Zahnbehandlung mit Narkose: Spezialisten und Informationen

Eine Narkose ist für manche Patienten bei unangenehmen und umfangreichen Zahnbehandlungen Zahnbehandlungen sehr hilfreich. Dazu gehören Angstpatienten oder auch Kinder.

Im Folgenden finden Sie weitere Informationen zu einer Zahnbehandlung mit Narkose sowie ausgewählte Spezialisten.

Empfohlene Spezialisten für eine Zahnbehandlung mit Narkose

Artikelübersicht

Zahnbehandlung mit Narkose - Weitere Informationen

Gründe für eine Zahnbehandlung mit Narkose

Viele Menschen bekommen Schweißausbrüche und Angst, wenn sie nur an eine Behandlung beim Zahnarzt denken. Manche haben vielleicht auch in der Kindheit schlechte Erfahrungen gemacht. Eine Vollnarkose kann hier Abhilfe schaffen und den Betroffenen die Angst vor der notwendigen Zahnbehandlung nehmen.

Bei manchen Zahnbehandlungen reicht eine lokale Betäubung aus, oder es ist gar keine Betäubung notwendig. Andere Zahnbehandlungen am Kiefer, den Zahnwurzeln oder Zähnen sind aber aufwändiger und langwieriger. Hier kann eine Allgemeinanästhesie, also eine Vollnarkose, Sinn ergeben. Dazu gehört beispielsweise das Setzen von Zahnimplantaten in den Kiefer oder das Ziehen von Weisheitszähnen.

Eine Vollnarkose bei der Zahnbehandlung kann weiterhin sinnvoll sein bei

  • Menschen mit Bewegungsstörungen, die bei der Zahnbehandlung nicht ruhig liegen bleiben können,
  • Kindern,
  • Patienten mit einem ausgeprägten Würgereflex,
  • Menschen, die Angst vor den Geräuschen und Eindrücken einer zahnärztlichen Behandlung haben.

Bei einem Eingriff unter Narkose muss der Magen leer sein. Daher dürfen Sie vor der Behandlung zumindest fünf bis sechs Stunden lang nichts essen bzw. trinken.

Zahnarzt Kind mit Narkose
Bei Kindern kann eine Zahnbehandlung mit Narkose sinnvoll sein, da sie während der Behandlung sonst oft nicht still liegen bleiben können © Alla | AdobeStock

Wie läuft die Zahnbehandlung mit Narkose ab?

Um Schmerzen bei einer Zahnbehandlung zu vermeiden, kommen unterschiedliche Betäubungsarten zum Einsatz. Sehr häufig führt der Zahnarzt eine lokale Betäubung durch. Sie schaltet Schmerzen an einer lokal begrenzten Behandlungsstelle aus. Die Wahrnehmung des Patienten wird bei dieser Form der Betäubung aber nicht beeinträchtigt. Ziel ist es hier, die Weiterleitung des Schmerzes ins Gehirn zu unterbrechen, sodass der Schmerz dort nicht ankommt.

Eine weitere Möglichkeit sind Narkosemittel, die intravenös - also durch eine Injektion in eine Vene oder ein Blutgefäß - verabreicht werden. Diese setzen sich aus

  • muskelentspannenden Mitteln,
  • Schmerzmitteln bzw.
  • Schlafmitteln

zusammen.

Eine weitere Option sind sogenannte Inhalations-Narkotika, die man über die Atemluft zuführt. Dazu gehört beispielsweise Lachgas, das einen muskelentspannenden und hypnotischen Effekt hat. Lachgas kommt in der Zahnmedizin bereits seit dem 19. Jahrhundert zum Einsatz und ist somit ein sehr altes Narkosemittel. Es bietet den Patienten den Vorteil, während der Behandlung bei Bewusstsein bzw. ansprechbar zu bleiben. Außerdem ist für die Anwendung kein Anästhesist erforderlich.

Lachgas wird mithilfe einer Nasenmaske verabreicht, wodurch beim Patienten dann ein entspanntes Gefühl einsetzt. Manche beschreiben das Gefühl sogar als "Glücksgefühl". Das Zeit- und Schmerzempfinden wird dadurch gemindert, was vor allem Patienten, die an Angstzuständen leiden, enorm hilft. Lachgas ist geschmack- und geruchlos und nach der Behandlung führt der Arzt reinen Sauerstoff zu, wodurch die Wirkung wieder aufgehoben wird.

Eine weitere Alternative stellt die sogenannte Analgosedierung dar. Analgosedierung setzt sich aus den Wörtern "Analgetikum" (Schmerzmittel) bzw. Sedierung (Beruhigungsmittel) zusammen und der Patient wird dabei in eine Art Dämmerschlaf versetzt.

Patientenverhalten nach der Behandlung

Grundsätzlich ist die Allgemeinnarkose ein sicheres Verfahren. Direkt nach einer Vollnarkose benötigt der Patient allerdings etwas Zeit, damit er wieder zu sich kommen kann.

Oftmals wird er in der Klinik oder in der Praxis auch noch eine Zeit lang beobachtet. So können die Ärzte sichergehen, dass der Patient die Narkose gut vertragen hat. Anschließend kann er die Arztpraxis mit einer Begleitperson wieder verlassen.

Komplikationen, Risiken, Prognosen

Vor der Behandlung wird der Patient auf seine Krankheitsgeschichte bzw. seinen Gesundheitszustand untersucht.

Wer an etwaigen schweren

  • Vorerkrankungen,
  • Allergien,
  • Unverträglichkeiten oder
  • chronischen Erkrankungen l

eidet, kann unter Umständen keine Vollnarkose bekommen. Der Arzt kann das Risiko einer Anästhesie individuell einschätzen, ebenso welche Art der Narkose für den jeweiligen Patienten in Frage kommt. Sollten bestimmte Risiken für eine Vollnarkose bestehen, kann stattdessen auch eine lokale Betäubung möglich sein.

Bei manchen Patienten treten nach einer Narkose Übelkeit oder Kopfschmerzen auf. Völlig normal ist auch eine gewisse Benommenheit bzw. Müdigkeit.

Der Effekt von Lachgas lässt hingegen sehr rasch wieder nach, sodass man sich nach dem Eingriff kaum müde oder benommen fühlt. Lachgas stellt daher für den Körper eine sehr schonende Form der Narkose dar. Die Lachgas-Betäubung ist sowohl für ältere Personen, die unter Umständen auch an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung leiden, als auch für Kinder eine sehr empfehlenswerte Maßnahme.

Gegen eine Sedierung mit Lachgas sprechen hingegen akute Atemwegserkrankungen bzw. schwere Lungenschäden.

Auch bei einer Analogsedierung kann es unter Umständen zu Nebenwirkungen kommen. Dazu zählen beispielsweise Müdigkeit und Benommenheit, sodass man nach dem Eingriff auf keinen Fall Autofahren sollte.

Quellen

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