„Vorbeugen ist besser als Heilen“ – Prof. Bamberger erklärt Gesundheitsprävention

Vorbeugen ist immer besser als heilen. Das ist auch das Motto des Gesundheitspräventions-Experten Professor Bamberger aus Hamburg. Der Arzt setzt lieber auf Präventionsmedizin, obwohl die meisten Menschen noch immer erst dann zum Arzt gehen, wenn sie (ernsthafte) gesundheitliche Beschwerden haben. Das kann fatale Folgen haben, wenn nicht sogar manchmal zu spät sein. Durch die richtigen Check-Ups im Vorfeld aber lassen sich viele Krankheiten im Frühstadium erkennen. So kann man rechtzeitig dagegen ankämpfen und Erkrankungen wie Krebs sogar heilen. Außerdem gibt es zahlreiche Möglichkeiten, das eigene Immunsystem auf Trapp zu halten – unser Alltag ist stressig genug und da kann es schnell passieren, dass wir schlapp machen und Bakterien und Viren allerart ein Einfallstor bieten. Professor Bamberger hat sich genau darauf spezialisiert! Er setzt auf Vorsorge und Prävention, aber auch auf technologische Innovation. Doch lesen Sie selbst, Prof. Bamberger im Gespräch: 


Lieber Herr Professor Bamberger, als Arzt und Direktor des Medizinischen PräventionsCentrums Hamburg, setzen Sie vor allem auf Vorsorge und Diagnostik. Deshalb arbeiten Sie auch mit (strahlenfreien) Ganzkörper-MRTs, die einen hervorragenden Komplett-Check ermöglichen. Wie genau kann man sich das vorstellen? Was können Sie damit „sichtbar“ machen?

Prof. Bamberger: Fast alles. Wir bieten unseren Kunden und Patienten eine umfassende Vorsorgediagnostik, die unter einem Dach innerhalb eines halben Tages durchgeführt werden kann. Komplizierte Terminvereinbarungen bei verschiedenen Ärzten an verschiedenen Tagen können so vermieden werden. Beim Auto würde man ja auch nicht am Montag bei der einen Werkstatt seine Bremsen, am Dienstag bei einer anderen Werkstatt seinen Motor und am Mittwoch in einer dritten Werkstatt seinen Auspuff inspizieren lassen.

Zu unserem kompletten Gesundheits-Check zählen u.a. ein umfangreiches Labor inkl. Hormon- und Vitaminstatus und Ultraschalluntersuchungen der Arterien, der Schilddrüse, des Herzens und der Bauchorgane. Einen ganz besonderen Stellenwert nimmt, wie Sie sagen, die Ganzkörper-MRT ein. Mit diesem schonenden und strahlenfreien Verfahren können alle Organe des Körpers innerhalb von 45 min sichtbar gemacht werden. Tumoren können so ausgeschlossen oder im Frühstadium erkannt werden. So können wir den Menschen ein im wahrsten Sinne des Wortes ganzheitliche Diagnostik anbieten.

Nun haben Sie sich ein zusätzliches Gerät hinzugeholt, dass viele Biopsien (chirurgische Eingriffe zur Untersuchung von Gewebe) überflüssig macht. Worum handelt es sich hierbei genau und was sind die Vorteile?

Prof. Bamberger: Tatsächlich haben wir unser bisheriges sehr gutes MRT-Gerät gegen ein 3 Tesla-MRT der allerneuesten Generation ausgetauscht (Siemens Magnetom Vida). Dieses Gerät wurde speziell für die Ganzkörper-Diagnostik entwickelt. 3 Tesla bedeutet ein stärkeres Magnetfeld. Damit bekommt man noch höher auflösende und schärfere Bilder vom Inneren des Körpers. Gerade für ein Organ wie die Prostata ergibt sich daraus ein enormer Fortschritt. Mit der sogenannten multiparametrischen 3 Tesla-Prostata-MRT lassen sich nämlich Tumoren frühzeitig erkennen bzw. ausschließen. 50% der ja häufig sehr unangenehmen Prostatabiopsien werden so überflüssig, weil man sagen kann: da ist nichts.

Warum ist es generell so wichtig, zur Vorsorgeuntersuchung (Krebsvorsorge, Test auf einen Hormonmangel) zu gehen? Und wie kann man den Menschen die Angst davor („etwas zu finden“) nehmen? 

Prof. Bamberger: Oh, da gibt es viele Gründe. Erstens ist es gar nicht so unangenehm wie befürchtet. Bei uns empfinden viele Patienten ihr Check up-Erlebnis sogar als bereichernd: Wir bieten Menschen, die von etwas weiter weg herkommen, hotelähnliche Zimmer, einen Roomservice und ein freundliches Team, dass sich sorgfältig und umfassend um einen kümmert. Keine der Untersuchungen ist wirklich belastend oder wird als belastend empfunden. Und hinterher haben wir in den meisten Fällen die angenehme Pflicht, unseren Kunden und Patienten mitzuteilen, dass wir nichts Bedrohliches gefunden haben. Das erzeugt ein gutes Gefühl von Sicherheit und Kontrolle. Unsere dankbarsten Patienten sind jedoch die, bei denen wir tatsächlich etwas Auffälliges finden. Fast immer handelt es sich dabei um Befunde, die im Frühstadium erkannt wurden und somit noch komplett heilbar sind. Ich vergleiche das immer gerne mit dem Flugzeug: Wer würde denn zum Flughafen fahren und eine Maschine besteigen, die nicht gründlich gecheckt wurde, „weil man sonst ja etwas hätte finden können“? Richtig: keiner. Und so sollte es auch mit dem Körper sein.

 

Vielen Dank für das spannende Gespräch, Herr Professor Bamberger! 

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