Muttermale sind gutartige Hautveränderungen. Manchr Menschen lassen sie aus rein ästhetischen Gründen entfernen. Manchmal liegt auch eine medizinische Notwendigkeit für die Muttermalentfernung vor. In seltenen Fällen können Muttermale entarten und sich zu Hautkrebs entwickeln. Eine Entfernung ist dann sinnvoll und notwendig. Kleine Muttermale lassen sich in wenigen Minuten chirurisch entfernen. Etwas mehr Aufwand bedürfen größere Muttermale und Muttermale im Gesicht. Muttermale und Hautveränderungen entstehen häufig im Laufe des Lebens und können sich durch äußere Einflüsse wie UV-Strahlung oder altersbedingt verändern. Daher ist eine regelmäßige dermatologische Kontrolle sinnvoll, um auffällige Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Hier finden Sie weiterführende Informationen sowie ausgewählte Spezialisten und Zentren für die Muttermalentfernung.
Empfohlene Ärzte für das Entfernen von Muttermalen
Kurzübersicht:
Artikelübersicht
- Was sind Muttermale und welche Arten von Leberfleck oder Muttermal werden unterschieden?
- Gründe Muttermal entfernen zu lassen
- Chirurgische Entfernung von Muttermalen
- Laser zur Entfernung von Muttermalen
- Mögliche Komplikationen und Risiken bei der Muttermalentfernung
- Nachbehandlung nach der Entfernung des Muttermals
- Kosten der operativen Entfernung
- Fazit zur operativen Entfernung von Muttermalen
- FAQ
Muttermalentfernung - Weitere Informationen
Was sind Muttermale und welche Arten von Leberfleck oder Muttermal werden unterschieden?
Muttermale heißen medizinisch Nävi oder umgangssprachlich Leberflecken. Es handelt sich um gutartige Veränderungen der normalen Haut. Sie entstehen aus Pigmentzellen der Haut. Ihre Farbe kann von hell bis fast schwarz reichen. Wichtig ist die Abgrenzung zwischen gutartigen Muttermalen und bösartigen Hauttumoren und Muttermalen, die eine weiterführende Diagnostik und Behandlung erfordern können.
Häufig sind Muttermale erblich bedingt. Fast jeder Mensch hat einige Muttermale. Menschen mit mehr als 50 Muttermalen haben ein geringfügig erhöhtes Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.

Fast jeder Mensch hat Muttermale © Voyagerix | AdobeStock
Medizinisch unterscheidet man eine Vielzahl verschiedener Arten von Muttermalen und deren Untergruppen:
- Melanozytäre Nävi (z.B. Sommersprossen, Café-au-lait-Fleck)
- Nävuszellnävi (z.B. behaarter Riesenpigmentzellnävus)
- Epidermale Nävi
- Talgdrüsen-Nävus (Nävus sebaceus)
- Gefäßnävi und Hämangiome (Feuermal und Blutschwämme)
Gründe Muttermal entfernen zu lassen
Oft lassen sich Menschen ihre Muttermale aus ästhetischen Gründen entfernen.
Eine medizinische Notwendigkeit zur Entfernung besteht, wenn ein Muttermal zu entarten droht und sich zu einem Melanom entwickelt. Es wird z.B. empfohlen,
- auffällige Muttermale regelmäßigen Kontrollen zu unterziehen oder
- Nävuszellnävi, die größer als 2 cm sind, vor dem 20 Lebensjahr zu entfernen.
Generell sollten Sie bei
- besonders großen,
- ungewöhnlich geformten oder
- farblich veränderten
Muttermalen einen Hautarzt aufsuchen. Manche Betroffene möchten ein Muttermal entfernen lassen, wenn das Muttermal als störend empfunden wird, beispielsweise durch Reibung an Kleidung oder aus kosmetischen Gründen. In anderen Fällen raten Ärzte vorsichtshalber zu einer Entfernung, wenn eine eindeutige Beurteilung ohne feingewebliche Untersuchung nicht möglich ist.
Chirurgische Entfernung von Muttermalen
Die operative Muttermal Entfernung ist in jedem Fall alternativen Therapien vorzuziehen.
Idealerweise erfolgt die Indikationsstellung zur Entfernung eines Muttermals durch einen Hautarzt. Kleine Muttermale können in der Regel ohne Probleme in örtlicher Betäubung chirurgisch entfernt werden. Der Eingriff dauert nur wenige Minuten. Dabei wird das Muttermal mit einem Skalpell in der Regel vollständig und mit ihrer gesamten Hülle entfernt, um eine vollständige Untersuchung zu ermöglichen und ein erneutes Wachstum zu verhindern.
Bei größeren Hautveränderungen, insbesondere im Gesicht, sollte ein Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie aufgesucht werden. Dieser kann das Muttermal sicher entfernen und nimmt dabei besondere Rücksicht auf ästhetische Anforderungen. Ansonsten kann auch die Entfernung eines kleinen Muttermals eine Narbe hinterlassen.
Der Defektverschluss wird über eine lokale Hautverschiebung erreicht. Besonders bei unklaren oder auffallenden Befunden können Ärzte zur Entfernung und feingeweblichen Untersuchung raten, um gutartige von bösartigen Veränderungen sicher zu unterscheiden.
Bei sehr großen Veränderungen kommt oft eine serielle Exzision zum Einsatz. Das sind mehrere Eingriffe, bei denen immer wieder ein Stück des Nävus entfernt wird. Die umliegende Haut wird so Stück für Stück gedehnt und entfernt.
Auch der Einsatz eines Skin-Expanders ist möglich. Dabei wird ein Kunststoffbeutel mit Ventil über einen Schnitt unter die angrenzende gesunde Haut eingebracht. Nach Abheilung kann der Beutel über das Ventil in regelmäßigen Abständen mit Kochsalz aufgefüllt werden. Dadurch wird die darüber liegende Haut schonend gedehnt.
Bei ausreichender Dehnung werden dann in einem zweiten Eingriff der Beutel und der Nävus entfernt. Der Defekt wird danach mit Hilfe der gedehnten Haut verschlossen.
Abhängig vom Aufwand des operativen Eingriffes kommen alle üblichen Anästhesieverfahren zum Einsatz:
- eine örtliche Betäubung,
- eine Kombination mittels Dämmerschlaf oder
- eine Vollnarkose.
Bei der lokalen Betäubung kann der Patient kurz nach dem Eingriff in Begleitung wieder nach Hause gehen. Bei oben genannten aufwändigeren Verfahren ist mit einem kurzen stationären Aufenthalt zu rechnen.
Laser zur Entfernung von Muttermalen
Zu den Methoden zur Entfernung gehört auch der Einsatz von Laser. Dabei wird das Pigmentgewebe durch gezielte Lichtimpulse zerstört, sodass sich der Leberfleck entfernen lässt, ohne dass ein chirurgischer Schnitt erforderlich ist.
Allerdings ist diese Methode nicht für alle Hautveränderungen geeignet. Insbesondere bei Verdacht auf Hautkrebs sollte keine Laserbehandlung durchgeführt werden, da das Gewebe beim Laser entfernen nicht vollständig zur feingeweblichen Untersuchung zur Verfügung steht. Daher wird bei verdächtigen Muttermalen in der Regel ein chirurgischer Eingriff bevorzugt, um eine sichere Diagnose zu gewährleisten.
Die Lasermethode kann vor allem bei eindeutig harmlosen und oberflächlichen Hautveränderungen eingesetzt werden, wobei auch hier eine vorherige Untersuchung durch einen Dermatologen erforderlich ist.
Mögliche Komplikationen und Risiken bei der Muttermalentfernung
Keine Operation ist ohne Risiken! In den Händen eines dafür ausgebildeten Facharztes sind die operativen bzw. anästhesiologischen Gefahren aber sehr gering.
Als seltene operative Risiken sind
- Nachblutungen,
- Infektionen,
- Wundheilungsstörungen und
- auffällige Narbenbildungen
zu erwähnen.
In seltenen Fällen können auch Infektionen oder Wundheilungsstörungen auftreten, die jedoch meist gut behandelbar sind.

Narbe direkt nach der Entfernung eines kleinen Muttermals © Carola Vahldiek | AdobeStock
Nachbehandlung nach der Entfernung des Muttermals
Nach der Entfernung von kleinen Nävi ist nur eine Wundkontrolle und die Entfernung der Nähte nötig. Abhängig von der Lokalisation des Muttermals und vom Heilungsverlauf werden die Fäden nach 5 bis 14 Tagen gezogen. Die operative Entfernung erfolgt so, dass das Gewebe vollständig entfernt und zur feingeweblichen Untersuchung eingesendet werden kann, um den Befund abschließend zu sichern.
Bei größeren Eingriffen sieht das anders aus, insbesondere nach Einsatz eines Skin Expanders. Es sollten regelmäßige Kontrollen, verbunden mit dem Auffüllen des Expanders, stattfinden. Bis zum Erreichen des gewünschten Volumens und Dehnung der Haut vergehen mitunter mehrere Wochen bis Monate.
Kosten der operativen Entfernung
Wird ein Muttermal aus medizinischen Gründen entfernt, werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen.
Für eine aus rein ästhetischen Erwägungen gewünschte Muttermal-Entfernung muss der Patient die Kosten selbst tragen.
Fazit zur operativen Entfernung von Muttermalen
Die Risiken bei der Entfernung von Muttermalen lassen sich durch die Behandlung eines entsprechend ausgebildeten Facharztes minimieren.
Die Entfernung eines „normalen“ Muttermals ist ein kurzer, unkomplizierter Eingriff. Bei einem gewissen Entartungsrisiko sollte der Eingriff unbedingt durchgeführt werden. Die Entscheidung für eine OP basiert dabei immer auf einer individuellen ärztlichen Bewertung der Gefahr und der klinischen Erscheinung.
FAQ
1. Wann ist es medizinisch notwendig, Muttermale zu entfernen?
Eine Entfernung gutartiger Hauttumore oder verdächtiger Veränderungen ist erforderlich, wenn der Verdacht auf eine bösartige Veränderung besteht oder sich das Erscheinungsbild verändert.
2. Wie läuft die Muttermalentfernung ab?
Die Muttermalentfernung erfolgt meist ambulant und das Gewebe wird vollständig entfernt und zur feingeweblichen Untersuchung eingeschickt.
3. Kann ein Muttermal auch aus kosmetischen Gründen entfernt werden?
Ja, manche Muttermale werden aus rein kosmetischen Gründen entfernt, wenn sie als störend empfunden werden oder an auffälligen Körperstellen liegen.
4. Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Entfernung?
Ob übernimmt die Krankenkasse die Kosten hängt davon ab, ob medizinische Gründe vorliegen; bei medizinischer Notwendigkeit werden die Kosten in der Regel übernommen.









