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Experteninterview mit Dr. Stylianos Toumasis - Zukunftsweisende Hüftchirurgie: Die AMIS-Methode für schonendere und effektivere Implantationen

27.08.2025

Dr. Stylianos Toumasis ist Leitender Arzt für Endoprothetik und Leiter des Endoprothetikzentrums der Maximalversorgung (EPZmax) am Nardini Klinikum St. Johannis in Landstuhl bei Kaiserslautern. Als Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie mit mehreren Zusatzqualifikationen – darunter Spezielle Orthopädische Chirurgie, Sportmedizin, Physikalische Therapie sowie Manuelle Medizin und Chirotherapie – bringt er eine außergewöhnlich breite und fundierte Expertise mit. Seine medizinische Kompetenz verbindet er mit Management-Know-how: Ein Master of Science in Health Care Management rundet sein Profil ab und erlaubt ihm, medizinische Exzellenz mit effizienter Versorgungsstruktur zu kombinieren.

Stylianos Toumasis hat sich auf die Endoprothetik von Hüfte, Knie und Schulter spezialisiert. Bei der Hüftendoprothetik setzt er vor allem auf minimalinvasive Verfahren wie die AMIS-Methode, die es ermöglicht, Prothesen muskelschonend und mit kürzerer Rehabilitationszeit zu implantieren. Auch bei Wechseloperationen an Hüfte und Knie bringt er umfassende Erfahrung ein. Im Bereich der Knieendoprothetik nutzt er modernste roboterassistierte Verfahren, insbesondere das CORI-System (Computer Assisted Orthopaedic Robotic Instrument), das eine präzise, individuell angepasste Implantatpositionierung ermöglicht – ein wesentlicher Faktor für die Haltbarkeit und Funktionalität künstlicher Gelenke.

Das Nardini Klinikum in Landstuhl, an dem Herr Toumasis tätig ist, zählt mit jährlich über 800 Endoprothesen Implantationen zu den führenden Einrichtungen in der Region. Als zertifiziertes EPZmax erfüllt es höchste Qualitätsstandards, die regelmäßig im Rahmen der EndoCert-Zertifizierung überprüft werden. Hier arbeitet ein interdisziplinäres Team aus Fachärzten, Pflegekräften, Physiotherapeuten und technischen Orthopäden eng zusammen, um Patienten vom Erstgespräch bis zur Nachsorge ganzheitlich zu betreuen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Behandlung fortgeschrittener Arthrose in Hüfte und Knie. Wenn konservative Maßnahmen nicht mehr greifen, kommen modernste chirurgische Techniken zum Einsatz. So ermöglicht die AMIS-Methode bei Hüftarthrose eine schnellere Mobilisierung nach der Operation, während die roboterassistierte Kniechirurgie mit Teil- oder Vollprothesen individuell auf die Anatomie der Patienten zugeschnitten ist.

Stylianos Toumasis steht für eine medizinisch hochpräzise, zugleich patientenorientierte und menschlich zugewandte Versorgung. Sein Ziel: Schmerzen lindern, Beweglichkeit erhalten und Lebensqualität nachhaltig verbessern – mit modernster Technik, medizinischer Erfahrung und einem Team, das sich gemeinsam für das Wohl jedes einzelnen Patienten einsetzt.

Die Redaktion des Leading Medicine Guide nutzte die Gelegenheit, um mit Dr. Stylianos Toumasis erneut über die erfolgreiche AMIS-Methode bei Hüftendoprothetik zu sprechen.

Stylianos Toumasis_Spezialist für AMIS

Die Implantation einer Hüftprothese gehört zu den häufigsten und erfolgreichsten orthopädischen Eingriffen, wenn die Lebensqualität durch Arthrose oder andere degenerative Erkrankungen des Hüftgelenks stark eingeschränkt ist. In den letzten Jahren hat sich die operative Technik kontinuierlich weiterentwickelt – mit dem Ziel, Patienten eine schnellere Genesung, weniger Schmerzen und eine möglichst natürliche Beweglichkeit zu ermöglichen. Besonders hervorzuheben ist hierbei die AMIS-Methode (Anterior Minimally Invasive Surgery), ein minimalinvasiver Zugang über die vordere Hüftmuskulatur. Diese Technik schont Muskeln und Weichteile, was in der Regel zu einem geringeren Blutverlust, einer kürzeren Rehabilitationszeit und einer früheren Mobilisierung führt. Die AMIS-Methode hat sich mittlerweile als etabliertes Verfahren in der modernen Hüftendoprothetik bewährt und stellt für viele Patienten eine besonders schonende und effektive Behandlungsoption dar. 

Die AMIS-Methode unterscheidet sich grundlegend von herkömmlichen Operationstechniken zur Implantation einer Hüftprothese, insbesondere durch den gewählten Zugangsweg und den Umgang mit den Weichteilen. 

Während traditionelle Verfahren, wie der laterale (seitlich) oder dorsale (rückseitig) Zugang, häufig das Durchtrennen oder Ablösen von Muskeln und Sehnen erfordern, nutzt die AMIS-Methode einen vorderen Zugang durch eine natürliche Muskellücke. „Die AMIS-Methode, bei der eine Hüftendoprothesen-Implantation von vorne, also anterior, durchgeführt wird, stellt im Vergleich zu klassischen Zugangsweisen eine innovative und deutlich schonendere Technik dar. Während herkömmliche Verfahren häufig den Muskel- und Sehnenapparat durchtrennen oder ablösen, nutzt die AMIS-Methode eine spezielle Zugangsführung, die den Muskulatur- und Nervenschutz optimiert. Das Besondere ist, dass bei diesem Verfahren keine Sehnen durchtrennt oder Muskeln abgelöst werden, was zu einer erheblichen Reduktion des Weichteilschadens führt. Der Zugang an der Vorderseite, obwohl er anatomisch komplex ist, ermöglicht es durch die Nutzung spezieller Instrumente und eine präzise Darstellung des Gelenks, das Operationsfeld optimal zu sehen. Damit ist diese Technik trotz ihrer höheren Schwierigkeit aufgrund der anspruchsvollen Übersicht nicht nur sicher, sondern auch sehr präzise. Routinierte Chirurgen benötigen für eine Prothesenimplantation über den AMIS-Zugang etwa 40 bis 50 Minuten – vergleichbar mit herkömmlichen Verfahren. Der entscheidende Vorteil für Patienten liegt in der deutlich geringeren Muskel- und Sehnenverletzung, was zu weniger Blutverlust, niedrigerem Risiko für Bluttransfusionen und einer geringeren Wahrscheinlichkeit für postoperative Komplikationen wie Luxationen führt. Studien belegen, dass die Revisionsrate bei dieser Methode deutlich niedriger ist, was auf die präzise Platzierung der Prothese und den minimalen Weichteilschaden zurückzuführen ist“, erklärt Dr. Stylianos Toumasis zu Beginn unseres Gesprächs und führt weiter aus:

Durch die optimale Auswahl an Instrumenten und die spezielle Lagerung des Beins auf einem Extensionstisch entsteht eine sehr gute Sicht auf das Gelenk, was eine exaktere Implantation ermöglicht. Der Schnitt bei der AMIS-Methode beträgt meist nur 6-8 Zentimeter, also ungefähr die Länge einer herkömmlichen Narbe. Damit ist diese minimalinvasive Technik nicht nur schonend, sondern auch äußerst präzise, was die Langlebigkeit und Stabilität der Prothese deutlich verbessert und die Wahrscheinlichkeit von Revisionseingriffen reduziert. Der operative Zugang bei der AMIS-Technik erfolgt zwischen dem Musculus sartorius und dem Musculus tensor fasciae latae. Dadurch wird kein Muskel durchtrennt oder vom Knochen abgelöst, was zu einer deutlichen Schonung der muskulären und sehnigen Strukturen führt. Diese Vorgehensweise führt zu einer geringeren intraoperativen Traumatisierung und ermöglicht in der Regel eine schnellere Mobilisation der Patienten. Zudem treten nach der Operation meist weniger Schmerzen auf, was den Rehabilitationsprozess beschleunigt und die Notwendigkeit für Schmerzmedikation reduziert. Auch das Risiko für bestimmte Komplikationen, etwa eine Luxation der Prothese oder längerfristige Muskelschwächen, ist bei diesem Vorgehen geringer. Die AMIS-Methode erfordert jedoch eine präzise technische Durchführung und entsprechende chirurgische Erfahrung, da der Zugang aufgrund der beengten anatomischen Verhältnisse anspruchsvoller ist als bei klassischen Techniken. Sie bietet eine moderne, schonende Alternative in der Hüftendoprothetik, die bei geeigneter Patientenauswahl und in erfahrenen Händen klare Vorteile für den Heilungsverlauf und die postoperative Lebensqualität mit sich bringt“.

Foto Gesundes Hüftgelenk mit Arthrose

Beim Einsatz der AMIS-Methode für die Hüftimplantation verändert sich das operative Umfeld deutlich. Der Patient wird auf einem speziellen, hochpräzisen Operationstisch gelagert, auf dem das operierte Bein besonders stabil positioniert wird. Der Oberkörper des Patienten bleibt vom Operationsteam unberührt, während der Narkosearzt die Anästhesie durchführt. Die Lagerung ermöglicht die Durchführung sowohl in Vollnarkose als auch in Teilnarkose, was für Patienten mit bestimmten Vorerkrankungen eine bedeutende Flexibilität darstellt.

 Foto Extensionstisch

Während der Operation arbeitet nur ein einziger Assistent mit dem Operateur auf der zu operierenden Seite. Das ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber anderen Methoden, bei denen in der Regel zwei Assistenten benötigt werden. Die Instrumentierung erfolgt durch eine speziell geschulte Schwester, die dem Operateur die benötigten Werkzeuge bereitstellt und somit den Ablauf effizient und präzise unterstützt. Was die technische Ausstattung betrifft, so ist die spezielle Ausrüstung für die AMIS-Methode, insbesondere der Extension-Tisch, eine Investition, die in vielen Kliniken mittlerweile vorhanden ist, allerdings eine Hochleistungsausstattung bleibt, die nicht in jeder Klinik zu finden ist. Während die AMIS-Technik ursprünglich kaum in südwestdeutschen Kliniken genutzt wurde, hat sich das Verfahren inzwischen deutlich verbreitet. Die Klinik, in der diese Methode konsequent angewandt wird, ist eine der führenden, die die meisten AMIS-Prothesen implantieren, auch bei Wechseloperationen. Bei Wechseloperationen, etwa bei Pfannen- oder Kopfwechseln, bietet die minimalinvasive AMIS-Methode Vorteile durch geringen Blutverlust, keinen Muskelschaden und eine schnellere Wiederaufnahme der Belastbarkeit. Allerdings ist die AMIS-Methode nicht für jede Wechseloperation geeignet“, so Dr. Toumasis und kommentiert weiter:

Navigationstechnologien spielen bei der Hüft-Implantation mit der AMIS-Methode in der Regel eine kleinere Rolle als z. B. bei Knie-Endoprothetik, da die Methode auf präziser manueller Planung basiert. Obwohl in anderen Bereichen der Orthopädie Robotersysteme genutzt werden, ist ihr Einsatz bei der Hüft-Implantation im Rahmen der AMIS-Technik eher die Ausnahme, da die Eingriffe erfahrungsgemäß relativ schnell und ohne signifikanten Vorteil durch die Verwendung eines Roboters durchgeführt werden können. Die OP-Planung bei der AMIS-Methode erfolgt meist durch moderne bildgebende Verfahren und die individuelle anatomische Planung. Eine Einschränkung besteht nur in Fällen, bei denen die operative Region durch Infektionen, Voroperationen oder Gefäßbeteiligung bereits belastet ist. Mit zunehmender Erfahrung konnte die Methode auch bei übergewichtigem Patienten erfolgreich angewandt werden, was die Flexibilität und Anwendbarkeit deutlich erhöht“. 

Foto Der minimalinvasive Zugang mit AMIS

Die postoperative Schmerztherapie und die Mobilisationszeit unterscheiden sich bei Patienten, die mit der AMIS-Methode operiert wurden, deutlich von denen, die andere minimalinvasive oder konventionelle Operationsverfahren erhalten haben. 

Studien und klinische Erfahrungen zeigen, dass viele Patienten bereits wenige Stunden nach dem Eingriff mobilisiert werden können, da die Schmerzbelastung geringer ist und die muskuläre Funktion weitgehend erhalten bleibt. Dies steht im Gegensatz zu posterioren oder transglutealen Zugangswegen, bei denen häufig Muskelgruppen abgelöst oder durchtrennt werden müssen, was zu stärkeren postoperativen Schmerzen, Muskelinsuffizienz und einer verzögerten Mobilisation führen kann. 

Foto Durch den vorderen Zugang bei der AMIS Methode werden keine Muskeln und Sehnen durchtrennt.

Die Nachsorge erfolgt meist in der ambulanten Praxis des niedergelassenen Orthopäden. Nach etwa sechs Wochen wird der Heilungsverlauf beim jeweiligen Orthopäden des Patienten überprüft. Für spezielle Situationen oder Komplikationen ist eine direkte Rückkehr zu uns jederzeit möglich. Das Erlebnis, von der Operation direkt bis zur Rückmeldung über die Genesung betreut zu werden, betrachten wir als großen Vorteil für unsere Patienten. Zudem verschicken wir etwa ein Jahr nach der Operation einen Fragebogen, mit dem wir ehrliches Feedback zur Zufriedenheit und möglichen Problemen sammeln. Diese Rückmeldungen sind für uns wichtige Daten, um die Qualität weiter zu verbessern“, verdeutlicht Stylianos Toumasis. 

Foto Hüfte vor und Foto Hüfte nach OP
Foto Hüfte vor und Foto Hüfte nach OP

Das Nardini Klinikum St. Johannis ist ein anerkanntes und zertifiziertes Endoprothetik-Zentrum der Maximalversorgung. Die Zertifizierung basiert auf höchsten Qualitätsstandards, die durch unabhängige Auditoren überprüft werden. Damit gehört es zu den führenden Kliniken in Deutschland, die eine umfassende Versorgung bei Gelenkersatzoperationen anbieten. Das Zentrum zeichnet sich durch eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit, eine moderne technische Ausstattung und ein hochqualifiziertes Team aus Spezialisten aus. 

Foto Dr. Toumasis mit Hüft-TEP

In unserer Klinik ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit ein zentraler Bestandteil der Behandlungskonzepte. Nachdem ein Patient operiert wurde, erfolgt die Entlassung in der Regel nach etwa fünf bis sieben Tagen, abhängig vom individuellen Reha-Beginn. Die Organisation der Reha-Termine wird bereits bei der OP-Terminvereinbarung geplant, sodass die Rehabilitationsmaßnahmen nahtlos an die Operation anschließen können. Unsere Klinik ist als zertifiziertes Endoprothetik-Zentrum der Maximalversorgung akkreditiert, das seit 2013 kontinuierlich erfolgreich rezertifiziert wird. Die Zertifizierung basiert auf den hohen Standards, die durch externe Auditoren überprüft werden. Dabei sind enge Kooperationen mit Anästhesisten, Internisten, Physiotherapeuten und Sozialarbeitern unverzichtbar. Wir arbeiten nach standardisierten Verfahren, die dennoch individuell auf jeden Patienten abgestimmt sind, um die bestmögliche Versorgung sicherzustellen. Ziel ist es, Komplikationen zu minimieren und den Genesungsprozess optimal zu begleiten“, so Dr. Toumasis und ergänzt:

Die Patientenzufriedenheit spielt zwar keine direkte Rolle für die Zertifizierung, doch wir sehen sie als wichtigen Parameter, um die Versorgung kontinuierlich zu optimieren. Bei positiven wie negativen Rückmeldungen reagieren wir gezielt, um die Behandlung ständig zu verbessern. Die Zertifizierung basiert auf objektiven Qualitätsindikatoren wie Operationszeit, Komplikationsrate und die Zahl der Blut-Transfusionen. Für die Qualitätssicherung und Überwachung werden alle Daten in nationalen Registersystemen erfasst, etwa im Endoprothesen-Register, das alle prothesenbezogenen Komplikationen dokumentiert. Beispielhaft zeigt sich die hohe Qualität unserer AMIS-Methode durch deutlich geringere Komplikations- und Bluttransfusionsraten im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren“. 

Foto Die AMIS Methode ermöglicht zu jedem Zeitpunkt eine präzise Führung der nötigen Instrumente.

Die AMIS-Methode stellt eine vergleichsweise komplexe Operationstechnik dar, die eine gewisse Lernphase des Operateurs erfordert. 

Hierzu erklärt Dr. Toumasis: „Trotz ihrer relativen Einfachheit im Vergleich zu anderen Verfahren hat die AMIS-Methode eine flache Lernkurve, was bedeutet, dass sie zwar gut erlernbar ist, jedoch eine konsequente Praxis und Begleitung durch erfahrene Kollegen voraussetzt. Es ist wichtig, dass die Operateure die Standards und Besonderheiten dieser Methode regelmäßig anwenden, denn die Erfahrung in der Praxis, die durch häufige Operationen wächst, macht den entscheidenden Unterschied. Es gibt spezielle Kurse, in denen Ärzte die Technik erlernen können, doch entscheidend ist, dass die Methode nicht auf Erfahrungssprüngen basiert, sondern durch kontinuierliches Üben und die Begleitung durch erfahrene Chirurgen verinnerlicht wird. Wie schnell jemand die Technik beherrscht, hängt stark vom individuellen Talent ab: Manche benötigen nur wenige Wochen, um sicher zu operieren, während andere bis zu einem Jahr brauchen, um die Routine vollständig zu entwickeln. In unserer Klinik erfolgen die Schulung und Weiterbildung im Rahmen der täglichen Praxis. Wir führen jährlich mehr als 500 Hüftprothesen durch, davon viele mit der AMIS-Methode. Seit über 15 Jahren haben wir über 5.000 minimal-invasive Hüftoperationen auf diese Weise durchgeführt. Die Operateure, die diese Methode beherrschen, sind die Senior-Hauptoperateure und Hauptoperateure des Zentrums und können mindestens 50 bzw. 100 Prothesen pro Jahr nachweisen. Damit ist sichergestellt, dass bei jeder Operation ein erfahrener Spezialist am Werk ist, der die Technik sicher beherrscht und optimale Behandlungsergebnisse garantiert“.

Foto Nur eine kleine, fast nicht sichtbare Narbe bleibt nach der OP zurück. Und Foto Patienten sind schneller wieder mobil, da auch die Operationsschnittstelle klein ist.

Die aktuelle Evidenz mit Langzeitdaten über mehr als 15-20 Jahre ist vielversprechend und unterstützt die Annahme, dass die AMIS-Methode zu einer verbesserten Stabilität der Prothese und somit zu einer geringeren Revisionsrate beitragen kann. 

Es ist in jedem Fall ratsam, sich als Patient in ein zertifiziertes Endoprothetik-Zentrum der Maximalversorgung zu begeben, in dem die Operateure regelmäßig hohe Fallzahlen vorweisen können. Innerhalb solcher Zentren wird zudem ein umfassendes Portfolio an Implantaten vorgehalten, um auf verschiedene Situationen flexibel reagieren zu können.

Aktuell wird die AMIS-Methode als zukunftsträchtige Option angesehen, die auch bei ausgewählten Wechseloperationen Anwendung findet. Durch die präzise Platzierung der Prothese, die geringe Gewebeschädigung und den kürzeren Klinikaufenthalt ist diese Technik nicht nur schonend für die Patienten, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll. Es wird erwartet, dass diese Methode in den nächsten Jahren vermehrt standardisiert und auch sogar ambulant durchgeführt werden könnte, was den Behandlungsablauf noch weiter optimieren würde. Die präoperative Planung erfolgt zunehmend mit moderner Bildgebung, um die Implantation exakt auf die individuelle Anatomie abzustimmen. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen ist es für Patienten daher wichtig, auf erfahrene und qualifizierte Kliniken zu setzen, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Die Weiterentwicklung der Technik, die stärkere Fokussierung auf ambulante Verfahren und die Qualitätssicherung durch Zertifikate und Register helfen dabei, die Behandlung sicherer, effizienter und patientenorientierter zu gestalten“, konstatiert Stylianos Toumasis, und wir beenden damit unser Gespräch.

Herzlichen Dank, Dr. Toumasis, für den Einblick in die moderne Hüftchirurgie mittels der AMIS-Methode!