Die MRT ist ein modernes bildgebendes Verfahren der Radiologie und wird auch als Magnetresonanztomographie oder Kernspintomographie bezeichnet. Die Untersuchung ermöglicht eine detaillierte Darstellung von Organen, Gewebe und verschiedenen Körperregionen, ohne Röntgenstrahlen einzusetzen. Während der MRT-Untersuchung erzeugen ein starkes Magnetfeld und Radiowellen hochauflösende Schnittbilder des menschlichen Körpers.
Je nach Fragestellung kann zusätzlich ein Kontrastmittel verabreicht werden, um Veränderungen noch besser sichtbar zu machen. Die MRT-Untersuchung kommt bei zahlreichen Erkrankungen sowie zur Diagnostik von Tumor, Entzündung oder Gelenkverletzungen zum Einsatz. Im Vergleich zu CT beziehungsweise Computertomographie bietet die Magnetresonanztomographie insbesondere bei Weichteilen eine ausgezeichnete Bildqualität. Moderne MRT-Geräte ermöglichen heute eine präzise, medizinisch sichere und diagnostisch wertvolle Untersuchung.
Was ist eine MRT?
Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist ein bilgebendes Verfahren. Im Gegensatz zu Röntgen-Verfahren ist keine Strahlungsbelastung damit verbunden. Ein MRT-Gerät baut ein starkes magnetisches Feld auf, das die Atome von weichem Gewebe beeinflusst und sichtbar macht.
Eine MRT kann nicht nur Knochen, sondern unter anderem auch
- Organe,
- Sehnen,
- Bänder,
- Knorpel oder
- Muskeln
darstellen. Damit ist es in vielen Fällen dem Röntgen oder einer Sonographie (Ultraschall) überlegen.
Wie funktioniert eine MRT?
Die Untersuchung bedient sich eines physikalischen Prinzips. Atome mit ungerader Protonen- oder Neutronenanzahl haben die Eigenschaft, sich um sich selbst zu drehen (Spin), wodurch sie eine magnetische Funktion bekommen. Vor allem Wasserstoffatome erweisen sich als gute Gegenpole.
Aus diesem Grund können bei einer MRT Bereiche, die über viel Wasser verfügen, besonders gut bildlich dargestellt werden. Für die Untersuchung muss sich der Patient in ein großes, röhrenähnliches Gerät begeben.

Ein Patient wird in ein MRT-Gerät geschoben © Nejron Photo | AdobeStock
Wie tief der Patient in die Röhre geschoben wird, hängt von der Region ab, die untersucht werden soll. Wird zum Beispiel das Sprunggelenk untersucht, bleibt der Großteil des Körpers außerhalb der Röhre. Bei Untersuchungen an
muss der Patient weiter in die Röhre geschoben werden.
Da die etwa 30-minütige Untersuchung sehr laut ist, werden im Vorfeld Ohrenschützer angelegt. Zudem bekommt der Patient einen Notschalter in die Hand. Viele Menschen fühlen sich in der engen Röhre nicht wohl. Sollte es mit der Platzangst zu schlimm werden, kann das Personal mit einem Druck auf den Notschalter alarmiert werden.
Vorsicht ist übrigens bei
- frischen Tätowierungen,
- Metallteilen im Körper oder
- Herzschrittmachern
geboten, da diese heiß werden oder beschädigt werden können. Vor der Untersuchung muss der Patient daher einen umfangreichen Fragebogen ausfüllen. Das Magnetfeld selbst ist für den Patienten nicht spürbar.
Wann wird ein MRT angewendet und was kann man untersuchen?
Sobald es um die Darstellung bestimmter Areale des Körpers geht, kommt man mit Röntgen oder Ultraschall nicht mehr weiter. Nicht zuletzt im Sport wird das MRT meist angewendet, um das gesamte Ausmaß einer Verletzung beurteilen zu können. Bänder, Sehnen und Muskeln können auf einem Röntgenbild nicht dargestellt werden. Ein MRT kann dies und erleichtert den Ärzten somit die Arbeit. Aber auch abseits des Sports leistet ein MRT wertvolle Dienste.
Egal, ob es
- Bandscheibenvorfälle,
- Sehnenentzündungen oder
- Lokalisierungen und Größenbestimmungen von Tumoren
sind - mit einem Kernspintomographen erlangt der Arzt rasch Erkenntnisse. Um die Areale noch besser sichtbar zu machen, kann vor der Untersuchung ein Kontrastmittel verabreicht werden.
Der Patient kann nach einer Untersuchung einige Minuten warten und wird dann zum Gespräch mit dem Radiologen gebeten. Dort wird er über die Ergebnisse aufgeklärt. Der Radiologe wird dem überweisenden Arzt den Befund senden.
Ohne Überweisung kann keine Kernspintomographie in Auftrag gegeben werden. Der überweisende Arzt ist auch der erste Ansprechpartner, wenn es um die weitere Behandlung geht. Der Radiologe ist lediglich für die Durchführung der Untersuchung sowie für die Erstellung des Befunds zuständig.
Folgende Bereiche können per MRT untersucht werden:
- Knochen
- Muskeln
- Sehnen
- Bänder
- Organe
Zu beachten ist, dass die Wartezeit auf einen MRT-Termin sehr lang sein kann. Wartezeiten mindestens im Wochenbereich sind hier an der Tagesordnung.
FAQ
Was ist eine MRT und wie funktioniert sie?
Die MRT, auch Magnetresonanztomographie oder Kernspintomografie genannt, ist ein bildgebendes Verfahren zur medizinisch präzisen Diagnostik. Während der Untersuchung erzeugen ein starkes Magnetfeld, Magnetfelder und Radiowelle Signale der Wasserstoffatom-Atomkerne, aus denen dreidimensionale Bilder und Schnittbilder entstehen. Das MRT-Gerät arbeitet ohne Röntgenstrahlen und verursacht daher keine Strahlenbelastung. Der Radiologe beurteilt anschließend den Befund anhand der hochwertigen Bildgebung.
Wie läuft eine MRT-Untersuchung ab?
Vor der MRT-Untersuchung entfernt der Patient alle metallische Gegenstände und legt sich ruhig in die Röhre des MRT-Geräts. Während der Untersuchung sollte der Patient möglichst ruhig liegen, damit eine optimale Bildqualität erreicht wird. Je nach Fragestellung kann ein Kontrastmittel verabreicht werden. Kopfhörer oder Gehörschutz schützen vor dem typischen Klopfgeräusch während der Untersuchung. Die Dauer der Untersuchung richtet sich nach der untersuchend Körperregion und dem Ablauf der MRT.
Was ist der Unterschied zwischen MRT und CT?
MRT und CT sind unterschiedliche bildgebende Verfahren. Während die Computertomographie mit Röntgenstrahlen arbeitet, nutzt die Magnetresonanztomographie ein starke Magnetfeld sowie Radiowellen. CT und MRT ergänzen sich je nach diagnostisch relevanter Fragestellung. Die Anwendung der MRT eignet sich besonders für Organe und Gewebe, das Gehirn, Gelenk, MRT Kopf oder MRT der Wirbelsäule, während das CT häufig bei knöchernen Strukturen eingesetzt wird.
Ist eine MRT gefährlich oder hat sie Nebenwirkungen?
Die MRT gilt als sehr sicheres Untersuchungsverfahren. Nebenwirkung treten durch das Magnetfeld selbst in der Regel nicht auf. Vorsicht ist jedoch bei Herzschrittmachern, metallisch implantierten Fremdkörpern oder anderen magnetisch empfindlichen Implantaten erforderlich. Bei Patienten mit Platzangst kann eine offene MRT oder ein Beruhigungsmittel die Untersuchung erleichtern.
Wann wird eine MRT durchgeführt?
Eine MRT-Untersuchung wird bei zahlreichen Erkrankung sowie zur Diagnostik von Tumor, Entzündung oder Veränderungen im Körper eingesetzt. Auch Ganzkörper MRT, MRT der Gelenke oder Untersuchung mittels Kernspintomographie einzelner Körperregionen gehören zu den häufigen MRT-Untersuchungen. Der behandelnden Arzt entscheidet anhand der Beschwerden, ob MRT oder CT beziehungsweise MRT und CT sinnvoll sind. Die Abkürzung MRT steht für Magnetresonanztomographie und beschreibt eines der wichtigsten diagnostischen Verfahren der modernen Radiologie.
