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Gehirn Anatomie und Funktionen – Wie funktioniert das menschliche Gehirn

23.03.2026
Leading Medicine Guide Redaktion
Autor des Fachartikels
Leading Medicine Guide Redaktion

Das Gehirn ist das zentrale Organ des Nervensystems und fungiert als Steuerzentrale des Körpers. Das menschliche Gehirn besteht aus Milliarden Nervenzellen, die über Nervenfasern und Synapsen miteinander verbunden sind.

In der Anatomie zeigt sich das Gehirn als komplexes System aus Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm. Das Gehirn steuert wichtige Prozesse wie Atmung, Bewegung und Sinneseindrücke. Der Thalamus, Hypothalamus und Hippocampus spielen eine zentrale Rolle bei der Verarbeitung von Informationen.

Durch die Blut-Hirn-Schranke wird das empfindliche Gewebe des Gehirns geschützt. Das Gehirn koordiniert Signale aus dem Rückenmark und passt den Körper ständig an neue Situationen an.

Das Gehirn ist Teil des zentralen Nervensystems und steuert lebenswichtige Funktionen im Körper. Es besteht aus Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm, die unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Nervenzellen und Neuronen ermöglichen die Weiterleitung von Signalen im Gehirn. Das Gehirn koordiniert Sinneseindrücke, Bewegung und zahlreiche unbewusste Prozesse.

Artikelübersicht

Bedeutung und Funktion des Gehirns

In der Regel verfügt das Gehirn über ein Gewicht von durchschnittlich 1,5 Kilogramm. Das Volumen ist dabei vorrangig von der Körpergröße und dem Geschlecht abhängig. Einen direkten Zusammenhang zwischen dem Gewicht des Gehirns und der Intelligenz des Menschen gibt es jedoch nicht.

Das menschliche Gehirn besteht aus zwei Hälften und unterteilt sich in vier Bereiche.

Aufgrund seiner hohen Bedeutung bedarf es einen besonderen Schutz vor Verletzungen und Erschütterungen. Aus diesem Grund sichern es sowohl zahlreiche Puffer-Strukturen als auch ein dicker Schädelknochen. Dabei fungieren die Puffer-Strukturen als effektiver Stoßdämpfer.

Für die uneingeschränkte Funktionsfähigkeit des Gehirns müssen Milliarden Nervenzellen fortlaufend miteinander kommunizieren und Daten austauschen. Grundsätzlich werden dafür elektrische Impulse verwendet, die auf eine ähnliche Weise arbeiten wie ein modernes Computernetzwerk.

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Aufbau des Gehirns

Das menschliche Gehirn ist eines der komplexesten organischen Strukturen. Es besteht aus zwei unterschiedlichen Hälften, die über einen sogenannten Balken verbunden sind. Die Medizin bezeichnet diese in der Regel als Hemisphären. Darüber hinaus unterteilt die Medizin das Gehirn grob in vier wesentliche Bereiche. Dabei handelt es sich um:

  • Großhirn
  • Kleinhirn
  • Zwischenhirn
  • Hirnstamm

Das Großhirn

Bei dem Großhirn handelt es sich um den am höchsten entwickelten Bereich des menschlichen Gehirns. Dabei umfasst es durchschnittlich sogar über 80 Prozent der Hirnmasse und stellt dadurch ebenfalls den größten Teil des Gehirns dar. Es verfügt über eine stark aufgefaltete Rinde mit einer Dicke von zwei Millimetern. Auf diese Weise wird für eine stark vergrößerte Oberfläche gesorgt.

Das Großhirn besteht aus über 23 Milliarden Nervenzellen. Viele Menschen bezeichnen diese aufgrund ihrer grauen Farbe auch als graue Substanz. Darüber hinaus ist in der Medizin ebenfalls der Begriff Cortex sehr weit verbreitet.

Insgesamt gliedert die Medizin das Großhirn in drei zentrale Bereiche. Dabei handelt es sich um die sensorischen Felder, die motorischen Felder und die Gedankenfelder. In den sensorischen Feldern verarbeitet das Gehirn die wahrgenommenen Sinneseindrücke und in den motorischen Feldern koordiniert es die Bewegungen. In den Gedankenfeldern erfolgt schließlich das Denken sowie das Erinnern.

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Von Polygon data were generated by Life Science Databases(LSDB). - Polygon data are from BodyParts3D., CC BY-SA 2.1 jp, Link

Das Kleinhirn

Mit durchschnittlich 100 bis 150 Gramm umfasst das Kleinhirn nur ein Zehntel der Masse des Großhirns. Es befindet sich direkt an der Basis des Schädels unter dem hinteren Hautlappen des Großhirns. Dieser Teil des Gehirns ist für das Gleichgewicht sowie den Spracherwerb verantwortlich. Darüber hinaus speichert es bestimmte Bewegungsabläufe ab, sodass diese nach einer einmaligen Lernphase automatisch durchgeführt werden können. Aus diesem Grund stellt das Kleinhirn ebenfalls einen Teil des motorischen Systems dar.

Das Zwischenhirn

Dieser Teil des Gehirns befindet sich direkt zwischen dem Hirnstamm und dem Großhirn. Es erfüllt hauptsächlich wichtige vegetative Aufgaben und steuert gleichzeitig den Biorhythmus. Die Medizin charakterisiert mehrere Teilbereiche des Zwischenhirns. Dabei handelt es sich um:

  • Thalamus
  • Epithalamus
  • Metathalamus
  • Subthalamus
  • Hypothalamus

Jeder dieser Teilbereiche ist für die Verarbeitung von anderen Informationen verantwortlich. Darunter gehören unter anderem Gefühle wie Trauer und Freude sowie die Informationen aus den Sinnesorganen. Aus diesem Grund ist eine ständige Zusammenarbeit mit dem Großhirn erforderlich. Deshalb filtert das Zwischenhirn sämtliche eingehenden Informationen, ehe sie an das Großhirn weitergeleitet werden und vermeidet dadurch dessen Überlastung.

Der Hirnstamm

Bei dem Hirnstamm handelt es sich um den ältesten Teil des Gehirns. Sowohl die rechte als auch die linke Hirnhälfte umschließen ihn nahezu vollständig. Man unterscheidet die folgenden Bereiche:

  • Mittelhirn
  • Nachhirn
  • Brücke
  • verlängertes Rückenmark

Jeder Teilbereich ist dabei für andere Aufgaben verantwortlich. Die Hauptaufgabe des Mittelhirns besteht in der Übertragung von Daten zwischen dem Rückenmark und dem Großhirn. Darüber hinaus koordiniert es die Bewegungen der Augen.

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Ein großer Teil der lebensnotwendigen Prozesse wird hingegen im Nachhirn gesteuert. Dieses ist neben dem Herzschlag ebenfalls für den Stoffwechsel und die Atmung verantwortlich. Darüber hinaus lenkt es ebenfalls einige Reflexe wie unter anderem das Husten oder den Schluckauf. Im Inneren des Nachhirns kreuzen sich die Nervenbahnen aus dem Rückenmark. Aus diesem Grund werden die Informationen einer Körperhälfte stets in der gegenüberliegenden Hirnhälfte verarbeitet.

Die Hirnnerven

Die Hirnnerven sind Ansammlungen von spezialisierten Nervenzellen, die den Hirnnervenkernen entspringen. Dabei handelt es sich um Neuronen, die sich im Hirnstamm befinden. Im Gegensatz zu sämtlichen anderen Nerven des Körpers haben diese ihren Ursprung nicht im Rückenmark. Die einzige Ausnahme bildet dabei der Nervus Accessorius. Dieser gilt ebenfalls als Hirnnerv, obwohl er tatsächlich aus dem Rückenmark stammt.

Bei dem Großteil aller Hirnnerven handelt es sich lediglich um periphere Nerven, die nicht als fester Teil des Gehirns betrachtet werden. Eine Sonderstellung bilden der Riechnerv und der Sehnerv. Beide sind tatsächlich Abschnitte des Gehirns, werden jedoch aus traditionellen Gründen noch immer zu den Hirnnerven gezählt.

Insgesamt gibt es zwölf Hirnnerven, die jeweils beidseitig angeordnet sind. Diese werden in der offiziellen Klassifikation von Soemmerring von 1788 mit römischen Zahlen nummeriert. Jeder der zwölf Hirnnerven leitet die aus dem Gehirn stammenden Informationen in einen bestimmten Bereich des Körpers und sorgt dadurch für die Steuerung sämtlicher Muskeln und Organe. Zu den Hirnnerven zählen:

  • Riechnerv
  • Sehnerv
  • Augenbewegungsnerv
  • Augenrollnerv
  • Drillingsnerv (unterteilt sich in Augennerv, Unterkiefernerv und Oberkiefernerv)
  • Augenabziehnerv
  • Gesichtsnerv
  • Gleichgewichts- und Hörnerv
  • Zungen-Rachen-Nerv
  • umherschweifender Nerv
  • Beinnerv
  • Unterzungennerv

Häufige Hirnerkrankungen

Jedes Jahr werden allein in Deutschland über eine Millionen Patienten mit Hirnkrankheiten versorgt. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um Patienten mit Migräne oder Polyneuropathie. Darüber hinaus treten jedoch immer mehr neurodegenerative Erkrankungen bei vielen Deutschen auf. Insbesondere die Fälle von Morbus Parkinson und Multiple Sklerose haben sich in den vergangenen Jahren zunehmend vermehrt. Mit modernen Behandlungsmöglichkeiten leiten Ärzte heute in vielen Fällen eine aussichtsreiche Therapie ein.

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Schlaganfälle zählen zu den häufigsten in Deutschland auftretenden Erkrankungen des Gehirns. Sie führen in vielen Fällen zu einer einschränkenden Behinderung oder zum Tod des Patienten. In Deutschland erfolgt die Behandlung dieser Krankheit in Kliniken, die sich auf Schlaganfälle spezialisiert haben. Hauptsächlich stützen diese sich auf die systemische Lysetherapie und die mechanische Thrombektomie. Mit beiden Heilverfahren verbessern die Ärzte die Lebensqualität der Patienten nach dem Schlaganfall deutlich.

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Darüber hinaus treten ebenfalls häufig Hirnblutungen aufgrund stumpfer Gewalteinwirkung, Schädel-Hirn-Trauma und Hirnhautentzündungen auf. Letztlich leiden die Deutschen neben Gehirntumoren ebenfalls häufig an Epilepsie. Jede dieser Krankheiten behandeln Spezialisten mit unterschiedlichen Therapieverfahren. In vielen Fällen erfolgt dabei eine medikamentöse Therapie mit Psychopharmaka. Insbesondere die Behandlung mit Neuroleptika und Antiemetika ist in Deutschland weit verbreitet.

Fazit

Das Gehirn ist die Steuerzentrale des Körpers und zeigt eindrucksvoll, wie funktioniert das Gehirn im Zusammenspiel vieler Strukturen. Milliarden Nervenzellen, genauer gesagt 100 Milliarden Nervenzellen, bilden gemeinsam mit Neuronen, Synapsen und Axonen ein hochkomplexes Netzwerk, das über das zentrale Nervensystem Signale verarbeitet. Die Großhirnrinde und die Hirnrinde des Großhirns übernehmen dabei wichtige Aufgaben für logisches Denken, während Basalganglien und das limbische System emotionale und motorisch gesteuerte Prozesse beeinflussen. Strukturen wie Mesencephalon, Mittelhirn, Pons und Medulla oblongata sind als Teil des Gehirns für lebenswichtige Funktionen zuständig. Die Hemisphären und jede Gehirnhälfte sind über das Corpus callosum verbunden und ermöglichen koordinierte Abläufe zwischen den Bereichen des Gehirns.

Der Aufbau des Gehirns umfasst weiße Substanz und graue Substanz sowie spezialisiertes Gewebe mit Gliazelle und Stützzellen, die das Hirngewebe stabilisieren. Geschützt wird das Gehirn in der Schädelhöhle durch Schädelknochen, Hirnhäute, Meningen und den Subarachnoidalraum mit Liquor sowie die Pia mater. Blutgefäße und jede Arterie versorgen das Gehirn kontinuierlich mit Nährstoff, während die Hypophyse hormonelle Prozesse steuert. Die Hirnforschung zeigt, dass bereits im Neuralrohr die Entwicklung des Gehirns beginnt und sich komplexe Hirnregionen wie der Temporallappen herausbilden.

Das Gehirn steuert als Teil des zentralen Nervensystems zahlreiche Funktionen des Gehirns und reagiert über Reflex auf Reize aus dem Körper. Dabei gelangen Informationen über das Rückenmark ans Gehirn und werden dort verarbeitet. Erkrankungen wie Parkinson oder ein Tumor können die Funktionen erheblich beeinträchtigen. Insgesamt zeigt sich, dass das Gehirn funktioniert als hochentwickeltes System aus Milliarden von Nervenzellen, dessen verschiedene Funktionen für das Überleben unerlässlich sind.

FAQ

Was ist das Gehirn?

Das Gehirn ist ein komplexes Organ des zentralen Nervensystems und besteht aus Milliarden Nervenzellen. Es steuert zahlreiche Funktionen im Körper und verarbeitet Sinneseindrücke.

Wie funktioniert das Gehirn?

Das Gehirn funktioniert durch die Kommunikation von Nervenzellen über Synapsen. Signale werden aufgenommen, verarbeitet und als Reaktion weitergeleitet.

Welche Teile hat das Gehirn?

Das Gehirn besteht aus Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm. Weitere wichtige Bereiche sind Thalamus, Hypothalamus und das limbische System.

Welche Funktion hat das Gehirn?

Das Gehirn steuert Bewegung, Atmung, Denken und Emotionen. Es koordiniert alle Prozesse im Körper und ist die zentrale Steuerzentrale.

Welche Erkrankung kann das Gehirn betreffen?

Erkrankungen des Gehirns sind unter anderem Schlaganfall, Tumor oder neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson. Eine Schädigung des Gehirns kann schwerwiegende Folgen haben.