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CEREC (CEramic REConstruction): Präziser Zahnersatz in nur einer Sitzung

01.07.2026

CEREC ist ein digitales Verfahren, mit dem vollkeramischer Zahnersatz direkt in der Praxis konstruiert und gefräst wird – ohne Abdruck, ohne Provisorium und in nur einer Sitzung. Mithilfe einer 3D-Kamera wird der Zahn präzise erfasst, das Inlay, die Krone oder Teilkrone digital geplant und sofort vor Ort hergestellt. So entsteht ein passgenauer, ästhetischer Zahnersatz, der sich natürlich einfügt und sofort eingesetzt werden kann.

Dr. med. dent. Stephan Delschen

Entscheidend für ein CEREC-Verfahren ist eine bestimmte Defektgröße, denn die Technologie basiert auf gefräster Keramik, die eine gewisse Schichtdicke benötigt. Bei sehr kleinen Defekten wird das Verfahren nicht eingesetzt, weil nicht mehr Zahnsubstanz entfernt werden soll als unbedingt nötig. In vielen anderen Fällen – insbesondere bei Einzelzahnrestaurationen – ist die Methode jedoch gut geeignet. Die Entscheidung fällt anhand der individuellen Situation des Zahns, und sobald klar ist, dass die Indikation passt, beginnt der digitale Prozess. Dafür kommt ein Scanner zum Einsatz, der bis zu 50.000 Bilder pro Sekunde aufnimmt, diese miteinander verrechnet und daraus bis zu eine Million dreidimensionale Messpunkte pro Sekunde erzeugt. Diese enorme Datenmenge zeigt bereits, wie präzise das Ergebnis wird. Die Technologie bietet nicht nur Geschwindigkeit, sondern vor allem Genauigkeit – und Präzision bedeutet langfristige Haltbarkeit, weniger Behandlungen und eine längere Lebensdauer der eigenen Zähne“, erläutert Dr. Delschen am Anfang unseres Gesprächs.

Die hohe Passgenauigkeit entsteht vor allem dadurch, dass die digitale Erfassung völlig frei von Materialverformungen ist. Abdruckmassen schrumpfen, dehnen sich aus, reagieren auf Temperatur oder Feuchtigkeit und können durch Bewegungen des Patienten verzogen werden. Auch Gipsmodelle verändern sich minimal beim Aushärten. 

Der Ablauf beginnt zunächst mit einem organisatorisch wichtigen Schritt: einer transparenten Kostenaufklärung, einem detaillierten Heil- und Kostenplan und der Klärung, ob eine Zusatzversicherung einen Teil der Behandlung übernimmt. Erst danach startet die eigentliche Behandlung. Der Patient wird in der Regel betäubt, und sobald die notwendige Form am Zahn vorbereitet ist, kommt der digitale Scanner zum Einsatz. Dabei handelt es sich im Grunde um eine kleine Kamera, die in hoher Geschwindigkeit Bildsequenzen aufnimmt und daraus ein präzises digitales Modell erstellt. Für den Patienten ist das vollkommen schmerzfrei, da keine klassische Abformung mit Abdruckmaterial notwendig ist. Er hält lediglich den Mund geöffnet, und innerhalb weniger Sekunden ist der gesamte Kiefer digital erfasst. Nach dem Scan bleibt der Patient einfach sitzen, denn das Ziel ist eine Versorgung in nur einer Sitzung. Während die Restauration gefertigt wird, wartet er etwa eine halbe Stunde. Anschließend wird der Zahnersatz angepasst, anprobiert und, wenn alles passt, direkt eingeklebt. So verlässt der Patient die Praxis am selben Tag mit der endgültigen Versorgung, ohne Provisorium und ohne zusätzliche Termine. Größere Arbeiten werden zwar ebenfalls im selben Gebäude gefertigt, aber in einem externen Labor ein paar Stockwerke tiefer, während die CEREC-Restaurationen direkt in der Praxis entstehen“, so Dr. Delschen zum Ablauf in seiner Praxis und führt weiter aus:

Die Behandlung lässt sich in kurzer Zeit umsetzen, und bei der verwendeten Keramik handelt es sich nicht um ein eigenes Spezialmaterial, sondern im Grunde um denselben hochwertigen Keramikersatz, der auch bei anderen Verfahren eingesetzt wird. Die Praxis arbeitet mit vorfabrizierten Keramikblöcken eines der weltweit größten Dentalhersteller, was eine konstant hohe Materialqualität gewährleistet. Aus diesen Blöcken wird die individuelle Restauration präzise herausgefräst. Zwar gibt es Unterschiede zwischen den verschiedenen Keramiksorten, doch beziehen sie sich im Wesentlichen auf den jeweiligen Hersteller, nicht auf die Haltbarkeit oder Belastbarkeit. In ihrer Lebensdauer sind die gefrästen Keramiken absolut vergleichbar mit klassischem Keramikersatz. Beim Patienten lassen sich damit unterschiedliche Versorgungen umsetzen – von Teilkronen über Vollkronen bis hin zu Inlays. CEREC zeigt seine Stärken besonders bei Inlays, Teilkronen und Kronen, also überall dort, wo einzelne Zähne präzise und stabil versorgt werden sollen. Für herausnehmbaren Zahnersatz ist das Verfahren nicht geeignet, da es dafür technisch nicht ausgelegt ist. Bei Brücken wird die Situation komplexer: Hier ist die Indikation eingeschränkt, weil sich mit dem System nur kleinere Brückenspannen realisieren lassen. Außerdem müssen diese Versorgungen in Zirkon gefräst werden, was zwar funktional sehr gut ist, aber ästhetisch leichte Grenzen hat, da Zirkon nicht immer das optisch perfekte Ergebnis liefert“.

Behandlungsraum


Die besondere Passgenauigkeit bei CEREC entsteht aus einer Kombination aus optischer Hochpräzision, vollständiger Eliminierung von Verformungsfehlern, digitaler Analyse der Bisssituation und maschineller Fertigung, die exakt den digitalen Daten folgt. Das Ergebnis ist ein Zahnersatz, der sich natürlicher anfühlt, stabiler sitzt und langfristig zuverlässiger ist, weil er auf einem digitalen Zwilling des Zahns basiert, der die Realität präziser abbildet als jedes konventionelle Verfahren.


CEREC eignet sich besonders für jene Formen des Zahnersatzes, bei denen präzise Passung, hohe Stabilität und eine ästhetisch natürliche Wirkung entscheidend sind. Die Technologie spielt ihre Stärken immer dann aus, wenn ein Zahn teilweise oder vollständig rekonstruiert werden muss und eine metallfreie, langlebige Keramikrestauration gewünscht ist.

CEREC eignet sich nicht für jede Situation gleichermaßen. Wenn ein halber oder ganzer Kiefer mit Kronen versorgt werden muss, wird die Arbeit grundsätzlich an ein externes Labor gegeben, weil dort die komplexen Schritte sicherer und kontrollierter umgesetzt werden können. Auch Frontzahnkronen werden in der Regel ausgelagert, denn dieser Bereich ist ästhetisch besonders anspruchsvoll. Hier geht es um echte Feinarbeit, bei der ein Zahntechniker mit großer Erfahrung und viel Liebe zum Detail die individuellen Farbnuancen und Strukturen herausarbeitet. Das ist nichts, was sich in einer einzigen Sitzung realisieren lässt, und der Anspruch besteht darin, ein Ergebnis zu erzielen, das absolut natürlich wirkt und keinerlei Übergänge erkennen lässt. Die Motivation für CEREC liegt daher weniger in ästhetischen Vorteilen als vielmehr in der Kombination aus Schnelligkeit, Präzision und dem Wegfall eines Provisoriums. Die digitale Fertigung liefert eine sehr hohe Genauigkeit, und weil die endgültige Versorgung direkt eingesetzt wird, entfällt die oft problematische Phase mit einem Provisorium. Provisorien sind nie vollständig dicht, können herausfallen, brechen oder Empfindlichkeiten verursachen und sind insgesamt eher unkomfortabel. Mit einer Versorgung in einer Sitzung werden diese Risiken vermieden, und der Zahn profitiert davon. Sobald die Betäubung abgeklungen ist, kann der Patient ganz normal essen und seinen Tag fortsetzen“, betont Dr. Delschen.

Während einer CEREC-Behandlung laufen mehrere Schritte ab, die nahtlos ineinandergreifen und den gesamten Prozess von der Diagnostik bis zum fertigen Zahnersatz in einer einzigen Sitzung ermöglichen. 

Zu Beginn wird der Zahn mit einer Intraoralkamera in Echtzeit gescannt. Aus Millionen Messpunkten entsteht ein präzises 3D-Modell, das den klassischen Abdruck vollständig ersetzt. Auf dieser digitalen Grundlage wird die Restauration konstruiert: Die Software analysiert Zahnform, Kontaktpunkte und Biss, während der Behandler Krone, Teilkrone oder Inlay virtuell modelliert und anatomisch exakt anpasst. Anschließend fräst eine hochpräzise Schleifeinheit die Versorgung direkt aus einem Keramikblock, bevor sie poliert oder im Ofen gehärtet wird. Nach der Anprobe wird die Restauration dauerhaft eingeklebt und ist sofort belastbar. Der Patient verlässt die Praxis in derselben Sitzung mit einem perfekt passenden, endgültigen Zahnersatz – ohne Provisorium, ohne zweiten Termin und ohne Wartezeiten.

Hierzu macht Dr. Delschen deutlich: „Die digitale Diagnostik ermöglicht eine beeindruckend hohe Passgenauigkeit, die über das hinausgeht, was mit klassischen Abformungen erreichbar ist – obwohl auch die herkömmliche Zahnversorgung bereits ein sehr hohes Präzisionsniveau bietet. Bei konventionellen Abdrücken entsteht zunächst ein Negativabdruck, der anschließend mit Gips ausgegossen wird. Beide Materialien verändern sich minimal durch Schrumpfung oder Expansion, und jeder Zwischenschritt bringt kleine Ungenauigkeiten mit sich. Diese Prozesse sind gut aufeinander abgestimmt, aber eine vollkommen perfekte Übereinstimmung ist aufgrund der Materialeigenschaften schlicht nicht möglich. Beim digitalen Scan entfällt all das: Die Situation im Mund wird eins zu eins erfasst, ohne Umwege und ohne Materialveränderungen. Dadurch entsteht eine deutlich höhere Präzision. Meine Praxis arbeitet seit 2018 mit diesem System, und die Rückmeldungen der Patienten sind durchweg positiv. Sie schätzen vor allem, dass kein Abdruck mehr nötig ist, erkennen den Sinn der digitalen Vorgehensweise und freuen sich über die Schnelligkeit, weil sie nur einmal kommen müssen. Zusätzlich ergibt sich häufig eine Kostenersparnis gegenüber externen Laboren, die mehr Arbeitsschritte und damit mehr Zeit benötigen. Immer mehr Zahnarztpraxen bieten das Verfahren an – entwickelt wurde es bereits in den 1970er-Jahren, und im Zuge der Digitalisierung ist es heute kaum noch wegzudenken. In den USA wirbt sogar eine große Dentalkette damit, dass Patienten entscheiden können, ob sie einmal oder zweimal zum Zahnarzt gehen möchten. Das System nimmt die Bedürfnisse der Patienten ernst und erreicht dank jahrzehntelanger Weiterentwicklung eine Präzision, die ihnen unmittelbar zugutekommt“.


CEREC ist immer dann ideal, wenn ein einzelner Zahn oder wenige benachbarte Zähne mit einer vollkeramischen Restauration versorgt werden sollen. Die digitale Präzision und die Möglichkeit, in einer Sitzung zu arbeiten, sind in diesen Fällen ein großer Vorteil. 


Die digitale Diagnostik hat die moderne Zahnmedizin weit über das CEREC-System hinaus grundlegend verändert. Sie ist heute nicht mehr nur ein technisches Hilfsmittel, sondern ein integraler Bestandteil der Diagnostik, Planung und Therapie – und sie beeinflusst nahezu jeden Schritt einer Behandlung. Ihr größter Wert liegt darin, dass sie biologische Strukturen sichtbar macht, die mit bloßem Auge oder zweidimensionalen Verfahren kaum zu beurteilen wären, und dass sie Behandlungen planbarer, sicherer und vorhersagbarer macht.

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Die Anschaffung der nötigen Technik ist für eine Praxis durchaus ein größerer Schritt, denn es braucht eine komplette digitale Infrastruktur, um das System sinnvoll einsetzen zu können. Im Behandlungszimmer steht ein PC mit Monitor, an dem der Scanner beziehungsweise die Kamera angeschlossen ist, sodass der Scan direkt sichtbar wird. Sobald die Aufnahme abgeschlossen ist, wandert die Datei ins praxiseigene Labor. Dort steht eine große Fräsmaschine, in die die Keramikblöcke eingespannt werden. Zwei Fräsbohrer arbeiten von beiden Seiten gleichzeitig und schleifen die Restauration präzise aus dem Block heraus. Die Fräseinheit ist drahtlos mit dem Scanner verbunden, sodass die Daten ohne Umwege übertragen werden. Ergänzt wird das Ganze durch einen Brennofen, der auf über 1000 Grad erhitzt und bei Bedarf Glasuren oder weitere Oberflächenveredelungen in sehr kurzer Zeit aufbrennen kann. Für den Umgang mit dieser Technik braucht es allerdings eine solide Lernphase. Einfach loslegen funktioniert nicht, denn ohne fundierte Schulung führt die Arbeit schnell zu Frust. In der Praxis wird deshalb das halbe Team direkt zu Beginn intensiv fortgebildet, und neue Zahnärzte erhalten eine umfassende Ausbildung, bevor sie mit dem System arbeiten. Jeder im Team soll CEREC sicher beherrschen, denn erst mit Erfahrung macht die Arbeit wirklich Freude. Wer sich nicht ausreichend einarbeitet, gibt das System oft schnell wieder auf. Im Alltag verschwimmen die Grenzen zwischen klassischem Zahnersatz und CEREC zunehmend, weil digitale Scans auch für externe Labore genutzt werden und beide Wege ineinandergreifen. Viele Patienten kommen gezielt wegen CEREC, gerade wenn ihre bisherige Praxis das Verfahren nicht anbietet. Ein Beispiel ist eine Angstpatientin, die aus Portugal anreiste, unter Vollnarkose komplett mit CEREC versorgt wurde und am nächsten Tag wieder zurückflog – ein Fall, der zeigt, wie sehr die Methode auf Effizienz und Patientenkomfort ausgelegt ist“, hebt Dr. Delschen hervor und betont zum Abschluss unseres Gesprächs:

Für Menschen mit ausgeprägter Zahnarztangst ist die Behandlung in nur einer Sitzung tatsächlich eine ideale Lösung. Sie müssen nur einmal erscheinen, erhalten nur eine einzige Betäubung und gehen am selben Tag mit einer hochwertigen, langlebigen Versorgung nach Hause. Dadurch entfällt die Sorge vor weiteren Terminen, wiederholten Eingriffen oder einer langen Behandlungsphase. Gerade weil Angstpatienten oft lange nicht beim Zahnarzt waren und mehrere Baustellen gleichzeitig bestehen, ist es ein großer Vorteil, wenn sich viele Schritte in einem Termin bündeln lassen. Wird zusätzlich eine Vollnarkose eingesetzt, erleben sie den gesamten Ablauf gar nicht bewusst – sie schlafen ein und wachen mit fertigen, schönen Zähnen wieder auf“.

Herzlichen Dank, Herr Dr. Delschen, für diesen großartigen Einblick in die Behandlung mit CEREC!


  • Spezialist für Endodontologie, Zahnästhetik und Implantologie
  • Hohe Expertise in mikroskopischen Wurzelkanalbehandlungen
  • CEREC-Zahnersatz: vollkeramisch, abdruckfrei, in einer Sitzung
  • Moderne ästhetische Zahnheilkunde mit natürlichen, harmonischen Ergebnissen
  • Präzise Planung und Versorgung mit Zahnimplantaten
  • Schonende Behandlung von Angstpatienten
  • Breites Spektrum: Prophylaxe, Zahnschienen, Parodontitistherapie