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Durchblutungsstörungen des Kreislaufs – einfach erklärt

Sabine Schneider

Sabine Schneider ·

Wenn Organe oder Gewebe nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt werden, spricht man von einer Durchblutungsstörung. Diese kann sowohl schleichend als auch plötzlich auftreten – und betrifft typischerweise Beine, Arme, Gehirn, Herz, aber auch innere Organe.

Ursachen und Risikofaktoren

Die häufigste Ursache ist eine Verengung oder Verstopfung von Blutgefäßen – meist durch Arteriosklerose (Verkalkung und Ablagerung in den Arterienwänden).
Weitere Ursachen sind:

  • erhöhte Blutfettwerte, Bluthochdruck, Diabetes
  • Rauchen und Bewegungsmangel
  • Gefäßspasmen oder Gefäßverletzungen
  • bei akuten Formen: Embolien oder Thrombosen
    Risikofaktoren umfassen das höhere Alter, männliches Geschlecht, genetische Disposition und chronische Erkrankungen.
Schematische Darstellung des Blutkreislaufs mit verengten und gesunden Gefäßen – veranschaulicht die Auswirkungen von Durchblutungsstörungen auf Organe und Gewebe.

Symptome – woran erkenne ich eine Durchblutungsstörung?

Die Beschwerden hängen stark davon ab, welcher Körperbereich betroffen ist:

  • In den Beinen: Schmerzen beim Gehen („Schaufensterkrankheit“), kalte oder blasse Extremitäten, Kribbeln oder Taubheitsgefühle.
  • In Armen oder Händen: ähnliche Symptome wie in den Beinen – etwa Kältegefühl oder Empfindungsstörungen.
  • Im Herz- oder Gehirnbereich: schnelle Ermüdbarkeit, Brustschmerzen, Schwindel, Sehstörungen oder plötzliche Ausfälle.
    Im fortgeschrittenen Stadium können Gewebe und Organfunktionen beeinträchtigt sein.

Diagnostik – wie wird die Durchblutung untersucht?

Eine gründliche Anamnese (Vorgeschichte) ist zentral, gefolgt von:

  • Ultraschalluntersuchung der Gefäße (z. B. Duplex-Sonografie) zur Beurteilung von Fluss und Lichtung.
  • Bildgebende Verfahren wie CT oder MRT, wenn tiefere Gefäßabschnitte betroffen sind.
  • In speziellen Fällen Gefäßdarstellung durch Angiografie.
    Auch allgemeine körperliche Untersuchungen- und Messungen von Puls, Hautfarbe, Temperatur haben Bedeutung.

Therapie – was kann getan werden?

Die Behandlung richtet sich nach Ursache, Lokalisation und Ausmaß:

Konservative Maßnahmen

  • Lebensstiländerung: Rauchstopp, regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung.
  • Kontrolle von Risikofaktoren: Blutdruck, Zucker, Fettstoffwechsel.
  • Kompressionstherapie oder durchblutungsfördernde Maßnahmen bei peripheren Formen.

Interventionelle oder operative Verfahren

  • Bei erheblichen Gefäßverengungen oder Gefäßverschlüssen kann eine Angioplastie oder eine Gefäß-Bypass-Operation erforderlich sein.
  • In speziellen Fällen wird eine Endoprothese oder ein Stent eingesetzt, um den Blutfluss wiederherzustellen.
    Die Entscheidung basiert auf Befundlage, Alter und Begleiterkrankungen.

Nachsorge & Prävention

Eine konsequente Nachsorge ist entscheidend:

  • Regelmäßige Kontrollen der Gefäßsituation und Risikofaktoren.
  • Frühaufstehen nach Eingriffen, Bewegungseinbau im Alltag.
  • Dauerhafte Lebensstiloptimierung zur Verhinderung von Rückfällen.
  • Bei chronischen Formen: Anpassung der Therapie im Verlauf.

Prognose und mögliche Komplikationen

Je früher eine Durchblutungsstörung erkannt und behandelt wird, desto besser ist die Prognose. Unbehandelt kann es zu schwerwiegenden Folgen kommen: Muskel- und Gewebeschäden, Wundheilungsstörungen, in Extremfällen Amputation oder Organschäden. Nach erfolgreicher Therapie ist eine deutlich verbesserte Lebensqualität möglich.

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Sabine Schneider

Über den Fachautor

Sabine Schneider

Chefredakteurin

Sabine Schneider ist ausgebildete Medizinische Praxisassistentin und verfügt über langjährige praktische Erfahrung im medizinischen Umfeld.

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