
Medizinischer Fachautor
Univ.-Prof. Dr. med. Christian Krettek, FRACS, FRCSEd
Direktor
Univ. Prof. Dr. med. Christian Krettek, FRACS, FRCS(Ed) – Fachautor: Entdecken Sie medizinische Expertenbeiträge im Leading Medicine Guide.
Redaktionelle Beiträge
Vita
Jahrgang des Arztes: 1953
1973-1980
Studium an der Ludwig-Maximilians-Universität München
1980-1982
Forschung am Institut für Pharmakologie und Toxikologie der LMU-München im Rahmen der Bundeswehr
1982
Promotion: Vergleichende Untersuchungen zum myokardialen Kalium- und Thalliumionenaustausch, LMU München
1981
Amerikanisches Examen: ECFMG (Educational Commisssion for Foreign Medical Graduates, Philadelphia, USA)
1982-1999
Unfallchirurgische Klinik der MH Hannover
1989
Facharzt: Gebietarztbezeichnung 'Chirurgie'
1989
Teilgebietsbezeichnung 'Unfallchirurgie'
1992
Habilitation, Thema: 'Intramedulläre Stabilisierung am Femurschaft - Neuentwicklung von Implantaten und Hilfsmitteln'
1994
Rettungsmedizin
1996
Ernennung zum außerplanmäßigen Professur der MHH
1998
Zusatzbezeichnung 'Spezielle Chirurgische Intensivmedizin'
1998
Ruf auf Lehrstuhl für Unfallchirurgie, Universität Rostock
1998
Leitender Notzarzt
1999
'Advanced Trauma Life Support ATLS'
1999-2000
Professor / Director of Trauma, Monash University / The Alfred Hospital, Melbourne, Australien
2000
'Early Management of Severe Trauma (EMST)
seit 01.11.2000
Direktor der Unfallchirurgischen Klinik der MH Hannover
Mitgliedschaften
Tissue Engineering
Unter Tissue Engineering versteht man die Nachzüchtung von natürlichen Geweben unter Laborbedingungen. Mit diesem gezüchteten Gewebe sollen Heilungsprozesse (beispielsweise offene Wunden) unterstützt, funktionsuntauglich gewordenes Gewebe (beispielsweise Knorpelgewebe in den Gelenken) regeneriert, sowie zerstörte Gewebe (beispielsweise verbrannte Haut) ersetzt werden.
Beim erwachsenen Menschen gibt es organspezifische Stammzellen mit hohem Vermehrungs- und Differenzierungspotential. Aus ihnen werden während der gesamten Lebensdauer des Organismus neue spezialisierte Zellen gebildet. Durch Punktion am Beckenkamm können diese Stammzellen gewonnen werden. Anschließend werden sie im Labor isoliert, millionenfach vermehrt und stehen für verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Die Herausforderung des Tissue Engineering besteht zum einen darin, ein geeignetes Gerüst zu finden, an dem sich die Zellen orientieren und mehrschichtige Strukturen bilden können. Zum anderen müssen die Bedingungen verstanden und nachgebildet werden unter denen die Zellen wachsen, sich vermehren und in die verschiedenen Gewebetypen ausdifferenzieren können.
Da die Zellen für das Züchten der Gewebe meist aus dem körpereigenen Material der zu behandelnden Person gewonnen werden, kann eine immunologische Abstoßungsreaktion vermieden oder im Vergleich zur Transplantation von Fremdgewebe zumindest deutlich verringert werden. Das Tissue Engineering kann für die Medizin noch ungeahnte Möglichkeiten bedeuten. Langfristig könnte damit ein großer Teil aller krankheits- oder verschleißbedingten Organschäden therapiert und wiederhergestellt werden.
Polytrauma und Schockforschung
