Die Prostatavergrößerung, medizinisch als benigne Prostatahyperblasie (BPH) bekannt, ist eine häufige Erkrankung bei älteren Männern, die zu Beschwerden im unteren Harntrakt führen kann. Eine innovative Behandlungsoption ist die Wasserdampftherapie, die schonend und effektiv das Gewebe der Prostata reduziert. Diese Methode bietet Patienten eine minimalinvasive Alternative zu traditionellen chirurgischen Verfahren und verbessert die Lebensqualität erheblich. Hierzu konnte die Redaktion des Leading Medicine Guide in einem Gespräch mit Dr. med. univ. Nicolas Rickert mehr erfahren.
Die benigne Prostatahyperplasie (BPH) ist oft genetisch bedingt und im Allgemeinen ein altersbedingter Prozess, da sie im Laufe der Zeit wächst.
„Früher erlebten die Menschen nicht das Alter, in dem diese Probleme typischerweise auftreten, was bedeutet, dass es keinen natürlichen Selektionsdruck gab, der ein übermäßiges Wachstum der Prostata verhindern würde. Patienten bemerken typischerweise eine Abschwächung ihres Urinstrahls, Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Unterbrechungen oder das Gefühl, plötzlich dringend zur Toilette zu müssen, ohne es lange anhalten zu können. Ein weiteres häufiges Symptom ist, dass sie nachts mehrmals aufstehen müssen, was den Schlaf erheblich stören kann. Diese Symptome führen häufig dazu, dass Patienten einen Arzt aufsuchen. Wenn ein Patient mit solchen Beschwerden in die Praxis kommt, beginnt die Diagnostik mit einer ausführlichen Anamnese. Dabei wird mit dem Patienten über seine Symptome gesprochen, die häufig anhand von Fragebögen objektiviert werden. Diese Fragebögen helfen dabei, die Beschwerden zu erfassen und ihren Schweregrad zu bestimmen. Dabei ist es wichtig zu klären, wie stark die Symptome den Patienten im Alltag stören, denn wenn die Beschwerden gut zu bewältigen sind, besteht möglicherweise kein Bedarf für eine Behandlung. Auch die Größe der Prostata spielt eine entscheidende Rolle: Ist die Prostata sehr klein, könnten alternative Ursachen für die Beschwerden in Betracht gezogen werden“, erklärt Dr. Rickert am Anfang unseres Gesprächs.
Die Wasserdampftherapie (Rezüm) bei Prostatavergrößerung ist eine minimalinvasive Behandlungsmethode, bei der gezielt Wasserdampf in das überschüssige Prostatagewebe injiziert wird, um es zu veröden und zu reduzieren. Diese Technik zielt darauf ab, die Symptome des unteren Harntrakts zu lindern, und bietet im Vergleich zu traditionellen Operationen eine schnellere Genesung und weniger Komplikationen.
„Bei sehr großer Prostata kann die Wasserdampfbehandlung möglicherweise nicht die geeignete Therapieoption sein und andere Verfahren sollten in Betracht gezogen werden. Die Größe der Prostata wird üblicherweise mittels Ultraschalls in Millilitern durch eine Näherungsformel geschätzt. Eine normale Prostata hat in der Regel ein Volumen von bis zu 20 Millilitern. Bei einer Prostatavergrößerung kann ein Volumen von etwa 80 Millilitern gerade noch für die Wasserdampfbehandlung geeignet sein. Bei einem Prostatavolumen deutlich darüber, und man sieht in der Praxis auch Volumina von 200 Millilitern und mehr, ist diese Therapie jedoch weniger erfolgversprechend, und alternative Behandlungsmethoden sollten diskutiert werden. Die Wasserdampftherapie ist ein Verfahren zur Behandlung von Prostatavergrößerungen, das dem Patienten verschiedene Wahlmöglichkeiten bietet. Er kann entscheiden, ob er den Eingriff unter einer kurzen Vollnarkose haben möchte oder auch nur eine örtliche Betäubung. Im Verlauf des Eingriffs erfolgt zunächst eine Blasenspiegelung. Hierbei wird ein Instrument über die Harnröhre bis in die Blase eingeführt, um die Prostata von innen zu betrachten. Bei der Wasserdampftherapie wird dann über dieses Instrument in mehreren Bereichen der Prostata mit einer feinen Nadel hineingepikst, durch die heißer Wasserdampf abgegeben wird. Dieser Wasserdampf bewirkt Veränderungen im Gewebe. Durch die Hitzewirkung kommt es zur Denaturierung und zum Absterben der Zellen. Über die kommenden Wochen werden diese dann vom Körper abgebaut. Nach dem Eingriff muss der Patient in der Regel einen Blasenkatheter tragen, was zwischen drei und sieben Tagen dauert. Obwohl dies möglicherweise unangenehm sein kann, ist der Zeitraum insgesamt überschaubar. Der Wasserdampfbehandlungsprozess selbst ist schnell: Der gesamte Vorgang dauert etwa fünf Minuten und beinhaltet in der Regel vier Einstiche, wobei die Abgabe des Wasserdampfs jedes Mal nur etwa zehn Sekunden in Anspruch nimmt. In der Regel wird die Behandlung einmalig durchgeführt, es kann jedoch sein, dass viele Jahre später eine Wiederholung erforderlich ist, wenn die Prostata erneut wächst und wieder Beschwerden auftreten. In manchen Fällen können Patienten jedoch auch von einem dauerhaften Effekt profitieren und benötigen keine weitere Behandlung“, und ergänzt:
„Wenn die Wasserdampfbehandlung nicht verfügbar ist, ist die herkömmliche Standardmethode zur Behandlung einer Prostatavergrößerung die transurethrale Resektion der Prostata (TURP). Dieses Verfahren erfordert auf jeden Fall eine Vollnarkose. Bei der TUR-Prostata wird über die Harnröhre ein spezielles Instrument mit einer kleinen Metallschlinge eingeführt, durch die ein Hochfrequenzstrom geleitet wird. Durch die Schlinge wird das Gewebe erhitzt, geschnitten und koaguliert. Sie dient dem Operateur als Schneidewerkzeug. Mit dieser Methode wird die Prostata von innen ,ausgehobelt´. Hierbei wird schichtweise Gewebe abgetragen, wodurch das überschüssige Gewebe entfernt wird. Diese Technik ist weltweit eine der häufigsten und bewährtesten Methoden zur Behandlung von Prostatavergrößerungen. Die transurethrale Resektion der Prostata ist aber ein Verfahren, das längere Narkosezeiten erfordert. Zudem sind die Nebenwirkungen bei dieser Methode stärker ausgeprägt. Es kann in einigen Fällen zu Inkontinenz kommen, was bedeutet, dass der Patient Schwierigkeiten hat, den Urin zu halten, und auch Ejakulationsstörungen sind sehr häufig nach der Behandlung, während sie bei der Wasserdampfbehandlung praktisch nicht vorkommen. Allerdings bietet die Resektion eine bessere und direktere Wirksamkeit bei der Behandlung der Prostatavergrößerung. Im Gegensatz dazu ist die Wasserdampfmethode viel schonender und hat geringere Risiken. Sollte die Wirkung der Wasserdampfbehandlung dann nicht ausreichend sein, kann immer noch eine TURP-Prostata in Betracht gezogen werden. Dies bedeutet, dass der Patient durch den vorherigen Eingriff mit dem Wasserdampf nicht von einer möglichen weiteren Behandlung ausgeschlossen wird. Diese Flexibilität ist ein großer Vorteil der weniger invasiven Methode“.
Der Markenname "Rezüm" stammt von dem Unternehmen NxThera, das die Technologie entwickelt hat. Nach Übernahme des Unternehmens wird das System heute weltweit von Boston Scientific vertrieben. Der Name wird oft mit der Vorstellung von "Resonanz" oder "Erneuerung" in Verbindung gebracht, was die Idee vermittelt, dass das Verfahren dazu beiträgt, die Lebensqualität der Patienten durch die Verbesserung ihrer Symptome im Zusammenhang mit einer Prostatavergrößerung zu erneuern oder zu erhöhen.
Die Wasserdampftherapie eignet sich besonders gut für Patienten, die an einer benignen Prostatavergrößerung (BPH) leiden und Symptome wie häufigen Harndrang, nächtliches Wasserlassen oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen aufweisen.
Diese Methode ist ideal für Männer, die eine moderate bis schwere Symptomatik haben, aber möglicherweise nicht bereit oder geeignet für invasivere chirurgische Eingriffe sind. Die Therapie ist auch für Patienten von Vorteil, bei denen aufgrund hoher altersbedingter Risiken oder gesundheitlicher Probleme eine allgemeine Anästhesie riskant wäre, da die Wasserdampftherapie auch unter lokaler Anästhesie durchgeführt werden kann. Es gibt jedoch spezifische Kontraindikationen, die bei der Eignung für die Wasserdampftherapie berücksichtigt werden sollten.
„Zum Beispiel sollte eine mögliche akute Blasenentzündung vor der Behandlung behandelt werden. Auch wenn der Verdacht auf Prostatakrebs besteht, muss dieser zunächst geklärt werden, bevor eine Therapie begonnen werden kann. Ein zusätzliches Kriterium, das die Eignung für die Wasserdampfmethode beeinflussen kann, sind neurologische Beschwerden. Wenn der Patient unter einer neurologischen Blasenentleerungsstörung leidet – etwa durch einen schweren Bandscheibenvorfall oder andere neurologische Erkrankungen, die die Muskulatur der Blase schwächen – könnte die Wirksamkeit der Wasserdampfbehandlung möglicherweise nicht ausreichen, um eine adäquate Entleerung der Blase zu gewährleisten. In solchen Fällen wäre es oft besser, eine Resektion der Prostata durchzuführen, da die Erfolgsaussichten besser sind“, so Dr. Rickert.
Nach der Wasserdampftherapie können Patienten in der Regel bereits innerhalb von einer bis zwei Wochen mit einer ersten spürbaren Verbesserung ihrer Symptome rechnen. Zu den häufigsten Veränderungen gehören eine reduzierte Häufigkeit des Wasserlassens, insbesondere nachts (Nykturie), sowie eine verbesserte Harnstrahlstärke und ein erleichtertes Wasserlassen.
Hierzu kommentiert Dr. Rickert: „Nach der Wasserdampftherapie kann der Patient tatsächlich zunächst eine Verschlechterung der Symptome bemerken, nachdem der Katheter entfernt wurde. Zu diesem Zeitpunkt kann es aufgrund einer Entzündungsreaktion in der Prostata und damit verbundener Schwellung zunächst zu verstärkten Beschwerden beim Wasserlassen kommen. Ein paar Wochen nach dem Eingriff sind die Symptome oft vergleichbar mit dem ursprünglichen Zustand, bevor der volle Behandlungserfolg nach etwa zwei bis drei Monaten spürbar wird. Daher ist Geduld erforderlich, um die tatsächlichen Verbesserungen zu erfahren. Im Vergleich dazu bietet die transurethrale Resektion der Prostata (TURP) in der Regel sofortige Ergebnisse: Die meisten Patienten berichten bereits nach der Entfernung des Katheters von einer sofortigen Verbesserung ihrer Symptome, obwohl auch hier gelegentlich eine Prostataentzündung auftreten kann, die den Heilungsprozess vorübergehend verzögern könnte. Wenn Patienten über die beiden Methoden informiert werden, zeigen die meisten eine klare Präferenz für die Wasserdampftherapie, da es sich um einen schonenderen Eingriff handelt und sie weniger Angst vor möglichen Komplikationen haben. Der weniger invasive Ansatz sowie die schnellere Genesung nach der Wasserdampftherapie sind oft überzeugende Argumente für die Patienten“.
Die Wasserdampftherapie gilt im Allgemeinen als sicheres Verfahren zur Behandlung der benignen Prostatavergrößerung, jedoch können, wie bei jeder medizinischen Behandlung, Komplikationen oder Nebenwirkungen auftreten.
„Grundsätzlich kann nach beiden Verfahren eine Nachblutung entstehen. Nach der Therapie bemerken Patienten häufig eine rötliche Verfärbung des Urins, was aber in der Regel harmlos ist. In einigen Fällen können jedoch auch schwerwiegende Nachblutungen auftreten, bei denen das Blut im Urin verklumpt und den Katheter verstopfen kann. Dies kann zu starken Schmerzen führen und erfordert in solchen Fällen möglicherweise eine Behandlung im Krankenhaus. Schwere Nachblutungen kommen nach einer TURP wesentlich häufiger vor als nach der Wasserdampftherapie. Bei der TURP müssen Patienten in der Regel einige Tage stationär im Krankenhaus bleiben, um solche Komplikationen zu überwachen und zu behandeln. In vereinzelten Fällen kann es sogar nötig sein, einen weiteren operativen Eingriff unter Narkose durchzuführen, um die Blutung zu stoppen. Nach einer Wasserdampftherapie müssen Patienten in der Regel deutlich weniger Einschränkungen im Alltag beachten. Im Vergleich müssen Patienten nach einer TURP für etwa sechs Wochen körperlich schonen, auf schweres Heben verzichten und Sport meiden, um das Risiko von Nachblutungen zu minimieren. Bei der Wasserdampfmethode hingegen können Patienten oft bereits nach einer Woche wieder alle Aktivitäten aufnehmen, was einen klaren Vorteil dieser weniger invasiven Methode darstellt“, verdeutlicht Dr. Rickert und beschreibt noch ein wichtiges Detail:
„Ein wichtiges Komplikationsmerkmal, das viele Patienten dazu bewegt, die Wasserdampftherapie der transurethralen Resektion der Prostata (TURP) vorzuziehen, ist die häufige Entwicklung einer retrograden Ejakulation nach einer TURP. In fast 90 % der Fälle erleben Patienten nach dieser Operation einen trockenen Orgasmus, was bedeutet, dass der Samenerguss nicht nach außen geleitet wird, sondern stattdessen rückwärts in die Blase fließt und sich mit dem Urin vermischt. Diese Komplikation ist dauerhaft und nicht heilbar und kann somit bei Männern mit Kinderwunsch zu ernsthaften Problemen führen. Viele Männer empfinden es zudem als unangenehm, dass die Ejakulation nach der TURP nicht mehr funktioniert, was eine bedeutende Auswirkung auf ihre Sexualität haben kann. Das Fehlen einer reversiblen Möglichkeit nach einem solchen Eingriff stellt ein gravierendes Anliegen dar. Im Vergleich dazu tritt diese Art der Komplikation bei der Wasserdampfmethode nahezu nie auf. Für jüngere Patienten, die möglicherweise noch einen Kinderwunsch haben oder ihre sexuelle Funktion erhalten möchten, ist dies ein entscheidendes Argument für die Wahl der Wasserdampftherapie. Die geringere Invasivität der Wasserdampfmethode und das niedrigere Risiko für solche Komplikationen sind wichtige Überlegungen, die vielen Patienten helfen können, eine informierte Entscheidung über ihre Behandlung zu treffen“.
Aktuelle Studien und klinische Daten zur Wasserdampftherapie zeigen, dass dieses Verfahren eine effektive und sichere Behandlungsmethode für die benigne Prostatavergrößerung (BPH) darstellt, die sowohl in der kurzfristigen als auch in der langfristigen Perspektive überzeugende Ergebnisse liefert.
Dr. Rickert klärt dazu auf: „Die klinische Datenlage zur Wasserdampftherapie ist im Vergleich zu etablierten Standardoperationen wie der transurethralen Resektion der Prostata (TURP) noch nicht so umfassend. Es gibt jedoch eine größere, hochwertige Studie aus den Vereinigten Staaten, die 188 Patienten über einen Zeitraum von vier Jahren nachbeobachtet hat. Die Ergebnisse zeigten, dass die Behandlung mit Wasserdampf zu einer signifikanten Verbesserung der Beschwerden beim Wasserlassen führte. Diese positiven Effekte hielten bis zum Ende des Beobachtungszeitraums von vier Jahren an. Allerdings gibt es bislang keine direkten Vergleichsstudien, die die Wirksamkeit der Wasserdampfmethode mit anderen Methoden wie der TURP direkt gegenüberstellen. Es ist anzumerken, dass die Erfahrung darauf hindeutet, dass die Wirksamkeit der Wasserdampfmethode wahrscheinlich etwas geringer ist als die der invasiveren Eingriffe. Langfristige Prognosen sind daher etwas schwierig, da die Wasserdampfmethode aufgrund ihrer relativen Neuheit weniger Daten zur Verfügung hat. Mit der fortschreitenden Zeit und der Durchführung weiterer Studien wird es jedoch möglich sein, genauere Vergleiche anzustellen und besser zu verstehen, wie die langfristige Wirksamkeit im Vergleich zu etablierten Verfahren aussieht“.
Die Kombination aus einer effektiven Symptomlinderung, einem geringen Risiko für Nebenwirkungen und einer schnellen Rückkehr zu den täglichen Aktivitäten hat dazu beigetragen, dass die Wasserdampftherapie in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat.
Es ist wichtig, dass Männer offen über ihre Gesundheitsprobleme sprechen und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nehmen, insbesondere wenn es um die Prostata geht. Wenn jemand eine vergrößerte Prostata über einen längeren Zeitraum unbehandelt lässt, kann dies ernsthafte Konsequenzen haben.
„Beschwerden beim Wasserlassen können nicht nur durch die gutartige Prostatavergrößerung verursacht werden. Möglicherweise stecken auch neurologische Erkrankungen oder Prostatakrebs dahinter. Daher sollte eine Untersuchung immer in Betracht gezogen werden, um solche ernsten Erkrankungen auszuschließen. Ein weiteres Risiko ist die Bildung von Restharn in der Blase, bei der die Blase sich nach dem Wasserlassen nicht vollständig entleert. Wenn dies unbemerkt und unbehandelt bleibt, kann die Blase über die Jahre geschädigt werden. Durch Rückstau des Urins kann es potenziell auch zu Nierenschäden führen. Im schlimmsten Fall könnte dies dazu führen, dass der Patient auf eine Dialyse angewiesen ist. Studien zeigen bei der gutartigen Prostatavergrößerung zudem, dass die Erfolgschancen der Behandlung umso besser sind, je früher die Beschwerden behandelt werden. Zur Vorsorge wird allgemein empfohlen, dass Männer ab einem Alter von 45 Jahren regelmäßig einen Urologen aufsuchen sollten. Bei einem erhöhten Risiko, etwa wenn nahe Verwandte an Prostatakrebs erkrankt sind, ist es sinnvoll, bereits mit 40 Jahren einen ersten Termin zu vereinbaren. Bei auftretenden Beschwerden sollte selbstverständlich auch vorher, unabhängig vom Alter, ein Arzt konsultiert werden. In der Praxis variiert es stark, wie viele Männer diese Empfehlungen wahrnehmen. Einige kommen pünktlich mit 45, andere erst später, häufig erst mit 50 oder sogar noch später. Oft sind es auch die jeweiligen Partner, die Männer anregen, einen Urologen aufzusuchen. Was die Wasserdampftherapie betrifft, so führen wir in unserer Praxis momentan etwa fünf Eingriffe pro Monat durch, wobei die Tendenz deutlich steigend ist. Dies zeigt, dass das Interesse und die Akzeptanz dieser weniger invasiven Behandlungsmethode zunehmen“, betont Dr. Rickert, und damit beenden wir unser Gespräch.
Herzlichen Dank, Herr Dr. Rickert, für den intensiven Einblick in die vielversprechende Wasserdampftherapie bei vergrößerter Prostata!
- Facharzt für Urologie und ärztlicher Leiter des Deutsch-Französischen MVZ in Saarbrücken.
- Kenntnisse in Uroonkologie, Andrologie, Botulinumtoxin-Behandlungen, allgemeiner und funktioneller Urologie.
- Individuelle, patientenzentrierte Betreuung mit starkem fachübergreifendem Austausch.
- Bachelor in Informatik und Medizinstudium in Wien; Facharztausbildung in Sulzbach.
- Erfahrung in modernen, minimalinvasiven Verfahren wie Rezüm-Therapie und No-Scalpel-Vasektomie.
- Engagement für Qualität zukunftsorientierte Urologie.
