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Experteninterviews

Chancen in der Adipositaschirurgie: Experteninterview mit Dr. Staikov

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Sabine Schneider · 7. Februar 2025

Dr. med. Plamen Staikov ist ein hochangesehener Facharzt für Chirurgie und Viszeralchirurgie und Chefarzt des Krankenhauses Sachsenhausen in Frankfurt am Main. Seine Expertise in der Adipositas- und Tumorchirurgie hat ihn international bekannt gemacht. Insbesondere im Bereich der bariatrischen Chirurgie, die für viele stark übergewichtige Menschen eine lebensverändernde Therapie darstellt, setzt er immer wieder neue Maßstäbe – sei es durch innovative Behandlungsmethoden oder durch seinen Fokus auf minimal-invasive Techniken.

Als Leiter des Adipositaszentrums Frankfurt Sachsenhausen, einem der renommiertesten Zentren Europas zur Behandlung von krankhaftem Übergewicht und chirurgischer Diabetesbehandlung, bietet Dr. Staikov mit seinem erfahrenen Team das gesamte Spektrum bariatrischer Maßnahmen an. Dazu gehören Eingriffe wie Magenbypass, Mini-Gastric-Bypass, Schlauchmagen (Sleeve Gastrectomy), biliopankreatische Diversion, Magenballon und Magenband. Seine besondere Stärke liegt zudem in der Durchführung von Revisionsoperationen, mit denen Probleme nach bereits erfolgten bariatrischen Eingriffen erfolgreich gelöst werden können. Viele Patienten aus der ganzen Welt suchen ihn auf, um von seiner umfassenden Erfahrung und präzisen Arbeitsweise zu profitieren.

Neben der Adipositaschirurgie ist Dr. Staikov ein Spezialist in der Tumorchirurgie. Nahezu alle Tumoroperationen werden im Krankenhaus Sachsenhausen mittels Schlüssellochtechnik durchgeführt. Darüber hinaus deckt das chirurgische Team unter der Leitung von Dr. Staikov ein breites Spektrum ab, das die Refluxchirurgie, Proktologie und endokrine Chirurgie umfasst. Die hochmoderne Ausstattung der Klinik, einschließlich eines spezialisierten OP-Trakts mit Intensiv- und Überwachungsstation, garantiert höchste Patientensicherheit und optimale Behandlungsergebnisse.

Speziell zu Behandlungsoptionen für Adipositas Patienten konnte die Redaktion des Leading Medicine Guide von Dr. Staikov mehr erfahren.

Plamen Staikov

Adipositas, auch als Fettleibigkeit bekannt, ist eine chronische Erkrankung, die durch übermäßige Ansammlung von Körperfett gekennzeichnet ist und zu einer Vielzahl gesundheitlicher Probleme führen kann. Sie gilt als eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts und ist ein wichtiger Risikofaktor für zahlreiche Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 2, Gelenkprobleme und bestimmte Krebsarten. Trotz der weit verbreiteten Erkenntnis, dass eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung essentielle Maßnahmen im Umgang mit Adipositas sind, erfordert die Behandlung bei schwererem Übergewicht oft eine intensivere medizinische Intervention. In diesem Zusammenhang haben bariatrische Behandlungen, wie Magenbypass oder Schlauchmagen, an Bedeutung gewonnen. Diese Eingriffe bieten Patienten die Möglichkeit, erheblich an Gewicht zu verlieren und damit ihre Lebensqualität zu verbessern.

Eine große Herausforderung in Deutschland ist es für die an Adipositas erkrankten Menschen, überhaupt Zugang zur Behandlung zu erhalten. Denn was die Indikation betrifft, so steht Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern ziemlich weit hinten und hinkt im internationalen Vergleich hinterher. Ein BMI von 50 wird von den Krankenkassen gefordert, um die Kostenübernahme zu gewährleisten. Im Umkehrschluss führt dies in Deutschland dazu, dass die Patienten älter und kränker sind als jene, die in unseren Nachbarländern operiert werden. Wir haben seit mehr als 60 Jahren Erfahrung in der Adipositaschirurgie – früher ging es primär darum, einen Gewichtsverlust zu erzielen, und heute liegt der Fokus auf der Stoffwechselregulierung, insbesondere im Hinblick auf Typ-2-Diabetes. Auch Stoffwechselstörungen lassen sich mit der Adipositaschirurgie gut behandeln“, erklärt Dr. Staikov zu Beginn unseres Gesprächs.

Es gibt drei Standardmethoden in der Adipositaschirurgie:

An erster Stelle steht die Schlauchmagenoperation, die es mittlerweile seit zwei Jahrzehnten gibt und die weltweit am häufigsten durchgeführt wird. Mit der Verkleinerung des Magens um ca. 80 % hat diese Methode einen einfachen Wirkmechanismus. Dadurch wird die Menge der aufgenommenen Kalorien reduziert, sodass über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr ein Kaloriendefizit entsteht, das mit wenigen bis keinen Nebenwirkungen zu einer Gewichtsabnahme führt. Das zweite Standardverfahren ist der Roux-en-Y-Magenbypass, die älteste Operation der Adipositaschirurgie, die seit 60 Jahren angewendet wird. Dieses Operationsverfahren bietet vor allem Vorteile für Patienten, die seit Langem an Diabetes leiden. Es ist auch für Patienten empfehlenswert, die vor der Operation eine ausgeprägte gastroösophageale Refluxerkrankung haben, die neben dem Symptom Sodbrennen auch zu Entzündungen in der Speiseröhre führen kann“, schildert Dr. Staikov und ergänzt:

In den letzten 10 bis 15 Jahren ist in Deutschland eine dritte Operation hinzugekommen, die es insgesamt schon seit etwa 25 Jahren gibt: der Einanastomosenbypass, auch als Omega-Loop-Bypass oder Mini-Bypass bezeichnet. Dabei wird der Magen verkleinert, indem ein schmaler Schlauchmagen (Pouch) gebildet wird. Dieser wird direkt mit einer Schlinge des Dünndarms verbunden, wodurch ein Teil des Dünndarms umgangen (bypassiert) wird. Die Einanastomose bedeutet, dass nur eine Nahtstelle zwischen dem Pouch und dem Dünndarm erforderlich ist, was den Eingriff technisch einfacher macht. Die Operation zeigt sehr gute Ergebnisse hinsichtlich des Gewichtsverlusts und der Behandlung von Nebenerkrankungen. Ein Anteil der Patienten hat nach der Operation allerdings Beschwerden, etwa in Form von Gallenreflux. Dabei tritt über die angeschlossene Dünndarmschlinge Gallesaft in den Magen ein, reizt ihn und kann zur Bildung von Geschwüren führen, die behandelt werden müssen. Daher ist die Operation der erste Schritt, gefolgt von einer guten Kontrolle und einer engen Zusammenarbeit zwischen Patienten und Arzt“.

Die Wahl des geeigneten Verfahrens hängt von individuellen Faktoren wie dem Grad der Adipositas, Begleiterkrankungen und den Lebensumständen der Patienten ab. Gleichzeitig ist eine sorgfältige Vorbereitung entscheidend für den Erfolg der Operation. Im Vorfeld erfolgt eine umfassende medizinische Diagnostik, um mögliche Kontraindikationen wie unbehandelte Essstörungen oder schwerwiegende Erkrankungen auszuschließen. Eine psychologische Beratung stellt sicher, dass die Patienten emotional stabil sind und sich der lebenslangen Veränderungen bewusst sind, die der Eingriff erfordert. Die Ernährungsberatung spielt ebenfalls eine zentrale Rolle, da die Patienten schon vor der Operation lernen müssen, ihre Ernährungsgewohnheiten anzupassen, beispielsweise durch kleinere Portionen und eine proteinreiche Kost. Zusätzlich wird häufig eine präoperative Diät empfohlen, um die Lebergröße zu reduzieren und die Operation zu erleichtern. Während dieser Vorbereitungsphase arbeiten Ärzte, Psychologen, Ernährungsberater und andere Fachleute interdisziplinär zusammen, um die individuell passende Operationsmethode zu bestimmen. Die Patienten müssen außerdem ausführlich über die Risiken, den Nutzen und die notwendigen Anpassungen im Alltag nach der Operation aufgeklärt werden. Bariatrische Operationen sind somit nicht nur chirurgische Eingriffe, sondern Teil eines umfassenden Behandlungsansatzes, der eine sorgfältige Vorbereitung, die Wahl der richtigen Methode und eine lebenslange Nachsorge erfordert, um den langfristigen Erfolg sicherzustellen.

Der Medizintourismus hat in den letzten Jahren zugenommen.

Aus Kostengründen lassen sich manche Patienten aus Deutschland im Ausland operieren. „Eine Operation im Ausland durchführen zu lassen, bringt fast immer Probleme mit sich. Denn in der Regel können die notwendigen Folgekontrollen nicht durchgeführt werden, da es für den Patienten problematisch ist, regelmäßig beim behandelnden Arzt vorstellig zu werden. Heutzutage lassen sich zwar einige Kontrollen teilweise auch online durchführen, doch wenn Probleme auftreten, gehen die Patienten in Deutschland zum Arzt. Hier im Rhein-Main-Gebiet haben wir viele dieser Patienten, die sich beispielsweise in der Türkei operieren ließen, aber zu uns zur Revision oder Folgeoperation kommen – manchmal als Notfallpatienten, manchmal auch geplant. Das führt dann zu durchaus berechtigten Problemen mit der Krankenkasse, da die Erstversorgung im Ausland stattgefunden hat. Patienten dürfen nicht vergessen, dass alle Operationen auch Spätwirkungen haben können, die erst Jahre nach dem Eingriff auftreten. Hier können lebenslange Probleme entstehen, vor allem in Form von Mangelerscheinungen (Eisen/Vitamine), die durch regelmäßige Kontrollen vermieden werden können. Hinzu kommen mögliche mechanische Probleme, die zu Zweitoperationen führen können, beispielsweise Reflux mit Sodbrennen als Symptom. Dies ist ein relativ häufiges Problem nach Schlauchmagenoperationen. Wenn konservative Maßnahmen nicht helfen, muss der Schlauchmagen operativ revidiert werden. Es sollte daher immer besser so geregelt sein, dass der behandelnde Arzt wieder aufgesucht werden kann“, rät Dr. Staikov.

Es gibt in Deutschland einen messbaren Anstieg des Übergewichts bei Erwachsenen – bei Männern über 65 %, bei Frauen über 40 %. Das bedeutet, dass über ein Viertel der Erwachsenen krankhaft übergewichtig ist.

Am schlimmsten ist tatsächlich der Anstieg der kindlichen Adipositas in allen industrialisierten Ländern. Grundsätzlich gibt es in Deutschland wenige Konzepte für Adipositas Patienten, die flächendeckend wirken. Natürlich gibt es konservative und operative Ansätze, aber für den Patienten ist es immer schwer, eine individuell angepasste Lösung für diese Krankheit zu finden, die leicht zugänglich ist. Denn es reicht nicht aus, dem Patienten mitzuteilen, dass er weniger essen und mehr Sport treiben soll. Es ist notwendig, den Patienten an eine Therapie heranzuführen, die nachweislich langfristig etwas bringt. Dafür brauchen die Patienten Partner in der Therapie in Form von Ernährungs- und Sportmedizinern, Psychologen, Verhaltenstherapeuten, Physiotherapeuten und Chirurgen. Leider übernehmen die Krankenkassen in Deutschland die Kosten dafür zu spät. Die Länder um uns herum – wie die Schweiz, die Beneluxländer oder Skandinavien – handeln viel früher. Für Patienten ist es ein erheblicher Vorteil, wenn sie früher operiert werden. Denn an erster Stelle steht immer der Zeitpunkt der Operation, um das Optimum für die Patienten herausholen zu können. Natürlich müssen vor einer Operation alle notwendigen Maßnahmen umgesetzt werden, etwa in Form von Vorbesprechungen und Vorbehandlungen durch verschiedene Fachrichtungen (Psychologie, Endokrinologie usw.). Doch die Wartezeiten für die notwendigen Termine werden in Deutschland aktuell immer länger, und es gibt leider keine Aussicht darauf, dass sich dies in den nächsten zehn Jahren in irgendeiner Weise bessern wird, da unser Gesundheitssystem so sehr in Schieflage geraten ist. Neben den strukturellen Problemen geht es vor allem um den Personalmangel in allen Bereichen. Deutschland war zudem das letzte Land, das Adipositas 2022 als Krankheit definiert hat – das ist beschämend“, konstatiert Dr. Staikov.

Natürlich ist der Anspruch, dass jeder Patient eine Hilfestellung bekommt, um wieder gesund zu werden.

Man kann zwei Gruppen definieren. Die eine Gruppe besteht aus Patienten, bei denen die Operation alternativlos ist. Wenn hier alle Kriterien erfüllt sind, erfolgt die Operation mit Kostenübernahme durch die jeweilige Krankenkasse. Dann gibt es die Patientengruppe, die sich in einem Graubereich befindet. Sie sind schwer und krankhaft übergewichtig, beispielsweise mit einer Adipositas Grad II (BMI 35–40), haben teilweise schon relevante Nebenerkrankungen, passen jedoch nicht in das Raster für eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen. Für diese Patienten besteht die Möglichkeit, mit dem Nachweis einer sechsmonatigen konservativen Behandlung und mit einem kleinen Umweg zur notwendigen Operation zu kommen. In unserem Zentrum bieten wir alles an – von der Ernährungsberatung bis zur Verhaltenstherapie –, um die sechsmonatige konservative Therapie durchzuführen. Wir betreuen Patienten aus ganz Deutschland, was aber die logistische Umsetzung der Therapie erschwert. Die noch nicht ausreichend ausgearbeitete Digitalisierung in Deutschland kommt zusätzlich erschwerend hinzu. Teile der Behandlung wären theoretisch digital oder medial umsetzbar, doch die deutschen Gesetze sind zu kompliziert, und auch der Datenschutz verhindert einiges. Die Verbesserung der Parameter scheitert leider, wie so vieles, an der Finanzierung“, kritisiert Dr. Staikov und fügt hinzu:

Wir versuchen mit jedem Patienten, einen Weg und eine gute Lösung zu finden. Am einfachsten ist es natürlich immer, wenn der Patient in unser Zentrum eingebunden werden kann, da wir die ganze Bandbreite an notwendigen Maßnahmen anbieten. Viele Patienten haben gravierende Begleiterkrankungen, die vor einer chirurgischen Adipositasbehandlung abgeklärt werden müssen, und viele sind damit deutlich überfordert. Wir können bei uns im Haus alle notwendigen Schritte für den Patienten organisieren – dafür haben wir 2017 ein Konzept entwickelt, das alle notwendigen medizinischen Begutachtungen ermöglicht, damit den Patienten hier geholfen werden kann“.

Die Ernährung spielt eine wesentliche Rolle für den langfristigen Erfolg.

Direkt nach der Operation durchlaufen Patienten eine stufenweise Umstellung von flüssiger Kost über pürierte Nahrung hin zu fester Nahrung. Langfristig wird eine proteinreiche, ausgewogene Ernährung mit reduziertem Fett- und Zuckergehalt empfohlen, da diese die Gewichtsabnahme unterstützt und das Auftreten von Dumping-Syndrom sowie anderen Verdauungsproblemen vermeidet. Die Einhaltung kleiner Portionen und ein achtsames Essverhalten sind entscheidend, um ein Überessen zu verhindern und das Risiko einer erneuten Gewichtszunahme zu minimieren. Lebensstiländerungen sind ebenso wichtig. Regelmäßige körperliche Aktivität unterstützt die Gewichtsreduktion, verbessert die Muskelmasse und den Stoffwechsel und trägt zur langfristigen Gewichtsstabilisierung bei. Psychologische Unterstützung, beispielsweise in Form von Verhaltenstherapie, kann hilfreich sein, um emotionale Essmuster zu bewältigen und die Motivation zu fördern. Selbsthilfegruppen oder Programme zur Gewichtskontrolle bieten zusätzlichen Rückhalt.


„Esskultur ist ein entscheidendes Kriterium. Bei Kindern hat man zum Beispiel noch die Chance zu beeinflussen, ob sie später übergewichtig werden oder nicht. Sinnvoll wäre hier ein flächendeckendes Konzept für die Schule, dass ausreichende Bewegung auf dem Stundenplan steht – und zwar jeden Tag! Alle Kinder sollten in irgendeiner Form verpflichtend am Sport teilnehmen. Denn leider werden unsere Kinder immer dicker. Schulsport fällt viel zu oft aus. Wir sind verpflichtet, die bestmöglichen Voraussetzungen für die Kinder zu schaffen!“, plädiert Dr. Staikov mit Nachdruck.


Abnehmspritzen wie solche mit den Wirkstoffen Semaglutid (z. B. Wegovy) oder Tirzapatid (z. B. Mounjaro) bieten Adipositaspatienten eine Möglichkeit, ihr Gewicht pharmakologisch zu reduzieren. Diese Medikamente, die als GLP-1-Rezeptor-Agonisten wirken, fördern das Sättigungsgefühl, reduzieren den Appetit und stabilisieren in vielen Fällen den Blutzuckerspiegel.

Die Abnehmspritzen spielen eine immer größere Rolle. Alle, die darüber nachdenken, sie zu nehmen, müssen aber eines wissen: Diese Spritzen sind vom Konzept her darauf angelegt, dass man damit beginnt und nicht wieder damit aufhört. Es handelt sich um eine lebenslange Therapie, da bei einem Stopp der Jojo-Effekt mit 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit zuschlägt. Sie erzielen ein gutes Resultat – 20 Prozent des Gesamtkörpergewichts können reduziert werden. Allerdings sind sie nicht für alle Patienten geeignet. Am besten eignen sie sich für Personen, die noch kein extrem hohes Gewicht haben und mit der Spritze eine reelle Chance haben, entweder Normalgewicht zu erreichen oder zumindest in dessen Nähe zu kommen. Meistens liegt der BMI dieser Patienten zwischen 28 und 35. Die Therapie scheitert zurzeit oft daran, dass die Krankenkassen die Kosten für die Spritzen nicht übernehmen, und die Kosten sind noch sehr hoch (monatlich ca. 300 Euro). Dies wird sich voraussichtlich in den nächsten Jahren etwas regulieren, und es wäre wünschenswert, wenn die Therapie dann für die breite Bevölkerung zugänglich wird. In den USA ist die Therapie zugänglicher, und pro Woche beginnen dort ca. 20.000 bis 40.000 Personen damit“, so Dr. Staikov, der abschließend noch ein paar Gedanken teilt:

Es muss in Deutschland ein Umdenken stattfinden – wir haben mittlerweile über acht Millionen Diabetiker, und 80 bis 90 Prozent von ihnen sind übergewichtig. Die Folgekosten einer Adipositaserkrankung sind enorm hoch und steigen jedes Jahr weiter. Wenn wir nicht die nächste Generation von Anfang an positiv beeinflussen, wird die Situation immer schlimmer werden, denn irgendwann kann niemand mehr die Kosten tragen. Es gibt auch zu wenige Adipositasspezialisten für die Menge an Patienten“.

Herzlichen Dank, Herr Dr. Staikov, für Ihre offenen Worte zum Thema Adipositas und deren Behandlung!

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Sabine Schneider – medizinische Fachautorin: Entdecken Sie fundierte Fachbeiträge und medizinische Expertise im Leading Medicine Guide.

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