Univ.-Prof. Dr. med. Michael Thomas ist eine herausragende Persönlichkeit auf dem Gebiet der Thoraxonkologie und genießt national wie international einen exzellenten Ruf. Als Chefarzt der Internistischen Onkologie der Thoraxtumoren an der renommierten Thoraxklinik Heidelberg leitet er mit großer Expertise eine der führenden Institutionen in Europa zur Behandlung von Lungen- und Brustkrebserkrankungen. Die Thoraxklinik, eingebunden in das Universitätsklinikum Heidelberg, kombiniert eine über hundertjährige Tradition mit modernster medizinischer Forschung und Versorgung. Hier profitieren Patienten von einem interdisziplinären Ansatz, der Spitzenmedizin, innovative Therapien und patientenzentrierte Versorgung vereint.
Seit 2005 ist Prof. Dr. Thomas Chefarzt in der Thoraxklinik und bekleidet seit 2006 die Professur für Internistische Onkologie der Thoraxtumoren an der Universität Heidelberg. Zusätzlich besitzt er die Zusatzqualifikation Palliativmedizin, was seine Kompetenz in der ganzheitlichen Betreuung von Patienten unterstreicht. Seit 2015 ist er Mitglied im Direktorium des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT) in Heidelberg, wo er die Schnittstelle zwischen wissenschaftlicher Forschung und klinischer Anwendung maßgeblich prägt. Unter seiner Leitung werden modernste Diagnostikverfahren und Therapiekonzepte entwickelt und umgesetzt, die sowohl auf molekularbiologische Erkenntnisse als auch auf innovative Ansätze wie Immuntherapien und multimodale Behandlungsstrategien setzen.
Die Bandbreite der von Prof. Dr. Thomas behandelten Erkrankungen umfasst sämtliche Tumoren des Brustkorbes, darunter nicht-kleinzellige und kleinzellige Lungenkarzinome, Pancoast-Tumoren, Thymustumore, Pleuramesotheliome und pulmonale Sarkome. Seine Expertise reicht von klassischen Chemotherapien bis hin zu hochmodernen immunologischen und molekularbiologisch stratifizierten Systemtherapien, stets begleitet von eng abgestimmten interdisziplinären Fallkonferenzen. Patienten profitieren von maßgeschneiderten Therapiekonzepten, die innovative Verfahren wie die stereotaktische Radiotherapie oder die intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT) beinhalten und darauf abzielen, die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.
Prof. Dr. Michael Thomas verbindet medizinische Exzellenz mit einem besonderen Fokus auf die individuellen Bedürfnisse seiner Patienten. Unter seiner Leitung ist die Thoraxklinik Heidelberg nicht nur ein Ort der Spitzenmedizin, sondern auch ein Vorbild für patientenzentrierte und forschungsgetriebene Versorgung. Die Redaktion des Leading Medicine Guide konnte in einem Gespräch mit Prof. Dr. Michael Thomas mehr über moderne Behandlungen des Lungenkarzinoms erfahren und welche Bandbreite hier speziell die Thoraxklinik in Heidelberg anbietet.

Das Lungenkarzinom zählt zu den häufigsten und aggressivsten Krebserkrankungen weltweit und stellt sowohl Patienten als auch die Medizin vor große Herausforderungen. Durch seine oft spät einsetzenden Symptome wird Lungenkrebs häufig erst in fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert, was die Therapie erschwert und die Prognose verschlechtert. In den letzten Jahren haben jedoch bedeutende Fortschritte in der Diagnostik und Behandlung neue Perspektiven eröffnet. Insbesondere personalisierte Ansätze, wie die molekulare Therapie und Immuntherapie, sowie moderne bildgebende Verfahren und multimodale Konzepte ermöglichen zunehmend eine präzisere und effektivere Behandlung. Das Verständnis der biologischen Mechanismen dieser Erkrankung und die Entwicklung innovativer Therapien stehen im Fokus der aktuellen Forschung, mit dem Ziel, die Überlebensraten zu verbessern und die Lebensqualität der Betroffenen zu steigern.
In der Frühdiagnose von Lungenkrebs wurden in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte erzielt, die das Potenzial haben, die Prognose und Überlebensrate der Patienten entscheidend zu verbessern.
Lungenkrebs wird häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert, wenn die Heilungschancen bereits stark eingeschränkt sind. Moderne Technologien und optimierte Screening-Programme zielen darauf ab, Tumore frühzeitig zu entdecken, bevor sie Symptome verursachen oder metastasieren. „Grundsätzlich geht man zum Arzt, wenn man eine Veränderung im Befinden bemerkt. Bei einem Lungenkarzinom kann es sein, dass der Primärtumor Symptome auslöst, muss aber nicht. Ein mögliches Symptom ist ein anhaltender Husten, der länger als vier Wochen anhält und sich nicht verändert. Bei Rauchern kommt jedoch häufig eine chronische Bronchitis vor, die immer wieder Husten verursacht – eine chronische Entzündungsreaktion in den Bronchien, die auch eine erhöhte Schleimproduktion hervorruft. Bei Rauchern könnte man eine Veränderung des Hustencharakters feststellen, beispielsweise wenn der Husten plötzlich hartnäckig wird und nicht mehr verschwindet oder sogar blutig wird. Es kann auch sein, dass die Erkrankung bereits metastasiert ist, denn Lungenkrebs entwickelt sich über eine gewisse Zeit. In dieser Zeit hat der Tumor die Möglichkeit, sich so zu verändern, dass er ein hohes Metastasierungspotenzial besitzt. Metastasen können sich dann zum Beispiel im Knochen, in der Leber, im Gehirn oder in der Nebenniere bilden. Symptome können hier Schmerzen im Knochen oder Rücken sein, oder aber auch Schlappheit und eingeschränkte Belastbarkeit bzw. Konzentrationseinschränkungen oder Kopfschmerzen“, erläutert Prof. Dr. Thomas und klärt über die Frühdiagnostik auf:
„Es gibt Hinweise, dass ein Screening Vorteile bieten kann. In großen Studien, die über längere Zeiträume liefen, wurde eine Risikogruppe jährlich mittels Low-Dose-CT gescreent. In einer Studie waren 15.000 Raucher beteiligt, von denen 50% das Screening erhielten und die anderen 50% nicht. Voraussetzung für die Teilnahme war ein Alter zwischen 70 und 75 Jahren sowie ein im Durchschnitt 15-jähriger Konsum von einer Schachtel Zigaretten pro Tag. Diese 15 „pack-years“ sind auch erreicht bei einem Konsum von zwei Schachteln über 7,5 Jahre oder aber 30 Jahre lang täglich eine halbe Schachtel. Dabei wurde festgestellt, dass in der Screening-Gruppe die Sterblichkeit durch Lungenkarzinom verringert war, da die Befunde früher entdeckt wurden – und das bei kleineren Tumoren, die somit effektiver behandelt werden konnten. Ein höherer Prozentsatz der Tumore wurde in einem früheren Stadium entdeckt, konnte operiert und in eine entsprechende Nachbehandlung gebracht werden. Allerdings können auch kleine Tumore bereits metastasiert haben; in den frühen operablen Tumorstadien können nach deren Entfernung Metastasen oft innerhalb von ein bis zwei Jahren entdeckt werden. Deshalb ist es wichtig, das Risiko der Metastasierung auch in den frühen Stadien durch entsprechende Therapieansätze zu verringern, und auch hier gibt es neue Entwicklungen“.
Eine zentrale Entwicklung in der Behandlung von Lungenkrebs ist die Immuntherapie, die seit 2015 Eingang in die Behandlung gefunden hat
„Es ist wichtig zu wissen, dass das Immunsystem auf vielfältige Weise reguliert wird. T-Lymphozyten, eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen, sind darauf spezialisiert, Krankheitserreger, infizierte Zellen und entartete (z. B. krebsartige) Zellen zu erkennen und zu bekämpfen. Sie reagieren auf bestimmte Signale, manchmal auch verstärkt. Um eine überschießende Reaktion zu verhindern, verfügt der Körper über einen Rückregulationsmechanismus, der die T-Zellen wieder in einen Ruhezustand versetzt. Diesen Mechanismus kann der Tumor jedoch gezielt ausnutzen, indem er das Eiweiß PD-L1 auf seiner Oberfläche bildet. Dadurch werden die Lymphozyten gehemmt oder sogar zum Absterben gebracht. Genau hier setzte die medizinische Forschung an: Wissenschaftler entdeckten, dass dieser Mechanismus durch Antikörper blockiert werden kann, die entweder direkt gegen das für die Rückkopplung verantwortliche Protein wirken oder das PD-L1-Eiweiß auf dem Tumor abdecken. Für diese bahnbrechende Entdeckung wurde 2018 der Medizinnobelpreis verliehen. Diese Methode bezeichnen wir als Immuntherapie“, erklärt Prof. Dr. Thomas und fügt hinzu:
„Bei der Anwendung dieser Form der Immuntherapie zeigt sich, dass im metastasierten Tumorstadium etwa ein Fünftel der behandelten Patienten langfristig überlebt, doppelt so viele wie mit einer alleinigen Chemotherapie – ein wichtiger Fortschritt, der ermutigt, diesen Therapieansatz weiter zu entwickeln und zu verbessern. Mittlerweile wird die Immuntherapie auch bei lokal fortgeschrittenen Tumoren eingesetzt. Hier erfolgt entweder eine Operation oder eine moderne, nebenwirkungsarme Strahlentherapie, meist kombiniert mit einer Chemotherapie. Wenn der Tumor eine PD-L1-Expression von mindestens 1% aufweist, ist die oben erwähnte Form der Immuntherapie angezeigt und ermöglicht eine deutliche Steigerung der 5-Jahres-Überlebensrate in der Größenordnung von 15% – und auch hier wird in Studien die weitere Verbesserung verfolgt. Die größte Herausforderung besteht in der Bekämpfung von Mikrometastasen. Bis vor wenigen Jahren wurde aus diesem Grund nach der Operation ausschließlich mit Chemotherapie behandelt. Heute setzt man bereits vor der Operation auf eine Kombination aus Immun- und Chemotherapie. Nach der Operation wird dann individuell entschieden, welche Therapieform am sinnvollsten ist – ob eine Fortsetzung der Immuntherapie oder ein alternatives Konzept. Dies wird derzeit in zahlreichen klinischen Studien untersucht und weiter optimiert. Ziel ist es, das Immunsystem gezielt zu stärken, indem verschiedene Antikörper oder gekoppelte Substanzen eingesetzt werden. Unsere Klinik engagiert sich intensiv in diesem Bereich, führt eigene Studien durch und arbeitet in unserem onkologischen Studienzentrum daran, bestehende Konzepte weiterzuentwickeln und zu verbessern“.
Genetische und molekulare Veränderungen im Tumorgewebe haben einen erheblichen Einfluss auf die Wahl der Therapie beim Lungenkarzinom. In den letzten Jahren hat die Forschung tiefere Einblicke in die molekulare Struktur von Lungenkrebs gewonnen, wodurch zunehmend personalisierte Behandlungsansätze entwickelt werden, die gezielt auf die spezifischen Eigenschaften des Tumors eines einzelnen Patienten ausgerichtet sind.
„Wichtig ist es, ausreichend Gewebe des Tumors zu gewinnen, beispielsweise durch eine Bronchoskopie. Dies funktioniert in unserem Zentrum sehr sicher und gut – wir führen jährlich rund 5000 Bronchoskopien und ca. 1000 CT-gesteuerte Punktionen durch. Gleichzeitig verfügen wir über eine hochspezialisierte Pathologie und Molekularpathologie. Die Molekularpathologie untersucht genetische und molekulare Veränderungen in Zellen, um Krankheiten wie Krebs gezielt zu charakterisieren und zu behandeln. Durch DNA- und RNA-Analysen ermöglicht sie personalisierte Therapien und trägt zu einer präziseren Medizin bei. Dazu gehört auch die immunhistochemische Bestimmung von PD-L1. Anschließend erfolgt die molekulare Analyse, die in aufwändigen Verfahren genetische Veränderungen untersucht und Aufschluss über bestimmte Mutationen gibt. Zu den häufigsten genetischen Veränderungen, die bei Lungenkrebs auftreten, gehören Mutationen im Epidermal Growth Factor Receptor (EGFR)-Gen, im Kirsten Rat Sarcoma Virus (KRAS)-Gen, im BRAF-Gen, im Anaplastic Lymphoma Kinase (ALK)-Gen, im RET- und im ROS1-Gen, sowie weiteren definierten genetischen Veränderungen. Diese genetischen Alterationen fördern das unkontrollierte Wachstum von Krebszellen und bieten spezifische Angriffspunkte für gezielte Therapien, wie zum Beispiel Tyrosinkinaseinhibitoren in Tablettenform. Diese Medikamente hemmen die Signalwege, die durch die genetischen Alterationen aktiviert werden. Durch die genaue Analyse der molekularen Eigenschaften eines Tumors können Ärzte individuellere und wirksamere Therapien wählen, die gezielt auf die spezifische Mutation und das Tumorverhalten abgestimmt sind“, erklärt Prof. Dr. Thomas.
Die personalisierte Therapie beim Lungenkarzinom wird durch die schnelle Weiterentwicklung in der molekularen Diagnostik ermöglicht. Die personalisierte Medizin basiert nicht nur auf der Erkennung von Tumormutationen, sondern auch auf dem Tumor-Mikromilieu, dem Immunstatus des Patienten und anderen Faktoren, die zusammen eine maßgeschneiderte Therapie ermöglichen. Ein zentraler Vorteil der personalisierten Therapie besteht darin, dass sie dazu beitragen kann, Nebenwirkungen zu reduzieren, da die Behandlung gezielt auf die Tumorzellen ausgerichtet ist und gesunde Zellen weitgehend geschont werden.
Moderne Therapieformen haben einen erheblichen Einfluss auf die Rezidivrate und Überlebensprognose beim Lungenkarzinom, sowohl im Früh- als auch im fortgeschrittenen Stadium. Insbesondere die Einführung von Immuntherapien, zielgerichteten Therapien und neuen chemotherapeutischen Ansätzen hat die Behandlungsmöglichkeiten revolutioniert und zu einem signifikanten Fortschritt in der Onkologie geführt.
„Die medikamentöse Therapie kann natürlich Nebenwirkungen haben. Patienten können an Durchfall leiden, Hautreaktionen zeigen, Muskelschmerzen haben oder erhöhte Leber- oder Bauchspeicheldrüsenwerte aufweisen. In solchen Fällen muss die Dosis der Tabletten angepasst oder eine Therapiepause eingelegt werden. Auch durch die Immuntherapie können ähnliche Nebenwirkungen und weitere andere auftreten, die eine Reaktion des Körpers auf die Einmischung in das Immunsystem sind. Daher ist es wichtig, dass der Patient auch dazu gut informiert ist und sich gut beobachtet, um im Falle von Nebenwirkungen rechtzeitig gegenzusteuern“, konstatiert Prof. Dr. Thomas.
Trotz dieser Fortschritte gibt es jedoch Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf Resistenzentwicklungen. Viele Patienten, die anfänglich auf Immuntherapien oder zielgerichtete Therapien ansprechen, entwickeln nach einer gewissen Zeit eine therapeutische Resistenz. Das bedeutet, dass der Tumor Mechanismen entwickelt, um die Therapie zu umgehen und weiterhin zu wachsen. Bei der Immuntherapie ist eine Hauptursache für diese Resistenz die Veränderung der Tumorzellen, die es ihnen ermöglicht, nicht mehr von den T-Zellen des Immunsystems erkannt zu werden. Auch das Tumormikromilieu kann sich verändern und Immunzellen in ihrer Funktion behindern. Bei zielgerichteten Therapien ist ein nicht seltenes Problem die Entstehung von Sekundärmutationen im Zielgen. Das Tumorgewebe entwickelt neue genetische Veränderungen, die die Wirkung der Medikamente blockieren. Um dieser Resistenz entgegenzuwirken, wird in der Forschung an neuen Kombinationstherapien gearbeitet, die mehrere Wirkmechanismen gleichzeitig ansprechen und somit das Risiko einer Resistenzentwicklung verringern.
„Letztlich wird die Therapie durch all die verschiedenen neuen Verfahren immer effektiver. Gerade die Systemtherapie in Form immuntherapeutischer Ansätze mit spezifischen Antikörperkonstruktionen, Antikörpern, die mit chemotherapeutischen Substanzen direkt gekoppelt sind, oder aber neuen Molekülentwicklungen zur Verbesserung der oralen Tablettentherapie zeigt stetig weitere Fortschritte. In den lokoregionären, nicht metastasierten Tumorstadien geht es darum, moderne Konzepte der Strahlentherapie und Thoraxchirurgie mit der bestmöglichen Systemtherapie im multimodalen Therapieansatz in eine effektive Kombination zu bringen. Hier ist es wichtig, in jedem Fachgebiet die bestmögliche Expertise zu haben. Glücklicherweise haben wir in Heidelberg als größtes Lungenkrebszentrum in Deutschland ein sehr hohes Maß an Expertise in allen Gebieten. Jährlich haben wir 1000 Neudiagnosen bei Lungenkrebs, entwickeln multimodale Therapiekonzepte, stellen auch für Randgruppen Studien auf und sind als gefragte Partner in der Entwicklung von nationalen und internationalen Leitlinien sowie in der Entwicklung von Studien aktiv“, betont Prof. Dr. Thomas die hohe Expertise, die im Lungenkrebszentrums in Heidelberg gebündelt ist.
Grundappell für die Prophylaxe und Hilfestellung aus Heidelberg
„Bitte stellen Sie das Rauchen ein, wenn Sie rauchen. Es ist nie zu spät! Das Krebsrisiko sinkt nach etwa 12 bis 15 Jahren und erreicht das Niveau eines Nichtrauchers. Sie werden schnell fitter, haben eine geringere Infektionsgefahr, stoppen den Lungengewebsabbau und verbessern Ihr Kreislaufsystem. Jeder Raucher kann sich gut darüber informieren, wie das Aufhören am besten gelingt. Auch wir bieten hier in Heidelberg ein Raucherstopp-Programm an. Ebenso kann der Hausarzt konsultiert werden, der gegebenenfalls eine Weitervermittlung veranlassen kann. Wichtig ist, aktiv dranzubleiben! Sollte der Hausarzt Anzeichen für einen möglichen Lungenkrebs feststellen, ist es entscheidend, in ein spezialisiertes Zentrum überwiesen zu werden, um dort von der nötigen Expertise aus verschiedenen Fachrichtungen zu profitieren. Wenn die Diagnose Lungenkrebs im Raum steht, braucht man eine gute Strategie, um mit der aufkommenden Unsicherheit und existenziellen Belastung umzugehen. Auch diese Themen können beim Hausarzt oder dem behandelnden Arzt im Klinikum besprochen werden“, appelliert Prof. Dr. Thomas und stellt zum Abschluss unseres Gesprächs ein Konzept des Lungenkrebszentrums Heidelberg vor, das Patienten im Verlauf ihrer Erkrankung unterstützt:
„Wir haben dafür das Konzept HeiMeKOM (Heidelberger Meilenstein-Kommunikationskonzept) entwickelt. In diesem Konzept führen interprofessionelle Tandems, bestehend aus einem Arzt und einer Pflegekraft, strukturierte Gespräche mit Lungenkrebs-Patienten und deren Angehörigen zu festgelegten Zeitpunkten im Krankheitsverlauf. Das Konzept zielt auf präferenzsensitive und vorausschauende gemeinsame Entscheidungsfindung, sowie eine Verbesserung der Lebensqualität der Patienten ab. Das Ziel ist in jedem Fall, die Patienten und ihre Angehörigen zu stärken, damit sie im Alltag mit der Erkrankung umgehen können. Wir haben unsere Patienten in jedem Fall zu 100% im Blick“.
Herzlichen Dank, sehr geehrter Herr Prof. Dr. Thomas, für diese wichtigen Informationen, die Hoffnung und Mut machen!