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Grippe und Erkältung im Winter: Gesund durch die kalte Jahreszeit

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Melanie Al Tikriti, BSc · 10. Februar 2026

Tipps und Maßnahmen, um Erkältung und Grippe vorzubeugen und sich zu schützen.

In den Wintermonaten bedeutet Kälte nicht nur frieren – sie bringt auch ein erhöhtes Risiko für Grippe und Erkältungen, weil unser Immunsystem jetzt besonders gefordert ist. Husten, Schnupfen und Fieber treten häufiger auf, vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen wie Pflegeheimen, Büros oder Schulen.

Mit gezielter Hygiene, einer starken Abwehr und rechtzeitiger Vorsorge lässt sich das Ansteckungsrisiko deutlich reduzieren.

Grippe und Erkältung im Winter: Gesund durch die kalte Jahreszeit

Grippe oder Erkältung – die Unterschiede

Es ist wichtig zwischen einer echten Grippe und einer gewöhnlichen Erkältung zu unterscheiden, da sie unterschiedlich verlaufen.

Grippe (Influenza)

Die Grippe ist eine akute Virusinfektion, die meist sehr plötzlich auftritt. Betroffene leiden meist:

  • unter hohem Fieber
  • starken Glieder- und Muskelschmerzen, begleitet von Kopfschmerzen
  • Husten
  • Halsschmerzen
  • extremer Müdigkeit und Abgeschlagenheit

Erkältung

Erkältungen entwickeln sich meist eher allmählich. Typische Anzeichen hierfür sind:

  • Schnupfen
  • leichter Husten
  • gelegentlich Fieber oder Halsschmerzen

Erkältungen klingen meist nach 7–10 Tagen ab, eine Grippe kann 1–2 Wochen dauern.

Bei anhaltendem hohen Fieber, Atemnot oder akuter Verschlechterung sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden.

Wie Infektionen entstehen

  • Tröpfcheninfektion durch Husten, Niesen oder Sprechen
  • Schmierinfektion über Hände, Türklinken oder Oberflächen
  • enger Kontakt in geschlossenen Räumen

Mythen rund um Grippe und Erkältung

Rund um Grippe und Erkältung halten sich hartnäckige Mythen, die zu falschem Verhalten führen können. Viele glauben, dass man sich ausschließlich durch Kälte „erkältet“, obwohl Viren die eigentliche Ursache sind.

Auch die Annahme, man müsse eine Grippe „ausschwitzen“, kann problematisch sein, da der Körper bei Fieber vor allem Ruhe und ausreichend Flüssigkeit benötigt.

Aufklärung hilft, Erkrankungen realistischer einzuschätzen und angemessen zu handeln.

Prävention: Gesund durch die Grippesaison

Hygiene konsequent umsetzen

Regelmäßiges Händewaschen für mindestens 20 Sekunden reduziert Viren deutlich. Räume sollten häufig gelüftet werden, um frische Luft zuzuführen.

Wer viel Zeit in beheizten, geschlossenen Räumen verbringt, sollte außerdem darauf achten, dass die Luft nicht zu trocken wird. Luftbefeuchter oder einfache Schalen mit Wasser können unterstützend wirken. Taschentücher sollten sofort entsorgt werden.

Immunsystem stärken

  • ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Vitamin C
  • tägliche Bewegung (auch kurze Spaziergänge)
  • ausreichend Schlaf
  • Stressreduktion

Grippeimpfung nutzen – insbesondere Risikogruppen

Ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben insbesondere:

  • ältere Menschen
  • Säuglinge
  • Schwangere
  • Personen mit chronischen Erkrankungen (z. B. Diabetes, Herz-Kreislauf- oder Lungenerkrankungen)
  • Menschen mit geschwächtem Immunsystem (z. B. durch Medikamente oder Vorerkrankungen)

Für Risikogruppen ist es wichtig, Infektionen möglichst früh zu erkennen und bei ersten Anzeichen medizinischen Rat einzuholen. Zudem wird die jährliche Grippeimpfung besonders empfohlen, da Komplikationen wie Lungenentzündungen oder schwere Verläufe häufiger auftreten können.

Früh reagieren bei Symptomen

  • zu Hause bleiben, um andere nicht anzustecken
  • viel trinken
  • leicht verdauliche Nahrung
  • ausreichend Ruhe
  • Fiebermittel nur nach ärztlicher Empfehlung einsetzen

Warum Antibiotika bei Grippe und Erkältung nicht helfen

Antibiotika wirken ausschließlich gegen Bakterien – Grippe und Erkältungen werden jedoch durch Viren verursacht. Eine unnötige Einnahme bringt daher keinen Nutzen, kann aber Nebenwirkungen verursachen und zur Entwicklung von Antibiotika-Resistenzen beitragen.

Bei viralen Infekten ist es vor allem wichtig, den Körper zu schonen und Symptome gezielt zu lindern. Medikamente gegen Fieber oder Schmerzen können unterstützend wirken, ersetzen jedoch keine ausreichende Ruhephase.

Bei Unsicherheit sollte immer ärztlicher Rat eingeholt werden, um eine bakterielle Zusatzinfektion auszuschließen.

Fazit: Vorsorge zahlt sich aus

Grippe und Erkältungen gehören zum Winter, lassen sich aber mit gezielter Vorsorge, Hygiene und einem bewussten Umgang mit den eigenen Kräften deutlich abmildern.

Wer frühzeitig auf Warnsignale des Körpers achtet, Infektionen ernst nimmt und sich ausreichend Zeit zur Genesung gibt, kann Komplikationen vermeiden. So lässt sich die kalte Jahreszeit trotz erhöhter Infektgefahr insgesamt gesünder und stabiler gestalten.

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