Die Katarakt-OP ist die weltweit häufigste Operation zur Behandlung des Grauen Stars. Dabei ersetzt der Operateur die getrübte Linse im Auge durch eine klare Kunstlinse, um das Sehvermögen wiederherzustellen. Die Operation zählt zu den schonendsten Eingriffen der modernen Augenchirurgie und wird in der Regel ambulant durchgeführt. Unter örtlicher Betäubung oder im Dämmerschlaf verläuft sie für die meisten Patientinnen und Patienten schmerzfrei. Bereits am Tag nach der Operation können Betroffene häufig wieder gut sehen. Auf dieser Seite erfahren Sie, wie die Katarakt-Operation abläuft, wann der richtige Zeitpunkt für eine Operation ist und welche Risiken und Nachsorgeschritte wichtig sind.
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Katarakt-OP - Weitere Informationen
Geschichte der Operation des Grauen Stars
Die Katarakt-Operation gehört zu den ältesten Eingriffen am Auge. Schon in der Antike versuchten Ärzte, beim Grauen Star die getrübte Linse zu entfernen, um das Sehvermögen zu verbessern. Die moderne Katarakt-OP wurde im 18. Jahrhundert durch Jacques Daviel entwickelt, der erstmals die Linse vollständig entfernte. Heute ist die Operation des Grauen Stars einer der häufigsten Eingriffe weltweit. Dank moderner Techniken wie der Phakoemulsifikation und dem Femtosekundenlaser kann die Linse schonend zerkleinert und durch eine Kunstlinse ersetzt werden. Der Eingriff wird meist ambulant durchgeführt, verläuft für den Patienten schmerzfrei und führt in den meisten Fällen zu einer schnellen Wiederherstellung der Sehkraft.

Gut erkennbare Linsentrübung bei einem älteren Mann © 2707195204 | AdobeStock
Definition und Verfahren der Katarakt-Operation
Die Katarakt-Operation ist der Standardeingriff zur Behandlung des Grauen Stars. Dabei wird die getrübte Linse, die für das verschwommene Sehen verantwortlich ist, entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt. Ziel der Operation ist es, das Sehvermögen wiederherzustellen und die natürliche Sehschärfe zu erreichen.
Bei der Katarakt-OP unterscheidet man zwei Verfahren: die intrakapsuläre und die extrakapsuläre Kataraktextraktion. Heute wird fast ausschließlich die extrakapsuläre Methode angewendet, bei der die Linsenkapsel im Auge verbleibt. Sie dient als Halterung für die neue Kunstlinse oder intraokularlinse. Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung, häufig in Dämmerschlaf, und wird in der Regel ambulant durchgeführt.
Das gängigste Verfahren ist die Phakoemulsifikation. Hierbei wird die getrübte Linse mit Ultraschall zerkleinert, abgesaugt und anschließend eine faltbare Kunstlinse eingesetzt. Alternativ kann ein Femtosekundenlaser eingesetzt werden, der die Linse präzise zerkleinert und das umliegende Gewebe schont. Diese Form der Kataraktoperation gilt als besonders schonend und risikoarm.
Nach der Operation des Grauen Stars verbleibt die neue Linse dauerhaft im Auge. Die intraokularlinsen sind so konzipiert, dass sie sich stabil im Kapselsack positionieren und dauerhaft klares Sehen ermöglichen. Abhängig vom Linsentyp können zusätzlich Fehlsichtigkeiten ausgeglichen werden, etwa durch Multifokallinsen oder torische Linsen. Der gesamte Eingriff dauert meist nur wenige Minuten, und die meisten Komplikationen sind selten.
Die Katarakt-OP wird von erfahrenen Augenärzten durchgeführt und zählt zu den erfolgreichsten Operationen der modernen Augenheilkunde. Bereits am Tag der Operation bemerken viele Patienten eine deutliche Verbesserung der Sehkraft, und das Risiko von Komplikationen ist sehr gering.

Die Anatomie des Auges © bilderzwerg | AdobeStock
Voruntersuchungen vor einer Katarakt-OP
Vor der Katarakt-OP prüft der Augenarzt sorgfältig, ob eine Operation erforderlich ist und wann der richtige Zeitpunkt für eine Operation gekommen ist. Der Eingriff zählt zu den häufigsten Operationen des grauen Stars und wird meist ambulant durchgeführt. Dabei hängt der Erfolg von verschiedenen Faktoren ab, etwa vom allgemeinen Gesundheitszustand und dem Verlauf der Operation.
Vor der Operation findet eine gründliche Diagnostik statt. Die Ärztin oder der Arzt untersucht das Auge, bestimmt die Brechkraft und berechnet die Stärke der neuen Linse, die später das Sehvermögen ausgleichen soll. Patienten mit grauem Star werden außerdem auf weitere Augenerkrankungen wie den Grünen Star untersucht, um das Risiko von Komplikationen zu minimieren.
Die örtliche Betäubung wird individuell geplant, manchmal auch in Dämmerschlaf, damit die Operation für die Patientinnen und Patienten angenehm verläuft. Beim Grauen Star ist das Auge in der Regel nur trübe, aber wenn der graue Star nicht behandelt wird, verschlechtert sich die Sehkraft dauerhaft. Daher sollte die Star Operation rechtzeitig erfolgen.
Der Augenarzt erklärt, welche verschiedenen Linsentypen zur Auswahl stehen. Neben Standardlinsen können torische Linsen oder Multifokallinsen eingesetzt werden, um Sehfehler auszugleichen. Diese intraokularlinsen werden nach dem Entfernen der getrübten Linse in den Kapselsack eingesetzt und nehmen dort ihre endgültige Position ein.
Die Katarakt-Operation wird unter sterilen Bedingungen vorbereitet. Der Tag der Operation wird genau geplant, und das operierte Auge wird anschließend mit einer Augenklappe geschützt. Schon am nächsten Tag kann die Kontrolle beim Augenarzt stattfinden. Der Heilungsverlauf hängt von verschiedenen Faktoren ab, doch die meisten Operationen verlaufen ohne Komplikationen.
Unmittelbar nach dem Eingriff beginnt die Nachsorge mit Augentropfen, um Entzündungen zu verhindern. Wochen nach dem Eingriff überprüft der Augenarzt erneut das Sehvermögen und die Position der neuen Linse. Jahre nach der Operation kann sich in seltenen Fällen ein sogenannter Nachstar bilden, der jedoch unkompliziert mit dem Laser behandelt wird.

Die künstliche Augenlinse ist nur wenige Millimeter groß. Mit ihren beiden Haltearmen wird sie im Optimalfall in der körpereigenen Linsenkapsel verankert © Axel Kock | AdobeStock
Ablauf der Katarakt-OP
Die Katarakt-OP zählt zu den Routineeingriffen der Augenheilkunde. Die Operation findet meist ambulant unter örtlicher Betäubung oder Dämmerschlaf statt. Der Eingriff dauert pro Auge etwa 15 bis 20 Minuten.
Zu Beginn wird das Auge betäubt und desinfiziert. Danach setzt der Chirurg einen winzigen Schnitt an der Hornhaut. Bei der modernen Phakoemulsifikation wird die getrübte Linse mit Ultraschall zerkleinert und abgesaugt. Anschließend wird die Linse durch eine künstliche Linse ersetzt, die im Kapselsack ihre endgültige Position einnimmt.
Alternativ kann ein Femtosekundenlaser eingesetzt werden, der den Schnitt und die Zerkleinerung besonders präzise durchführt. Diese Laserbehandlung gilt als schonend und reduziert das Risiko von Komplikationen.
Die Operation des Grauen Stars zählt zu den sichersten Eingriffen weltweit. Das operierte Auge wird nach der Operation mit einer Augenklappe geschützt. Schon am nächsten Tag nach der Operation findet die erste Kontrolle beim Augenarzt statt. Die meisten Operationen verlaufen ohne Komplikationen, und das Sehvermögen verbessert sich oft unmittelbar nach dem Eingriff.
Der Heilungsverlauf hängt von verschiedenen Faktoren ab, etwa vom Linsentyp, der Hornhautstruktur und dem allgemeinen Gesundheitszustand. Patientinnen und Patienten mit grauem Star können in der Regel wenige Wochen nach dem Eingriff wieder gut sehen.
Nach dem Eingriff
Unmittelbar nach dem Eingriff bleibt das Auge zunächst mit einer Augenklappe geschützt, um Reizungen zu vermeiden. Schon am Tag nach der Operation findet die erste Nachuntersuchung beim Augenarzt statt. Dabei prüft er die Position der neuen Linse und kontrolliert das Sehvermögen.
In den ersten Wochen nach dem Eingriff werden regelmäßig Augentropfen angewendet, um Entzündungen und Infektionen vorzubeugen. Der Heilungsverlauf ist in der Regel unkompliziert, und die meisten Patientinnen und Patienten können bereits wenige Tage später wieder gut sehen.
Das operierte Auge sollte in den ersten Tagen geschont werden. Reiben oder Druck auf das Auge sind zu vermeiden. Die meisten Komplikationen treten, wenn überhaupt, kurz nach der Operation auf, etwa leichte Schwellungen oder vorübergehendes Fremdkörpergefühl.
Ein Nachstar kann Jahre nach der Operation entstehen, wenn sich die verbliebene Linsenkapsel erneut trübt. Diese Eintrübung lässt sich schmerzfrei mit dem Laser behandeln. Nach der Behandlung verbessert sich die Sehkraft wieder deutlich.
Bei Fragen zum Verlauf der Operation oder anhaltenden Beschwerden sollte immer die Ärztin oder der Arzt aufgesucht werden. Sie prüfen, ob das Auge korrekt verheilt und die neue Kunstlinse ihre endgültige Position erreicht hat.

In Schritt 1 wird die Linse entfernt. Danach wird die faltbare künstliche Linse eingesetzt (Schritt 2 und 3) © alexonline | AdobeStock
Risiken und Komplikationen einer Katarakt-OP
Die Katarakt-OP gilt als sehr sicherer Eingriff, der meist ambulant in einer Augenarztpraxis durchgeführt wird. Komplikationen treten nur selten auf, auch wenn die Operation des Grauen Stars immer ein präzises Vorgehen erfordert. Das Risiko von Komplikationen hängt vom Alter, vom allgemeinen Gesundheitszustand und vom fortgeschrittenen Stadium der Trübung ab.
Die Operation wird das Auge kaum belasten, da sie in der Regel weniger als 30 Minuten dauert und das Sehvermögen schon am nächsten Tag nach der Operation statt deutlich besser wird. In manchen Fällen kann die Operation an beiden Augen im Abstand von wenigen Wochen erfolgen, wenn der Graue Star beidseitig fortgeschritten ist.
Während der gesamten Operation wird die getrübte Linse entfernt und durch eine neue Kunstlinse ersetzt. Dadurch können Betroffene wieder scharf sehen und die Folge der natürlichen Alterung, also die Linsentrübung, wird behoben. Die meisten Operationen verlaufen ohne Komplikationen, und Patientinnen und Patienten sind oft schon nach einer Woche nach der Operation wieder alltagstauglich.
Selten treten Infektionen, Schwellungen oder ein Nachstar auf. Letzterer entsteht, wenn sich nach einiger Zeit die Linsenkapsel trübt. Diese Trübung kann unkompliziert mit dem Laser behandelt werden. Auch leichte Reizungen oder vorübergehende Einschränkungen des Sehvermögens sind möglich, klingen aber meist rasch ab.
Die Kosten für eine Katarakt-OP werden in der Regel von der Krankenkasse übernommen. Wer spezielle Linsentypen wie Multifokallinsen oder torische Linsen wählt, muss die Mehrkosten häufig selbst tragen. Bei Unsicherheiten sollte vor der Operation mit der Krankenkasse geklärt werden, welche Leistungen übernommen werden.
Insgesamt zählt die Grauer Star OP zu den erfolgreichsten Eingriffen der modernen Augenheilkunde. Nach der Katarakt OP ist das Sehvermögen meist dauerhaft stabil, und das Auge passt sich schnell an die neue Linse an. Damit sind die Aussichten auch bei fortgeschrittenem Grauen Star ausgezeichnet, wenn die Operation sorgfältig geplant und durchgeführt wird.
FAQ zur Katarakt-OP
Wann ist eine Katarakt-OP notwendig?
Eine Katarakt-OP ist erforderlich, wenn die Linse durch die Folge der natürlichen Alterung zunehmend trüb wird und das Sehvermögen einschränkt. Sobald Patientinnen und Patienten durch den Grauen Star nicht mehr scharf sehen können oder das Sehen verschwommen wirkt, empfehlen Augenärzte den Zeitpunkt für eine Operation. Auch im fortgeschrittenen Stadium des Grauen Stars ist der Eingriff möglich und verbessert die Sehkraft deutlich.
Wie läuft eine Katarakt-OP ab?
Die Operation findet meist ambulant in einer spezialisierten Augenarztpraxis unter örtlicher Betäubung oder im Dämmerschlaf statt. Während der gesamten Operation wird die getrübte Linse mit Ultraschall zerkleinert und abgesaugt. Anschließend wird sie durch eine Kunstlinse ersetzt, die dauerhaft im Auge verbleibt. Die Operation wird das Auge kaum belasten und dauert pro Auge etwa 15 bis 20 Minuten.
Was passiert nach der Katarakt-OP?
Unmittelbar nach dem Eingriff wird das Auge mit einer Augenklappe geschützt. Schon am Tag nach der Operation statt der ersten Kontrolle kann das Sehvermögen deutlich klarer sein. Augentropfen helfen, die Heilung zu fördern und Entzündungen zu vermeiden. Etwa eine Woche nach der Operation ist das Auge meist vollständig reizfrei, und viele Betroffene können wieder gut sehen.
Was zahlt die Krankenkasse bei einer Katarakt-OP?
Die Krankenkasse übernimmt in der Regel die Kosten für die Standard-Katarakt-Operation und eine monofokale Linse. Wenn Patientinnen und Patienten spezielle Linsentypen wie torische Linsen oder Multifokallinsen wünschen, müssen sie die Mehrkosten meist selbst tragen. Es empfiehlt sich, den individuellen Leistungsumfang vor der Operation mit der Krankenkasse abzuklären.
Wie sind die Heilungschancen nach einer Katarakt-OP?
Die meisten Operationen verlaufen ohne Komplikationen, und das Risiko von Komplikationen ist sehr gering. Schon am nächsten Tag nach der Operation bemerken viele eine deutliche Verbesserung der Sehkraft. Wochen nach dem Eingriff ist das Auge vollständig verheilt, und das Sehvermögen stabil. Nur in seltenen Fällen kann ein Nachstar oder eine leichte Trübung auftreten, die sich unkompliziert mit dem Laser behandeln lässt.