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Erkrankung · Kinderpneumologie

Allergien bei Kindern - häufige Symptome, Therapie bei z.B. Heuschnupfen

Hier finden Sie ausgesuchte medizinische Experten und Spezialisten in Kliniken und Praxen für die Diagnose, Behandlung, Operation und Rehabilitation im Bereich Allergie bei Kindern. Alle gelisteten Ärzte sind Spezialisten auf ihrem Gebiet und wurden nach strengen Richtlinien für Sie handverlesen ausgewählt.

Sabine_Schneider.pngChefredakteurinSabine SchneiderStand: ICD-10: T78.4

Kurzübersicht — das Wichtigste zuerst

Allergien gehören zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindesalter und entstehen, wenn das Immunsystem überempfindlich auf harmlose Stoffe reagiert. Zu den häufigsten Formen zählen Heuschnupfen, Nahrungsmittelallergien, Tierhaar- und Hausstaubmilben-Allergien sowie allergisches Asthma. Typische Anzeichen sind laufende Nase, Niesen, juckende Augen und Hautreaktionen; die Diagnose stellt der Kinderarzt mit verschiedenen Allergietests. Behandelt wird durch Meiden der Allergene, Medikamente zur Linderung der Symptome und – als ursächliche Therapie – die Hyposensibilisierung.

Hier finden Sie medizinische Spezialisten für den Bereich Allergie bei Kindern. Alle gelisteten Ärzte sind Spezialisten auf ihrem Gebiet und wurden nach den strengen Leading Medicine Guide-Richtlinien für Sie handverlesen ausgewählt. Die Experten freuen sich über Ihre Kontaktaufnahme.

Wie entsteht eine Allergie beim Kind?

Eine Allergie entsteht, wenn das Immunsystem harmlose Umweltstoffe fälschlicherweise als gefährlich einstuft. Der Körper bildet daraufhin Antikörper und schüttet bei erneutem Kontakt Botenstoffe aus, die eine allergische Reaktion auslösen. Diese sogenannte Sensibilisierung kann bereits im Säuglingsalter beginnen, oft bevor überhaupt Symptome sichtbar werden.

Ein wesentlicher Risikofaktor ist die familiäre Veranlagung: Ist ein Elternteil Allergiker, steigt die Wahrscheinlichkeit; sind beide Eltern betroffen, ist das Risiko besonders hoch. Auch äußere Einflüsse wie Ernährung, Umweltbedingungen und der Kontakt zu Allergenen spielen bei der Entstehung eine Rolle.

Allergiesymptome erkennen: Symptome von Allergien beim Kind

Die Symptome einer Allergie sind vielfältig und hängen vom Auslöser ab. Typisch sind eine laufende Nase, häufiges Niesen, juckende und gerötete Augen sowie eine allergische Reaktion der Haut mit Quaddeln oder Ekzemen. Bei manchen Kindern zeigt sich auch Husten oder eine chronische Entzündung der Atemwege.

Zu den möglichen Anzeichen gehören:

  • allergischer Schnupfen mit laufender Nase und Niesen
  • juckende, tränende Augen
  • juckende Hautstellen, Quaddeln oder ein Ekzem
  • Husten und pfeifende Atmung

In seltenen, schweren Fällen kann eine Allergie eine Anaphylaxie auslösen – eine lebensbedrohliche allergische Reaktion, die sofort ärztlich behandelt werden muss.

Heuschnupfen bei Kindern und weitere häufige Allergieformen

Im Kindesalter treten verschiedene allergische Erkrankungen auf. Zu den häufigsten zählen:

  • Heuschnupfen (allergische Rhinitis): Eine Pollenallergie, bei der Pollen von Gräsern, Bäumen oder Kräutern die Beschwerden auslösen – mit laufender Nase, Niesen und juckenden Augen.
  • Tierhaarallergie: Reaktion auf Tierhaare bzw. Hautschuppen von Haustieren.
  • Hausstaubmilben-Allergie: Reaktion auf Hausstaubmilben in Matratze, Bettwäsche und Polstern.
  • Schimmelpilz-Allergie: Auslöser ist ein Schimmelpilz in feuchten Räumen.

Unbehandelt kann sich aus einer Pollenallergie im Verlauf ein allergisches Asthma entwickeln – dieser sogenannte „Etagenwechsel" ist ein wichtiger Grund, Beschwerden frühzeitig ernst zu nehmen.

Nahrungsmittelallergie und Lebensmittelallergie beim Kind

Eine Nahrungsmittelallergie ist im Kindesalter besonders häufig. Der Körper reagiert dabei auf bestimmte Lebensmittelbestandteile, etwa Kuhmilch, Hühnerei, Nüsse oder Fisch. Häufig zeigt sich eine solche Lebensmittelallergie schon, wenn im Säuglingsalter erstmals Beikost gegeben wird.

Nahrungsmittelallergien können von Hautreaktionen über Magen-Darm-Beschwerden bis hin zur Anaphylaxie reichen. Anders als eine Pollenallergie verlieren sich manche Nahrungsmittelallergien im Laufe des Wachstums wieder.

Allergisches Asthma: Wenn die Bronchien betroffen sind

Bleibt eine Allergie der Atemwege unbehandelt, kann sich ein allergisches Asthma entwickeln. Dabei entzünden sich die Bronchien, verengen sich und reagieren überempfindlich auf Reize. Typische Anzeichen sind Husten, pfeifende Atmung und Atemnot.

Die Entstehung von Asthma hängt eng mit anderen allergischen Erkrankungen zusammen: Kinder und Jugendlichen mit Heuschnupfen, einer Nahrungsmittelallergie oder einer Neurodermitis haben ein erhöhtes Risiko. Häufig treten Asthma oder Neurodermitis gemeinsam mit weiteren Allergien auf – Fachleute sprechen vom „atopischen Formenkreis".

Diagnose: Allergietests beim Kinderarzt

Besteht der Verdacht auf eine Allergie, ist der Kinderarzt die erste Anlaufstelle. Nach einer ärztlichen Befragung zu Beschwerden und Familiengeschichte kommen verschiedene Allergietests zum Einsatz.

Gängige Verfahren sind:

  • Pricktest: Ein Allergietest auf der Haut, bei dem mögliche Allergene aufgetragen werden.
  • Bluttest: Nachweis spezifischer Antikörper im Blut.
  • Provokationstest: Kontrollierte Gabe des vermuteten Auslösers unter ärztlicher Aufsicht.

So lässt sich klären, welcher Allergieauslöser konkret hinter den Beschwerden steckt.

Behandlung: Allergiesymptome lindern

Ziel jeder Behandlung ist es, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität des Kindes zu erhalten. Je nach Allergie kommen verschiedene Ansätze zum Einsatz.

  • Allergenkarenz: Der wirksamste Schutz ist, den Kontakt mit den Allergenen zu meiden.
  • Medikamente: Antihistaminika, Augentropfen und bei Bedarf Kortison können die Beschwerden lindern.
  • Notfallmedikation: Kinder mit Anaphylaxie-Risiko benötigen ein Notfallset.

Diese Maßnahmen behandeln die Symptome – die eigentliche Ursache lässt sich mit einer Immuntherapie angehen.

Hyposensibilisierung: die spezifische Immuntherapie

Die Hyposensibilisierung – auch spezifische Immuntherapie genannt – ist die einzige Behandlung, die an der Ursache ansetzt. Dabei wird das Immunsystem über einen längeren Zeitraum an den Allergieauslöser gewöhnt, sodass die allergische Reaktion mit der Zeit schwächer wird.

Die Immuntherapie wird ärztlich begleitet und eignet sich unter anderem bei Heuschnupfen, Insektengift- und Hausstaubmilben-Allergien. Ob und wann eine Hyposensibilisierung sinnvoll ist, richtet sich nach Alter, Allergieform und ärztlicher Empfehlung – die regelmäßige Einnahme bzw. Verabreichung über mehrere Jahre ist dabei entscheidend für den Erfolg.

FAQ

1. Woran erkenne ich eine Allergie bei meinem Kind?
An Anzeichen wie laufender Nase, Niesen, juckenden Augen, Hautausschlag oder Husten – oft wiederkehrend und in bestimmten Situationen.

2. Ab welchem Alter können Allergien auftreten?
Schon im Säuglingsalter; eine Sensibilisierung kann beginnen, bevor erste Symptome sichtbar sind.

3. Wie wird eine Allergie beim Kind festgestellt?
Der Kinderarzt nutzt Allergietests wie Pricktest oder Bluttest, um den Auslöser zu bestimmen.

4. Ist eine Allergie heilbar?
Ursächlich kann eine Hyposensibilisierung helfen; ansonsten lassen sich die Symptome gut lindern.

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Über den Fachautor

Sabine Schneider

Sabine Schneider – medizinische Fachautorin: Entdecken Sie fundierte Fachbeiträge und medizinische Expertise im Leading Medicine Guide.

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