Es gibt eine Vielzahl an urologischen Erkrankungen, darunter das Prostataleiden, Nierensteine und die wiederherstellende Urologie (Rekonstruktion, Prothetik). Hierzu sprach die Redaktion des Leading Medicine Guide mit Professor Dr. Wille und erfuhr mehr Details.

Die gutartige Prostatavergrößerung (BPH) und Nierensteinleiden sind zwei häufige urologische Erkrankungen, die vor allem im höheren Alter auftreten. Während die benigne Prostatahyperplasie durch eine gutartige Vergrößerung der Prostata gekennzeichnet ist, die zu Harnwegsbeschwerden führt, sind Harnsteine (Urolithiasis) hartnäckige Mineralablagerungen im Harntrakt, die Schmerzen und Blockaden verursachen können.
Beide Erkrankungen beeinträchtigen die Harnfunktion erheblich und erfordern insbesondere bei steigender Symptomatik eine gezielte Diagnose und individuelle Behandlung. Rekonstruktive bzw. prothetische Eingriffe kommen dann zur Anwendung, wenn ausgeprägte Beschwerden durch Veränderungen am Harnleiter, an der Harnröhre oder aber bei Inkontinenz, Impotenz oder Beckenbodensenkung vorliegen.
Die Symptome können je nach Art der Erkrankung, Lokalisation und Schweregrad sehr unterschiedlich sein. Häufig treten Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen auf, begleitet von häufigem Harndrang, nächtlichem Harndrang und gelegentlich Blut oder trüben, unangenehm riechenden Urin. In einigen Fällen kann sich auch Unterleibsschmerz oder Druckgefühl im Nierenlager und Beckenbereich manifestieren.
„Bei der benignen Prostatahyperplasie (BPH) können vor allem Blasenentleerungsstörungen auftreten. Häufiges nächtliches Wasserlassen ist ein typisches Symptom: Während die meisten Männer ein- bis zweimal pro Nacht aufstehen, müssen Betroffene mit BPH oft drei-, vier- oder fünfmal auf die Toilette. Ein weiteres zentrales Symptom ist der sogenannte imperative Harndrang. Männer berichten häufig von einem plötzlichen, starken Drang, sofort auf die Toilette zu müssen, was den Alltag stark einschränken kann.
In manchen Fällen ist die Blasenkontrolle so eingeschränkt, dass es zu unwillkürlichem Urinverlust kommt – die sogenannte Dranginkontinenz. Man unterscheidet grob zwischen obstruktiven und irritativen Miktionsbeschwerden. Bei obstruktiven Beschwerden ist das Wasserlassen erschwert: Der Beginn des Urinierens verzögert sich, sodass Betroffene oft lange warten müssen, bevor der erste Tropfen kommt. Auch die Miktionsdauer ist verlängert; während jüngere Männer ihre Blase in wenigen Sekunden entleeren, benötigen Männer mit obstruktiver Prostatasymptomatik häufig 45 Sekunden bis eineinhalb Minuten.
Irritative Beschwerden ähneln eher einem Blaseninfekt: Häufiges Wasserlassen bei gleichzeitig schwacher Urinmenge und starkem Harndrang kann zu unangenehmen Schmerzen und Tröpfel-Inkontinenz führen. Beide Beschwerdeformen stehen hinter einer Prostatavergrößerung, die die Harnröhre einengt und das Wasserlassen erschwert“, erklärt Prof. Dr. Wille zu Beginn unseres Gesprächs und schildert weitere Beschwerden:
„Oft bleibt Restharn zurück – bei manchen Patienten 250 bis 800 Milliliter, obwohl sie bereits Wasser gelassen haben. In schwereren Fällen kann es zu einer akuten Harnverhaltung kommen, bei der die Blase bis zu 800 oder 1.200 Milliliter Urin enthält und der Patient keinen Tropfen mehr entleeren kann. Diese Situation ist äußerst schmerzhaft und kann im Notfall sogar dazu führen, dass ein Patient bei Flugreisen die Landung verlangen muss.
Die meisten Männer sprechen heutzutage früh über diese Beschwerden. Während Inkontinenz bei Frauen noch stark tabuisiert ist, gilt das Problem des alternden Mannes in der Gesellschaft zunehmend als normales Altersphänomen. Viele Männer wenden sich zunächst an ihren Hausarzt und danach an den Urologen. In der Regel dauert es drei bis sechs Monate, bis Patienten die Schwelle der Praxis überwinden – es sei denn, es handelt sich um akute Beschwerden, die sofort behandelt werden müssen“.

„Die Entwicklung einer benignen Prostatahyperplasie ist eine eigenständige Situation, die bei jedem Mann anders verlaufen kann. Sie hängt weder von der Ernährung noch vom Lebensstil ab. Ab etwa dem 30. Lebensjahr beginnt die Prostata bei jedem Mann aufgrund hormoneller Veränderungen zu wachsen, aber wie stark und in welche Richtung, das ist individuell unterschiedlich. Wächst die Prostata eher nach außen und nicht in die Harnröhre hinein, entstehen weniger Probleme. Es lässt sich also nicht sagen, dass kleine Prostatadrüsen harmlos und große immer problematisch sind.
Generell gilt nur: Je größer die Prostata, desto wahrscheinlicher können Beschwerden auftreten. Gleichzeitig gibt es Männer mit eher kleinen oder nur leicht vergrößerten Prostatadrüsen, die trotzdem erhebliche Probleme haben. Man kann davon ausgehen, dass die Ursache hauptsächlich anlagenbedingt ist. Andere Faktoren wie Lebensstil, Ernährung oder andere Erkrankungen spielen in der Regel keine Rolle – abgesehen von speziellen, selteneren Erkrankungen, die das Wasserlassen zusätzlich beeinflussen können. Wer regelmäßig zur Vorsorge geht, kann den Verlauf der Erkrankung jedoch beeinflussen.
Eine frühzeitige Behandlung, zum Beispiel mit Medikamenten, kann den Prozess verzögern. Verzögert ein Mann den Arztbesuch, sind die Therapiemöglichkeiten später deutlich eingeschränkter. Mit der Zeit wird der Blasenmuskel dicker und die Blase zunehmend ausgeleiert. Irgendwann kann die Blase so schlaff werden, dass der Mann überhaupt nicht mehr Wasser lassen kann. Dann ist oft nur noch eine Operation möglich. Es gibt Patienten, die erst sehr spät kommen – einer meiner Patienten hatte eine Harnverhaltung mit zwei Litern Urin in der Blase, also mehr als das Fünffache der normalen Menge von etwa 350 bis 400 Millilitern.
Solche Fälle erfordern eine Operation, doch selbst danach können irreversible Schäden zurückbleiben. Bei diesem Patienten kann er zwar besser Wasser lassen als vorher, muss aber weiterhin einen Katheter tragen. Wird rechtzeitig operiert, lassen sich die Beschwerden jedoch meist deutlich mildern, und die Entleerungsfunktion der Blase bleibt meist erhalten“, verdeutlicht Prof. Dr. Wille.
Zur Diagnostik erfolgt zunächst eine ausführliche Anamnese, bei der die Symptomatik, deren Verlauf, bekannte Vorfälle und Risikofaktoren erfasst werden. Die körperliche Untersuchung umfasst meist eine rektale Untersuchung, um die Prostata zu beurteilen.
Bildgebende Verfahren spielen eine zentrale Rolle bei der Diagnosestellung: Ultraschall (transabdominal- oder transrektaler Ultraschall) ist meist die erste Methode, um die Prostatavergrößerung, Nierensteine- oder Blasenentleerungsstörungen sichtbar zu machen. Bei besonderen Fragestellungen wird die Computertomografie) oder die mir Magnetresonanztomografie (MRT) eingesetzt. Für spezielle Abklärung der Blasenentleerungsstörung kommt eine Blasendruckmessung (Urodynamik) zur Anwendung.
Im Folgenden werden die Behandlungsmethoden der benignen Prostatahyperplasie (BPH), des Nierensteinleidens sowie die rekonstruktiven/prothetischen Eingriffe sowie dargestellt.
Zur Operation schildert Prof. Dr. Wille: „Bei der Operation wird letztlich die Prostata verkleinert und die Harnröhre erweitert – dieses Grundprinzip steckt bei allen Verfahren dahinter. Die Prostata kann dabei auf unterschiedliche Weise behandelt werden: Man kann sie aushobeln, auslasern, Metallkörbe einsetzen oder auch Wasserdampf in das Gewebe einbringen. Ziel ist immer dasselbe: Die Prostata wird kleiner, die Harnröhre erweitert, und das Wasserlassen verbessert sich.
Wie bei jedem Eingriff gibt es auch hier mögliche Konsequenzen, die Patienten kennen sollten. Die größte Sorge der Patienten ist eine irreversible Schädigung des Schließmuskels, die zu Inkontinenz führen kann. In geübter Hand ist das Risiko jedoch extrem gering – bei mir persönlich in über 30 Jahren operativer Erfahrung noch nie aufgetreten. Patienten werden darüber aufgeklärt, das Risiko liegt bei etwa 0,2 bis 1 Prozent. Eine typische Folge, die bei den meisten Verfahren auftritt, ist die retrograde Ejakulation. Das bedeutet, dass der Mann zwar einen normalen Orgasmus hat, die Samenflüssigkeit aber nicht nach außen, sondern in die Blase gelangt. Beim nächsten Wasserlassen wird das Ejakulat dann zusammen mit dem Urin ausgeschieden.
Dies ist keine Komplikation, sondern eine normale Konsequenz des Eingriffs. Es gibt Verfahren, bei denen die sichtbare Ejakulation erhalten bleibt, allerdings kann dies mit einem etwas eingeschränkten Ergebnis beim Wasserlassen einhergehen. Welche Technik gewählt wird, hängt von der Situation des Patienten und seinen individuellen Wünschen ab. Sichtbare Ejakulation dient einerseits der Fortpflanzung und andererseits rein sexuellen Aspekten – viele Patienten legen einfach Wert darauf, dass die Samenflüssigkeit ,normal´ nach außen abgeht.
Die Operation beeinflusst die Erektionsfähigkeit nicht. Gelegentlich wird befürchtet, die Potenz könne leiden, aber das ist medizinisch nicht nachvollziehbar. Schmerzen oder andere Begleitumstände in der ersten Zeit nach der OP können das Sexualleben kurzfristig beeinflussen, aber die Häufigkeit, Standfestigkeit und Erektionsfähigkeit bleiben unverändert“.
Auch nach einer Prostata-Operation kann es wieder zu Wachstum kommen. Das Wachstum der Prostata lässt sich nicht aufhalten und verläuft bei jedem Mann unterschiedlich. In seltenen Fällen kann es nach zehn bis fünfzehn Jahren nötig sein, die Prostata erneut zu behandeln.
„Nach meiner Erfahrung der letzten 30 Jahre kommt das aber eher selten vor, wenn die Prostata einmal gründlich und solide entfernt wurde. Gelegentlich kommt es zu Vernarbungen bzw. Einengungen der Harnröhre, die als Folge der Instrumentierung während der Operation entstehen. Solche Narben müssen dann gelegentlich später noch einmal korrigiert werden. In den ersten Wochen nach der Operation können sogenannte dysurische Beschwerden auftreten – Brennen beim Wasserlassen oder häufiges Wasserlassen. Man kann sich das so vorstellen, dass die durch das Entfernen von Gewebe entstandene ,Höhle´ in der Prostata nach und nach von einer Schutzhaut, dem Epithel, überzogen wird.
Ähnlich wie bei einer Wunde bildet sich neues Gewebe, das gelegentlich noch Beschwerden verursacht. Auch blutiger Urin oder kleine Gewebestücke, die sich lösen, können vorkommen. Diese Prozesse klingen in der Regel nach etwa vier Wochen, spätestens nach drei Monaten, vollständig ab. Es gibt verschiedene Operationsverfahren, von denen die meisten standardisiert sind. Über die Jahre habe ich mich auf vier Methoden fokussiert, die sich bewährt haben. Zum einen das klassische Ausresizieren der Prostata (TUR-P) mit modernster Technik, zum anderen die Wasserdampfmethode, bei der die Prostata durch Dampf verkleinert wird und gleichzeitig die Harnröhre erweitert wird. Ich setze auch ein spezielles Drahtkörbchen in die Prostata ein, das nach etwa 5 Tagen wieder entfernt wird.
Dadurch kann unter ambulanten Bedingungen, minimal invasiv auch eine deutliche Besserung des Wasserlassens erreicht werden. Zusätzlich wende ich bei sehr großen Prostatadrüsen eine Adenom-Enukleation an, ebenfalls mit sehr guten Ergebnissen. Das zentrale Ziel aller Verfahren bleibt jedoch dasselbe: Die Prostata wird verkleinert und die Harnröhre erweitert, um das Wasserlassen dauerhaft zu erleichtern“, erklärt Prof. Dr. Wille.
Die Urolithiasis, die Bildung von Harnsteinen, ist eine Erkrankung, bei der sich feste Mineralien- und Salzkristalle im Harntrakt bilden. Diese Kristalle können in den Nieren, im Harnleiter und auch in der Blase auftreten.

Bei der Urolithiasis ist die Zielsetzung meist die schnelle Entfernung oder Zertrümmerung der Steine, um Schmerzen, Blockaden und Infektionen zu beseitigen. Die Erfolgsrate bei Steinentfernung ist generell sehr hoch; in den meisten Fällen sind die Steine nach Behandlung vollständig entfernt, insbesondere bei kleineren Steinen. Die Steine entstehen durch eine Konzentration von Mineralstoffen im Urin, die bei bestimmten Risikofaktoren wie Übergewicht, Dehydration, Stoffwechselstörungen oder hormonellen Veränderungen begünstigt wird.
Die typische Symptomatik bei Steinen im Harntrakt ist die plötzliche, extrem schmerzhafte Nierenkolik, die meist in der Flanke oder im Rücken beginnt und in die Leiste oder den Unterbauch ausstrahlt. Diese Schmerzattacken werden oft von Übelkeit, Erbrechen, Blut im Urin (Hämaturie) und in einigen Fällen auch Fieber begleitet, wenn eine Infektion vorliegt oder die Harnwege blockiert sind. Bei Steinen, die in der Blase verbleiben oder die den Harnfluss blockieren, können außerdem Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder ein Gefühl unvollständiger Entleerung auftreten.
Die Verfahren reichen vom medikamentösen Auflösen kleiner Steine über Stoßwellenlithotripsie (ESWL) bis hin zu minimalinvasiven endoskopischen Verfahren oder operativen Eingriffen bei größeren oder festsitzenden Steinen. Erfolgsquoten bei Steinentfernung liegen meist bei über 90 %, wobei moderne Techniken wie die laserbasierte Steinzertrümmerung sehr schonend und effektiv sind. Die Nebenwirkungen sind meist gering und beschränken sich auf temporäre Blutbeimischungen im Urin, leichte Schmerzen oder Infektionen, die gut behandelbar sind.
Hierzu kommentiert Prof. Dr. Wille: „Bei der Urolithiasis, also der Steinbildung in Niere oder Harnwegen, ist die Entstehung nicht eindeutig geklärt. Es gibt verschiedene Theorien: Manche sprechen von einer Wohlstandserkrankung durch zu viel Fleisch- oder Alkoholkonsum. Das trifft teilweise zu, aber nicht immer – es gibt auch Menschen, die kaum Alkohol trinken und wenig Fleisch essen, und trotzdem Steine bekommen.
Eine wichtige Rolle spielt die genetische Veranlagung. Manche Menschen sind einfach dafür anfälliger. Auch Trinkmenge und Stress können die Steinbildung begünstigen: Bei zu wenig Flüssigkeit oder hohem Stress steigt das Risiko, wie auch Tierexperimente gezeigt haben. Früher gab es zahlreiche Empfehlungen, bestimmte Lebensmittel zu meiden – Bratkartoffeln, Spinat, Mangold, Bier, Kaffee, fettreiches Essen, Milchprodukte – alles sollte man angeblich vermeiden.
In der Praxis zeigt sich aber, dass solche Einschränkungen oft wenig bringen und für die Patienten eher belastend sind. Gesundes Maßhalten ist entscheidend: Milch und Käse schaden grundsätzlich nicht, auch wenn die meisten Steine aus Calciumoxalat bestehen. Der Körper kann in einem gesunden Stoffwechsel überschüssiges Calcium regulieren. Nur bei speziellen Stoffwechselproblemen kann das Risiko tatsächlich steigen“ und führt weiter aus:
„Die Behandlung hängt von Steingröße, Lage und Patient ab. Kleine Steine können oft abgewartet werden, unterstützt durch viel Trinken oder eine medikamentöse Behandlung, zum Beispiel mit Alpha-Blockern. Größere Steine, besonders im Nierenbecken, benötigen häufig mehrere Sitzungen Stoßwellenlithotripsie (ESWL). In manchen Fällen wird zusätzlich eine Harnleiterschiene gelegt oder der Stein operativ entfernt, vor allem wenn er nicht spontan abgehen kann.
Urolithiasis ist nicht altersabhängig – auch Kinder können Steine bekommen. Meist treten sie jedoch ab 40 oder 50 Jahren auf. Häufig spielt die Flüssigkeitszufuhr eine Rolle: Wer wenig trinkt, vor allem in heißen Sommermonaten, bekommt eher Steine. Deshalb lautet der wichtigste Rat: genug trinken. Sport, Entspannungstechniken oder kleine Auszeiten können helfen, die Belastung zu reduzieren, auch wenn man den beruflichen Stress nicht komplett abstellen kann“.
Eine der wichtigsten Strategien ist die ausreichende Flüssigkeitszufuhr: Durch eine hohe Trinkmenge, meist mindestens 2 bis 3 Liter täglich, wird der Urin verdünnt, wodurch die Konzentration der Mineralien und Salze reduziert wird und die Bildung von Kristallen erschwert wird. Besonders bei Menschen mit einer Neigung zur Steinbildung kann eine individuelle Urinanalytik hilfreich sein, um spezielle Faktoren zu identifizieren, etwa ein Übermaß an Kalzium, Oxalat, Harnsäure oder einer bestimmten Stoffwechselstörung, die die Steinbildung begünstigt.
Top aufgestellt in der Beta-Klinik!Neuer Hochleistungslaser und neue Harnleiterendoskope mit direkter Absaugfunktion

„Wir verwenden neben einem modernen Sortiment an Instrumenten neuerdings innovative Techniken zur Steinentfernung: einen Hochleistungslaser zur Steinzerkleinerung und neu entwickelte Harnleiterendoskope, mit denen der entstandene Steinsand direkt abgesaugt wird, sodass in vielen Fällen keine innere Schiene mehr nötig ist. Die innere Schiene wird von Patienten oft als unangenehm empfunden.
Das Instrument ist etwas größer, kann aber die Bruchstücke mit einem speziellen Auffangmechanismus aufnehmen – ein sehr elegantes Verfahren. Das ist wichtig, weil zurückbleibende Krümel theoretisch neue Steine bilden könnten, indem sich Proteine daran anlagern und erneut vergrößern. Dieses Verfahren ist besonders interessant, weil es die Steinentfernung noch gründlicher macht. In unserer Privatklinik können wir den Patienten diese High-End-Technik direkt anbieten“, macht Prof. Dr. Wille deutlich.
Abschließend betont Prof. Dr. Wille: „Die Beta-Klinik ist zweifelsfrei, und das bestätige nicht nur ich, sondern vor allem die Patienten, eine Privatklinik, bei der die radiologische Diagnostik eng mit meiner Privatpraxis den operativen Möglichkeiten sowie der direkten komfortablen stationären Behandlung verknüpft ist.
Patienten bekommen hier sofort ein Diagnostik- und Therapiekonzept. Kommt ein Patient mit einer Kolik, fährt er in die Tiefgarage, kommt hoch, hat vielleicht gerade eine Kolik oder erst vor ein paar Tagen eine gehabt. Ich mache einen Ultraschall und eine Urinuntersuchung, das dauert drei Minuten, und kurz darauf liegt schon das hochauflösende CT auf dem Bildschirm. Dieser besondere Service ist in anderen Kliniken kaum darstellbar. So kann ich sofort entscheiden: Geht der Stein spontan ab, versuchen wir eine Stoßwelle, oder falls die Kriterien passen, erfolgt eine operative Steintherapie.
Wir bieten sämtliche Steinoperationen auf höchstem Niveau an – von Stoßwelle über endoskopische Verfahren bis hin zu offenen Steinentfernungen, wenn andere Methoden nicht zielführend sind. Auch bei älteren Patienten, die den Druck und die Angst vor Koliken nicht mehr aushalten, kann so schnell gehandelt werden. Selbst wenn es keine Notfall-OP ist, erfolgen Behandlungen ohne lange Wartezeiten. Ein Alleinstellungsmerkmal der Beta-Klinik ist, dass wir die Patienten flexibel und nach ihren individuellen Bedürfnissen versorgen. Dadurch werden unsere Patienten schnell, effektiv und komfortabel behandelt“.
Herzlichen Dank, Prof. Dr. Wille, für diesen speziellen Einblick in die Urologie!
- Dr. Sebastian Wille ist ein weltweit renommierter Urologe an der Beta Klinik in Bonn und Spezialist für Prostataleiden, Nierensteine und wiederherstellende Urologie (Rekonstruktion, Prothetik).
- Ausbildung in München, Bern, Marburg und Köln, ergänzt durch internationale Weiterbildungen in Spanien, Frankreich und den USA.
- Gründer und Koordinator des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums, geprägt durch wissenschaftliche Expertise und patientenorientierte Praxis.
- Innovator mit Entwicklungen wie der Wille-Kapsel für katheterlose Urodynamik und großer Erfahrung in minimalinvasiven Operationen.
- Autor zahlreicher Publikationen, Gutachter, Vortragsredner und Organisator medizinischer Kongresse.
- Legt großen Wert auf individuelle, empathische Patientenbetreuung in einer privaten Einrichtung mit höchsten medizinischen Standards.
- Verbindet wissenschaftlichen Fortschritt mit persönlichem Engagement und schafft optimale Voraussetzungen für erfolgreiche Behandlung und nachhaltige Gesundheitsvorsorge.