Kaum ein Mensch hat trotz sorgfältiger Mundhygiene ohne nachzuhelfen natürlich strahlend weiße Zähne. Bestimmte Nahrungsmittel oder die Folgen von Behandlungen beim Zahnarzt können dazu führen, dass sich einzelne oder mehrere Zähne verfärben. Hier kommt eine Zahnaufhellung (Englisch: Bleaching) ins Spiel. Es kann dabei helfen, die Zähne aufzuhellen.
Empfohlene Bleaching-Spezialisten
Kurzübersicht:
Artikelübersicht
- Wie kommt es zu Verfärbungen und zur Veränderung der Farbe der Zähne?
- Zähne bleichen: Welche Möglichkeiten gibt es zur Aufhellung?
- Zähne aufhellen: Beim Zahnarzt oder Zuhause?
- Nebenwirkungen und Risiken beim Bleaching
- Wann sollte man die Zähne nicht bleichen?
- Wann ist ein Bleaching nötig, und wer trägt die Kosten?
- Fazit: Zahnaufhellung für schöne gesunde Zähne
- Häufige Fragen zum Zahnbleaching für weiße Zähne
Bleaching (Zahnaufhellung) - Weitere Informationen
Bleaching (Englisch für „Bleichen“) ist eine Methode der Ästhetischen Zahnheilkunde.
Unter einer Zahnaufhellung versteht man ein Verfahren, bei dem verfärbte Zähne mithilfe spezieller Bleichmittel aufgehellt werden. Dabei wird die Zahnsubstanz nicht abgetragen. Ziel sind hellere Zähne, nicht künstlich wirkende Ergebnisse.
Ein Bleaching kann sinnvoll sein, wenn sich die Farbe der Zähne durch Kaffee, Tee oder Rotwein oder altersbedingt verändert hat. Je nach Ausgangslage können einzelne Zähne oder ganze Zahnreihen behandelt werden. Die Zahnaufhellung beim Zahnarzt zählt zu den kosmetischen Maßnahmen, Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht.

Ein Zahnbleaching kann die Zähne sichtbar aufhellen © New Africa | AdobeStock
Wie kommt es zu Verfärbungen und zur Veränderung der Farbe der Zähne?
Eine Verfärbung der Zähne kann verschiedene Ursachen haben. Häufig sind äußere Einflüsse verantwortlich. Dazu zählen Rauchen sowie färbende Genussmittel wie Kaffee, Rotwein oder Tee. Diese Farbstoffe lagern sich an den Zahnoberflächen an und lassen die Zähne dunkler erscheinen.
Beim Tee können sich Gerbstoffe im Zahnschmelz festsetzen und dort Zahnverfärbungen verursachen. Solche Beläge lassen sich durch eine professionelle Zahnreinigung teilweise entfernen. Reicht diese Zahnreinigung nicht aus, kann ein professionelles Bleaching erwogen werden.
Auch innere Ursachen spielen eine Rolle. Nach Wurzelbehandlungen, Verletzungen oder bei abgestorbenen Zähnen kann sich die Zahnsubstanz von innen dunkel verfärben. Altersbedingt wird der Zahnschmelz dünner, wodurch das Dentin stärker durchscheint.
Zähne bleichen: Welche Möglichkeiten gibt es zur Aufhellung?
Zum Bleichen der Zähne wird meist Wasserstoffperoxid verwendet. Je nach Methode unterscheiden sich die Konzentration und die Anwendung. Wichtig ist, dass das Bleichmittel pH-neutral ist, um den Zahn nicht zu schädigen.
Die Zahnmedizin unterscheidet zwischen diesen gängigen Methoden:
- Home Bleaching
- Power Bleaching
- Walking-Bleach-Verfahren
Home-Bleaching
Das Home Bleaching können Sie, wie es der Name andeutet, in den eigenen vier Wänden vornehmen.
Patientinnen und Patienten erhalten eine individuell angepasste Kunststoffschiene. In diese wird Bleichgel bzw. ein spezielles Gel eingefüllt. Die Schiene wird mehrere Stunden getragen.
Diese Methode eignet sich für ganze Zahnreihen. Je nach Verfärbung können mehrere Sitzungen nötig sein.
Da die Anwendung ohne ärztliche Aufsicht stattfindet, ist der Wasserstoffperoxid-Gehalt im Vergleich zu anderen Methoden (wie beim Power Bleaching) geringer. Trotzdem sollte vorab ein zahnärztliches Gespräch stattfinden.
Power Bleaching / In-Office-Bleaching beim Zahnarzt
Das Power Bleaching, auch als In-Office Bleaching beim Zahnarzt bezeichnet, geht einen Schritt weiter.
Das Bleichmittel ist bei dieser Methode stärker konzentriert, so dass einige Sicherheitsvorkehrungen notwendig sind. Zum Schutz des Zahnfleischs wird es mit einem gummiähnlichen Material belegt.
Außerdem wird bei dieser Methode durch den Einsatz von UV-Licht oder Cyan-Blaulicht die aufhellende Wirkung erst angestoßen.
Dabei wird vom Zahnarzt ein konzentriertes Aufhellungsmittel zum Aufhellen der Zähne direkt auf die Zähne aufgetragen. Das Zahnfleisch wird geschützt, oft kommt zusätzlich UV-Licht zum Einsatz.
Diese Behandlung beim Zahnarzt eignet sich besonders für einzelne Zähne. Häufig reichen ein bis zwei Sitzungen, um die Zähne aufgehellt erscheinen zu lassen.
Internes Bleaching / Walking-Bleach-Verfahren
Das interne Bleaching eignet sich besonders für bereits abgestorbene oder durch vorherige Behandlungen an Wurzel oder Nerv nachgedunkelte Zähne.
Bei dieser Methode eröffnet der Zahnarzt den Zahn und es wird ein aufhellendes Mittel direkt in den Zahn eingebracht. Das Mittel verbleibt dann für einige Tage im Zahn und der Arzt verschließt die Krone provisorisch.
Die aufhellende Wirkung beginnt - anders als beim direkten Auftragen auf den Zahn - erst nach einigen Tagen.
Auch hier können mehrere Sitzungen erforderlich sein, um die gewünschte Zahnhelligkeit zu erreichen.
Zähne aufhellen: Beim Zahnarzt oder Zuhause?
Ob man Zähne aufhellen lassen sollte, beim Zahnarzt oder zu Hause, hängt vom Zustand der Zähne ab. Leichte Verfärbungen können beim Home Bleaching behandelt werden. Bei stärkeren Befunden empfiehlt sich ein Besuch beim Zahnarzt in der Praxis.
Vor jeder Behandlung sollte geklärt werden, ob Karies, eine defekte Füllung oder andere Schäden vorliegen. Besuche beim Zahnarzt sind daher vor dem Bleaching unerlässlich.
Nebenwirkungen und Risiken beim Bleaching
Eine mögliche Nebenwirkung ist die Empfindlichkeit der Zähne, besonders gegenüber Kälte oder Hitze. Diese Beschwerden klingen oft nach wenigen Tagen wieder ab.
Beim Bleichen können Mineralien entzogen werden. Dadurch entstehen vorübergehend Flecken, die sich nach dem Abschluss der Behandlung zurückbilden. Unterstützend können remineralisierende Mittel eingesetzt werden.
Beim internen Bleaching kann die Zahnstruktur geschwächt werden. In seltenen Fällen kann dies sogar die Wurzel beeinträchtigen.
Wann sollte man die Zähne nicht bleichen?
Zähne nicht bleichen sollte man bei unbehandelte Karies, entzündetem Zahnfleisch oder undichten Füllungen. Auch für schwangere und stillende Frauen wird eine Zahnaufhellung nicht empfohlen.
Zahnersatz lässt sich nicht aufhellen.
Wann ist ein Bleaching nötig, und wer trägt die Kosten?
Notwendig ist ein Bleaching nicht unbedingt. Es handelt sich um eine rein kosmetische Maßnahme. Deswegen bezahlt die Krankenkasse die Behandlung nicht.
Die meisten Menschen lassen ein Bleaching aus ästhetischen Gründen durchführen, um ein "strahlend weißes Lächeln" zu bekommen. Seltener wird ein Bleaching gewünscht, weil ein abgestorbener Zahn sich auffällig verdunkelt hat.
Allerdings hat das Zahnbleaching auch Grenzen. Der Patient sollte im Voraus unbedingt abklären lassen, was die Ursache für seine verfärbten Zähne ist. Der Patient sollte vor einer Behandlung auf jeden Fall das Gespräch mit dem Zahnarzt suchen und auch die Risiken besprechen.
Der aufhellende Effekt kann mehrere Jahre erhalten bleiben. Das hängt unter anderem von der allgemeinen Mundhygiene ab. Auch regelmäßige professionelle Zahnreinigungen können helfen, das Resultat dauerhafter zu machen.
Natürlich ist nach einiger Zeit eine Auffrischung des Bleachings möglich.
Fazit: Zahnaufhellung für schöne gesunde Zähne
Ein Zahnbleaching kann helfen, verfärbte Zähne sichtbar zu verbessern. Ziel sind schöne Zähne und ein gepflegtes Erscheinungsbild, nicht Perfektion. Voraussetzung sind gesunde Zähne und eine fachliche Beratung durch einen Zahnarzt oder die Zahnärztin.
Häufige Fragen zum Zahnbleaching für weiße Zähne
Funktioniert die Zahnaufhellung bei jedem Zahn?
Nicht jeder Zahn reagiert gleich. Füllungen und Kronen lassen sich nicht bleichen.
Verfärben sich die Zähne erneut?
Ja, durch Kaffee, Tee oder Rotwein können sich die Zähne nach dem Bleaching erneut verfärben.
Kann man Zähne selbst bleichen?
Ja, aber nur nach Beratung. Unkontrolliertes Bleichen kann die Zähne schädigen.











