Stirnlifting: Informationen & Stirnlifting-Spezialisten

Bei einem Stirnlifting handelt es sich um einen ästhetischen Eingriff zur Straffung der Stirn und Anhebung der Brauen. Heute wird der Eingriff meistens endoskopisch durchgeführt. Dadurch bleiben kaum sichtbare Narben zurück. Hier finden Sie weiterführende Informationen sowie ausgewählte Stirnlifting-Spezialisten und Zentren.

Empfohlene Stirnlifting-Spezialisten

Artikelübersicht

Stirnlifting - Weitere Informationen

Was ist ein Stirnlifting?

Mit fortschreitendem Alter lässt die Elastizität des Gewebes nach. Im Gesicht führt das unter anderem zum Herabsinken der Augenbrauen, wobei sich diese über die Oberlider schieben. Unter Umständen kommt es sogar zu funktionellen Blickfeldeinschränkungen.

Das optische Resultat ist eine Formveränderung des Gesichtes. Die Gesichtsmuskeln versuchen dies auszugleichen, was wiederum zu verstärkten Stirnfalten führt. Die Verkrampfungen dieser Muskeln können sogar Ursache chronischer Kopfschmerzen sein.

Das Stirnlifting wird auch Brauenstraffung und gelegentlich „oberes Facelift“ genannt. Dabei wird eine Straffung der Stirn und Anhebung der Brauen durchgeführt.

Früher musste ein Stirnlifting im Rahmen einer offenen Operation erfolgen. Die Ärzte entfernten dabei einen breiten Kopfhautstreifen entlang des Haaransatzes von einem Ohr zum anderen. Dies lässt sich heute praktisch immer vermeiden. Die Operation kann in der Regel endoskopisch durchgeführt werden. Dabei bleiben fast keine sichtbare Narben zurück.

Gleichzeitig können die Ärzte die mimische Stirnmuskulatur abschwächen, was die Beseitigung von Zornesfalten ermöglicht. Durch die Anhebung der Brauen entspannen sich auch die Muskeln und eventuelle Kopfschmerzen verschwinden.

Das endoskopische Stirnlifting stellt eine wichtige Ergänzung bei ästhetischen Eingriffen zur Verjüngung, etwa einer Oberlidstraffung, dar. Bei der Durchführung einer gesichtsverjüngenden Korrektur sollte dieser Eingriff daher miterwogen werden.

Im Gegensatz zur Botoxbehandlung erfolgt beim endoskopischen Stirnlifting eine ursächliche Korrektur der Alterungsvorgänge. Häufig wird ein solches endoskopisches Stirnlifting mit einer Facelift-Operation, die teilweise ebenfalls endoskopisch durchgeführt werden kann, kombiniert.

Stirnlifting vorher nachher
Vorher-Nachher-Ergebnis nach einem Stirnlifting

Offenes vs. endoskopisches Stirnlifting

Das offene Stirnlifting hat lange und oftmals auch sichtbare Narben zur Folge. Viele Betroffene leiden nach einem offenen Stirnlifting auch an einem dauernden Verlust des Gefühls der behaarten Kopfhaut. Dennoch wird das offene Stirnlifting auch heute noch oft durchgeführt.

Durch die narbensparenden endoskopische Operationsverfahren lassen sich diese Nebenwirkungen vermeiden. Bei der endoskopischen Technik sind nur 3 bis 4 etwa 2 cm lange Hautschnitte zwischen den Haaren erforderlich.

Ein endoskopisches Stirnlifting setzt eine Ausstattung mit entsprechenden speziellen fiberoptischen Geräten mit Kamera und Monitor voraus.

Ziel ist nicht eine übermäßige Anhebung der Augenbrauen, sondern

  • eine natürliche Konturierung und
  • eine Entspannung der Stirnmuskulatur und Stirn.

Bei Frauen wird ein leicht nach außen oben verlaufender, weicher Brauenbogen angestrebt.

Bei Männern lassen sich lange Narben bei den häufig höheren Haaransätzen oder Haarlosigkeit noch schlechter kaschieren. Daher profitieren Männer ebenfalls sehr von einem endoskopischen Stirnlifting.

Gesichtsverjüngung
Straffe Haut und wenig Falten ist für viele Menschen der Anreiz für ein Stirnlifting © insta_photos | AdobeStock

Vor dem Stirnlifting

Vor dem Stirnlifting muss eine sorgfältige Untersuchung stattfinden, bei der auch die Funktion der Lidhebemuskulatur bestimmt wird.

Zu Beginn steht die Anamnese, also das Arzt-Patienten-Gespräch. Der Arzt erfragt

  • die Krankengeschichte mit möglichen Vorerkrankungen,
  • eventuelle Voroperationen,
  • eingenommene Medikamente und
  • Allergien.

Wichtig ist dabei außerdem die Aufklärung des Patienten über mögliche Komplikationen und Nachwirkungen des Eingriffs.

Aspirin und andere blutverdünnende Medikamente dürfen vor dem Eingriff nicht eingenommen werden.

Zur Operationsplanung sind spezielle Standardfotografien erforderlich. Eine Blutkonserve sollte niemals erforderlich werden. Eine Rasur der Kopfhaare ist im Allgemeinen nicht erforderlich.

Wie läuft ein Stirnlifting ab?

Die Operation kann

  • im Dämmerschlaf unter örtlicher Betäubung oder
  • häufiger in Vollnarkose

durchgeführt werden.

Da die Operation aber oft mit einer Oberlidstraffung oder einem Facelift kombiniert ist, erfolgt sie häufiger in Vollnarkose. An den Eingriff schließt sich ein kurzer stationärer Aufenthalt an.

Die endoskopische Operation wird jeweils über zwei kleine Schnitte (beidseits im Scheitel- bzw. im Schläfenbereich) durchgeführt. Hierbei hält der Operateur mit der linken Hand eine Spezialkamera mit Lampe, während die rechte Hand die speziellen OP-Instrumente führt.

Er geht von oben und seitlich direkt auf dem Knochen bis zum Rand der Augenhöhle vor und befreit dabei die Nerven. Eine Blutung findet praktisch nicht statt, da in dieser Operationsschicht keine wesentlichen Blutgefäße verlaufen.

Der Operateur löst nun die Knochenhaut (Pericranium/Periost) vom gesamten Oberrand der knöchernen Augenhöhle und kerbt sie ein. Dadurch können die Stirnhaut und die Brauen nach der Anhebung in der neuen Position festwachsen.

endoskopisches Stirnlifting
Blick durch die Endoskopiekamera: Oberrand der Augenhöhle mit Stirnnerv

Nach kompletter Mobilisation werden die gesamten Schichten der Stirn wohl dosiert nach oben gezogen.

Zur Befestigung gibt es verschiedene Techniken:

  • Befestigung der Naht an einem Bohrloch in der äußersten Schädelknochenschicht. Eine kleine herausragende Titanium-Schraube kann die Naht zusätzlich für einige Tage sichern.
  • Kunststoffklammern, die sich mit der Zeit auflösen.
  • Nähte zwischen den verschiedenen Gewebeschichten zur Befestigung der Brauen- und Stirnregion.

Zum Verschluss der Kopfhaut werden meist Klammern verwendet, die nach einer Woche entfernt werden. Die Einlage von Drainagen ist meist nicht erforderlich.

Da die Wunden in der Kopfhaut sehr rasch heilen, ist ein Verband nicht nötig. Die Patienten können schon am folgenden Tag die Haare waschen und duschen.

Heilungsverlauf und Nachbetreuung nach einem Stirnlifting

Die Akutphase beträgt im Allgemeinen 7 bis 10 Tage. Währenddessen sind Blutergüsse und Schwellungen deutlich sichtbar. Dies kann individuell unterschiedlich stark sein.

In den ersten zwei Tagen kann eine stationäre Betreuung in einer Klinik empfehlenswert sein. Hier erfährt der Patient hinsichtlich

  • einer individuell angepassten Schmerztherapie,
  • der Kühlun und
  • der Wundpflege

eine optimale Betreuung. Eine intensive Kühlung des Operationsgebietes beschleunigt den Rückgang der Schwellung. Dazu sollte auch der Kopf hochgelagert werden.

Schmerzen sind im Allgemeinen wenig ausgeprägt und sollten durch leichte Schmerzmedikamente gut zu beherrschen sein. Um die Abschwellung zu beschleunigen, können Lymphmassagen empfohlen werden.

Größere körperliche Belastungen sollten für ein bis zwei Wochen vermieden werden und es ist zu empfehlen, sich für den Eingriff zwei Wochen Urlaub zu nehmen.

Unmittelbare, nicht völlig zu vermeidende Operationsfolgen sind Schwellungen und Blutergüsse. Sie sinken bis in die Unterlider ab und können für 1 bis 2 Wochen deutlich sichtbar sein.

Geringe Restschwellungen können danach noch mehrere Wochen anhalten. Auch die Operationsnarben benötigen mehrere Wochen, bis sie gereift sind. Meistens sind sie allerdings in den Haaren gut verborgen. Die Hautklammen werden bereits nach einer Woche gezogen.

Risiken und Nachwirkungen bei einem Stirnlifting

Eine schwere Komplikation wäre die Verletzung des Stirnastes des motorischen Fazialisnervs (Gesichtsnerv). Dies würde in eine Lähmung eines der beiden Stirnmuskeln führen, was wiederum ein einseitiges Absinken der Augenbraue induzieren würde.

Vorübergehende Schwächungen dieses Nervs, ohne dass er bei der Operation durchtrennt sein muss, kommen durchaus vor. Das muss nicht alarmieren, da er sich danach oft nach wenigen Tagen erholt hat.

Häufig kommt es zu einem zeitweisen Taubheitsgefühl der Stirnregion. Dieses bildet sich aber ebenfalls im Allgemeinen kurz- oder mittelfristig zurück. Die Scheitelregion fühlt sich meist zuletzt wieder völlig normal an. Dies beruht auf der Dehnung des großen, sensiblen Stirnnervs, der am Oberrand der Augenhöhle austritt. Sollte es zu einer kompletten Durchtrennung dieses Nervs kommen, wären solche Missempfindungen bleibend.

Die nach oben gezogene Kopfhaut wird im Allgemeinen durch kleine Bohrlöcher im Schädelknochen angebracht. Ein Eindringen der hierbei verwendeten speziellen Bohrer ist praktisch ausgeschlossen. Ebenso sollte einem erfahrenen Operateur eine Verletzung des Auges nicht unterlaufen.

Wenngleich die Operationsnarben sehr klein sind (unter 2 cm), kann es hier zu lokalisierten Haarwuchsstörungen kommen. Diese lassen sich aber leicht in örtlicher Betäubung korrigieren.

Daneben kommen natürlich prinzipiell alle anderen OP-Risiken in Frage, wie sie für jede Operation zutreffen, nämlich

  • Infektionen,
  • Blutungen,
  • Heilungsstörungen.

Auch bei einem erfahrenen Operateur ist das Operationsergebnis nicht immer 100%ig voraussehbar. Es hängt von vielen Faktoren ab.

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