Leading Medicine Guide Logo

Allergische Bindehautentzündung und Allergische Konjunktivitis – (Akute) allergische Symptome,  Ursachen und Behandlung 

24.04.2026
Leading Medicine Guide Redaktion
Autor des Fachartikels
Leading Medicine Guide Redaktion

Die allergische Konjunktivitis ist eine häufige Form der allergischen Bindehautentzündung, die vor allem das Auge betrifft. Dabei reagiert die Bindehaut empfindlich auf Allergene wie Pollen, Tierhaare oder Hausstaub. Typische Symptome sind Juckreiz, gerötete Augen und ein Fremdkörpergefühl im Auge.

Besonders im Rahmen von Heuschnupfen tritt die allergische Bindehautentzündung häufig auf. Die Entzündung entsteht durch eine allergische Reaktion des Immunsystems, bei der Histamin freigesetzt wird. Augentropfen und Antihistaminika können die Beschwerden effektiv lindern. Wichtig ist es, auslösende Allergene möglichst zu meiden und frühzeitig einen Augenarzt aufzusuchen.

ICD-Codes für diese Krankheit: H10.1

Kurzübersicht:

Die allergische Konjunktivitis ist eine entzündliche Reaktion der Bindehaut im Auge. Sie wird durch Allergene ausgelöst und verursacht Symptome wie Juckreiz und Rötung. Die Erkrankung tritt häufig zusammen mit Heuschnupfen auf. Die Behandlung erfolgt meist mit Augentropfen und antiallergischen Medikamenten.

Artikelübersicht

Erklärung: Was ist eine allergische Konjunktivitis?

Die allergische Konjunktivitis ist eine häufige Form der allergischen Bindehautentzündung, bei der das Auge auf bestimmte Allergene reagiert. Diese Form der Konjunktivitis entsteht durch eine allergische Reaktion des Immunsystems auf auslösende Allergene wie Pollen, Tierhaare oder Hausstaub.

Die Bindehaut des Auges entzündet sich, was zu einer nicht infektiösen, also nicht ansteckenden Entzündung führt. Man unterscheidet verschiedene Formen der allergischen Konjunktivitis, darunter die saisonale allergische Konjunktivitis und die perenniale allergische Konjunktivitis. Häufig tritt sie in Verbindung mit Heuschnupfen oder allergischer Rhinitis auf.

Allergische Bindehautentzündung
Allergische Konjunktivitis

Symptome 

Typische Symptome einer allergischen Konjunktivitis sind juckende Augen, starker Juckreiz, Rötung der Augen und eine Schwellung der Augenlider.

Weitere Symptome einer allergischen Konjunktivitis können ein Fremdkörpergefühl, vermehrter Tränenfluss und juckende Augen sein. Die Symptome der allergischen Reaktion entstehen durch die Freisetzung von Histamin aus Mastzellen. Besonders im Rahmen des Heuschnupfens treten diese allergischen Symptome häufig auf.

Im Gegensatz zu einer infektiösen Bindehautentzündung fehlen meist eitrige Sekrete. In schweren Fällen kann auch die Hornhaut des Auges betroffen sein, etwa bei atopischer Keratokonjunktivitis oder bei Neurodermitis.

 

Allergische Bindehautentzündung - Behandlung der allergischen Konjunktivitis und mögliches Vorgehen bei der chronischen Allergie am Auge

Diagnose 

Die Diagnose allergische Konjunktivitis erfolgt meist klinisch durch einen Augenarzt anhand der typischen Symptome und der Anamnese. Dabei achtet der Arzt auf typische Symptome sowie auf mögliche Auslöser und ähnliche Symptome anderer Erkrankungen.

Wichtig ist die Abgrenzung zu einer infektiösen Bindehautentzündung oder bakteriell bedingten Entzündung. In manchen Fällen können zusätzliche Tests durchgeführt werden, um die Ursache der Konjunktivitis zu klären. Auch der Zusammenhang mit allergischer Rhinitis oder Heuschnupfen wird berücksichtigt.

Ein Allergietest kann helfen, das auslösende Allergen zu identifizieren.

 

Betroffene mit Neurodermitis und Behandlung einer allergischen Bindehautentzündung

Häufig betroffene Menschen von allergischer Konjunktivitis 

Von allergischer Konjunktivitis sind vor allem Menschen mit einer bestehenden Allergie betroffen. Besonders häufig tritt die allergische Bindehautentzündung bei Patienten mit Heuschnupfen oder allergischer Rhinitis auf. Kinder und junge Erwachsene zeigen diese Form der Konjunktivitis besonders häufig.

Auch Menschen mit Neurodermitis oder einer atopischen Veranlagung entwickeln häufiger eine allergische Reaktion am Auge. Saisonale allergische Konjunktivitis tritt vor allem in Zeiten hoher Pollenbelastung auf. Personen, die regelmäßig Kontakt mit Allergenen wie Tierhaaren haben, sind ebenfalls häufiger betroffen. Insgesamt zeigt sich, dass das Immunsystem bei diesen Menschen überempfindlich auf auslösende Allergene reagiert.

Im Alltag ist es wichtig, bekannte Allergene möglichst zu meiden, um eine allergische Konjunktivitis zu verhindern. Regelmäßiges Händewaschen hilft, Allergene nicht zusätzlich ins Auge zu übertragen. Augentropfen können unterstützend eingesetzt werden, um Symptome wie Juckreiz und Rötung zu lindern. Kontaktlinsen sollten bei akuten Beschwerden möglichst nicht getragen werden.

Außerdem empfiehlt es sich, die Augen nicht zu reiben, da dies die Entzündung verstärken kann. Bei starker Belastung durch Pollen kann es hilfreich sein, Fenster geschlossen zu halten oder Pollenschutzfilter zu verwenden. Bei anhaltenden Beschwerden sollte ein Augenarzt aufgesucht werden, um die passende Behandlung einzuleiten.

Behandlung und Vorbeugung

Die Behandlung der allergischen Konjunktivitis erfolgt in erster Linie durch das Meiden der auslösenden Allergene. Augentropfen helfen, die Beschwerden zu lindern, insbesondere befeuchtenden Augentropfen oder antiallergische Wirkstoffe wie Antihistaminika. Auch Mastzellstabilisatoren wie Cromoglicinsäure sowie Wirkstoffe wie Azelastin und Levocabastin kommen zum Einsatz.

In akuten Fällen wird eine medikamentöse Therapie angewendet, um die Freisetzung von Histamin zu reduzieren. Die Therapie der allergischen Bindehautentzündung kann je nach Verlauf akut oder chronisch erfolgen.

Zur Vorbeugung ist es wichtig, bekannte Allergene zu meiden und frühzeitig zu behandeln. In manchen Fällen ist eine spezifische Immuntherapie die einzige ursächliche Behandlung.

Ist eine allergische Bindehautentzündung ansteckend? 

Viele Menschen fragen sich, ob eine allergische Konjunktivitis ansteckend ist. Die klare Antwort lautet: Nein, eine allergische Bindehautentzündung ist nicht ansteckend. Im Gegensatz zu einer infektiösen Bindehautentzündung, die durch Bakterien oder Viren verursacht wird, entsteht die allergische Form durch eine Überreaktion des Immunsystems auf bestimmte Allergene. Dazu zählen beispielsweise Pollen, Tierhaare oder Hausstaub.

Bei einer allergischen Reaktion kommt es zur Freisetzung von Histamin, was typische Symptome wie Juckreiz, Rötung der Augen und eine Schwellung der Bindehaut des Auges verursacht. Diese Form der Konjunktivitis betrifft häufig beide Augen gleichzeitig und tritt besonders im Rahmen von Heuschnupfen auf.

Wichtig ist die Unterscheidung zu anderen Formen der Bindehautentzündung: Während eine bakterielle oder virale Entzündung ansteckend sein kann, ist die allergische Konjunktivitis ausschließlich eine Reaktion auf äußere Reize. Daher besteht kein Risiko, andere Menschen zu infizieren.

Trotzdem sollten Betroffene ihre Augen nicht reiben und auf Hygiene achten, da gereizte Augen empfindlicher für zusätzliche Infektionen sein können. Bei unklaren Symptomen oder anhaltenden Beschwerden ist es sinnvoll, einen Augenarzt aufzusuchen, um die genaue Ursache der Konjunktivitis festzustellen und eine passende Behandlung einzuleiten.

Fazit

Allergische Bindehautentzündungen sind eine häufige Form der Konjunktivitis, die durch eine allergische Reaktion ausgelöst wird. Besonders die saisonale allergische Konjunktivitis tritt im Rahmen des Heuschnupfens auf und steht oft in Verbindung mit allergischer Rhinitis. Die Ursache der Konjunktivitis liegt meist in auslösenden Allergenen, die eine Freisetzung von Histamin bewirken und typische Symptome einer allergischen Konjunktivitis hervorrufen. Dazu zählen Juckreiz, Rötung der Augen sowie weitere allergische Symptome, die sich von einer infektiösen Bindehautentzündung unterscheiden.

Die Behandlung der allergischen Konjunktivitis umfasst sowohl die medikamentöse Therapie als auch das konsequente Allergen zu meiden. Mastzellstabilisatoren wie Cromoglicinsäure sowie Wirkstoffe wie Azelastin und Levocabastin können bei der akuten allergischen Bindehautentzündung effektiv eingesetzt werden. Zusätzlich bieten befeuchtenden Augentropfen eine wichtige Hilfe bei Juckreiz und lindern trockene Augen. Je nach Form der allergischen Bindehautentzündung, etwa perenniale allergische Konjunktivitis oder akute allergische, wird die Therapie individuell angepasst.

Wichtig ist, die Symptome der allergischen frühzeitig zu erkennen, da ähnliche Symptome auch bei anderen Erkrankungen auftreten können. Die Behandlung einer allergischen sollte immer auf die jeweilige Form der Bindehautentzündung abgestimmt sein, um langfristig Beschwerden zu reduzieren. In vielen Fällen heilt die allergische Bindehautentzündung gut aus, insbesondere bei konsequenter Therapie der allergischen und Vermeidung der Auslöser. In schweren Fällen kann auch die Hornhaut des Auges betroffen sein, weshalb eine frühzeitige Behandlung entscheidend ist.

FAQ

Was ist eine allergische Konjunktivitis?

Die allergische Konjunktivitis ist eine Form der Bindehautentzündung, die durch eine allergische Reaktion auf Allergene wie Pollen oder Tierhaare ausgelöst wird.

Welche Symptome treten bei einer allergischen Bindehautentzündung auf?

Typische Symptome einer allergischen Konjunktivitis sind Juckreiz, gerötete Augen, Schwellung der Augenlider und ein Fremdkörpergefühl.

Ist eine allergische Bindehautentzündung ansteckend?

Nein, im Gegensatz zu einer infektiösen oder bakteriell bedingten Bindehautentzündung ist die allergische Bindehautentzündung nicht ansteckend.

Wie wird die allergische Konjunktivitis behandelt?

Die Behandlung der allergischen Konjunktivitis erfolgt meist mit Augentropfen, Antihistaminika oder Mastzellstabilisatoren wie Cromoglicinsäure.

Wann sollte man zum Augenarzt gehen?

Ein Augenarzt sollte aufgesucht werden, wenn die Symptome stark sind, länger anhalten oder sich verschlimmern.

Medizinisches Spektrum

Spezialisierungen