Haarentfernung: Arzt finden & Behandlungsinfos

In Abhängigkeit vom kulturellen Umfeld gilt die Enthaarung von Körperteilen als Teil der routinemäßigen Körperpflege. Eine Haarentfernung wird in der Regel aus optisch-ästhetischen Gründen durchgeführt. Ein medizinischer Vorteil oder gar eine Notwendigkeit zur Haarentfernung besteht bei manchen entzündlichen Hauterkrankungen.

Hier finden Sie die wichtigsten Informationen sowie qualifizierte Haarentfernungs-Spezialisten.

Empfohlene Ärzte für die Haarentfernung

Artikelübersicht

Haarentfernung - Weitere Informationen

Hintergrundwissen zum Haarwuchs

Haarmode

Nach dem Schönheitsideal der westlichen Welt tendieren die meisten Frauen dazu, Haare an bestimmten Körperregionen zu entfernen, etwa an

  • den Beinen,
  • der Bikinizone,
  • der Achselregion,
  • am Kinn und
  • an der Oberlippe.

Bei Männern wird eine dezent sprießende Körperbehaarung bis zu einem gewissen Grad als ästhetisch empfunden. Doch auch bei ihnen gibt es einen Trend zur Haarentfernung, besonders im Bereich von Brust, Achselregion und Rücken. Hierbei spielen nicht nur optische Gründe eine Rolle - dichte Haare stören auch beim Sport und Schwitzen.

Haarentfernung mittels Laser
Viele Frauen lassen sich mittels Laser die Haare, etwa in der Bikinizone, "dauerhaft" entfernen © Kzenon | AdobeStock

Ursachen übermäßiger Behaarung

Eine krankhafte Ursache übermäßiger Behaarung muss in jedem Einzelfall ausgeschlossen sein. Eine besonders ausgeprägte oder rasch entwickelte Behaarung lässt eine solche Ursache vermuten. Entwickeln Frauen zeitgleich Menstruationsstörungen, empfiehlt sich eine Suche nach der Ursache.

Ursächlich in Frage kommen

In den meisten Fällen ist die übermäßige Behaarung nicht krankhaft, sondern anlagebedingt vererbt. Es besteht lediglich eine anlagebedingte erhöhte Androgenempfindlichkeit der Haarfollikel, aber keine nachweisbare gesteigerte Androgenproduktion.

Haarwachstumszyklus

Beim Aufbau des Haares ist der Haarbalg (lokalisiert in der Tiefe der Haut) die verantwortliche Struktur des Haarwachstums. Haare durchlaufen dabei mit ihrem Follikelzyklus Phasen des Wachstums und des Ausfallens.

Während eines solchen Wachstumszykluses unterscheidet man

  • die eigentliche Wachstumsphase (= Anagenphase),
  • die sich anschließende Atrophiephase (Katagenphase) und
  • die Ausfallphase (Telogenphase).

Die Dauer der einzelnen Zyklusphasen ist abhängig von der anatomischen Lokalisation, in der das Haarwachstum stattfindet. Die Haarfollikel eines Areals sind nicht synchronisiert, d.h. sie befinden sich zeitgleich in verschiedenen Stadien des Wachstumszyklus.

Im gesunden Zustand stehen die drei Phasen in ihrer Dauer in einem natürlichen Gleichgewicht.

Welche Methoden der Enthaarung gibt es?

Zum Entfernen von Haaren steht eine Vielzahl an Epilations- und Depilationsverfahren zur Verfügung.

  • Unter Depilation versteht man die Entfernung ausschließlich des sichtbaren Teils der Haare (Rasur, Enthaarungscreme).
  • Bei der Epilation hingegen wird das Haar aus dem Haarfollikel entfernt. Bei der temporären Epilation wird das Haar entfernt, ohne die Haarwurzel zu zerstören, weshalb das Haar mit einer gewissen zeitlichen Latenz wieder nachwachsen kann. Bei der dauerhaften Epilation wird die Haarwurzel mit zerstört.

Depilationsverfahren zur Haarentfernung

Rasieren ist die bekannteste und schnellste Methode zur Haarentfernung. Insbesondere Männer wenden die tägliche Bartrasur an. Das Haar wird direkt an der Hautoberfläche abgeschnitten. Mit modernen Rasierern ist das Risiko, sich zu schneiden, sehr gering.

Nachteil der Rasur ist, dass sie je nach Körperregion alle paar Tage wiederholt werden muss. Der Nachwuchs kann im Verlauf dicker „aussehen“, da beim Rasieren die feinen Spitzen gekappt werden. Der Haardurchmesser verändert sich jedoch nicht messbar.

Enthaarungscremes (chemische Depilatoren) enthalten meistens substituierte Mercaptane, 2 bis 10 Prozent Thioglykolate, die mit 2 bis 6 Prozent Natronlauge gemischt sind. Die Chemikalien werden in Form von

  • Pasten,
  • Cremes oder
  • Lotionen

auf die Haut aufgetragen. Sie zersetzen das Haar direkt an der Hautoberfläche, was wiederum zu einer Hautreizung führen kann. Eine lokale Rötung oder ein „Ausschlag“ kann die Folge sein.

Um eine großflächige Hautreizung zu vermeiden, können Sie die Creme zunächst an einem kleinen Bereich testen. Wenn nach 48 Stunden keine Hautreizung aufgetreten ist, vertragen Sie das Produkt gut. 

Das Auftragen der Cremes ist schmerzfrei. Die Wirkung hält bis zu 14 Tage an.

Möglichkeiten der „dauerhaften“ Haarentfernung

Von einer dauerhaften Haarentfernung spricht man bei einer Haarfreiheit von mehr als drei Monaten.

Gängige Verfahren sind:

  • Lasertherapie: Insbesondere der Alexandrit- und Rubinlaser ist sehr gut zur Behandlung von unerwünschtem Haarwuchs geeignet.
  • Behandlung mittels IPL (Intense Pulsed Light, hochenergetische Blitzlampe): Diese relativ neuentwickelten Geräte zeigen oftmals ein hervorragendes Ergebnis nach der mehrmaligen Behandlung störender Haare. Sie sind auch besonders gut für den Gesichtsbereich geeignet.
  • Haarentfernung mittels Wachs: Hierbei werden die unerwünschten Haare durch Zug an der gehärteten Wachsmasse mit einem Ruck „herausgerissen“. Diese Behandlungsmöglichkeit empfinden viele Menschen als recht schmerzhaft.

Mehrmalige Behandlungen zur „dauerhaften“ Haarentfernung

Bei der Behandlung mit Laser oder IPL sind immer mehrmalige Behandlungen notwendig. Die Haare befinden sich stets in unterschiedlichen Wachstumsphasen, sie sprechen aber nur in einer Phase, der Anagenphase, auf die Behandlung an.

Whatsapp Twitter Facebook Instagram YouTube E-Mail Print