Days in Basel einen internationalen Hernien-Kongress mit Schweizerischer Note zu gestalten und uns damit im internationalen Kongresskalender einen der vorderen Plätze zu erkämpfen.

 

Zu guter Letzt: Sie haben sich für die Location das international bekannte Congress Center Basel ausgesucht. Hat das einen Grund?

K&H: Das Congress Center Basel (CCB) ist sicher eines der städtebaulichen Aushängeschilder von Basel und jährlicher Austragungsort der weltweit renommierten Messen ArtBasel und Baselworld. Diese Mischung aus internationalem Flair, ansprechender Architektur und perfekter Infrastruktur mit möglichst großer Flexibilität hat für uns den Ausschlag gegeben. Zusätzlich besteht bereits eine langjährige vertrauensvolle Kooperation unseres Kongress-Sekretariats (Congrex) mit dem CCB. Wir hoffen, dass das ambitionierte Programm der Swiss Hernia Days durch diese Location gekonnt abgerundet wird und unsere Teilnehmer im nächsten Jahr gern wiederkommen.

 

 

 

Swiss Hernia Days Überblick

Datum: 28. + 29. September 2017

Ort: Congress Center Basel, am Messeplatz 21 in 4058 Basel (Schweiz)

Ansprechpartner: Priv.-Doz. Dr. Philipp Kirchhoff und Dr. Henry Hoffmann

Kontakt: swissherniadays@congrex.com

 

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