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Hüftgelenk Anatomie und Hüfte – Aufbau, Funktion und Erkrankungen des Hüftgelenks

23.03.2026
Leading Medicine Guide Redaktion
Autor des Fachartikels
Leading Medicine Guide Redaktion

Das Hüftgelenk ist ein zentrales Gelenk der Hüfte und verbindet das Becken mit dem Oberschenkelknochen. In der Anatomie zeigt sich das Hüftgelenk als kugelförmiges Kugelgelenk, das eine hohe Beweglichkeit ermöglicht. Der Hüftkopf des Oberschenkelknochens liegt in der Hüftpfanne des Beckens und bildet stabile Gelenkflächen.

Die Gelenkkapsel und verschiedene Bandstrukturen stabilisieren das Hüftgelenk und sichern die Führung der Bewegung. Knorpel überzieht die Gelenkflächen und reduziert die Reibung im Gelenk. Zusätzlich sorgt die Gelenkflüssigkeit für die Versorgung der Knorpelzellen mit Nährstoff. Erkrankungen wie Hüftdysplasie oder Arthrose können die Funktion des Hüftgelenkes erheblich beeinträchtigen.

Das Hüftgelenk ist ein Kugelgelenk zwischen Hüftkopf und Hüftpfanne im Becken. Es verbindet den Oberschenkel mit dem Rumpf und ermöglicht vielfältige Bewegungen. Gelenkkapsel, Band und Muskel stabilisieren das Hüftgelenk. Erkrankungen des Hüftgelenks wie Hüftarthrose können Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursachen.

Artikelübersicht

Das Hüftgelenk: Definition

Das Hüftgelenk (Articulatio coxae) ist wie auch das Schultergelenk ein Kugelgelenk. Es ermöglicht Bewegungen des Beins in alle Richtungen. Das Hüftgelenk ist an sehr vielen Bewegungsphasen beteiligt und hat schwer zu tragen. Daher kommt es dort besonders häufig zu Abnutzungserscheinungen.

Grundsätzlich setzt sich das Hüftgelenk aus zwei Teilen zusammen: Der Hüftpfanne und dem Oberschenkelkopf.

Die Hüftpfanne (Acetabulum) ist ein gewölbter Bereich am Beckenknochen. Sie besteht aus drei Knochen, die beim Erwachsenen zusammengewachsen sind:

  • Darmbein (Os ilium),
  • Schambein (Os pubis) und
  • Sitzbein (Os ischii).

Anatomie Hüfte und Becken
Die Anatomie der Hüfte © bilderzwerg | AdobeStock

Für die Vertiefung der Hüftpfanne sorgt ein faserknorpeliger Ring auf ihrem Rand. Bei gesunden Menschen überzieht eine dicke Knorpelschicht (hyaliner Knorpel) die Hüftgelenkpfanne und den Hüftkopf. Diese Knorpelschicht schützt die Gelenkflächen und ermöglicht Gleitbewegungen. Die relativ weite Gelenkkapsel umgibt die gelenkige Verbindung. Sehr starke Bänder sorgen für eine weitere Stabilisierung.

Der Oberschenkelknochen ist im oberen Bereich wie ein kugelartiger Kopf (Caput femoris) geformt. Der Oberschenkelkopf ruht in der Hüftpfanne. Dort kann er sich in verschiedene Richtungen drehen. Die Bewegungen des Hüftgelenkes erfolgen durch Muskeln und Sehnen.

Erkrankungen und Verletzungen am Hüftgelenk

Die häufigste Erkrankung im Bereich des Hüftgelenks ist die Hüftarthrose (Koxarthrose). Darunter versteht man den Verschleiß des Hüftgelenkknorpels. Ist der Knorpelverschleiß so weit fortgeschritten, dass die Knochen aufeinander reiben, kann das Laufen sehr schmerzhaft werden.

Wenn andere Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sind, kann ein künstliches Hüftgelenk (Hüftprothese) helfen. Es ersetzt das natürliche Gelenk und ermöglicht ein Leben ohne Hüftschmerzen.

Auch

  • Fehlstellungen des Hüftgelenkes wie die Hüftdysplasie (abgeflachtes Hüftpfannendach) und
  • Knochenbrüche (Frakturen) in diesem Bereich

kommen häufig vor. Die häufigste Fraktur des Oberschenkelknochens ist der Oberschenkelhalsbruch (Femurhalsfraktur). Möglich ist auch eine Fraktur des Beckenknochens (Acetabulumfraktur).

Fazit

Das Hüftgelenk ist ein kugelförmiges Kugelgelenk und zählt als zweitgrößte Gelenk nach dem Kniegelenk zu den wichtigsten Strukturen des Bewegungsapparats. Die Anatomie des Hüftgelenks zeigt den Kopf des Oberschenkelknochens, das Caput femoris, der in der Gelenkpfanne, dem Acetabulum, liegt und zusammen mit Hüftkopf und Hüftpfanne die Grundlage der Bewegung bildet. Das knöchern aufgebaute Becken besteht aus Darmbein, Schambein (Os pubis) und Sitzbein (Os ischii), die gemeinsam die stabile Basis bilden. Das Labrum sowie der Limbus acetabuli vertiefen die Gelenkpfanne und verbessern die Passform von Hüftkopf und Pfanne.

In der Orthopädie und Unfallchirurgie spielt die genaue Analyse von Strukturen wie dem Antetorsionswinkel oder der schraubenförmig aufgebauten Form eine wichtige Rolle. Auch Rheuma kann das Hüftgelenk betreffen und die Funktion einschränken. Physiotherapeuten und ein Facharzt für Orthopädie begleiten die Therapie, um die Beweglichkeit zu verbessern und Schmerzen zu reduzieren. Insgesamt zeigt sich, dass das Hüftgelenk als Nussgelenk mit komplexem Aufbau entscheidend für Stabilität und Mobilität im Alltag ist.

FAQ

Was ist das Hüftgelenk?

Das Hüftgelenk ist ein großes Gelenk zwischen Becken und Oberschenkelknochen. Es besteht aus Hüftkopf und Hüftpfanne und ermöglicht Bewegungen der Hüfte.

Wie ist die Anatomie des Hüftgelenks aufgebaut?

Die Anatomie des Hüftgelenks umfasst Hüftkopf, Hüftpfanne, Gelenkkapsel, Knorpel und Bandstrukturen. Diese stabilisieren das Gelenk und ermöglichen Beweglichkeit.

Welche Funktion hat das Hüftgelenk?

Das Hüftgelenk ermöglicht Bewegungen wie Beugung, Streckung und Abduktion der Hüfte. Es trägt das Körpergewicht und sorgt für Stabilität beim Gehen.

Welche Erkrankungen des Hüftgelenks gibt es?

Zu den häufigsten Erkrankungen des Hüftgelenks gehören Hüftarthrose, Hüftdysplasie und Entzündung. Auch ein Oberschenkelhalsbruch kann das Hüftgelenk betreffen.

Wie wird eine Erkrankung des Hüftgelenks behandelt?

Die Behandlung reicht von Physiotherapie bis hin zu operativen Maßnahmen wie einer Endoprothese. Ein Facharzt für Orthopädie entscheidet über die passende Therapie.