Magnesium – der Tausendsassa unter den Spurenelementen?

Wir alle kennen diese Bilder: Nach 120 Minuten geht es bei der Fußball-WM-Endrunde ins Elfmeterschießen und unsere Lieblinge, die Hoffnungsträger der Nation, liegen wie Käfer auf dem Rücken – das Gesicht verzerrt von schmerzhaften Muskelkrämpfen in den Beinen. Als Zuschauer fragt man sich: Wieso nehmen die nicht einfach Magnesium und holen den Pokal nach Hause? Da kommt dann schon mal der Gedanke auf: Wirkt Magnesium denn überhaupt bei Muskelkrämpfen?

Zur Wirkung von Magnesium gibt es zwei Lager, die sich gegenüberstehen: die einen schwören darauf, die anderen halten das ganze Getue um Magnesium für völlig übertrieben. Unbezweifelt ist, dass Magnesium im menschlichen Körper als Elektrolyt, das elektrischen Strom leiten kann, eine wichtige Rolle bei der Steuerung von Nerven und Muskeln spielt. Wer an Magnesiummangel leidet, kann Muskelkrämpfe entwickeln. Es wäre also nachvollziehbar, wenn Magnesium gegen Krämpfe wirkt. Tatsächlich ist die Wirksamkeit von Magnesium durch wissenschaftliche Studien jedoch nicht eindeutig bewiesen. Bei dem einen wirkt es gegen Muskelkrämpfe, bei dem anderen nicht.

Das „Schweizer Messer“ bei den Mineralstoffen

Magnesium ist für mehr als 300 verschiedene Stoffwechselprozesse in unserem Körper verantwortlich. Der Mineralstoff stellt Energie bereit, beugt chronischer Müdigkeit und Erschöpfung vor, fördert die normale Funktion des Nervensystems und kann auch bei Migräne, prämenstruellen Beschwerden und bei Diabetes helfen. Magnesium hilft auch, Stress abzubauen. Außerdem ist es sehr günstig und es ist (bei richtiger Menge) gut verträglich. Man kann also kaum etwas falsch machen, wenn man sich Magnesium zuführt.

Sowieso ist es sinnvoll, Magnesium in ausreichender Menge als Prophylaxe zu sich zu nehmen. Denn der Organismus kann Magnesium nicht selbst herstellen. Es muss täglich mit der Nahrung aufgenommen werden und zählt zu den wichtigsten Mineralstoffen für den menschlichen Körper. Magnesium steckt unter anderem in Nüssen, Bananen, Milch, Vollkornprodukten und Gemüse, zum Beispiel Grünkohl. Natürlich kann man es aber auch als Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen.

Immer wieder für eine Überraschung gut

Magnesium hat schon lange den Ruf, bei vielen unterschiedlichen Beschwerden zu helfen. Und doch gibt es immer wieder etwas, mit dem der Mineralstoff seine Vielseitigkeit aufs Neue bestätigt. Seit längerem ist bekannt, dass Magnesium auch wichtige Gehirnfunktionen unterstützt. Das Gehirn braucht Magnesium, um richtig zu funktionieren. So wirkt sich Magnesium positiv auf das Konzentrationsvermögen und die Gedächtnisleistung aus. Seit neuestem aber gibt es Hinweise darauf, dass Magnesium sogar bei Demenzerkrankungen hilft. Und zwar in Form einer bestimmten Magnesiumverbindung, die sich Magnesium-L-Threonat nennt.

Wundermittel gegen Demenz?

Magnesium-L-Threonat kann die Blut-Hirn-Schranke passieren und eine Gedächtnisschwäche ausgleichen. In einer wissenschaftlichen Studie konnte gezeigt werden, dass sich unter dem Einfluss von Magnesium-L-Threonat sowohl das Kurzzeitgedächtnis als auch das Langzeitgedächtnis verbessert. Die Synapsen im präfrontalen Kortex und im Hippocampus werden im fortgeschrittenen Alter oft weniger und sind bei Demenzerkrankungen wie Alzheimer sogar deutlich reduziert. Diese Schaltstellen hatten unter Gabe von Magnesium-L-Threonat jedoch wieder zugenommen, wie die Studie zeigen konnte.

Vielleicht ist es deshalb in Zukunft bald möglich, Magnesium-L-Threonat zur Prävention gegen Demenz und eventuell sogar zur Behandlung von Demenzerkrankungen einzusetzen.

Magnesium könnte also seinen Ruf als Wundermittel weiter festigen. Wahrscheinlich wirkt es nicht nur im Kopf Wunder, sondern auch in den Beinen, wenn diese von Muskelkrämpfen gepeinigt werden. Bleibt nur zu hoffen, dass bei der nächsten Fußball-WM der Mannschaftsarzt genügend Magnesium parat hat – und dass es bei dem ein oder anderen Spieler tatsächlich gegen Muskelkrämpfe hilft.

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Bildquelle: (c) Adobe Stock LMG19

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