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Augenentzündung: Symptome und Behandlung sowie Ursachen einer Bindehautentzündung (Konjunktivitis), Uveitis und anderen Augenentzündungen

24.04.2026
Leading Medicine Guide Redaktion
Autor des Fachartikels
Leading Medicine Guide Redaktion

Eine Augenentzündung ist eine häufige Erkrankung, die das Auge in unterschiedlichen Bereichen betreffen kann. Typische Symptome einer Augenentzündung sind Rötung, Juckreiz, Schwellung und eine erhöhte Lichtempfindlichkeit. Oft handelt es sich um eine Bindehautentzündung, auch Konjunktivitis genannt, die durch Bakterien oder Viren ausgelöst wird.

Das Auge reagiert dabei mit einer Entzündung, die sowohl akut als auch chronisch verlaufen kann. Neben Infektion spielen auch Allergie, Reizung oder Kontaktlinsen eine Rolle bei der Entstehung von Augenentzündungen. Eine frühzeitige Behandlung ist wichtig, um Beschwerden zu lindern und die Sehkraft zu schützen. Häufig kommen Augentropfen oder Salben zum Einsatz, um die Entzündung im Auge zu behandeln.

Bei stärkeren Symptomen sollte unbedingt ein Augenarzt aufgesucht werden.

ICD-Codes für diese Krankheit: H20, H30, H32

Kurzübersicht:

Eine Augenentzündung betrifft häufig die Bindehaut oder andere Strukturen des Auges. Typische Symptome sind gerötete Augen, Juckreiz und Schwellung. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache, etwa bakteriell, viral oder allergisch. Augentropfen und gute Hygiene helfen, die Beschwerden zu lindern.

Artikelübersicht

Was ist eine Uveitis?

Die Uveitis ist kein ganzheitliches Beschwerdebild. Verschiedene Beschwerden oder Krankheitsbilder des inneren Auges lassen sich zusammenfassen. Bei der Bezeichnung der Krankheit und ihrer verschiedenen Formen ist die Anatomie ein wichtiger Punkt.

Die innere Augenhaut heißt Uvea, die in einzelne Segmente unterteilt ist:

  • Strahlenkörper
  • Iris und 
  • Aderhaut

Jeder einzelne dieser Abschnitte kann sich bei dieser Erkrankung entzünden. Auch alle drei Bereiche können zur gleichen Zeit betroffen sein.

Grundsätzlich unterscheiden Mediziner zwischen verschiedenen Formen:

  • Vordere Uveitis: Hierbei handelt es sich um die Variante, die besonders oft auftritt. Diese Form ist gekennzeichnet von Symptomen, die auf einmal einsetzen, ohne dass sie sich vorher durch andere Begleiterscheinungen ankündigen. Häufig betroffen sind Iris und/oder Strahlenkörper.
  • Mittlere Uveitis: Bei dieser Form sind in vielen Fällen beide Augen von einer Entzündung betroffen. Kinder und Jugendliche sowie junge Erwachsene gehören zu den Patienten, bei denen sie besonders in Erscheinung tritt.
  • Hintere Uveitis: Wenn es um die hintere Uveitis geht, spielt erneut die besondere Anatomie des Auges eine Rolle. Hier ist Aderhaut betroffen, welche aber ihrerseits auch die Netzhaut über Blutgefäße versorgt. Von daher ist es nicht selten, dass unter einem entzündlichen Prozess auch eben jene Netzhaut leidet.

AugenentzündungDie Uveitis ist eine Entzündung der mittleren Augenhaut (Uvea) @ M.Dörr & M.Frommherz /AdobeStock

Welche Symptome löst eine Uveitis aus?

Die Symptome richten sich nach dem Bereich, der von einer Entzündung betroffen ist. Wie bereits beschrieben, treten vor allem bei der vorderen Uveitis die Beschwerden relativ plötzlich auf. Es kann sich dabei um spontan einsetzende Schmerzen, starke Rötungen und einen vermehrten Tränenfluss handeln. Auch eine Lichtempfindlichkeit ist häufig möglich.

Besteht die Entzündung über einen gewissen Zeitraum, kann sie auch das Sehvermögen beeinträchtigen. Es kann unter anderem zu Schatten oder Blitzen vor dem Auge kommen. Eine weitere Gefahr besteht in der Linsentrübung im weiteren Krankheitsverlauf. Diese Linsentrübung heißt "Grauer Star".

Die Symptome einer mittleren Uveitis sind oft schleichend. Es kann zu Schlieren vor den Augen kommen, die denen bei einer Glaskörpertrübung ähneln. Unbehandelt oder unerkannt kann es im weiteren Verlauf aber auch hier zu weiteren Komplikationen kommen, die die Sehkraft beeinträchtigt. Da es zur Flüssigkeitsbildung um die Makula und auf der Netzhaut kommt. Schäden an der Netzhaut sowie grüner oder grauer Star können sich entwickeln. Betroffene beschreiben die Symptome der hinteren Uveitis mit einem Schleier vor den Augen.

Wie bei einer Glaskörpertrübung können auch hier Flecken oder Punkte vor dem Auge erscheinen. Ist der Glaskörper betroffen, kann es zu Schäden an der Netzhaut kommen. Im schlimmsten Fall führt Uveitis zur Erblindung.

Hypopyon – leukozytäres Exsudat in der vorderen Augenkammer.

Hypopyon, leukozytäres Exsudat in der vorderen Augenkammer.By EyeMD (Rakesh Ahuja, M.D.). - Own work., CC BY-SA 2.5

Die Symptome der Uveitis-Formen in der Zusammenfassung:

  • Augenrötungen
  • Schmerzen
  • Verschwommenes Sehen
  • Lichtempfindlichkeit
  • Flecken, Schlieren, Punkte vor den Augen
  • Tränen der Augen

Die Ursachen einer Uveitis

Es gibt verschiedene Ursachen, die für die Entstehung verantwortlich sein können. Wie bei vielen anderen entzündlichen Prozessen können Pilze, Bakterien oder Viren eine Entzündung hervorrufen.

Es spielen aber auch andere Dinge eine Rolle. So können auch Entzündungen im Körper zu einer der Uveitis-Formen führen. 

Mögliche Entzündungen sind:

Darüber hinaus gibt es auch noch eine Form, bei der der eigene Körper für Entzündungen sorgt. Hierbei spricht man von einer autoimmunen Uveitis.

Behandlung einer Augenentzündung bzw. Therapie bei einer Augenentzündung - Wie kann man das Auge heilen?

Diagnose und Behandlung einer Uveitis 

Sollten die beschriebenen Beschwerden auftreten, ist der Augenarzt der erste Ansprechpartner. Neben der Untersuchung des Auges steht auch eine intensive Befragung des Patienten auf dem Plan. 

So kann der Arzt mögliche Begleiterkrankungen herausfiltern, die eventuell an der Entstehung beteiligt sind. Bei der Untersuchung kann der Arzt auch feststellen, welcher Teil der Uvea von der Entzündung betroffen ist.

Augentropfen nach Toti-OPBei einer leichten Form der Uveitis reichen manchmal Augentropfen @ megaflopp /AdobeStock

Die Behandlung erfolgt in der Regel mit Augentropfen und speziellen Salben. Sollten zum Beispiel bakterielle Entzündungen vorliegen, kann zusätzlich eine Gabe von Tropfen mit Antibiotika erfolgen. 

Wichtig bei der Behandlung ist, dass der Arzt Ihnen Tropfen gibt, die die Pupillen erweitern. Der Grund: Erfolgt dies nicht, kann es zu Verklebungen kommen.

Liegen neben der Regenbogenhautentzündung Krankheiten wie Rheuma vor, muss der Arzt diese mitbehandeln. In einigen Fällen kann auch die Gabe von Kortison – etwa als Tropfen oder Spritze – notwendig sein. 

Erfolgt bei der Uveitis eine rechtzeitige Behandlung, heilt sie nach mehreren Wochen aus. Besondere Vorsicht ist bei einem chronischen Verlauf geboten.

Fazit

Das Fazit zeigt, dass es viele Arten von Augenentzündungen gibt, die sich in Ursachen, Verlauf und Schwere unterscheiden. Entscheidend für eine erfolgreiche Therapie sind ein gutes Verständnis der Symptome und Behandlungsowie eine frühzeitige Reaktion auf erste Anzeichen. Häufig stellt sich die Frage, ob eine Augenentzündung ansteckend ist, was vor allem bei durch Bakterien, Viren oder Pilze verursachten Formen relevant ist.

Die Behandlung einer Augenentzündung kann je nach Ursache unterschiedlich ausfallen und reicht von einfachen Maßnahmen aus der Apotheke bis hin zur ärztlichen Therapie. Zu den wichtigsten Hinweisen zählen typische Symptome wie Juckreiz, Brennen und Rötung der Augen. Dabei spielen sowohl Ursachen und Symptome als auch individuelle Faktoren wie trockene Augen eine Rolle. Die Ursachen einer Augenentzündung betreffen häufig äußere Einflüsse, aber auch Strukturen des Auges selbst können beteiligt sein. Es ist wichtig zu wissen, dass es verschiedene Formen gibt und sich die Behandlung einer Augenentzündung richtet nach der jeweiligen Diagnose.

Gerade wenn eine Person von einer chronischen Augenentzündung betroffen ist, sollte eine gezielte Therapie bei einer Augenentzündung erfolgen. Erste Hinweise wie Symptome sind gerötete Augen, Juckreiz oder Symptome wie Rötung sollten ernst genommen werden. Insgesamt gilt: Je früher Symptome auftreten und erkannt werden, desto besser lassen sich Beschwerden behandeln und langfristige Schäden im Bereich der Augen vermeiden.

FAQ

Was ist eine Augenentzündung?

Eine Augenentzündung ist eine entzündliche Erkrankung des Auge, bei der verschiedene Strukturen wie die Bindehaut oder Hornhaut betroffen sein können. Häufig handelt es sich um eine Bindehautentzündung oder Konjunktivitis.

Welche Symptome treten bei einer Augenentzündung auf?

Typische Symptome sind Rötung der Augen, Juckreiz, Schwellung, Sekret oder ein Fremdkörpergefühl im Auge. Auch Lichtempfindlichkeit und eitrige Absonderungen können auftreten.

Ist eine Augenentzündung ansteckend?

Eine Augenentzündung kann ansteckend sein, wenn sie durch Bakterien oder Viren verursacht wird. Besonders infektiöse Formen wie durch Adenoviren verbreiten sich leicht über Hände oder Kontaktlinsen.

Wie erfolgt die Behandlung einer Augenentzündung?

Die Behandlung einer Augenentzündung richtet sich nach der Ursache. Bei bakteriell bedingter Entzündung werden häufig Antibiotikum-Augentropfen eingesetzt, während bei Allergie Antihistaminika helfen.

Wann sollte man zum Augenarzt gehen?

Wenn die Symptome länger anhalten, die Sehkraft beeinträchtigt ist oder starke Schmerzen auftreten, sollte die Augenentzündung ärztlich abgeklärt werden.

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