Seit dem 1. Januar 2025 leitet Professor Dr. med. Atesch Ateschrang als Chefarzt die Abteilung für Orthopädie und Traumatologie am Kantonspital Aarau (KSA) – dem größten Zentrum für medizinische Versorgung im Kanton Aargau. Mit seiner umfassenden klinischen Erfahrung und wissenschaftlich fundierten Expertise zählt er zu den führenden Orthopäden und Unfallchirurgen im deutschsprachigen Raum. Der Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie sowie spezielle Unfallchirurgie verfügt über ein breites Behandlungsspektrum – von akuten Verletzungen und Knochenbrüchen über komplexe Gelenkoperationen bis hin zur Versorgung von Schwerverletzten (Polytrauma).
Seine besonderen Schwerpunkte liegen in der Knie-, Hüft-, Schulter- und Ellenbogenchirurgie, ergänzt durch eine langjährige Spezialisierung in der Sporttraumatologie und rekonstruktiven Gelenkchirurgie. Bereits seit 2011 ist er zudem zertifizierter Fuß- und Sprunggelenkschirurg. Vor seinem Wechsel nach Aarau war Prof. Ateschrang als Oberarzt an der Universitätsklinik Tübingen sowie als Leiter des Traumazentrums am Evangelischen Stift Koblenz tätig. Dort prägte er maßgeblich die Versorgung komplexer Verletzungen und wurde für seine chirurgische Exzellenz mehrfach ausgezeichnet – unter anderem von FOCUS und Stern.
Am KSA verfolgt er einen modernen, interdisziplinären Behandlungsansatz: Patienten profitieren von hochspezialisierter Medizin, minimal-invasiven Techniken und enger Zusammenarbeit mit Partnerzentren wie dem Zentrum für Sportmedizin oder dem Zentrum für muskuloskelettale Infektionen. Neben seiner klinischen Tätigkeit engagiert sich Prof. Dr. Ateschrang intensiv in der medizinischen Aus- und Weiterbildung und setzt sich für die Förderung des chirurgischen Nachwuchses ein. Mit seinem Engagement trägt er entscheidend dazu bei, die Qualität der orthopädisch-traumatologischen Versorgung im Kanton Aargau auf höchstem Niveau zu sichern – wissenschaftlich fundiert, patientenorientiert und zukunftsgerichtet.
Welche Maßnahmen zum Gelenkerhalt und welche Optionen es für Gelenkersatz gibt, erklärte Prof. Dr. Arteschrang in einem Gespräch mit der Redaktion des Leading Medicine Guide.

Das Kniegelenk ist eines der am stärksten beanspruchten Gelenke des menschlichen Körpers – es trägt nicht nur das Körpergewicht, sondern ermöglicht auch zentrale Bewegungsabläufe wie Gehen, Treppensteigen oder Sport. Schmerzen, Instabilität oder Verschleiß infolge von Arthrose, Verletzungen oder Fehlstellungen können die Lebensqualität stark einschränken. Ziel der modernen Kniegelenkchirurgie ist es daher, möglichst viel natürliche Funktion zu erhalten. Wo möglich, steht der gelenkerhaltende Eingriff im Fokus – etwa durch Achskorrekturen oder Knorpelrekonstruktionen. Ist der Gelenkverschleiß bereits zu weit fortgeschritten, kann ein Teil- oder Vollgelenkersatz (Endoprothese) nachhaltig Schmerzfreiheit und Beweglichkeit zurückbringen. Innovative Operationstechniken, individuelle Implantatlösungen und eine enge interdisziplinäre Nachsorge tragen dazu bei, bestmögliche Ergebnisse zu erzielen – für mehr Lebensqualität und Mobilität im Alltag.
Ein gelenkerhaltender Eingriff am Kniegelenk ist insbesondere dann einer Endoprothese vorzuziehen, wenn die arthrotischen Veränderungen noch nicht so weit fortgeschritten sind oder Teilabschnitte des Kniegelenkes betreffen. Der Gelenkerhalt ist bei sportlich sehr aktiven ober beruflich exponierten Patienten zu favorisieren.
„Das Thema Gelenkerhalt und Ersatz am Kniegelenk beginnt immer mit der Frage, was im Gelenk eigentlich nicht stimmt. Denn bevor man über eine Therapie oder gar über einen Gelenkersatz nachdenkt, muss man verstehen, welche Strukturen betroffen sind und warum. Im Zentrum für Orthopädie und Traumatologie des KSA schauen wir uns das sehr genau an – und zwar aus einer Hand. Das heißt, wir berücksichtigen ganz individuell die Anatomie, die jeder Patient mitbringt: die Beinachse, also ob das Bein geradesteht oder eine Fehlstellung wie ein O- oder X-Bein aufweist, sowie die sogenannte ligamentäre Situation – sprich, ob die Bänder das Knie ausreichend stabilisieren. Aus dieser Konstellation ergeben sich dann häufig Belastungen für den Meniskus oder den Knorpel. Und aus der Erfahrung wissen wir, dass viele Patienten zum Beispiel mit einem Meniskusschaden zu uns kommen. In solchen Fällen schauen wir immer: Ist das wirklich nur ein isolierter Schaden oder gibt es eine übergeordnete Ursache – etwa eine Fehlstellung oder eine leichte Instabilität, die zunächst gar nicht so auffällt? Der Meniskus kann solche Belastungen über Jahre oder sogar Jahrzehnte gut kompensieren. Aber irgendwann ist Schluss – dann kommt es zu einem Riss oder einer Abnutzung, etwa in Form einer Wurzelinsuffizienz. Und damit beginnt oft die nächste Kaskade: Es entstehen Knorpelschäden, das Gelenk verändert sich strukturell, und dann stehen wir bei teilweise noch jungen Patienten vor der Herausforderung, wie man das Gelenk möglichst lange erhält. Gerade bei jüngeren Menschen möchte man den Gelenkersatz natürlich so weit wie möglich in die Zukunft verschieben. Deshalb stellt sich dann häufig die Frage: Muss man überhaupt operieren oder reicht erstmal eine konservative Therapie? Das lässt sich nicht pauschal beantworten, denn es kommt sehr auf die Ursache an. Wenn jemand zum Beispiel ein krummes Bein hat, also eine deutliche Achsabweichung, dann hilft eine rein konservative Behandlung – also etwa Spritzen, Physiotherapie oder Schmerzmittel – manchmal nicht nur wenig, sondern kann sogar schädlich sein. Denn in der Zeit, in der man versucht, die Beschwerden zu lindern, schreitet der Gelenkschaden womöglich weiter fort. Und wenn man sich dann später doch für eine Operation entscheidet, ist das Gelenk bereits so geschädigt, dass die Erfolgsaussichten für gelenkerhaltende Maßnahmen schlechter stehen“, erklärt Prof. Dr. Ateschrang zu Beginn unseres Gesprächs und führt weiter aus:
„Ganz anders ist es, wenn die Achse stimmt und die Bänder stabil sind. Dann kann man bei einem Meniskusschaden durchaus auch konservativ vorgehen. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass man Hyaluronsäure ins Gelenk spritzt, eventuell auch in Kombination mit Cortison. Oder man arbeitet mit ACP – also aufbereitetem Eigenblut, das ins Gelenk zurückgeführt wird. Wenn zusätzlich eine leichte Achsabweichung besteht, kann man auch mit einer Orthese arbeiten – einer sogenannten Unloader-Orthese, die das Gelenk entlastet. Die Wirkung ist wissenschaftlich gut belegt. Natürlich kann sie eine knöcherne Korrektur nicht ersetzen, aber sie kann helfen, den Schmerz zu lindern und das Fortschreiten des Schadens zu verlangsamen. Die operative Achskorrektur – eine sogenannte Korrektur-Osteotomie – ist dann die Therapie der Wahl, wenn das Gelenk biomechanisch dauerhaft fehlbelastet wird. Dabei wird der Knochen durchtrennt und in einer neuen Position wieder stabilisiert, sodass die Beinachse korrigiert ist. Das klingt erstmal drastisch, und viele Patienten schrecken davor zurück. In solchen Fällen schlagen wir oft einen sogenannten Schienentest vor – den Brace-Test. Dabei trägt der Patient eine Orthese, die die korrigierte Beinachse simuliert. Und was wir immer wieder erleben: Die Patienten merken, dass es ihnen damit spürbar besser geht. Das ist oft der entscheidende Schritt – denn plötzlich entsteht die Überzeugung, dass eine Operation sinnvoll und zielführend ist. Der Test wirkt also therapeutisch, diagnostisch und auch psychologisch. Am Ende geht es immer darum, die beste Lösung für den jeweiligen Patienten zu finden. Wir schauen uns genau an, was im Gelenk los ist, und entscheiden dann gemeinsam, ob eine konservative Behandlung ausreicht oder ob ein Eingriff sinnvoll ist. Dabei steht der Gelenkerhalt so lange wie möglich im Fokus – mit dem Ziel, die Lebensqualität zu sichern und die natürliche Funktion des Knies zu bewahren“.
Bildgebende Verfahren wie konventionelles Röntgen in mehreren Ebenen, Ganzbeinstandaufnahmen zur Beurteilung der Beinachse, Magnetresonanztomografie (MRT) zur Darstellung von Knorpel, Meniskus und Bandapparat sowie in manchen Fällen eine diagnostische Arthroskopie liefern detaillierte Informationen über die Gelenksituation. Nicht zuletzt spielt die Erwartung des Patienten eine zentrale Rolle: Wer aktiv bleiben und das eigene Gelenk möglichst lange erhalten will, profitiert von einer frühzeitigen gelenkerhaltenden Therapie – solange die anatomischen und funktionellen Voraussetzungen dies zulassen. Sind hingegen bereits mehrere Gelenkanteile schwer geschädigt, der Knorpel flächig abgebaut und der Schmerz dauerhaft belastungsunabhängig, stellt der künstliche Gelenkersatz oft die sinnvollere Option dar.
Der Gelenkersatz am Kniegelenk lässt sich heute sehr individuell gestalten – deutlich individueller als noch vor einigen Jahren. Früher waren Prothesenlösungen häufig standardisiert, gleichsam „von der Stange“, ohne besondere Rücksicht auf die jeweilige Anatomie des Patienten. Heute ist das erfreulicherweise anders.
„Die Erkenntnisse und technischen Möglichkeiten sind so weit fortgeschritten, dass man zum Beispiel bei einer sogenannten medialen Arthrose – also einem Verschleiß auf der Innenseite des Knies, was am häufigsten vorkommt – sehr gezielt einen Teilgelenkersatz implantieren kann, etwa einen sogenannten medialen Schlitten. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass bestimmte statische Bedingungen erfüllt sind, etwa dass die Beinachse in einem vertretbaren Bereich liegt. Bei einem deutlichen O-Bein beispielsweise muss bei der Planung berücksichtigt werden, dass diese Achsabweichung nicht zu stark „krumm bleibt“, da sonst der neue Gelenk-Teilersatzl zu stark belastet würde. Genau an dieser Stelle kommt die digitale, computergestützte Operationsplanung ins Spiel. Wir führen zur Vorbereitung auf solche Eingriffe immer sogenannte Ganzbeinstandaufnahmen durch – das heißt, es wird eine Röntgenaufnahme vom Hüftgelenk bis zum Sprunggelenk gemacht, auf der die gesamte knöcherne Situation sichtbar wird. So können wir den Beckenstand beurteilen, die Anatomie des Kniegelenks sowie die darüber- und darunterliegenden Knochenabschnitte exakt einordnen. Mit Hilfe dieser Bilddaten lässt sich dann die individuelle Situation präzise analysieren und die exakte Positionierung und Größe der Prothesenkomponenten digital planen. Diese Planung erfolgt millimetergenau und bezieht auch die nötige Achskorrektur mit ein. Im Prinzip findet die Operation damit virtuell bereits vor dem eigentlichen Eingriff statt – mit dem Ziel, im OP dann genau dieses geplante Ergebnis möglichst exakt umzusetzen“, so Prof. Dr. Ateschrang und kommentiert noch die Unterstützung durch Robotertechnik:
„Robotergestützte Verfahren stehen bei uns aktuell zur Diskussion und sind Gegenstand intensiver Evaluierung. Bisher setzen wir sie noch nicht ein, was vor allem daran liegt, dass der nachweisbare Nutzen in erfahrenen Händen bislang nicht signifikant besser ist als bei klassischer manueller Chirurgie. Bei einem erfahrenen Operateur zeigen sich laut Studien nach drei bis sechs Monaten keine relevanten Unterschiede in den Ergebnissen. Auch die Kosten müssen gegenübergestellt werden. Entscheidend ist in beiden Fällen die präzise digitale Vorbereitung. Wenn diese sorgfältig erfolgt und im OP konsequent umgesetzt wird, lassen sich exzellente Ergebnisse auch ohne Roboterassistenz erreichen. Gleichwohl gibt es unterschiedliche robotergestützte Systeme, etwa CT-basierte Verfahren, die eine besonders exakte Implantation ermöglichen sollen. Doch auch hier muss man feststellen, dass sich diese Technologien bislang nicht flächendeckend etabliert haben – schätzungsweise nur etwa zehn Prozent der Kliniken in Europa nutzen diese Systeme regelmäßig. Wenn die Ergebnisse tatsächlich messbar besser wären, hätte sich die Technologie sicher bereits schneller und flächendeckend durchgesetzt. Für uns steht daher fest: Solange eine manuelle Implantation in Kombination mit moderner digitaler Planung in erfahrenen Händen zu ebenso guten Ergebnissen führt, setzen wir auf das, was für unsere Patientinnen und Patienten den größten Nutzen bringt – individuell, präzise und nachhaltig“.
Bei größeren oder komplexeren Knorpelschäden kommen heute moderne Verfahren wie die autologe Chondrozytentransplantation (ACT) zum Einsatz, bei der körpereigene Knorpelzellen entnommen, im Labor vermehrt und später in den Defekt eingebracht werden. Alternativ können auch Knorpel-Knochen-Transplantationen erfolgen – entweder mit eigenem Gewebe oder als Spendertransplantat, besonders bei tiefen Defekten. Matrix-assoziierte Verfahren wie MACI, bei denen Zellen auf biologischen Trägermaterialien imprägniert werden, ermöglichen eine gleichmäßige Defektauffüllung und bessere Verankerung. Bei Fehlstellungen wie O- oder X-Beinen kann eine begleitende Umstellungsosteotomie nötig sein, um die Heilung zu unterstützen. Zusätzlich werden biologische Therapien wie PRP, Wachstumsfaktoren oder Stammzellen zur Förderung der Regeneration erprobt. All diese Verfahren zielen darauf ab, die Gelenkfunktion zu erhalten, Schmerzen zu lindern und einen Prothesenersatz möglichst lange hinauszuzögern – vorausgesetzt, Diagnostik und Therapie sind exakt aufeinander abgestimmt.
Die minimal-invasive Kniechirurgie hat in dem letzten Jahrzehnt bedeutende Fortschritte gemacht – sowohl in der operativen Technik als auch im Einsatz moderner Instrumente und Technologien. Für den Patienten bedeuten diese Fortschritte in der Regel einen deutlich schnelleren Heilungsverlauf: weniger Schmerzen, geringerer Bedarf an Schmerzmitteln, kürzere Krankenhausaufenthalte und eine frühere Mobilisierung.
Hierzu schildert Prof. Dr. Ateschrang: „Nach einem Teil- oder Vollgelenkersatz am Knie bleiben die Patienten in der Regel drei bis fünf Tage in der Klinik – abhängig von der individuellen Reaktion des Gelenks auf den Eingriff. Manche Menschen neigen zu stärkerer Schwellung oder empfinden noch mehr Schmerzen, andere erholen sich schneller. Auf diese Unterschiede wird bei der Planung der Entlassung natürlich Rücksicht genommen. Je nach Zustand geht es dann entweder direkt nach Hause mit ambulanter Physiotherapie oder in eine stationäre Reha, die unmittelbar an den Klinikaufenthalt anschließt, um die weitere Rehabilitation zu unterstützen. Die Rückkehr in den normalen Alltag hängt ebenfalls von der Art des Eingriffs und den persönlichen Voraussetzungen ab. Nach knöchernen Eingriffen, wie etwa einer Achskorrektur, verläuft die Heilung meist schneller als bei weichteiligen Rekonstruktionen, etwa nach einem Kreuzbandriss. Der Grund: Ein Transplantat aus Weichteilgewebe braucht deutlich länger für die biologische Einheilung – dieser sogenannte Remodelling-Prozess kann sechs bis zwölf Monate dauern. Das bedeutet allerdings nicht, dass sportliche Aktivitäten so lange komplett ausgesetzt werden müssen. Bereits nach zwei bis drei Monaten ist in der Regel eine erste sportliche Belastung möglich, auf die dann Schritt für Schritt aufgebaut wird“.
Gerade bei sportlich aktiven oder leistungsorientierten Menschen werden Bewegungskoordination, Muskelkraft und dynamische Belastbarkeit – zum Beispiel durch Sprungverhalten – im Seitenvergleich überprüft.
„Teilweise erfolgt dies mit modernen Technologien wie hochauflösenden Kameras oder computergestützten Auswertungen. In Zusammenarbeit mit erfahrenen Physiotherapeuten vor Ort können solche Testverfahren auch direkt Zentrum des KSA durchgeführt werden. Und auch nach der Operation endet die Betreuung nicht mit der Entlassung. Alle Patienten werden grundsätzlich in Nachsorgeterminen weiter begleitet. Diese erfolgen individuell angepasst – mal in größeren Abständen, mal etwas enger getaktet, je nach Verlauf und persönlichem Bedarf. Manche Menschen wünschen sich etwas mehr Rücksprache und Betreuung, andere kommen mit wenigen Kontakten gut zurecht. In jedem Fall wird gemeinsam ein passender Weg gefunden, um eine sichere Rückkehr in Alltag, Beruf und Sport zu ermöglichen“, verdeutlicht Prof. Dr. Ateschrang.
Meist dauert es etwa sechs bis zwölf Wochen, bis Patienten sich im Alltag wieder sicher bewegen können. Leichte sportliche Aktivitäten wie Radfahren oder Joggen sind oft nach drei bis vier Monaten wieder möglich, kontaktereiche Sportarten sollten jedoch länger vermieden werden.
Die interdisziplinäre Zusammenarbeit spielt eine zentrale Rolle für den langfristigen Behandlungserfolg bei Kniegelenkproblemen. Knieerkrankungen und -verletzungen sind komplex und betreffen nicht nur das Gelenk selbst, sondern auch die umgebenden Muskeln, Bänder, das Nervensystem und oft das gesamte Bewegungssystem. Daher ist eine ganzheitliche Betreuung essenziell, um optimale Ergebnisse zu erzielen.
„Unser Haus ist technisch auf dem neuesten Stand – mit modernsten Verfahren wie 3D-Analysen, digitaler OP-Planung und exzellenter Ausstattung sowohl im Operationssaal als auch in der gesamten Diagnostik und Therapie. Wir bieten also Medizin auf höchstem Niveau – und zwar nicht nur operativ, sondern ganz bewusst auch nicht-operativ. Denn unser Grundsatz lautet: Eine Operation wird nur dann durchgeführt, wenn sie wirklich notwendig und sinnvoll ist. Deshalb steht bei uns immer eine individuelle Beurteilung im Vordergrund. Jeder Patient wird exakt individuell analysiert – sowohl mit Blick auf aktuelle Beschwerden als auch auf die langfristige Prognose. Besonders bei komplexeren Fällen wie der patellofemoralen Instabilität ist eine sorgfältige dreidimensionale Diagnostik entscheidend. Nur so lässt sich beurteilen, wo das eigentliche Problem liegt, wie es sich unbehandelt entwickeln könnte und ob eine Operation langfristige Vorteile bringt – oder ob konservative Maßnahmen die bessere Wahl sind. Wir verstehen unsere Aufgabe darin, medizinisch fundiert aufzuklären, sämtliche Optionen verständlich zu erläutern und Chancen wie Risiken transparent gegenüberzustellen. Am Ende ist es natürlich der Patient, der die Entscheidung trifft. Wir zeigen dabei den sogenannten Goldweg auf, also die aus medizinischer Sicht optimale Lösung – immer ergänzt um realistische Alternativen. Unser Ziel ist es, jeden Menschen individuell zu beraten, mit einem ganzheitlichen Blick auf das, was medizinisch machbar, aber auch für das Leben des Einzelnen wirklich passend ist“, betont Prof. Dr. Ateschrang, und damit beenden wir unser Gespräch.
Vielen Dank, Professor Dr. Ateschrang, für dieses informative Gespräch!
