MRT: Informationen & MRT-Spezialisten

10.06.2022
Matthias Kühn
Redakteur

Die Magnetresonanztomografie – kurz: MRT – oder Kernspintomografie zählt zu den bildgebenden Verfahren der Radiologie. Sie kommt zum Einsatz, wenn es um die präzise Darstellung von Weichteilen oder Organen geht. Die Kernspintomografie liefert genaue Schnittbilder in hoher Auflösung, anhand derer der Facharzt Strukturen und Funktionen beurteilen kann.

Hier finden Sie weiterführende Informationen sowie ausgewählte MRT-Spezialisten und radiologische Zentren.

Empfohlene MRT-Spezialisten

Artikelübersicht

Was ist eine MRT?

Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist ein bilgebendes Verfahren. Im Gegensatz zu Röntgen-Verfahren ist keine Strahlungsbelastung damit verbunden. Ein MRT-Gerät baut ein starkes magnetisches Feld auf, das die Atome von weichem Gewebe beeinflusst und sichtbar macht.

Eine MRT kann nicht nur Knochen, sondern unter anderem auch

  • Organe,
  • Sehnen,
  • Bänder,
  • Knorpel oder
  • Muskeln

darstellen.

Damit ist es in vielen Fällen dem Röntgen oder einer Sonographie (Ultraschall) überlegen.

Wie funktioniert eine MRT?

Die Untersuchung bedient sich eines physikalischen Prinzips. Atome mit ungerader Protonen- oder Neutronenanzahl haben die Eigenschaft, sich um sich selbst zu drehen (Spin), wodurch sie eine magnetische Funktion bekommen. Vor allem Wasserstoffatome erweisen sich als gute Gegenpole.

Aus diesem Grund können bei einer MRT Bereiche, die über viel Wasser verfügen, besonders gut bildlich dargestellt werden.

Für die Untersuchung muss sich der Patient in ein großes, röhrenähnliches Gerät begeben. 

MRT
Ein Patient wird in ein MRT-Gerät geschoben © Nejron Photo | AdobeStock

Wie tief der Patient in die Röhre geschoben wird, hängt von der Region ab, die untersucht werden soll. Wird zum Beispiel das Sprunggelenk untersucht, bleibt der Großteil des Körpers außerhalb der Röhre. Bei Untersuchungen an

muss der Patient weiter in die Röhre geschoben werden.

Da die etwa 30-minütige Untersuchung sehr laut ist, werden im Vorfeld Ohrenschützer angelegt. Zudem bekommt der Patient einen Notschalter in die Hand. Viele Menschen fühlen sich in der engen Röhre nicht wohl. Sollte es mit der Platzangst zu schlimm werden, kann das Personal mit einem Druck auf den Notschalter alarmiert werden.

Vorsicht ist übrigens bei

geboten, da diese heiß werden oder beschädigt werden können.

Vor der Untersuchung muss der Patient daher einen umfangreichen Fragebogen ausfüllen. Das Magnetfeld selbst ist für den Patienten nicht spürbar.

Wann wird ein MRT angewendet und was kann man untersuchen?

Sobald es um die Darstellung bestimmter Areale des Körpers geht, kommt man mit Röntgen oder Ultraschall nicht mehr weiter. Nicht zuletzt im Sport wird das MRT meist angewendet, um das gesamte Ausmaß einer Verletzung beurteilen zu können.

Bänder, Sehnen und Muskeln können auf einem Röntgenbild nicht dargestellt werden. Ein MRT kann dies und erleichtert den Ärzten somit die Arbeit. Aber auch abseits des Sports leistet ein MRT wertvolle Dienste.

Egal, ob es

sind - mit einem Kernspintomographen erlangt der Arzt rasch Erkenntnisse. Um die Areale noch besser sichtbar zu machen, kann vor der Untersuchung ein Kontrastmittel verabreicht werden.

Der Patient kann nach einer Untersuchung einige Minuten warten und wird dann zum Gespräch mit dem Radiologen gebeten. Dort wird er über die Ergebnisse aufgeklärt. Der Radiologe wird dem überweisenden Arzt den Befund senden.

Ohne Überweisung kann keine Kernspintomographie in Auftrag gegeben werden. Der überweisende Arzt ist auch der erste Ansprechpartner, wenn es um die weitere Behandlung geht. Der Radiologe ist lediglich für die Durchführung der Untersuchung sowie für die Erstellung des Befunds zuständig.

Folgende Bereiche können per MRT untersucht werden:

  • Knochen
  • Muskeln
  • Sehnen
  • Bänder
  • Organe

Zu beachten ist, dass die Wartezeit auf einen MRT-Termin sehr lang sein kann. Wartezeiten mindestens im Wochenbereich sind hier an der Tagesordnung.

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