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ActiveTEP: Smarter zum neuen Gelenk

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Alexandra Pfitzmann ·

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Die Digitalisierung ist längst kein Zusatz mehr, sondern eine Notwendigkeit – besonders in einem Gesundheitssystem, in dem die Verweildauer in Krankenhäusern seit Jahren kontinuierlich sinkt. Patienten verbringen immer weniger Zeit im direkten Kontakt mit medizinischen Fachkräften, während gleichzeitig die Anforderungen an Eigenverantwortung, Wissen und korrekte Übungsausführung steigen.

Genau hier entsteht eine Versorgungslücke, die digitale Lösungen heute schließen müssen.

Die App ActiveTEP setzt genau an diesem Punkt an. Sie ist innovativ und so gestaltet, dass sie auch für Menschen ohne digitale Erfahrung leicht händelbar ist. Sie übersetzt komplexe medizinische Abläufe in klare, verständliche Schritte und begleitet Patienten durch die gesamte Prähabilitation und Rehabilitation – strukturiert, sicher und jederzeit verfügbar.

Emily Hickmann

„ActiveTEP ist ein digitales Begleitprogramm, das Patienten von drei Monaten vor bis drei Monate nach dem Gelenkersatz begleitet. Die App oder auch das Buch strukturieren den gesamten Behandlungsweg und sorgen dafür, dass Menschen den Prozess nicht als einzelne Stationen – vom Aufklärungsgespräch über die Operation bis zur Physiotherapie oder Rehabilitation erleben, sondern als klaren, zusammenhängenden Behandlungsprozess.

Viele Betroffene fühlen sich gerade in Übergangsphasen unsicher: Was darf ich tun? Welche Übungen sind sinnvoll? Worauf muss ich in dieser Phase achten? Genau dort setzt die App an und schafft Orientierung. Sie vermittelt über 65 Wissensmodule – abhängig vom Operationsdatum – und stellt Übungen für die Zeit vor der Operation, für die Frühmobilisation und für die Phase danach bereit. Dazu kommen praktische Hilfestellungen wie Tipps anderer Patienten oder Checklisten, die genau dann erscheinen, wenn sie gebraucht werden.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Prähabilitation: Menschen sollen körperlich, organisatorisch und mental optimal vorbereitet sein, denn ein erfolgreicher Gelenkersatz beginnt nicht im Operationssaal, sondern viele Wochen davor. ActiveTEP begleitet diesen Weg und stärkt das Empowerment der Patienten“, erklärt Emily Hickmann, CEO und Gründerin von ActiveTEP. 


ActiveTEP strukturiert die Prä- und Rehabilitation, indem sie medizinisches Wissen, digitale Führung und tägliche Motivation zu einem präzisen, sicheren und verständlichen Pfad verbindet. Patienten wissen jederzeit, was der nächste sinnvolle Schritt ist – und warum er wichtig ist.


„Tägliche strukturierte Übungseinheiten nach dem Knie- oder Hüftgelenksersatz haben aus medizinischer Sicht mehrere große Vorteile. Zunächst spielt natürlich der klassische Trainingseffekt eine entscheidende Rolle beim Muskelaufbau und bei der Verbesserung der Stabilität und des Gangbildes. Gleichzeitig kommt es nach der OP wesentlich schneller zu einem verbesserten Selbstbewusstsein, so dass die Patienten mutiger werden, dem implantierten Gelenk schneller vertrauen und somit ihre Angst verlieren. Grundlage für all dies ist natürlich das umfassende Wissen, welches ebenfalls durch die App vermittelt wird“, ergänzt der Orthopäde Dr. Attila Höhne, der Teil des Kompetenzteams bei ActiveTEP ist.

Emily Hickmann App Bild 2


Während einer postoperativ durchgeführten Anschlussheilbehandlung bzw. medizinischen Rehabilitation ist die Intensität der Übungen abhängig von der Intensität der Rehabilitationsmaßnahme. Falls Sie unter Reha-Termin 2x wöchentlich Physiotherapie verstehen, dann sind die Übungen täglich eine hervorragende Ergänzung zu 30 Minuten Krankengymnastik oder manueller Therapie.


In der Praxis gibt es verschiedene Wege, wie Patienten zur ActiveTEP‑App gelangen. Manche erfahren selbst davon und können das Programm als Selbstzahler buchen, andere erhalten den Zugang direkt in der Klinik. 

„Einige Krankenhäuser geben die App bereits in der präoperativen Sprechstunde aus – genau in der Phase, in der der Leidensdruck hoch ist und gleichzeitig noch genügend Zeit für eine sehr gute Vorbereitung auf die OP bleibt. Zusätzlich bestehen Kooperationen mit Krankenkassen, die die Kosten übernehmen.

Einige Kassen informieren ihre Versicherten sogar aktiv, sobald eine Operation geplant ist, und bieten die App als unterstützenden Service an. Über die Webseite lässt sich außerdem unkompliziert eine Kostenübernahme beantragen.

Die App selbst ist so gestaltet, dass sie sich intuitiv erschließt. Sie wurde gemeinsam mit einer Seniorengruppe entwickelt und richtet sich ausdrücklich an Menschen, die nicht digital affin sind. Klare Kontraste, einfache Sprache und eine übersichtliche Struktur sorgen dafür, dass Inhalte leicht verständlich sind.

Nutzer erhalten Erinnerungen, wenn Übungen anstehen oder neue Wissensmodule freigeschaltet werden. Zusätzlich gibt es einen Support, der per E‑Mail erreichbar ist und bei Bedarf zurückruft. Alle zwei Wochen finden Webinare statt, die beim Login, bei technischen Fragen oder bei Unsicherheiten unterstützen. Viele Patienten binden auch Angehörige ein.

Kinder oder Enkel können sich ebenfalls einloggen und die gleichen Inhalte sehen, um besser begleiten zu können. Die App ist so konzipiert, dass sie sowohl den Patienten als auch seinem Umfeld Orientierung gibt – Schritt für Schritt, über den gesamten Zeitraum rund um die Operation“, schildert Emily Hickmann. 

ActiveTEP unterstützt Patienten dabei, ihre Übungen korrekt auszuführen, weil die App jeden Trainingsschritt visuell klar, medizinisch präzise und technisch kontrolliert begleitet. Ein zentraler Baustein besteht aus professionell produzierten Video‑Anleitungen, die jede Übung zeigen – inklusive korrekter Gelenkstellung, Bewegungsumfang, Tempo und Atmung. Dadurch entfällt das typische Problem vieler Reha‑Programme: Patienten müssen nicht interpretieren, wie eine Übung „ungefähr“ aussehen soll, sondern sehen exakt, wie sie ausgeführt wird. 

Hierzu erläutert Emily Hickmann: „Sobald sich ein Patient zum ersten Mal in ActiveTEP registriert, stellt die App einige grundlegende Fragen, um den gesamten Verlauf individuell anzupassen. Das Operationsdatum wird hinterlegt, dazu kommen persönliche Faktoren wie z. B. BMI oder Raucherstatus. Auf dieser Basis richtet sich der Ablauf aus – alle Inhalte erscheinen genau zu dem Zeitpunkt, an dem sie sinnvoll und notwendig sind.

Etwa drei Monate vor der Operation werden die ersten Wissensmodule freigeschaltet, damit der Patient den Stand erreicht, der in dieser Phase wichtig ist. Parallel dazu startet ein Übungsprogramm für die Zeit vor der OP, abgestuft in verschiedenen Schwierigkeitsgraden, sodass sowohl fitte als auch weniger mobile Menschen passende Übungen finden. Auch wenn die Schmerzen vor der Operation oft hoch sind, sind die leichtesten Stufen meist noch gut machbar.

Ein Schwerpunkt liegt darauf, beide Körperseiten zu trainieren, um die Belastung auszugleichen und die Muskulatur optimal vorzubereiten. Alle zwei bis drei Tage erscheint ein neues Wissensmodul mit konkreten Aufgaben. Diese Inhalte sind zum Teil auch interaktiv: Man legt ein Rauchstoppdatum fest, definiert die eigene Erwartungshaltung an die Operation, plant Strategien für ein gesundes Gewicht oder arbeitet Checklisten ab – von der Packliste fürs Krankenhaus bis zur Vorbereitung auf die OP.

Auch wichtige Punkte wie der oft vergessene Zahnarztbesuch werden berücksichtigt, um Infektionsrisiken zu minimieren. So entsteht ein umfassendes A‑bis‑Z‑Paket, das sicherstellt, dass der Patient alles getan hat, was er selbst zum Erfolg der Operation beitragen kann. Die App führt Schritt für Schritt durch die gesamte Vorbereitungsphase und macht klar, was jetzt wichtig ist, was als Nächstes kommt und wie man sich optimal auf den Eingriff einstellt“. 

ActiveTEP hält Patienten gerade in den schwierigen Phasen der Rehabilitation motiviert, weil die App die psychologischen und funktionellen Herausforderungen nach einer Gelenkoperation sehr genau adressiert.

Emily Hickmann App Bild

„Die ActiveTEP‑App arbeitet mit einem klaren, strukturierten System, das Patienten durch den gesamten Prozess führt. Ein individuelles Feedback ist derzeit nicht integriert, doch die App vermittelt an vielen Stellen Orientierung und Sicherheit. Häufige Fehler bei Übungen werden benannt und erklärt, sodass Nutzer genau wissen, worauf sie achten müssen. Parallel dazu werden neue motivierende Elemente getestet. Dazu gehört ein ,OP‑Readiness‑Index´, der sichtbar macht, wie gut man auf den Eingriff vorbereitet ist. Ein Balken füllt sich Schritt für Schritt, bis der optimale Stand erreicht ist. Die Vorbereitung nicht nur funktionieren, sondern auch Freude machen. Vor der Operation ist es für viele herausfordernd, aktiv zu bleiben, doch die App unterstützt dabei, Routinen zu entwickeln, die auch nach dem Eingriff weitergeführt werden können. Ein Kunstgelenk profitiert davon, wenn das Übungsprogramm dauerhaft Teil des Alltags bleibt – unabhängig davon, ob die App später noch genutzt wird“, betont Emily Hickmann. 


Die App schafft eine feste Routine, die unabhängig von Reha‑Terminen oder Tagesform funktioniert. Jeder Tag beginnt mit klaren Aufgaben, verständlichen Erklärungen und einer eindeutigen Orientierung, was jetzt wichtig ist. Diese Struktur verhindert, dass Patienten sich fragen müssen, ob sie genug tun, ob sie zu viel tun oder ob sie etwas falsch machen. Die App nimmt diese Unsicherheit und ersetzt sie durch ein Gefühl von Sicherheit und Verbindlichkeit. Hinzu kommt die emotionale Komponente: ActiveTEP vermittelt das Gefühl, nicht allein durch die Rehabilitation zu gehen. Die App begleitet, erinnert, motiviert und erklärt – und schafft damit eine Art digitale therapeutische Präsenz, die gerade in den schwierigen Phasen enorm entlastend wirkt.


„Die häufigsten Komplikationen nach dem Knie- und Hüftgelenksersatz sind statistisch gesehen Wundheilungsstörungen, Thrombosen, Hämatome und Infektionen. Durch die sehr ausführlichen und umfassenden Wissensmodule werden die Patienten schon vor der OP in jeglicher Hinsicht mit allen notwendigen Informationen versorgt.

Dazu gehören natürlich auch die Informationen, welchen Effekt die Übungseinheiten auf den Heilungsverlauf haben. Hier spreche ich immer gern von den drei großen B´s: Benutzen, bewegen und belasten. Dies führt zur Verbesserung des Stoffwechsels und damit zur besseren Wundheilung. Durch Bewegung und Belastung erhöht sich die Durchblutung im operierten Bein und damit sinkt die Gefahr einer Thrombose. Gleichzeitig werden Hämatome schneller abgebaut.

Eine schnelle Belastung trägt somit auch zur Reduktion des Infektionsrisikos bei. Auch Bewegungsdefizite und Unsicherheiten im Belastungsaufbau werden durch die App deutlich reduziert, da alles genaustens erklärt und begründet wird und Unsicherheiten somit gar nicht erst auftreten können. Ein gut informierter Patient ist die beste Voraussetzung für ein gutes OP-Ergebnis“, hebt der Orthopäde Dr. Höhne hervor. 

ActiveTEP integriert medizinische Leitlinien und aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse, indem die App komplexe medizinische Inhalte so aufbereitet, dass Patienten sie intuitiv anwenden können, ohne sich mit Fachsprache oder theoretischen Hintergründen auseinandersetzen zu müssen. 

„Alle Inhalte der ActiveTEP‑App basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und werden gemeinsam mit erfahrenen Orthopäden entwickelt. Ergänzt wird dieses medizinische Fundament durch ein interdisziplinäres Team aus Physiotherapeuten, einer Ernährungsexpertin und einem Anästhesisten, sodass der gesamte Behandlungsweg aus verschiedenen fachlichen Blickwinkeln abgedeckt ist.

Besonders wichtig ist zudem die enge Zusammenarbeit mit der Patientengruppe, die wertvolle Rückmeldungen liefert und dafür sorgt, dass die Inhalte wirklich alltagsnah und relevant sind. Für jedes Wissensmodul wurde eine kleine systematische Literaturrecherche durchgeführt. Dazu gehören Recherchen in medizinischen Datenbanken wie PubMed, das Screening aktueller Register und die Auswertung relevanter Leitlinien.

So bildet die App stets den aktuellen wissenschaftlichen Stand ab. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, diese komplexen Inhalte in eine verständliche Patientensprache zu übersetzen und daraus konkrete, leicht umsetzbare Handlungsempfehlungen zu entwickeln. Genau das macht die App aus: wissenschaftlich fundiert, aber so formuliert, dass sie im Alltag wirklich hilft und die Patienten sicher durch jede Phase der Behandlung führt“, macht Emily Hickmann deutlich. 


ActiveTEP schafft eine Brücke zwischen wissenschaftlicher Präzision und alltagsnaher Anwendung. Die Nutzer profitieren von einer Rehabilitation, die medizinisch fundiert, sicher und verständlich ist – ohne dass sie sich mit komplexen Fachinhalten auseinandersetzen müssen.


ActiveTEP bietet einen digitalen Mehrwert, weil die App die Prä- und Rehabilitation konstant, sicher und alltagsnah begleitet. Dadurch wird der gesamte Genesungsprozess stabiler, strukturierter und langfristig erfolgreicher. 

Dazu hebt Emily Hickmann hervor: Es zeigt sich, dass Patienten heute eine klare, verlässliche Begleitung brauchen. Die Verweildauer im Krankenhaus ist in den letzten 20 Jahren um mehr als 80 % gesunken, Fachkräfte haben weniger Zeit, Physiotherapietermine sind knapp, und viele Informationen gehen in der Nervosität der Sprechstunde verloren. Studien zeigen, dass 50 bis 80 % der Inhalte bereits beim Verlassen des Raums wieder vergessen sind. Hinzu kommen widersprüchliche Aussagen aus dem Internet oder verschiedenen unseriösen Quellen, die den Überblick zusätzlich erschweren. Die App schafft hier Struktur und Orientierung. Sie führt durch den gesamten Prozess, ordnet Informationen zeitlich korrekt ein und stärkt die Eigenverantwortung der Patienten – ein Aspekt, der im heutigen Gesundheitswesen immer wichtiger wird. Für diejenigen, die digitale Tools nicht nutzen können, bietet das ActiveTEP-Buch dieselbe inhaltliche Sicherheit“, und führt weiter aus: 

„Nach der Operation stellt sich die App automatisch auf den neuen Zustand ein. Das Übungsprogramm richtet sich sofort neu aus und beginnt mit Frühmobilisationsübungen, die bereits im Krankenhausbett durchgeführt werden können. Ab der dritten postoperativen Woche kommen weitere Übungen hinzu.

Die Wissensmodule wechseln ebenfalls in die postoperative Phase: Themen wie die sichere Abreise aus dem Krankenhaus, korrektes Einsteigen ins Auto nach einer Hüftoperation, Vorbereitung auf die Reha oder der richtige Umgang mit der Zeit zwischen Klinik und Reha stehen im Vordergrund. Langfristig begleiten Inhalte zu Nachkontrollen, Gleichgewicht, Rückkehr zur Sexualität und dem Weg zurück in die Selbstständigkeit“.

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Patienten müssen nicht warten, bis der nächste Termin stattfindet oder bis ein Therapeut verfügbar ist – die App zeigt jederzeit, welche Übung jetzt sinnvoll ist, wie sie korrekt ausgeführt wird und welche Belastung sicher gesteigert werden kann. Die Videoanleitungen machen die Übungen unmittelbar nachvollziehbar, sodass die Qualität der Ausführung nicht von äußeren Umständen abhängt. Die App passt sich dem Tagesablauf der Nutzer an, nicht umgekehrt. Das macht die Rehabilitation flexibler, verlässlicher und deutlich leichter in den Alltag integrierbar. 

ActiveTEP nutzt anonymisierte Nutzungsdaten, um die App kontinuierlich weiterzuentwickeln und die Therapie immer präziser an die individuellen Bedürfnisse der Patienten anzupassen. Die Daten dienen dabei nicht als Selbstzweck, sondern als medizinisch wertvolle Informationsquelle, die zeigt, wie reale Menschen ihre Rehabilitation tatsächlich durchlaufen. Aus diesen Mustern lassen sich Rückschlüsse ziehen, die weit über klassische Reha‑Erfahrungen hinausgehen. 

Emily Hickmann schildert dazu: „Ob der behandelnde Arzt in die App eingebunden ist, hängt davon ab, ob eine Kooperation mit der jeweiligen Klinik besteht. In der Standardversion, die Patienten selbst erwerben können, ist keine Arztanbindung vorgesehen.

Die App dient hier als persönliches Werkzeug, das die eigene Vorbereitung stärkt. Besteht jedoch eine Klinikkooperation, kann ein Dashboard bereitgestellt werden, über das Ärzte den Fortschritt ihrer Patienten verfolgen. Dort lassen sich gemeinsame Ziele definieren und der gesamte Verlauf transparent begleiten. Auf diese Weise kann die App in den klinischen Alltag integriert werden und die Kommunikation zwischen Patient und Behandlungsteam unterstützen.

Nach der Operation führt die App Schritt für Schritt zurück in den Alltag. Ziel ist nicht, erst drei Monate nach dem Eingriff wieder normal starten zu können, sondern schon früh Orientierung zu geben: Was ist jetzt möglich? Worauf sollte man noch achten? Die klassische Reha – ambulant oder stationär – findet wie gewohnt statt, manche entscheiden sich auch für eine physiotherapeutische Betreuung als Alternative.

Das feste Programm der App endet drei Monate nach der Operation, bleibt aber weiterhin geöffnet. So können Inhalte nachgelesen und Übungen langfristig fortgeführt werden, um das neue Gelenk dauerhaft zu unterstützen. Das begleitende Buch ist als Alternative zur App gedacht – nicht als Ergänzung.

Es richtet sich an Menschen, die digitale Programme nicht nutzen möchten oder kein Smartphone besitzen. Manche bevorzugen Papier, und auch das ist in den Kassenkooperationen abgedeckt. Patienten können frei wählen, ob sie die App oder das Buch nutzen möchten“. 

Die ActiveTEP‑App hat bereits eine beachtliche Zahl an Patienten durch den gesamten Behandlungsprozess begleitet. Dadurch konnten die anfänglichen Hürden, die nach der Veröffentlichung einer neuen App typischerweise auftreten, erfolgreich überwunden. Technische Kinderkrankheiten sind behoben, die Abläufe funktionieren stabil, und die Anwendung ist bereit für eine größere Verbreitung. 

„Die Hüft‑App erschien im vergangenen Sommer, die Knie‑App folgte vor kurzem. Mit beiden Produkten ist nun eine solide Basis geschaffen, die erstmals auch professionell vertrieben wird. Bisher lag der Schwerpunkt auf der wissenschaftlichen Entwicklung, jetzt wird ein Vertriebsteam aufgebaut, um die Reichweite gezielt zu erweitern. Aktuell sind die Apps auf den deutschen Markt ausgerichtet, denn alle Prozesse orientieren sich am deutschen Gesundheitswesen. Eine spätere Expansion in andere Länder ist möglich, erfordert jedoch umfangreiche Anpassungen und Expertise vor Ort, da die Versorgungsstrukturen international stark variieren.

Digitale Lösungen wie diese treffen den Zeitgeist – besonders vor dem Hintergrund der Krankenhausreform, längerer Anfahrtswege und knapper Terminressourcen. Sie erleichtern den Alltag, schaffen Orientierung und reduzieren die Abhängigkeit von Präsenzterminen. Gleichzeitig zeigt sich, dass die digitale Affinität älterer Menschen oft unterschätzt wird. Viele Senioren nutzen moderne Technologien souverän und sind technisch bestens ausgestattet. Die App selbst ist bewusst einfach gestaltet“, schildert Emily Hickmann, und Dr. Atila Höhne fügt als orthopädischer Facharzt an: 

„Die Nutzung der App kann dabei unterstützen bei der Implantation einer Hüft-TEP oder Knie-TEP eine Verbesserung der funktionellen Ergebnisse hervorzurufen, da der Patient konsequent vor der OP und auch nach der OP digital begleitet wird bezüglich der notwendigen Wissensmodule und auch der Übungseinheiten. Da es sich dabei um wissenschaftlich fundiertes Material handelt, fühlt sich der Patient sicher in dem, was er machen darf und soll.

Viele Patienten fühlen sich nach der Entlassung aus dem Krankenhaus allein gelassen, da oft keine ärztlichen Termine stattfinden, vor allem keine fachärztlichen Termine, und auch physiotherapeutische Behandlungen unzureichend verordnet und durchgeführt werden. Die daraus resultierenden Verunsicherungen treten durch die Nutzung der App gar nicht erst auf, so dass die Patienten schneller und sicherer zu besseren Ergebnissen gelangen“. 

Die Wissensmodule der ActiveTEP‑App entstehen in einem klar strukturierten, wissenschaftlich fundierten Prozess. 

„Die Initialzündung für die Entwicklung lag in der Erfahrung mit endoprothetischen Eingriffen und den realen Abläufen im Versorgungsalltag. Aus der Arbeit in einer orthopädischen Praxis und später in einer Forschungsgruppe für digitale Gesundheit entstand der Gedanke, Patienten besser zu unterstützen – gerade angesichts knapper Zeitressourcen und verkürzter Verweildauern. Daraus entwickelte sich Schritt für Schritt die App, die heute vielen Menschen hilft, sicherer in ihrer Entscheidung und im gesamten Prozess rund um die Operation zu sein“, hält Emily Hickmann zum Abschluss unseres Gesprächs fest. 


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https://www.activetep.de/


  • Gründerin & CEO von ActiveTEP – digitale Begleitung für Hüft‑ und Knie‑OP‑
  • Mitgründerin & Geschäftsführerin der DORA Digitale Orthopädieanwendungen GmbH (Leipzig).
  • Entwickelte ActiveTEP im Rahmen ihrer Promotion – Schwerpunkt: Patient Empowerment & digitale Orthopädie.
  • Hintergrund im Gesundheitsmanagement + praktische Erfahrung in der Orthopädie.
  • ActiveTEP (Hüfte) und ActiveTEP Knie sind Medizinprodukte der Klasse I, entwickelt gemeinsam mit Patienten, Ärzten und Therapeuten.
  • Kooperation mit der AOK Rheinland‑Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse: App wird dort Versicherten bereitgestellt.
  • Aktive Stimme im Digital‑Health‑Bereich, präsent in Medien und Fachveranstaltungen. 

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Über den Fachautor

Alexandra Pfitzmann

Redakteurin

Als Diplomatentochter weltweit Zuhause, lebt Alexandra Pfitzmann seit dem Jahr 2000 glücklich in Berlin und auf Mallorca.

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