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Sprunggelenksprothese und Arthrose: Eignung, Ablauf, Sport und Therapie

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Alexandra Pfitzmann · 10. August 2026

Wenn Arthrose am Sprunggelenk den Alltag spürbar einschränkt, tauchen schnell die entscheidenden Fragen auf: Wer profitiert wirklich von einem künstlichen Sprunggelenk, wie läuft die Implantation ab – und was bedeutet das für Bewegung, Sport und langfristige Lebensqualität? Gleichzeitig interessiert viele, welche modernen Therapieoptionen heute überhaupt zur Verfügung stehen.

Prof. Markus Knupp

Eine Sprunggelenksprothese kommt nur dann wirklich infrage, wenn eine ganze Reihe medizinischer, funktioneller und patientenspezifischer Faktoren zusammenpassen – und genau diese Kombination macht die Entscheidung so anspruchsvoll. 

Bei der Entscheidung zwischen gelenkerhaltenden Maßnahmen, einer Prothese oder einer Versteifung wird zunächst bedacht, dass künstliche Gelenke nur eine begrenzte Lebensdauer haben und Versteifungen häufig zu Folgeproblemen führen, weil die natürliche Beweglichkeit verloren geht. Deshalb wird – besonders bei Menschen unter 60 – immer geprüft, ob ein gelenkerhaltendes Vorgehen möglich ist.

Dabei spielen die individuellen Ansprüche und das Aktivitätsniveau eine große Rolle: Ein sehr aktiver Mensch würde ein künstliches Gelenk schneller abnutzen, während eine Versteifung die angrenzenden Gelenke stärker belastet“, hält Prof. Dr. Knupp zu Beginn unseres Gesprächs fest und erläutert die diagnostischen Maßnahmen: 

Zunächst wird das Bewegungsausmaß des Gelenks beurteilt. Ist es bereits stark eingeschränkt, stellt sich die Frage, ob ein Erhalt der Beweglichkeit überhaupt sinnvoll ist. Röntgenaufnahmen zeigen, wo der Gelenkverschleiß am stärksten ist. Ist das gesamte Gelenk betroffen, bringen gelenkerhaltende Eingriffe meist keinen Nutzen. Liegt der Schaden jedoch nur an einer Stelle, kann eine Korrektur der Belastung helfen – ähnlich wie bei einem schief abgefahrenen Reifen, dessen intakter Bereich gezielt stärker genutzt wird.

Solche Korrekturosteotomien werden dann erwogen, wenn weniger als die Hälfte der Gelenkfläche zerstört ist. Bei größeren Schäden tendiert die Entscheidung eher zu Versteifung oder Prothese. Wenn unklar ist, ob ein gelenkerhaltender Eingriff Erfolg verspricht, helfen zusätzliche Untersuchungen wie CT, MRT oder besonders das SPECT-CT. Diese zeigen, wie aktiv die Arthrose ist und wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein Erhalt des Gelenks tatsächlich Vorteile bringt.

Gerade bei jüngeren Betroffenen mit Arthrose, bei denen ein künstliches Gelenk möglichst lange hinausgezögert werden soll, liefert das SPECT-CT wichtige Hinweise darauf, ob ein gelenkerhaltender Eingriff sinnvoll und dauerhaft wirksam sein kann“. 


Ein SPECT‑CT (Single Photon Emission Computed Tomography- Computertomographie) ist eine Untersuchung, bei der zwei Bildgebungen miteinander kombiniert werden. Man kann sich das vorstellen wie zwei übereinandergelegte Karten: Die eine zeigt genau, wie der Körper aufgebaut ist (das macht das CT), die andere zeigt wo im Körper etwas besonders aktiv ist – also wo Entzündungen, Abnutzung oder andere Probleme „arbeiten“ (das macht die SPECT). Für die SPECT bekommt man eine kleine Menge eines schwach radioaktiven Stoffes gespritzt, der sich dort anreichert, wo im Gelenk oder Knochen gerade viel passiert. Das CT liefert dann die scharfen, anatomischen Bilder dazu. Beides zusammen ergibt ein sehr genaues Bild: Man sieht wo genau etwas weh tut und warum. So lässt sich viel besser einschätzen, welche Behandlung sinnvoll ist und ob ein Eingriff – zum Beispiel eine gelenkerhaltende Operation oder eine Prothese – wirklich helfen wird.


Bei Arthrose stehen nicht nur operative Eingriffe zur Verfügung. Bevor überhaupt über eine Operation nachgedacht wird, gibt es eine ganze Reihe konservativer Behandlungsmöglichkeiten, die darauf abzielen, Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu erhalten und den Alltag wieder leichter zu gestalten.

Dazu gehören Maßnahmen wie gezielte Physiotherapie, orthopädische Einlagen, spezielle Schuhe, entzündungshemmende Medikamente oder Injektionen ins Gelenk. Oft lassen sich Beschwerden damit über längere Zeit gut kontrollieren, sodass ein Eingriff erst viel später oder manchmal gar nicht notwendig wird. 

Wenn der Leidensdruck noch nicht sehr hoch oder die Arthrose weniger weit fortgeschritten ist, beginnt die Therapie meist mit einer Schuhanpassung. Gut gedämpfte Schuhe – heute oft problemlos durch moderne Sneakers erfüllt – können die Belastung deutlich reduzieren. Bei Fehlstellungen kommen Einlagen hinzu. Parallel dazu wird in der Physiotherapie die gelenkübergreifende Muskulatur gekräftigt, was nicht nur Beschwerden lindert, sondern auch eine mögliche spätere Operation erleichtert und die Rehabilitation beschleunigt.

Medikamentös können Schmerzmittel kurzfristig eingesetzt werden, allerdings nicht als dauerhafte Lösung. Ergänzend gibt es lokale Anwendungen wie Salben oder Pflaster sowie verschiedene Injektionstherapien. Diese werden unter Röntgenkontrolle durchgeführt und umfassen Kortison, Hyaluronsäure oder Eigenblutpräparate. All diese Maßnahmen können Beschwerden lindern und Zeit gewinnen, ersetzen aber bei fortgeschrittener Arthrose nicht die operativen Optionen wie gelenkerhaltende Eingriffe, Versteifung oder Prothese“, konstatiert Prof. Dr. Knupp und ergänzt: 

Übergewicht spielt bei der Entscheidung für eine Sprunggelenksprothese durchaus eine Rolle, auch wenn die wissenschaftliche Datenlage nicht eindeutig ist. Sehr hohes Körpergewicht bedeutet eine enorme Mehrbelastung für das Implantat: Bei jedem Schritt wirken das Drei- bis Vierfache des Körpergewichts auf die Prothese ein – bei mehreren tausend Schritten pro Tag entspricht das einer Dauerbelastung wie ein Güterzug, der immer wieder über das Gelenk rollt.

Ein hoher BMI ist jedoch keine absolute Gegenanzeige. Liegt er über 35, wird meist zu einer Gewichtsreduktion geraten, da sich Beschwerden durch weniger Belastung oft bereits deutlich verbessern können und eine Prothese unter Umständen gar nicht mehr notwendig wird“. 


Am meisten profitieren diejenigen Patienten, bei denen die Arthrose weit fortgeschritten ist, die Gelenk- und Weichteilverhältnisse eine stabile Implantation zulassen, die funktionellen Voraussetzungen stimmen und die gesundheitlichen Risiken gut kontrolliert sind. Ebenso wichtig ist eine klare, realistische Vorstellung davon, was ein künstliches Sprunggelenk leisten kann – und was nicht.


Die Entscheidung zwischen gelenkerhaltenden Maßnahmen, einer Sprunggelenksprothese oder einer Versteifung entsteht immer aus einer sorgfältigen Abwägung medizinischer Befunde, funktioneller Voraussetzungen und individueller Lebensumstände.

Prof. Markus Knupp

 Anatomisches Modell 

Für eine Sprunggelenksprothese müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, damit das Ergebnis stabil ist und die Betroffenen anschließend gut laufen können. Entscheidend ist zunächst das Bewegungsausmaß: Ein bereits sehr steifes Gelenk bleibt auch nach der Operation eher steif. Eine Prothese bringt oft nur fünf bis zehn Grad zusätzliche Beweglichkeit – ihr Hauptnutzen liegt in der deutlichen Schmerzreduktion, nicht in einer großen funktionellen Verbesserung. Wer seit vielen Jahren ein fast unbewegliches Gelenk hat, muss daher wissen, dass die Beweglichkeit auch nach dem Eingriff eingeschränkt bleibt. Wichtig ist außerdem die Qualität des Knochens.

Die Prothese braucht eine stabile Verankerung; größere Zysten oder Defekte müssen in der Planung berücksichtigt werden, da sie die Haltbarkeit beeinträchtigen können. Ebenso entscheidend sind Bänder und Sehnen: Sie müssen ausreichend stabil und funktionsfähig sein, denn im Gegensatz zur Versteifung ist die Prothese auf ein funktionierendes Weichteilumfeld angewiesen. Fehlfunktionen können rekonstruiert werden, entweder vor oder während der Operation, müssen aber zwingend eingeplant werden.

Schließlich spielt auch die Beinachse eine große Rolle. Liegt eine Fehlstellung vor – im Fuß, im Sprunggelenk oder sogar weiter oben am Knie oder Oberschenkel –, muss sie korrigiert oder in die Planung einbezogen werden. Eine schiefe Achse führt sonst zu einer verkürzten Lebensdauer der Prothese, weil sie ungleich belastet wird“, schildert Prof. Dr. Knupp. 


Moderne Sprunggelenksprothesen erreichen heute eine Haltbarkeit von etwa 15 bis 20 Jahren. Die älteren Modelle lagen eher bei 10 bis 15 Jahren, doch die neue Generation zeigt deutlich bessere Ergebnisse. Hüftprothesen halten inzwischen oft sogar bis zu 30 Jahre.


Die moderne Implantation eines künstlichen Sprunggelenks beginnt lange vor dem eigentlichen Eingriff und basiert heute auf einer präzisen digitalen Vorbereitung. 

Steht fest, dass alle Voraussetzungen für eine Sprunggelenksprothese erfüllt sind, beginnt die genaue Operationsplanung. Maßgefertigte Prothesen gibt es in diesem Bereich nicht, jedoch können bei komplexen Fällen individuell angepasste Schnittlehren hergestellt werden. Dafür wird eine Computertomographie durchgeführt, aus der ein 3DModell entsteht. Auf dieser Grundlage werden patientenspezifische Lehren gefertigt, die im OP eine besonders präzise Implantation ermöglichen – vor allem dann, wenn frühere Operationen oder alte Prothesen die anatomischen Orientierungspunkte verändert haben.

Die Operation selbst dauert meist zwischen einer und eineinhalb Stunden, abhängig von der Komplexität. Die Betroffenen erhalten eine Regionalanästhesie oder eine kurze Narkose. Direkt nach dem Eingriff sorgt ein Schmerzkatheter dafür, dass das Gelenk in den ersten 24 Stunden praktisch schmerzfrei bleibt. Am OPTag bleiben die Patienten im Bett oder stehen kurz auf; bereits am nächsten Tag dürfen sie das Bein voll belasten und mit der Physiotherapie beginnen.

Für drei bis sechs Wochen wird eine Orthese getragen, in der ebenfalls voll belastet werden darf. In den ersten zwei Wochen sollte die Gehzeit begrenzt werden, damit die Wunde gut heilt und der Fuß nicht zu stark anschwillt“, erläutert Prof. Dr. Knupp und führt weiter aus: 

Nach sechs Wochen erfolgt eine Röntgenkontrolle. Ist die Prothese gut eingeheilt, kann wieder im normalen Schuh gegangen werden, auch wenn der Fuß oft noch ein bis zwei Monate geschwollen bleibt. Nach drei bis vier Monaten sind die meisten Alltagsaktivitäten wieder möglich. Größere Belastungen wie Wandern, Skifahren oder Golfen sind in der Regel nach dieser Zeitspanne ebenfalls realistisch.

Für bestimmte Sportarten gelten Einschränkungen: Skifahren ist meist problemlos, Snowboarden sollte im ersten Jahr vermieden oder nur im Hartschalenschuh durchgeführt werden. StopandGoSportarten wie Tennis oder Badminton sind besser im Doppel als im Einzel geeignet. Im Fitnessstudio sollte auf Beinpressen verzichtet werden. Radfahren ist nach acht Wochen erlaubt, Klickpedale jedoch erst nach vier bis sechs Monaten, da sie höhere Scher- und Zugkräfte erzeugen“.

Prof. Markus Knupp

nach der OP Röntgen 


Die Behandlungsmöglichkeiten unterscheiden sich vor allem darin, ob sie die Gelenkfunktion erhalten oder ersetzen, wie stark sie Schmerzen reduzieren und welche Belastungen langfristig möglich bleiben. Während konservative Maßnahmen Beschwerden lindern, ohne die Gelenkstruktur zu verändern, können gelenkerhaltende Operationen die Mechanik verbessern und das Fortschreiten der Arthrose verlangsamen. Bei fortgeschrittener Schädigung liefern Prothese und Versteifung die zuverlässigsten Ergebnisse – die Prothese mit dem Vorteil erhaltener Beweglichkeit, die Versteifung mit maximaler Stabilität.


In den vergangenen zwanzig Jahren hat sich in der Sprunggelenkschirurgie enorm viel getan. Sowohl die Art und Weise, wie operiert wird, als auch die Prothesen selbst haben einen deutlichen Entwicklungssprung gemacht. Was früher oft mit größeren Unsicherheiten, weniger präzisen Techniken und einer deutlich höheren Rate an Restbeschwerden verbunden war, ist heute ein hochstandardisiertes, technisch ausgereiftes Verfahren mit wesentlich besseren Ergebnissen. Moderne Implantate sind langlebiger, die Operationen präziser planbar und die Resultate für die Patienten insgesamt deutlich verlässlicher als noch vor zwei Jahrzehnten.

Hierzu kommentiert Prof. Dr. Knupp: „Früher mussten Betroffene damit rechnen, dass nach dem Eingriff bei 30 bis 50 Prozent weiterhin Beschwerden bestehen. Vor rund zehn Jahren lag dieser Anteil noch bei etwa einem Drittel. Mit der neuen Prothesengeneration, die seit 2016/2017 eingesetzt wird, erreichen die Ergebnisse inzwischen ein Niveau, das mit modernen Knieprothesen vergleichbar ist. Nur noch etwa 15 Prozent der Patienten berichten, dass sie zwar eine deutliche Besserung spüren, sich aber ein noch besseres Ergebnis erhofft hätten; die große Mehrheit ist sehr zufrieden.

Die verwendeten Materialien haben sich ebenfalls bewährt. Der Hauptanteil der Prothese besteht aus Titan und ist damit auch für Menschen mit Nickelallergie geeignet. Ein kleiner Teil ist nickelbeschichtet, was nach aktuellem Wissensstand jedoch keine Probleme verursacht. Zwischen den metallischen Komponenten liegt ein PolyethylenElement, das die Funktion des Knorpels übernimmt und für die Gleitbewegung im Gelenk sorgt“. 

Die Haltbarkeit einer Sprunggelenksprothese hängt von einem Zusammenspiel aus biologischen, mechanischen und patientenbezogenen Faktoren ab. Entscheidend ist zunächst die präzise Positionierung der Prothese, denn selbst kleine Abweichungen in der Achse oder im Winkel können langfristig zu ungleichmäßiger Belastung, frühzeitigem Abrieb oder Lockerungen führen. 

Sprunggelenksprothesen haben heute eine Standzeit von etwa 15 bis 20 Jahren. Viele ältere Modelle müssen inzwischen ausgetauscht werden, was naturgemäß zu einer steigenden Zahl an Revisionsoperationen führt. Solche Eingriffe sind anspruchsvoll, profitieren aber deutlich von moderner Planungstechnik und individuell angefertigten Schnittlehren. Dadurch lassen sich Prothesen heute wesentlich präziser ersetzen als früher, was auch dazu beiträgt, dass man jüngeren Patientinnen und Patienten eher eine Prothese anbieten kann – die Revision ist inzwischen verlässlicher durchführbar. Trotzdem gilt: Wer Sprunggelenksprothesen implantiert, sollte viel Erfahrung haben.

Mindestens zwanzig Primärprothesen pro Jahr gelten als Richtwert, um die nötige Routine und Sicherheit zu gewährleisten. Während unkomplizierte Erstimplantationen meist gut beherrschbar sind, erfordern komplexe Fälle oder der Austausch einer Prothese ein hohes Maß an chirurgischem Können. Da nur wenige Zentren Sprunggelenksprothesen anbieten, kommen viele Betroffene mit Problemen oder Revisionsbedarf gezielt dorthin. Manche wurden bereits anderswo operiert, andere werden von ihren Operateuren überwiesen, wenn eine Revision notwendig wird.

Die Versorgung solcher Fälle gehört zum Kernauftrag spezialisierter Zentren, die sowohl die Primärversorgung als auch die komplexen Folgeeingriffe übernehmen“, macht Prof. Dr. Knupp deutlich. 


Die Haltbarkeit einer Sprunggelenksprothese hängt maßgeblich von präziser Operationstechnik, stabilen anatomischen Voraussetzungen, kontrollierter Belastung und konsequenter Nachbehandlung ab. Werden diese Faktoren erfüllt, steigen die Chancen deutlich, das Gelenk langfristig schmerzfrei und funktionell stabil zu erhalten.


Im spezialisierten Zentrum „Mein Fusszentrum Basel“ werden jährlich rund 50 bis 60 Sprunggelenksprothesen eingesetzt – eine für dieses hochspezialisierte Gebiet bemerkenswert hohe Zahl. Zum Vergleich: In der gesamten Schweiz werden pro Jahr etwa 200 solcher Eingriffe durchgeführt. Das Zentrum trägt damit einen erheblichen Anteil zur nationalen Versorgung bei und gehört zu den erfahrensten Adressen auf diesem Gebiet. 

Revisionsoperationen – also der Austausch einer alten oder problematischen Prothese – machen davon etwa fünf bis zehn Fälle pro Jahr aus. Diese Eingriffe umfassen ein breites Spektrum: Prothesen, die nach vielen Jahren ihre Lebensdauer erreicht haben, Implantate, die nie richtig funktioniert haben, oder akute Komplikationen wie Infektionen oder Wundheilungsstörungen. Die größten Herausforderungen entstehen bei Patienten mit vielen Voroperationen, häufig nach schweren Unfällen in jungen Jahren.

Diese Fälle erfordern eine besonders sorgfältige Planung und oft die enge Zusammenarbeit mit plastischer Chirurgie und Infektiologie. Technisch hat sich die Situation jedoch stark verbessert: Moderne Hilfsmittel, präzise Planung und personalisierte Schnittlehren haben die früher oft freihändig durchgeführten Eingriffe deutlich sicherer und genauer gemacht. Künstliche Intelligenz spielt vor allem in der Planung eine Rolle, etwa bei der Erstellung individueller Schnittführungen. Robotik, wie man sie aus der Hüft- und Kniechirurgie kennt, ist am Fuß aufgrund der komplexen Anatomie noch nicht etabliert, wird aber langfristig erwartet.

Fortschritte gibt es auch in der Bildgebung: Belastungs-CTs helfen heute besser einzuschätzen, welche Patienten tatsächlich von einer Prothese profitieren und wer eher eine andere Behandlung benötigt. Der Standort Basel gilt als traditionsreiches Zentrum der Sprunggelenksprothetik mit über zwanzig Jahren Erfahrung und wissenschaftlicher Begleitung vieler Fälle. Diese lange Expertise zieht auch Patienten aus dem Ausland an, insbesondere bei komplexen Situationen, die eine spezialisierte Versorgung erfordern“, betont Prof. Dr. Knupp, und damit beenden wir unser Gespräch. 


- International anerkannter Sprunggelenk‑Spezialist — über 20 Jahre operative Erfahrung, mehrere tausend Eingriffe

- Fokus auf Sprunggelenksarthrose — differenzierte Entscheidungsfindung zwischen Gelenkerhalt, Prothese und Arthrodese, Einsatz modernster Technik wie 3D‑Planung und patientenspezifischer Instrumente

- Spezialist für Sprunggelenksversteifungen (Arthrodesen) — bewährte Option bei Fehlstellungen, Instabilität oder komplexer Arthrose

- Komplexe Umwandlungsoperationen — Wechsel von Versteifung zu Prothese und umgekehrt, hohe biomechanische Expertise

- Rekonstruktive Sprunggelenkchirurgie — vollständiges Spektrum inkl. Revisionen und anspruchsvoller Korrektureingriffe

- Wissenschaftlich ausgewiesener Experte — Professor an der Universität Basel, zahlreiche Publikationen, prägt die Weiterentwicklung der Sprunggelenkchirurgie

- Moderne Infrastruktur in Basel — interdisziplinäres Team, hochpräzise Diagnostik, strukturierte OP‑Planung und Nachsorge

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Über den Fachautor

Alexandra Pfitzmann

Redakteurin

Alexandra Pfitzmann – Medizinische Fachautorin: Expertenwissen, Fachbeiträge und medizinische Inhalte im Leading Medicine Guide.

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