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Aufbau und Funktion der Haut – Funktion der Haut und Hautschichten

25.03.2026
Leading Medicine Guide Redaktion
Autor des Fachartikels
Leading Medicine Guide Redaktion

Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers und erfüllt essenzielle Aufgaben für den Schutz und die Regulation. Der Aufbau und Funktion der Haut basiert auf mehreren Hautschichten, darunter Epidermis, Dermis und Subkutis. Die Oberhaut, auch Epidermis genannt, enthält wichtige Zellen wie Keratinozyten und bildet die schützende Hornschicht.

In der Lederhaut befinden sich Blutgefäße, Schweißdrüsen und Talgdrüsen, die zahlreiche Funktionen übernehmen. Die Unterhaut besteht überwiegend aus Bindegewebe und Fettgewebe und dient als Energiespeicher sowie Polsterung. Die Haut schützt den Körper vor Umwelteinflüssen, UV-Strahlung und Krankheitserregern. Gleichzeitig reguliert sie die Temperatur durch Schwitzen und ist ein wichtiges Sinnesorgan. Der Aufbau und Funktion der Haut zeigt, wie komplex und lebenswichtig dieses Organ ist und wie belastend Hauterkrankungen sein können. 

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Die Haut ist das größte Organ des Menschen und besteht aus drei Hautschichten: Epidermis, Dermis und Subkutis. Der Aufbau und Funktion der Haut ermöglicht Schutz vor äußeren Einflüssen und Krankheitserregern. Talgdrüsen und Schweißdrüsen regulieren wichtige Prozesse wie Schwitzen und Hautschutz. Die Haut reagiert auf Umwelteinflüsse und spielt als Sinnesorgan eine zentrale Rolle.

Artikelübersicht

Die Haut besteht aus verschiedenen Schichten

Die Haut setzt sich aus der Oberhaut (Epidermis), Lederhaut (Dermis, auch Corium) und Unterhaut (Subcutis) zusammen.

Querschnitt der Haut_KI gerneriert

Die Oberhaut

Die Oberhaut ist die oberste, verhornende Plattenepithelschicht. Sie ist mehrschichtig. Oberflächlich schließt sie nach außen mit der Hornschicht (dem sogenannten Stratum corneum) ab. Die Hornschicht verhindert ein Eindringen von krankheitserregenden Keimen wie Bakterien, Viren und Pilzen. Sie ist an mechanisch stark beanspruchten Bereichen wie der Fußsohle, Ferse oder Handfläche besonders dick, weshalb in diesen Bereichen auch von Hornhaut gesprochen wird.

Unter der Hornschicht liegt die Keimschicht. In dieser werden kontinuierlich neue Zellen gebildet (Regeneration). Diese wandern nach außen an die Oberfläche und verhornen dort nach und nach, bis sie als Hornschuppen abgestoßen werden.

In den tieferen Zellschichten der Epidermis befinden sich die pigmentbildenden Zellen – die sogenannten Melanozyten. Diese determinieren mit dem von ihnen produzierten Melanin, einem schwarz-braunen Pigment, den Hauttyp. In der Epidermis befinden sich darüber hinaus die Langerhans-Zellen. Diese sind bedeutend für die Immunreaktion der Haut.

Die Lederhaut

Die Lederhaut setzt sich aus einem Geflecht zugfester, kollagener und elastischer Fasern zusammen. In den oberen Lagen liegen sogenannte Papillen, die in die Oberhaut hineinreichen und so Oberhaut und Lederhaut miteinander verzahnen.

In der Lederhaut befindet sich die Mehrzahl der Sinnesorgane der Haut. Hierzu gehören unter anderem die für den Tastsinn und die Berührungsempfindung verantwortlichen Meißner-Körperchen sowie freie Nervenenden zur Schmerzempfindung. Während die Oberhaut über keine Gefäße verfügt, enthält die Lederhaut viele feine Kapillaren, die insbesondere an der Regulierung des Wärmehaushalts beteiligt sind.

Die Unterhaut

Die Unterhaut besteht aus lockerem, fettgewebsreichem Bindegewebe (Unterhautfettgewebe). Dieses ist individuell und regional sehr verschieden ausgeprägt und dient vorrangig als Fettspeicher. Die Unterhaut verbindet zudem die Haut mit der die Muskulatur überziehenden Körperfaszie (Bindegewebshülle).

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Bestandteile der Haut

Die Haare der Haut

Haare stellen zugfeste und zugleich biegsame Hornfäden dar. Sie befinden sich in einer Epidermistasche, mit der sie sich in die Unterhaut einsenken. Der Haarschaft zeigt im unteren Bereich eine Schwellung (Haarzwiebel) auf, die einer bindegewebigen Haarpapille aufsitzt (Wachstumszone).

Zudem befinden sich an dieser Stelle Melanozyten, die Pigment bilden und dieses in das Haar einlagern. Am Haarschaft befinden sich seitlich Haarbalg- und Talgdrüsen. Diese sezernieren ein öliges Sekret, das dem Haar Geschmeidigkeit verleiht und Behaarung und Haut vor Keimen (Bakterien) schützt.

Weitere Drüsen der Haut

Neben den Talgdrüsen verfügt die Haut über Schweiß- und Duftdrüsen. Die aus einem Drüsenknäul bestehenden Schweißdrüsen liegen im Übergangsbereich zwischen Leder- und Unterhaut. Sie verfügen über einen langen Ausführungsgang, der bis an die Hautoberfläche führt.

Die Schweißdrüsen bilden mit dem Schweiß ein saures Sekret, das das Wachstum von Bakterien auf der Hautoberfläche hemmt (= Säureschutzmantel). Schweiß besteht vor allem aus Salzen. Aber auch Stoffwechselsabfallprodukte wie Harnstoff, Harnsäure, Ammoniak und verstoffwechselte Medikamente werden mit dem Schweiß ausgeschieden.

Ferner sind die Schweißdrüsen für die Temperaturregulierung bedeutend. In der Haut der Achselhöhlen sowie im Bereich der Kopfbehaarung und im Schambereich liegen die Duftdrüsen. Diese liegen als größere Ansammlungen vor und sondern in der Pubertät ein alkalisches Sekret ab. 

Die Hautrezeptoren

In der Haut befinden sich unterschiedliche Rezeptoren zur Wahrnehmung von Reizen: 

  • mechanische Reize (Mechanorezeptoren)
  • Temperatur (Thermorezeptoren)
  • Schmerz (Nozizeptoren)

Die von den Mechanorezeptoren, Thermorezeptoren und Nozizeptoren aufgenommen Reize werden in sogenannte Aktionspotenziale umgewandelt und in die Nervenfasern geleitet. Dabei gelangen die Reize aus einem Hautstreifen immer in ein jeweils ihnen zugeordnetes Segment des Rückenmarks. Finden Sie einen Spezialisten für Ihr Anliegen. 

Die Mechanorezeptoren

Über die Mechanorezeptoren wird ein Großteil der Oberflächensensibilität wie Berührungs-, Druck-, Kitzel- und Vibrationswahrnehmung vermittelt. Die Mechanorezeptoren befinden sich in unterschiedlichen Hautschichten und sind verschieden aufgebaut. Zu den Mechanorezeptoren gehören:

  • Merkel-Tastscheiben in der tiefsten Schicht der Oberhaut: Sie sind für das Druckempfinden verantwortlich und leiten bei leichtem Druck Impulse zum Gehirn.
  • Meißner-Körperchen in kleinen Vorwölbungen (Papillen) der Lederhaut: Sie kommen insbesondere in den Fingerspitzen vor und sind als Organe des Tastsinns ebenfalls für die Druckwahrnehmung verantwortlich.
  • Vater-Pacini-Körperchen in der Unterhaut: Diese vergleichsweise großen Mechanorezeptoren vermitteln Vibrationsempfindungen.
  • Nervengeflechte (Dendriten) um die Haarwurzeln registrieren Berührungen.
  • freie Nervenendigungen in der Lederhaut (teilweise in die Oberhaut hineinreichend): Sie registrieren insbesondere starke, spitze Reize.

Die Thermorezeptoren

Die Thermorezeptoren liegen als freie Nervenendigungen in der Haut und im Körperinneren. Ihre Dichte ist im Vergleich zu den Mechanorezeptoren sehr viel geringer. Sie werden in Kalt- und Warmrezeptoren unterschieden. Sie tragen zur Temperaturerfassung und -regulierung des Körpers bei.

Nozizeptoren (Schmerzrezeptoren)

Nozizeptoren sind als freie Nervenendigungen für die Schmerzempfindung verantwortlich. Über die Haut wird insbesondere der Oberflächenschmerz vermittelt. Generell können alle Umwelteinflüsse, die zu einer Gewebeschädigung führen, einen Schmerzreiz auslösen. Hierzu gehören vor allem mechanische Reize (u. a. Schnittwunden), aber auch hohe Temperaturen (Zerstörung von Körpereiweiß ab 45 °C) und chemische Stoffe (u. a. Säuren).

Die Funktionen der Haut im Überblick

Als Austausch- und Schutzfläche zwischen Körper und Umwelt kommt der Haut eine Reihe von Funktionen zu. Zu diesen gehören:

Sinnesfunktion: Über die Haut werden thermische und mechanische Reize sowie Schmerz über eine Reihe von Rezeptoren wahrgenommen.

Schutzfunktion: Die Haut gewährleistet den passiven Schutz des Körpers vor potenziell schädigenden Umwelteinflüssen. Hierzu gehören insbesondere Wärme, Kälte, Stoß, Druck, Reibung und Strahlung. Darüber hinaus schützt sie aktiv durch ihre Beteiligung an der Immunabwehr.

Speicherorgan: Die Haut speichert Fettgewebe und ist damit ein wichtiger Energiespeicher.

Wärmehaushalt: Die Haut sorgt für den Wärmeausgleich, indem sie ihre Hautgefäße verengt oder erweitert. Sie ist damit an der Regulation von Körpertemperatur und Kreislauf beteiligt. Bei hoher Außentemperatur erweitern sich die feinen Gefäße und die stärker durchblutete Haut erwärmt sich.

Dadurch wird Wärme an die kühlere Außenluft abgegeben. Bei kälteren Temperaturen verengen sich die feinen Gefäße dagegen. Es wird weniger Wärme an die Außenluft abgegeben und der Wärmeverlust ist verringert.

Ausscheidungsfunktion: Über die Abgabe verschiedener Drüsensekrete wie Talg und Schweiß werden Wasser, Salz und Stoffwechselabfallprodukte über die Haut ausgeleitet. Zugleich ist sie damit an der Regulierung des Wasser- und Salzhaushalts beteiligt.

Bei Problemen wie Allergien lohnt es sich, eine professionelle Beratungsstelle oder einen Spezialisten aufzusuchen. 

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Die häufigsten Hauterkrankungen

Erkrankungen der Haut (Dermatosen) werden von einem Facharzt für Dermatologie behandelt. Zu den häufigsten Erkrankungen gehören:

  • Fußpilz
  • Akne
  • Pigmentstörungen wie Sommersprossen, Altersflecken oder Weißfleckenkrankheit
  • übersteigertes Schwitzen (Hyperhidrose)
  • gutartige Hauttumoren wie Atherome (Grützbeutel), Seborrhoische Keratose (Alterswarze), Feuermale oder Leberflecken
  • allergisches Kontaktekzem (Überempfindlichkeitsreaktion der Haut auf Metalle, Konservierungsmittel, Duft- und Farbstoffe oder Latex)
  • Neurodermitis (zumeist schubweise verlaufende, chronisch entzündliche Hauterkrankung mit juckenden und geröteten Hautbereichen) 
  • Schuppenflechte (Psoriasis)
  • Warzen (Infektion der Haut mit Humanen Papillomaviren)
  • Herpesinfektionen (Lippenherpes, Windpocken, Gürtelrose, Fingerherpes)

Neurodermitis
Neurodermitis © Gina Sanders / Fotolia

Fazit

Die Haut ist das größte Organ des Menschen und übernimmt zentrale Aufgaben für den menschlichen Körper. Der Aufbau und Funktion der Haut zeigt, dass die Haut das größte Organ des Körpers ist und aus drei Hautschichten besteht, die gemeinsam den Schutz der Haut sichern.

Die Anatomie der Haut mit Epidermis, Dermis und Subkutis sowie dem Stratum papillare verdeutlicht den komplexen Aufbau der Haut, in dem Blut- und Lymphgefäße sowie Nervenzellen in der Haut wichtige Funktionen erfüllen. Dabei schützt die Haut den Körper vor äußere Einflüsse, während Schweiß- und Talgdrüsen sowie Hautanhangsgebilden den PH-Wert stabilisieren und die Haut vor dem Austrocknen bewahren.

Keratin und Hornzellen stärken die Barriere, während Pigment und mehr Melanin das Aussehen der Haut sowie den Schutz vor UV-Strahlung beeinflussen. Je nach Körperregion und Hauttyp, etwa empfindliche Haut oder trockene Haut, reagiert die Haut unterschiedlich auf Belastungen und mögliche Schädigung der Haut.

Insgesamt zeigt sich, dass die Funktion der Haut darin besteht, dass die Haut schützt, den Körper schützt und somit eine gesunde Haut entscheidend für das Gleichgewicht im gesamten Organismus ist.

FAQ

Was ist der Aufbau und Funktion der Haut

Der Aufbau und Funktion der Haut umfasst drei Hautschichten: Epidermis, Dermis und Subkutis. Die Oberhaut bildet die Hornschicht, während die Lederhaut Blutgefäße, Talgdrüsen und Schweißdrüsen enthält. Die Unterhaut besteht aus Fettgewebe und schützt den Körper mechanisch.

Welche Funktion hat die Haut

Die Funktion der Haut besteht darin, den menschlichen Körper vor Umwelteinflüssen, UV-Strahlung und Krankheitserregern zu schützen. Zusätzlich reguliert sie durch Schwitzen die Körpertemperatur und dient als Sinnesorgan.

Warum ist die Haut das größte Organ

Die Haut ist das größte Organ des Körpers, da sie den gesamten menschlichen Körper bedeckt. Sie schützt den Körper, speichert Fettgewebe und reagiert auf äußere Einflüsse.

Welche Hautschichten gibt es

Die Haut besteht aus drei Hautschichten: Epidermis, Dermis und Subkutis. Diese Hautschichten erfüllen unterschiedliche Aufgaben im Aufbau und Funktion der Haut.

Wie schützt die Haut den Körper

Die Haut schützt den Körper durch die Hornschicht, Talg und Schweiß- und Talgdrüsen. Sie verhindert das Eindringen von Bakterien, reduziert Wasserverlust und schützt vor schädlicher UV-Strahlung.