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Mobilität erhalten statt Versteifen: Moderne Lösungen für das Sprunggelenk
Sabine Schneider ·
Das obere Sprunggelenk trägt bei jedem Schritt das Vielfache unseres Körpergewichts. Es ist der Dreh- und Angelpunkt unserer Fortbewegung. Wenn dieses Gelenk durch Arthrose zerstört ist, wird jeder Meter zur Qual. Lange Zeit galt die Versteifung als einziger Ausweg – doch die moderne Endoprothetik bietet heute leistungsfähige Alternativen.

Schmerzen im Sprunggelenk haben oft eine lange Vorgeschichte. Anders als an Hüfte oder Knie ist hier selten der reine Verschleiß durch Alter die Ursache. Häufig sind es alte Sportverletzungen, Knochenbrüche oder Bänderrisse, die Jahre später zu einer posttraumatischen Arthrose führen. Der Knorpel nutzt sich ab, Knochen reibt auf Knochen, und die natürliche Abrollbewegung des Fußes ist kaum noch möglich.
Das Dilemma: Versteifung oder Prothese?
Jahrzehntelang war die Arthrodese, also die operative Versteifung des Gelenks, der Goldstandard. Sie nimmt zwar den Schmerz zuverlässig, führt aber zwangsläufig zu einem veränderten Gangbild. Die Folge: Die benachbarten Gelenke im Fuß und Knie werden stärker belastet und verschleißen schneller.
Hier setzt die moderne Sprunggelenksprothese an. Das Ziel dieser Behandlung ist nicht nur die Schmerzfreiheit, sondern vor allem der Erhalt der natürlichen Beweglichkeit (Range of Motion).
Wie funktioniert der Gelenkersatz am Fuß?
Moderne Prothesen sind 3-Komponenten-Systeme, die der Anatomie des natürlichen Gelenks nachempfunden sind. Sie bestehen in der Regel aus:
- Einer Metallkappe für das Schienbein (Tibia).
- Einer Metallkappe für das Sprungbein (Talus).
- Einem gleitfähigen Kern aus Hochleistungskunststoff (Polyethylen) dazwischen.
Dieser Aufbau erlaubt eine fast natürliche Abrollbewegung. Patienten berichten oft, dass sie nach der Rehabilitation wieder "rund" laufen können, ohne zu humpeln.
Für wen ist die OP geeignet?
Nicht jeder Patient ist für eine Prothese geeignet. Die Knochenqualität muss gut genug sein, um die Implantate fest zu verankern, und die Bänder müssen stabil genug sein, um das Gelenk zu führen. Auch starke Fehlstellungen müssen ggf. korrigiert werden. Deshalb gehört dieser Eingriff in die Hände hochspezialisierter Fuß- und Sprunggelenkchirurgen.
Die Entwicklung in diesem Bereich ist rasant fortgeschritten. Während frühere Modelle oft Probleme mit der Lockerung hatten, zeigen aktuelle Implantat-Generationen sehr gute Langzeitergebnisse.
Sie leiden unter chronischen Schmerzen im Fußgelenk und wollen wissen, ob ein Gelenkersatz für Sie infrage kommt? Unsere Experten helfen Ihnen, die richtige Entscheidung für Ihre Mobilität zu treffen.
Erfahren Sie hier mehr über den Ablauf, die Risiken und spezialisierte Kliniken für die Sprunggelenksprothese.
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Über den Fachautor
Sabine Schneider
Chefredakteurin
Sabine Schneider ist ausgebildete Medizinische Praxisassistentin und verfügt über langjährige praktische Erfahrung im medizinischen Umfeld.
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