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Augenprothese und Augen-Epithese: Wo der Unterschied liegt

Die Begriffe Augenprothese und Augen-Epithese werden häufig gleichgesetzt, bezeichnen jedoch zwei unterschiedliche Formen der Versorgung. Während eine Augenprothese das fehlende Auge innerhalb der Augenhöhle ersetzt, dient eine Augen-Epithese dazu, zusätzlich äußere Defekte im Bereich rund um das Auge zu rekonstruieren. Für Betroffene ist diese Unterscheidung wichtig, weil sich daraus unterschiedliche Anforderungen an Funktion, Anpassung, Pflege und Nachsorge ergeben. Wer den Unterschied zwischen Augenprothese und Augen-Epithese kennt, kann die eigene Versorgung besser einordnen und gezielter fachliche Hilfe in Anspruch nehmen.

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Kurzübersicht:

  • Augenprothese: Wird in der Augenhöhle getragen und ersetzt das fehlende Auge optisch und funktionell.
  • Augen-Epithese: Wird außen im Gesichtsbereich angebracht und versorgt zusätzliche Defekte rund um das Auge.
  • Wichtiger Unterschied: Beide Hilfsmittel dienen der Wiederherstellung, kommen aber bei unterschiedlichen anatomischen Voraussetzungen zum Einsatz.
  • Relevanz für Betroffene: Die richtige Zuordnung ist entscheidend für Versorgung, Passform, Pflege und Nachsorge.

Artikelübersicht

Augenprothese und Augen-Epithese - Weitere Informationen

Viele Betroffene verwenden die Begriffe Augenprothese und Augen-Epithese im Alltag gleichbedeutend. Medizinisch ist das jedoch nicht korrekt, und genau diese Unterscheidung ist wichtig, wenn eine passende Versorgung geplant werden soll. Eine Augenprothese ersetzt das Auge optisch innerhalb der Augenhöhle, während eine Augen-Epithese zusätzlich äußere Defekte im Bereich rund um das Auge versorgt. Beides hat mit Wiederherstellung zu tun, aber es handelt sich um zwei unterschiedliche Hilfsmittel mit unterschiedlicher Funktion, anderer Lage und anderem Einsatzgebiet.

Augenprothetik - Prothese Epithes

Was der Unterschied zwischen Augenprothese und Augen-Epithese ist

Der zentrale Unterschied liegt in der Art der Versorgung. Eine Augenprothese wird innerhalb der Augenhöhle getragen und ersetzt dort das fehlende Auge optisch und funktionell. Eine Augen-Epithese wird dagegen außen im Gesichtsbereich angebracht und versorgt zusätzlich sichtbare Defekte rund um das Auge. Beide Versorgungen dienen der Wiederherstellung, sind aber für unterschiedliche anatomische Situationen gedacht.

Was eine Augenprothese ist und wann sie eingesetzt wird

Eine Augenprothese wird in die Augenhöhle eingesetzt, nachdem das Auge entfernt wurde, zum Beispiel nach einem Augenverlust durch Enukleation oder Eviszeration. Sie ist kein Implantat und auch keine im Körper fest verankerte Kugel, sondern ein individuell gefertigtes Hilfsmittel, das meist aus Spezialglas besteht. Anders als viele Menschen vermuten, ist eine moderne Augenprothese in der Regel schalenförmig aufgebaut und nicht kugelförmig. Ihre Aufgabe ist nicht nur kosmetisch. Sie ersetzt das fehlende Auge optisch, unterstützt die Gesichtssymmetrie, hält die Augenhöhle offen und stabilisiert die Lider. Genau deshalb hat sie neben der ästhetischen auch eine klare funktionelle Bedeutung. Ohne eine gut sitzende Augenprothese kann die Augenhöhle mit der Zeit schrumpfen oder sich ungünstig verändern, was wiederum das Tragen erschwert.

Was eine Augen-Epithese ist und in welchen Fällen sie notwendig wird

Eine Augen-Epithese funktioniert grundsätzlich anders. Sie wird nicht in die Augenhöhle eingesetzt, sondern außen auf das Gesicht aufgebracht. Sie kommt dann zum Einsatz, wenn nicht nur das Auge selbst fehlt, sondern größere Anteile der umgebenden Strukturen ersetzt werden müssen, zum Beispiel Augenlider, Hautpartien oder Teile der knöchernen Augenregion. Eine Epithese wird meist aus Silikon gefertigt und über Hautkleber, eine Brillenfassung oder spezielle Implantate befestigt. Ihr Schwerpunkt liegt auf der äußeren Rekonstruktion sichtbarer Defekte. Sie ersetzt also sowohl die äußere Augenregion als auch das Auge in der Augenhöhle.

Warum die richtige Unterscheidung für Betroffene wichtig ist

Für Patientinnen und Patienten ist diese Unterscheidung deshalb so relevant, weil davon die gesamte weitere Versorgung abhängt. Wer einen Verlust des Auges ohne größere äußere Gewebedefekte hat, benötigt in aller Regel eine individuell angefertigte Augenprothese. Die erste individuelle Versorgung erfolgt dabei im Rahmen einer Modellbehandlung. Wer hingegen nach Tumoroperationen, schweren Verletzungen oder komplexen Fehlbildungen auch im Bereich der Lider oder der umgebenden Gesichtspartien Defekte aufweist, braucht unter Umständen eine Epithese oder ein anderes rekonstruktives Konzept. Begriffe durcheinanderzuwerfen klingt harmlos, führt aber in der Praxis oft zu falschen Erwartungen.

Unterschiede bei Passform, Pflege und Nachsorge

Hinzu kommt, dass die Anforderungen an Passform, Pflege und Nachsorge unterschiedlich sind. Eine Augenprothese muss regelmäßig kontrolliert, gereinigt und in sinnvollen Abständen erneuert werden, damit Tragekomfort, Beweglichkeit und Gewebeverträglichkeit erhalten bleiben. Eine Epithese stellt andere Anforderungen an Befestigung, Material und Hautkontakt. Deshalb ist eine saubere fachliche Einordnung von Anfang an sinnvoll.

Welche Versorgung im Einzelfall sinnvoll ist

Wer unsicher ist, welche Versorgung im eigenen Fall oder im Fall eines Angehörigen infrage kommt, sollte das nicht über Internetbegriffe lösen, sondern fachlich klären lassen. Über den Leading Medicine Guide stehen spezialisierte Ansprechpartner für die augenprothetische Versorgung und spezialisierte Augenärzte für die individuelle Einschätzung zur Verfügung. Eine Anfrage ist direkt über den Leading Medicine Guide möglich. Für eine gute Versorgung ist die richtige Diagnose der erste Schritt.