Neues aus dem SOS-Kinderdorf

Das Land Bosnien-Herzegowina, aus dem unser SOS-Patenkind kommt, ist aktuell sehr zwiegespalten. Glücklicherweise kriegt der kleine M. (heute bereits 2,5 Jahre alt), nicht viel mit, was vor seiner Haustür passiert. Er tollt draußen im Garten des SOS-Kinderdorfes glücklich herum, spielt gerne mit dem Ball und schaut sich abends mit seinem leiblichen, etwas älteren Bruder Trickfilme an.

Das Land Bosnien-Herzegowina galt lange als „Hinterhof“ Europas. Doch das Land erholt sich langsam (mehr zur Geschichte des Landes können Sie in der Zeitschrift OST-WEST nachlesen), lockt mit traumhaften Landschaften und gastfreundlichen Menschen und wird von Tourismusverbänden und Reisebüros immer wieder als Urlaubs-Geheimtipp angepriesen. Schließlich zählt die Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Bosnien-Herzegowina punktet auch auf dem Gebiet Sport: Im Handball und Fußball werden Höchstleistungen erzielt, sogar die Judo-EM findet hier bald statt.

Nichtsdestotrotz spürt man das Trauma und realisiert die Folgen des bereits 20 Jahre zurückliegenden Bosnienkrieges. Viele junge und gut ausgebildete Menschen kehren dem Land leider immer häufiger den Rücken. Das Land hat nicht nur die höchste Jugendarbeitslosigkeit der Welt, sondern verzeichnet einen großen Mangel an medizinischen Fachkräften. Viele Ärzte aus den Balkanländern wandern in die benachbarten Länder aus.

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