Lidstraffung: Informationen & Spezialisten für Lidstraffungen

Eine Lidstraffung ist einer der häufigsten Eingriffe in der plastisch-ästhetischen Chirurgie. Ziel einer Lidstraffung ist, den Augen ein jüngeres und strahlenderes Aussehen zu verleihen. Eine Lidstraffung wird in der Regel ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Der Eingrff dauert 1 bis 1,5 Stunden und kostet 1.500 Euro oder mehr. Hier finden Sie weiterführende Informationen sowie ausgewählte Spezialisten für Lidstraffungen.

Empfohlene Spezialisten für Lidstraffungen

Artikelübersicht

Lidstraffung - Weitere Informationen

Was ist eine Lidstraffung?

Eine Lidstraffung ist eine plastische Operation, die der Entfernung von

  • Schlupflidern,
  • den aus Fettgewebe bestehenden Tränensäcken,
  • Augenfältchen,
  • eingesunkenen Unterlidern oder
  • erschlafften Augenlidern

dient. Ziel des Eingriffs ist, ein gleichmäßiges und symmetrisches Ergebnis zu erzielen.

Das Ausmaß der Lidstraffung richtet sich nach dem individuellen Zustand der Lider des Patienten. Durch die Entfernung der überschüssigen Haut ergibt sich die Straffung der Haut und Muskulatur von selbst.

Gründe für eine Lidstraffung

Durch den natürlichen Alterungsprozess oder auch durch eine familiäre Veranlagung können

  • Augenfältchen,
  • Tränensäcke und
  • erschlaffte Augenlider

entstehen. Dadurch kommt es zu einer unerwünschten Veränderung der Augenpartie und einer Beeinträchtigung der idealen Erscheinung.

Einer Lidstraffung liegen daher fast immer ästhetische Grunde zugrunde. Die meisten Menschen entscheiden sich für eine Lidstraffung, weil sie sich ein frischeres, jüngeres und strahlenderes Aussehen ihrer Augen wünschen.

Im Extremfall können Veränderungen der Augenpartie aber auch krankhafte Gesichtsfeldeinschränkungen zur Folge haben. In diesen Fällen spricht man von einer medizinisch indizierten Lidstraffung.

Lidstraffung
Durch die Lidstraffung werden hängende Augenlider und Fältchen entfernt © Alessandro Grandini | AdobeStock

Ergebnis einer Lidstraffung

Nach einer Lidstraffung sind die Oberlider deutlich glatter, wodurch der Blick offener und die Augen strahlender wirken. Die Unterlider haben nach einer Lidstraffung im Ruhestand keine Falten mehr, beim Lächeln allerdings schon.

In den natürlichen Lidfalten bleibt eine feine, dünne Linie zurück, die kaum auffällt. Eine Aufhellung oder Festigung von dunkler oder extrem dünner Haut an den Unterlidern ist durch eine Lidstraffung allerdings nicht möglich.

Vorbereitungen und Voruntersuchungen bei einer Lidstraffung

Eine Lidstraffung darf selbstverständlich keine Schädigungen der Netzhaut und des Augenhintergrundes verursachen. Daher ist vor der operativen Lidstraffung eine augenärztliche Untersuchung notwendig.

Der Befund dieser Voruntersuchung muss der Klinik vor der Durchführung der Lidstraffung vorgelegt werden. In den zwei Wochen vor dem Operationstermin muss der Patient auf

  • Schlafmittel,
  • blutgerinnungsverzögernde Schmerzmittel wie Aspirin und
  • Alkohol

verzichten.

Zur Vorbereitung auf die Zeit nach der Lidstraffung sollte sich der Patient zwei bis drei weiche Kühlelemente oder eine Migränemaske besorgen.

Zum Operationstermin sollte der Patient ungeschminkt und ausgeruht erscheinen und eine dunkle Sonnenbrille mitbringen.

Vorgehen bei einer Lidstraffung

Vor der eigentlichen Lidstraffung plant der plastische Chirurg zunächst die optimale Schnittführung für den Eingriff. Dazu zeichnet er mit einem Stift eine exakte Skizze auf die Haut des Patienten.

Eine Lidstraffung wird meist ambulant und unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Hierbei erhält der Patient zunächst eine Beruhigungsspritze gegen die Nervosität und Aufregung. Das Medikament versetzt ihn in eine Art Halbschlaf. Die örtliche Betäubung erfolgt anschließend mit je vier winzigen, kaum spürbaren Einstichen an den vier Augenlidern. 

Anschließend entfernt der plastische Chirurg mit einem Skalpell

  • überschüssige Haut an den Ober- und Unterlidern,
  • eingelagertes Fett sowie
  • erschlafftes Muskelgewebe.

In der Regel wird dabei so viel überschüssige Haut entfernt, wie mit zwei Fingern gefasst werden kann.

Zum Schluss werden die Hautschnitte mit fortlaufenden, extrem dünnen Fäden intrakutan vernäht. Die Dauer einer solchen operativen Lidstraffung beträgt ein bis anderthalb Stunden.

Unmittelbar nach der operativen Lidstraffung kann der Patient die Klinik wieder verlassen. Ängstliche Patienten können sich auch in Vollnarkose operieren lassen. Dies ist allerdings mit zusätzlichen Risiken verbunden.

Nach der Lidstraffung

In den ersten ein bis zwei Tagen nach der Lidstraffung treten in der Regel mehr oder weniger starke Schwellungen an den Augen auf. Diese klingen aber kurz darauf wieder ab. Darüber hinaus kommt es zu Blutergüssen an den Augen, die sich in den Unterlidern absetzen. Meistens bilden sie sich innerhalb von 7 Tagen wieder zurück.

Die Naht der Hautschnitte ist in der Regel bereits 8 Tage nach der Lidstraffung kaum noch sichtbar. Sie liegt bei geöffneten Augen genau in den entstehenden Lidfalten. Wenn der Hautschnitt über die äußere Begrenzung der Augenhöhle hinausgeht, können die zusätzlichen, etwa 1 bis 2 Zentimeter langen Narben noch ein paar Wochen lang gerötet sein.

Aufgrund der Schwellungen kann die Lidspalte zudem nach der Lidstraffung noch einige Wochen etwas kleiner erscheinen.

In der ersten Woche nach der Lidstraffung sollten keine Cremes, Salben oder Make-up direkt auf die Augen und die frischen Narben aufgebracht werden. Um etwaige Blutergüsse zu kaschieren, sollte stattdessen eine dunkle Sonnenbrille getragen werden.

Um die Schwellungen zu lindern und deren Abklingen nach der Lidstraffung zu beschleunigen, kann der Patient zu

  • feuchten Kompressen,
  • Eisbeuteln oder
  • Migränemasken

greifen. Diese sollte er etwa 1 bis 2 Tage lang so oft wie möglich auf die Augen legen. Mit einem feuchten Pad können Blutreste an der Naht vorsichtig entfernt werden.

Die Fäden werden in der Regel fünf Tage nach der operativen Lidstraffung in der Klinik gezogen.

Mögliche Risiken und Komplikationen bei einer Lidstraffung

Zu den möglichen Komplikationen, die bei einer Lidstraffung auftreten können, gehören

  • Nachblutungen in den ersten zwei Tagen nach der Operation,
  • ein leichtes Abstehen des Unterlids,
  • vermehrtes Tränenträufeln,
  • eine überschießende Narbenbildung,
  • eine leichte Trockenheit der Augen sowie
  • in sehr seltenen Fällen Sehstörungen.

Abstehen des Unterlids nach einer Lidstraffung

Das Unterlid kann nach einer Unterlidstraffung vorübergehend leicht abstehen. Gleichzeitig kann ein vermehrtes Tränenträufeln auftreten. Beides ist abhängig von der Ausdehnung des Blutergusses und der Narbenbildung.

Diese Komplikationen treten vor allem bei älteren Patienten und Zweiteingriffen auf. Bilden sie sich nicht innerhalb von sechs Wochen allein zurück, können sie einen erneuten kleinen Eingriff notwendig machen.

Narbenbildung und Trockenheit der Augen nach einer Lidstraffung

Manche Patienten haben eine Veranlagung zu einer überschießenden Narbenbildung. Dadurch können die Linien der Hautschnitte einige Wochen lang etwas derb und gerötet sein.

Dass die Augen nach der Lidstraffung leicht trocken sind, ist normal. Wenn aber stärkere Reizungen und Rötungen der Augen auftreten, sollte am besten ein Augenarzt aufgesucht werden.

Vorbeugung von Komplikationen bei einer Lidstraffung

Komplikationen gilt es bei einer Lidstraffung zu verhindern. Der Patient sollte dem Chirurgen daher vor der Lidstraffung mitteilen, ob er

  • unter Krankheiten oder Allergien, etwa gegen Medikamente oder Pflegemittel, leidet oder
  • zu blauen Flecken und anhaltenden Blutungen nach leichten Verletzungen neigt. Dies kann auf eine Blutgerinnungsstörung hinweisen.
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