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Erkrankung · Allgemeine Augenheilkunde

Glaskörpertrübung, Glaskörpertrübungen und Mouches volantes – Ursachen, Symptome und Behandlung - Wann besteht Grund zur Sorge bei einer Glaskörperabhebung?

Sabine SchneiderChefredakteurinSabine SchneiderStand: ICD-10: H43.3

Kurzübersicht — das Wichtigste zuerst

Die Glaskörpertrübung beschreibt Trübungen im Glaskörper, die als Mouches volantes sichtbar werden. Diese Erscheinungen im Auge entstehen meist durch altersbedingte Veränderungen im Glaskörper. In seltenen Fällen können Glaskörpertrübungen mit einer Netzhautablösung oder einem Netzhautriss zusammenhängen. Bei störenden Beschwerden kann eine Operation wie eine Vitrektomie oder ein Laser-Eingriff in Betracht gezogen werden.

Die Glaskörpertrübung ist ein häufiges Phänomen im Auge, das viele Menschen im Laufe des Lebens bemerken. Dabei entstehen im Glaskörper kleine Trübungen, die als sogenannte Mouches volantes oder „Mouches“ wahrgenommen werden. Diese fliegend wirkenden Strukturen erscheinen wie eine Mücke oder fliegende mücken im Sichtfeld und können zunächst irritierend sein. In den meisten Fällen sind Glaskörpertrübungen harmlos, dennoch sollte jedes Symptom ernst genommen werden. Besonders wenn zusätzlich Lichtblitzen auftreten, kann dies auf Veränderungen an der Netzhaut hinweisen. Der Glaskörper des Auges verändert sich mit zunehmendem Alter, wodurch sich Kollagenfasern verdichten. Eine Glaskörpertrübung kann dadurch häufiger auftreten und das Sehen beeinflussen. Ein Besuch beim Augenarzt ist sinnvoll, um mögliche Risiken wie eine Netzhautablösung auszuschließen.

Was ist eine Glaskörpertrübung?

Der Glaskörper ist ein Teil des Auges. Er füllt den Augapfel aus und sorgt für den nötigen Druck, damit der Augapfel nicht in sich zusammenfällt.

Das durch die Pupille einfallende Licht durchquert den Glaskörper und trifft auf die Netzhaut im Augenhintergrund. Daher muss der Glaskörper transparent sein. Er besteht folglich fast ausschließlich aus Wasser. Darüber hinaus finden sich im Glaskörper auch kollagene Anteile und Hyaluronsäure, wenn auch in wesentlich geringerer Konzentration.

Die Zusammensetzung des Glaskörpers ist strikt geordnet. Kommt diese Ordnung durcheinander, entsteht eine Glaskörpertrübung mit Symptomen, die das Sehvermögen beeinträchtigen können. Die Glaskörpertrübung ist an sich harmlos, kann den Menschen aber dennoch beeinträchtigen.

Meist sind ältere Menschen betroffen, da die Glaskörpertrübung eine Folge des natürlichen Alterungsprozesses ist. Trotzdem können auch Jüngere unter einer Glaskörpertrübung leiden. Besonders kurzsichtige Menschen sind häufiger betroffen.

Querschnitt durch das Auge
Der Glaskörper füllt den Augapfel aus und sorgt für den nötigen Druck. Eine Glaskörpertrübung kann jedoch die Sehfähigkeit beeinträchtigen © Axel Kock | AdobeStock

Wie äußert sich eine Glaskörpertrübung

Bei der Glaskörpertrübung handelt es sich um eine schmerzlose Begleiterscheinung. Der Betroffene nimmt Schleier oder dunkle Punkte vor den Augen wahr, die zu tanzen scheinen.

Diese Symptome verschlechtern sich, wenn der Betroffene

  • auf eine helle Wand schaut,
  • im Schnee unterwegs ist oder
  • ihn helles Licht blendet.

Die wahrgenommenen Schlieren und Punkte sind dabei keine Einbildung des Gehirns: Sie existieren tatsächlich im Glaskörper.

Diagnose und Therapie der Glaskörpertrübungen

Wie wird eine Glaskörpertrübung diagnostiziert?

Bei Verdacht auf eine Glaskörpertrübung ist der Gang zum Augenarzt notwendig. Der Arzt muss zunächst andere Augenerkrankungen ausschließen. Dazu stellt er dem Patienten einige Fragen. Zum Beispiel geht es darum, seit wann er diese Beschwerden wahrnimmt und wie genau sie sich äußern. Darüber hinaus wird der Arzt den Patienten auch nach anderen Erkrankungen fragen, die nicht unbedingt etwas mit dem Auge zu tun haben müssen.

Im weiteren Verlauf der Diagnosestellung nimmt der Facharzt eine genaue Untersuchung des Auges vor. Vor der Untersuchung erhält der Patient zunächst Augentropfen. Bei der Spaltlampenuntersuchung leuchtet der Arzt dem Patienten mit einer hellen Lampe in das Auge. Bei einer Glaskörpertrübung lässt sich dann ein dunkler Punkt oder ein Schatten im Auge erkennen.

Sollte sich der Verdacht allerdings nicht erhärten, sind zusätzliche Untersuchungen sinnvoll. Zum Beispiel kann eine Ultraschalluntersuchung des Auges klären, ob eine Verletzung der Netzhaut vorliegt. Weitere bildgebende Verfahren wie

können klären, ob sich Fremdkörper im Auge befinden und wo diese liegen.

Wie wird eine Glaskörpertrübung therapiert?

Bezüglich der Therapie gehen die medizinischen Meinungen mitunter ein wenig auseinander.

In der Regel erfordert die Glaskörpertrübung keine besondere Therapie. Vielmehr erhalten die Betroffenen einige Verhaltenstipps, wie die Schlieren weniger auffallen. Da Schlieren und Punkte vor allem vor einem hellen Hintergrund auffallen, hilft es, diesen zu reduzueren:

  • Bei Schnee oder hellem Licht hilft eine Sonnenbrille mit einem hohen UV-Schutzfaktor.
  • Farbige Dekoartikel oder Wände und Möbel helfen, wenn die Wohnung zu viele weiße Wände oder Möbel hat.
  • Personen, die am Rechner arbeiten, können die Helligkeit des Monitors ein wenig herunterfahren.

Viele Ärzte geben darüber hinaus den Tipp, sich nicht zu sehr auf die Symptome zu konzentrieren, sondern diese möglichst zu ignorieren.

Es gibt allerdings auch Ärzte und Augenkliniken, die Behandlungen in Form von Operationen anbieten. Dazu gehört etwa die operative Entfernung des Glaskörpers. Dieser wird dann durch eine Kochsalzlösung ersetzt.

Diese Operation wird allerdings häufig kritisiert, da die damit verbundenen Risiken recht groß sind. Es kann zum Beispiel zu Infektionen oder Netzhautschäden kommen. Im schlimmsten Fall droht dem Patienten sogar die Erblindung. Eine Linsentrübung zählt ebenfalls zu den Gefahren, die eine solche Operation mit sich bringt.

Einige Ärzte führen auch Laser-Behandlungen durch. Hier gehen die Meinungen ebenfalls auseinander. Nicht jede Form der Glaskörpertrübung kann damit erfolgreich behandelt werden.

Fazit 

Die Glaskörpertrübung im Auge ist eine häufige Erscheinung, die im Laufe des Lebens durch den Alterungsprozess entsteht. Dabei schrumpft der Glaskörper des Auges, eine ursprünglich transparente und gelartige Substanz, wodurch sich Kollagenfasern verdichten und als Trübungen des Glaskörpers sichtbar werden. Diese sogenannten mouches volantes“ oder „fliegende mücken“ erscheinen im Sichtfeld oft wie Flusen oder mücken“ und werden besonders vor einem hellen Hintergrund oder beim Blick auf eine weiße Wand wahrgenommen.

In den meisten Fällen sind Floaters oder ein Floater harmlos und schmerzfrei, sodass kein unmittelbarer Grund zur Sorge besteht. Dennoch sollten Symptome einer Glaskörpertrübung ernst genommen werden, insbesondere wenn plötzlich neue Partikel, Lichtblitze oder eine Veränderung beim Sehen auftreten. Solche Veränderungen im Inneren des Auges können auf eine hintere Glaskörperabhebung oder in seltenen Fällen auf einen Netzhautriss bzw. eine Ablösung hinweisen, wodurch die Gefahr einer Netzhautablösung steigt.

Das Auftreten von Glaskörpertrübungen hängt eng mit dem zunehmenden Alter zusammen, da sich der Glaskörper im Laufe des Lebens verändert und die gelartige Substanz ihre Struktur verliert. Dabei können Partikel Schatten auf die Netzhaut werfen und das Sehvermögen beeinträchtigen. Besonders wichtig ist die Abklärung beim Augenarzt oder bei einer Augenärztin, um mögliche Schäden an der Netzhaut oder andere Augenerkrankungen frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls eine Netzhautablösung zu verhindern.

Nur in seltenen Fällen ist eine Behandlung wie eine Glaskörperentfernung im Rahmen der Netzhautchirurgie notwendig. Ziel ist es, das Licht wieder ungehindert auf die Netzhaut zu lenken und die störenden Trübungen zu reduzieren. Insgesamt gilt: Veränderungen im Glaskörper, insbesondere eine Glaskörperabhebung, sollten beobachtet werden – ein frühzeitiger Gang zum Augenarzt ist entscheidend, um die Gesundheit von Linse und Netzhaut zu schützen und langfristig ein stabiles Sehvermögen zu erhalten.

FAQ

Was ist eine Glaskörpertrübung?

Eine Glaskörpertrübung entsteht durch Trübungen im Glaskörper, die als kleine Schatten auf die Netzhaut fallen. Diese werden als Mouches volantes oder Floaters wahrgenommen und erscheinen oft wie fliegende mücken im Sichtfeld.

Sind Glaskörpertrübungen gefährlich?

In den meisten Fällen sind Glaskörpertrübungen harmlos. Dennoch sollte ein Augenarzt aufgesucht werden, insbesondere wenn zusätzlich Lichtblitzen auftreten, da dies ein Symptom für eine Netzhautablösung sein kann.

Welche Symptome treten bei einer Glaskörpertrübung auf?

Typische Symptome einer Glaskörpertrübung sind bewegliche Punkte, Fäden oder eine mücke im Sichtfeld. Diese sind besonders vor hellem Hintergrund wie einer weißen Wand sichtbar und können beim Sehen als störend empfunden werden.

Wie werden Glaskörpertrübungen behandelt?

Meist ist keine Behandlung notwendig. In seltenen Fällen kann ein Eingriff wie eine Vitrektomie oder eine Laserbehandlung durchgeführt werden, wenn die Trübungen stark beeinträchtigen oder das Sehvermögen einschränken.

Wann sollte man zum Augenarzt gehen?

Ein Gang zum Augenarzt ist ratsam, wenn die Glaskörpertrübung plötzlich zunimmt, neue Symptome auftreten oder Lichtblitzen sichtbar sind. Dies kann auf Schäden an der Netzhaut oder einen Netzhautriss hinweisen.

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Sabine Schneider

Über den Fachautor

Sabine Schneider

Chefredakteurin

Sabine Schneider ist ausgebildete Medizinische Praxisassistentin und verfügt über langjährige praktische Erfahrung im medizinischen Umfeld.

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