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Durchblutungsstörungen des Kreislaufs – einfach erklärt
Sabine Schneider · 20. November 2025
Wenn Organe oder Gewebe nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt werden, spricht man von einer Durchblutungsstörung. Diese kann sowohl schleichend als auch plötzlich auftreten – und betrifft typischerweise Beine, Arme, Gehirn, Herz, aber auch innere Organe.
Ursachen und Risikofaktoren
Die häufigste Ursache ist eine Verengung oder Verstopfung von Blutgefäßen – meist durch Arteriosklerose (Verkalkung und Ablagerung in den Arterienwänden).
Weitere Ursachen sind:
- erhöhte Blutfettwerte, Bluthochdruck, Diabetes
- Rauchen und Bewegungsmangel
- Gefäßspasmen oder Gefäßverletzungen
- bei akuten Formen: Embolien oder Thrombosen
Risikofaktoren umfassen das höhere Alter, männliches Geschlecht, genetische Disposition und chronische Erkrankungen.

Symptome – woran erkenne ich eine Durchblutungsstörung?
Die Beschwerden hängen stark davon ab, welcher Körperbereich betroffen ist:
- In den Beinen: Schmerzen beim Gehen („Schaufensterkrankheit“), kalte oder blasse Extremitäten, Kribbeln oder Taubheitsgefühle.
- In Armen oder Händen: ähnliche Symptome wie in den Beinen – etwa Kältegefühl oder Empfindungsstörungen.
- Im Herz- oder Gehirnbereich: schnelle Ermüdbarkeit, Brustschmerzen, Schwindel, Sehstörungen oder plötzliche Ausfälle.
Im fortgeschrittenen Stadium können Gewebe und Organfunktionen beeinträchtigt sein.
Diagnostik – wie wird die Durchblutung untersucht?
Eine gründliche Anamnese (Vorgeschichte) ist zentral, gefolgt von:
- Ultraschalluntersuchung der Gefäße (z. B. Duplex-Sonografie) zur Beurteilung von Fluss und Lichtung.
- Bildgebende Verfahren wie CT oder MRT, wenn tiefere Gefäßabschnitte betroffen sind.
- In speziellen Fällen Gefäßdarstellung durch Angiografie.
Auch allgemeine körperliche Untersuchungen- und Messungen von Puls, Hautfarbe, Temperatur haben Bedeutung.
Therapie – was kann getan werden?
Die Behandlung richtet sich nach Ursache, Lokalisation und Ausmaß:
Konservative Maßnahmen
- Lebensstiländerung: Rauchstopp, regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung.
- Kontrolle von Risikofaktoren: Blutdruck, Zucker, Fettstoffwechsel.
- Kompressionstherapie oder durchblutungsfördernde Maßnahmen bei peripheren Formen.
Interventionelle oder operative Verfahren
- Bei erheblichen Gefäßverengungen oder Gefäßverschlüssen kann eine Angioplastie oder eine Gefäß-Bypass-Operation erforderlich sein.
- In speziellen Fällen wird eine Endoprothese oder ein Stent eingesetzt, um den Blutfluss wiederherzustellen.
Die Entscheidung basiert auf Befundlage, Alter und Begleiterkrankungen.
Nachsorge & Prävention
Eine konsequente Nachsorge ist entscheidend:
- Regelmäßige Kontrollen der Gefäßsituation und Risikofaktoren.
- Frühaufstehen nach Eingriffen, Bewegungseinbau im Alltag.
- Dauerhafte Lebensstiloptimierung zur Verhinderung von Rückfällen.
- Bei chronischen Formen: Anpassung der Therapie im Verlauf.
Prognose und mögliche Komplikationen
Je früher eine Durchblutungsstörung erkannt und behandelt wird, desto besser ist die Prognose. Unbehandelt kann es zu schwerwiegenden Folgen kommen: Muskel- und Gewebeschäden, Wundheilungsstörungen, in Extremfällen Amputation oder Organschäden. Nach erfolgreicher Therapie ist eine deutlich verbesserte Lebensqualität möglich.
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Über den Fachautor
Sabine Schneider
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