Gesund sein, gesund bleiben – warum ist das manchmal so schwer?

Gesundheit – ein Zustand körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens und oftmals als Gegenbegriff zu Krankheit gebraucht. Gesundheit ist keine statische Größe, die man entweder hat oder die einem fehlt. Sie ist viel zu komplex, um sie gänzlich verstehen und erklären zu können! Viel zu häufig kommt es vor, dass uns Erkrankungen ganz plötzlich überraschen, uns aus der Bahn werfen, ohne Vorwarnung und Rücksicht. Eine Krankheit kann selbst den gesündesten Menschen treffen.

Dennoch haben wir vieles selbst in der Hand!

Gesundheit muss immer ganzheitlich betrachtet werden. Verschiedene Krankheiten sind oft ein schleichender Prozess, den wir allein durch einen gesunden Lebensstil stoppen oder wenigstens verlangsamen können. Aber auch während einer Erkrankung oder unmittelbar nach der Genesung können wir Kräfte aufbauen, die unser Immunsystem stärken.

Viele Menschen werden leider oft erst wachgerüttelt, wenn sie bereits krank geworden sind. Manchmal ist das dann zu spät! Prävention ist wichtiger denn je und Vorbeugen ist immer besser als Heilung.

Gesundheit kann beispielsweise gefördert werden durch

  • die richtige Nahrung
  • ausreichend Bewegung
  • genügend Schlaf, Ruhe und Entspannung
  • das soziale Umfeld und
  • entsprechende Umweltfaktoren

Weitere Einflussfaktoren: Gedanken

Selbst Gedanken (unsere Psyche) spielen beim Thema Gesundheit eine sehr wichtige Rolle. Wir können uns gesund denken: Glücksempfindungen, Geborgenheit, Vertrauen und andere positive Gefühle stärken unser Immunsystem und haben einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit. Mit der Entstehung von Gesundheit haben sich spätestens seit dem Medizinsoziologen Antonovsky, der den Begriff Salutogenese – als Komplementärbegriff zur Pathogenese – geprägt hat, zahlreiche weitere namhafte Mediziner auseinandergesetzt.

Unser Darm

Wie einflussstark unser Darm (und die darin enthaltenen Mikroben und Bakterien) auf unsere Gesundheit ist, zeigen ebenfalls neueste Studien und Gesundheits-Ratgeber.

     

Einige Menschen haben derartige Widerstandsfähigkeiten, die sie durch schwere Zeiten tragen, die sie aber vor allem in dieser Zeit aktivieren und noch nochweiter ausbauen (-> Resilienz).

Warum fällt es einigen trotzdem schwer, auf einen gesunden Lebensstil zu achten?

Die meisten von uns wissen um die positive Wirkung von bestimmten Faktoren wie Sport, Schlaf und gesunden Lebensmitteln und trotzdem bleiben gute Vorsätze nur Wunschvorstellungen. Die meisten Menschen hierzulande nehmen sich (meist um den Jahreswechsel herum) vor, weniger Stress und mehr Zeit zu haben, weniger Alkohol zu trinken oder mehr Sport zu treiben. Viele Menschen möchten ihr Leben der Gesundheit zuliebe gerne ändern. Dennoch ist jeder zweite Deutsche laut DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) zu dick.

„59% der Männer und 37% der Frauen sind übergewichtig […] Männer sind besonders häufig zu dick.“ (DGE Pressemeldung 03/2017)

Ausreden trotz genügender Angebote

Laut Ernährungsstudie der TK (hier finden Sie die Studie als PDF) will sich fast jeder zweite Befragte endlich gesünder ernähren, doch meist scheitert es am alltäglichen Stress und Zeitmangel.  Dann bringt auch der gute Wille nichts, sich wenigstens im Fitnessstudio anzumelden – die Mitgliederzahl klettert bundesweit aktuell auf eine Rekordhöhe mit 12. Mio Anmeldungen – wenn dafür während der Woche einfach keine Zeit bleibt. Mehr als die Hälfte der Mitglieder sind sogenannte Karteileichen. Sie zahlen zwar fleißig ihre Mitgliedschaftsgebühr, lassen sich dennoch kaum im Fitnessstudio blicken.

Ausreden wie „gesund essen schmeckt nicht“ oder „draußen joggen ist zu gefährlich“ erschweren natürlich die Verhaltensänderung und tragen nicht unbedingt zu einem gesünderen Lebensstil bei. An sportlichen Freizeitangeboten oder gesunden Rezeptvorschlägen dürfte es eigentlich nicht mangeln: Märkte, Discounter, Lebensmittelladen und selbst Drogerien bieten mittlerweile zahlreiche attraktive Produkte an, die unsere Gesundheit bereichern können. Vereine, Fitness Studios, ja selbst Online-Fitness-Kurse, die man theoretisch Zuhause, ganz bequem und jederzeit nutzen könnte, sind schnell unattraktiv.


Kennen Sie diese versteckten Dickmacher im Alltag?

  1. Stress ist Dickmacher No. 1 – dennoch machen wir uns mehr Stress als denn je
  2. Zu wenig Schlaf ist nichts, womit man sich heute noch brüsten kann. Schlafmangel macht krank, hungrig und dick.
  3. Vermeintlich gesunde Lebensmittel machen schnell wieder hungrig oder entpuppen sich als wahre Kalorienbomben: Nüsse sind gesund – ja, aber nur wenn Sie diese in Maßen (eine Handvoll genügt) genießen. Schlemmen Sie nicht das ganze Pesto-Glas leer, darin sind nicht nur Kräuter enthalten. Löschen Sie Ihren Durst nicht mit Smoothies, so viel Obst können Sie in Rohform normalerweise gar nicht essen. Viele Müsli(riegel) enthalten oft versteckten Zucker und fettarmer Joghurt hat zwar weniger Fett, kann aber trotzdem dick machen, wenn Sie ständig zur Sorte mit Früchten und Zucker greifen, usw.
  4. Treiben Sie viel Sport und nehmen dennoch nicht (mehr) ab? Dann hat sich ihr Körper vermutlich schon an die Intensivität gewöhnt und den Stoffwechsel darauf angepasst. Um einer Stagnation vorzubeugen, wechseln Sie öfters das Trainingsprogramm und probieren Sie gern mal etwas Neues aus.

Keine Lust auf Zuviel

Vielleicht ist es das Überangebot, das Zuviel an Möglichkeiten, leckeren Angeboten, widersprüchlichen Informationen und Meinungen, die uns einfach manchmal verwirren. Wenn wir in unserer Freizeit auch noch müssen und sollen und uns allezeit vorgegaukelt wird, was uns noch alles fehlt, ist es kein Wunder, wenn wir irgendwann keine Lust mehr auf eine stets gesunde Lebensführung haben.

Gesundheit wird plötzlich anstrengend!

Gesundheit wird von vielen irgendwann als anstrengend empfunden. Nimmt man sich vor, fortan gesünder zu sein, muss man ständig aufpassen! Es geht dann nicht um Geschmack oder das schöne Beisammen mit seinen Liebsten, sondern um Kalorientabellen oder das Verfolgen einer bestimmten Ernährungsform. Haben wir zudem zu viel Berufsstress, ist es manchmal einfach mühsam, im überfüllten Supermarkt sorgfältige Entscheidungen zu treffen (wenn die Routine noch nicht da ist)! Auch Sport ist dann nicht mehr das befreiende Gefühl am Feierabend, sondern das anstrengende Ich-muss-noch-was-tun-Denken. Nicht selten kommt noch der Leistungsgedanke hinzu, seine Trainingszeiten ständig zu optimieren und bessere Ergebnisse zu erzielen.

Gesund sein und bleiben sollte Spaß machen, solange wir die Gesundheit noch selbst beeinflussen können. Denken Sie um: Treiben Sie Sport, der Ihnen wirklich Spaß macht, finden Sie heraus, welche Form von Bewegung Ihnen am meisten zusagt – fernab von Trends und gesellschaftlichen Vorgaben. Hören Sie auf Ihren Körper: Manchmal verlangt er nach mehr Ruhe, einer Umarmung oder einem zweiten Paar Socken. Nicht immer ist uns die Quelle für unser momentanes Unwohlsein bewusst. Einige verwechseln sogar Durst mit Hunger. Oft aber ist es nur die Müdigkeit, Frieren, fehlendes Sonnenlicht oder einfach nur die Lust auf ein schönes warmes Bad.

Achten Sie bewusst darauf – es wird Ihrer Gesundheit mit Sicherheit gut tun!

 

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