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Behandlung · Ästhetische Chirurgie

Botox-Behandlung: Informationen & Botox®-Spezialisten

Hier finden Sie ausgesuchte medizinische Experten und Spezialisten in Kliniken und Praxen für die Diagnose, Behandlung, Operation und Rehabilitation im Bereich Botox-Behandlung. Alle gelisteten Ärzte sind Spezialisten auf ihrem Gebiet und wurden nach strengen Richtlinien für Sie handverlesen ausgewählt.

Kurzübersicht — das Wichtigste zuerst

Botox ist ein bewährtes Verfahren der ästhetischen Medizin zur Faltenbehandlung. Die Botox-Behandlung mit Botulinumtoxin entspannt gezielt die Muskulatur und glättet Falten. Der Eingriff erfolgt durch einen erfahrenen Arzt und dauert meist nur wenige Minuten. Eine individuelle Beratung klärt über Risiken, Nebenwirkungen und die Behandlung auf.

Die Botox-Behandlung gehört zu den bekanntesten Verfahren der ästhetischen Medizin zur Behandlung von Falten. Botox enthält Botulinumtoxin, ein Nervengift, das gezielt die Muskelaktivität reduziert und mimische Falten glättet. Die Behandlung erfolgt durch einen erfahrenen Arzt mittels präziser Injektion in den betroffenen Muskel.

Besonders Zornesfalte, Krähenfüße und weitere Falten im Gesicht können effektiv behandelt werden. Neben ästhetischen Anwendungen wird Botulinumtoxin A auch bei Migräne oder übermäßigem Schwitzen eingesetzt. Die Behandlung mit Botox ist ein minimalinvasiver Eingriff mit kurzer Ausfallzeit.

Ein ausführliches Beratungsgespräch informiert Patientinnen und Patienten über Wirkung, mögliche Nebenwirkungen und Risiken.

Was genau ist Botulinumtoxin und welche Wirkung hat es?

Bei Botulinumtoxin handelt es sich um einen Eiweißstoff, der von bestimmten Bakterien der Gattung Clostridium botulinum gebildet wird. Dieser Eiweißstoff ist in der Lage, die Übertragung von Nervenimpulsen auf glatte und quer gestreifte Muskelfasern für einen gewissen Zeitraum zu blockieren. Je nach Dosis kann Botulinumtoxin die Muskelaktivität reduzieren oder sogar nahezu vollständig lähmen.

Auch die an den Schweißdrüsen ankommenden Nervenimpulse können mittels feiner Injektionen von Botulinumtoxin blockiert werden. Dadurch lässt sich die Schweißbildung deutlich reduzieren. Botulinumtoxin ist durch diese Blockadeeffekte in sehr hohen Konzentrationen ein äußerst starkes „Nervengift“.

Herkunft des Begriffes Botulinumtoxin (Handelsname Botox®)

Auf die Wirkung von Botulinumtoxin als Nervengift wurde man in Süddeutschland bereits Ende des 18. Jahrhunderts aufmerksam. Nach dem Verzehr von verdorbenen Wurstwaren waren ganze Personengruppen unter anderem mit Symptomen der Atemlähmung verstorben. Aus dem anfänglichen Begriff „Wurstgift“ wurde später der Begriff „Botulinumtoxin“. Er setzt sich aus den beiden Wortbestandteilen botulus = Wurst und toxin = Gift zusammen.

Doch schon der legendäre und visionäre Arzt Paracelsus (1493 – 1541) postulierte: „Die Dosis macht das Gift“. Heute stehen die therapeutischen Möglichkeiten und nutzbringenden Einsatzbereiche von Botox® im Mittelpunkt der Wissenschaft.

Der hochmolekulare Proteinkomplex Botulinumtoxin liegt in sieben verschiedenen Untergruppen, sog. Serotypen vor (Typ A, B, C etc.). Sie unterscheiden sich jeweils durch kleine Details auf molekularer Ebene voneinander.

Das Botulinumtoxin vom Typ A (BTX-A) ist für medizinisch-therapeutische als auch für ästhetisch-kosmetische Zielsetzungen der geeignetste Serotyp. Es wird weltweit millionenfach mit großem Erfolg und immer neu hinzukommenden Indikationen eingesetzt.

Botulinumtoxin Serotyp A (Clostridium botulinum)
Botulinumtoxin Serotyp A; von own work - adapted from http://www.pdb.org/pdb/files/3BTA.pdb using Accelrys DS Visualizer 2.01, Gemeinfrei, Link

In Deutschland bieten drei verschiedene Hersteller diesen Serotypen unter den folgenden Handelsnamen an:

  • Botox® und Vistabel® (Firma Allergan Inc.),
  • Xeomin® und Bocouture® (Firma Merz-Pharma),
  • Dysport® und Azzalure® (Firma Ipsen Biopharm, Vertrieb durch Firma Galderma).

In welchen medizinischen Bereichen wird Botox® eingesetzt?

Verschiedene medizinische Fachgruppen aus den Gebieten der

machen sich die Wirkweise des hoch potenten Eiweißstoffes Botulinumtoxin zu nutze. Nachfolgend sind die verschiedenen etablierten Indikationen für eine Botox-Behandlung aufgeführt.

Medizinische Indikationen

Unter medizinischer Indikation versteht man den Einsatz aus medizinisch notwendigen Zwecken. Betroffene leiden an Erkrankungen, deren Symptome sich mit Botox® lindern oder heilen lassen.

Mit Botox® behandeln Ärzte unter anderem

  • Strabismus (Schielen)
  • Verschiedene Formen von Dystonie (krankhafte Bewegungsstörungen mit zentral-neurologischem Ursprung), z.B.: Blepharospasmus (krankhafte Lidkrämpfe), Torticollis spasmodicus (krankhafter Schiefhals), Gliederdystonie (u.a. Schreibkrampf), Spasmus hemifacialis (einseitige Gesichtsmuskelverkrampfung), Meige-Syndrom = idiopathische orofaziale Dystonie
  • Sialorrhoe (abnormer Speichelfluss)
  • Bruxismus (Zähneknirschen)
  • Verschiedene Formen einer Spastik (z.B. aufgrund einer neurologischen Erkrankung wie infantiler Zerebralparese bei Kindern oder nach Schlaganfall)
  • Verschiedene Formen von Tremor (Zittern)
  • Spastiken im Bereich des Harnblasenausgangs
  • Spastiken im Bereich des Anus, z.B. beim Vorliegen von Analfissuren (Einrissen der Analschleimhaut)
  • bestimmte Formen von Migräne bzw. spannungsbedingten Kopfschmerzen
  • bestimmte Formen von schmerzhaften Muskelverkrampfungen
  • Tennisellenbogen
  • Übermäßiges Schwitzen vor allem axillär (unter den Achseln), aber auch im Stirn-/Gesichtsbereich oder an den Händen

Das Mittel kommt dabei teils im Rahmen seiner offiziellen Zulassung zur Anwendung, teils aber auch „off-label“. Unter off-label-use versteht man die sinnvolle ärztliche Verwendung eines Medikamentes jenseits seines offiziellen Einsatzbereiches.

Ästhetische Indikationen

Kommt Botox® ohne medizinischen Hintergrund zum Einsatz, dient es zum Zweck der kosmetischen Optimierung. Man spricht dann von einer ästhetischen Indikation.

Die Zielsetzungen der Botox-Behandlung sind hier die Glättung mimischer Falten sowie die Harmonisierung von muskulär bedingten Dysbalancen im Gesichts- und Halsbereich:

  • Stirnfalten (sog. „Denkerfalten“)
  • Falten zwischen den Augenbrauen (sog. „Zornesfalten“)
  • Diskrete Anhebung der Augenbrauen (sog. „eye-brow-lift“)
  • Leichte Erweiterung der Augenöffnung im Unterlidbereich besonders beliebt bei Personen asiatischen Ursprungs (sog. „open-eye-look“)
  • Übermäßige Ausprägung der seitlichen Lachfalten am Auge (sog. „Krähenfüße“)
  • Falten im Bereich des Nasenrückens (sog. „bunny lines“)
  • Feine Fältelung um den Mund herum (sog. „Raucherfältchen“)
  • Zu starkes Sichtbarwerden des Zahnfleisches beim Lachen (sog. „gummy smile“)
  • Absenkung des Mundwinkels und sog. „Marionettenfalten“ oder auch “Merkelfalten“
  • Abflachung der seitlichen Gesichtskontur im unteren Drittel bei Hypertrophie des großen Kaumuskels (musculus masseter)
  • Hervortreten von bandartigen Strukturen des flachen Halsmuskels (= Platysma) mit dem Erscheinungsbild des sog. „Truthahnhalses“.

Der erwünschte Behandlungseffekt setzt in der Regel zwei bis drei Tage nach der Injektion von Botox® ein. Er steigert sich dann langsam und hat seine vollständige Wirkung nach ca. zwei Wochen entfaltet. Die Wirkungsdauer einer Botulinumtoxin-Behandlung liegt je nach Dosis und Behandlungsindikation zwischen einem und sechs Monaten.

Botox-Behandlung an einer älteren Frau
Mit Botox® lassen sich bspw. Falten behandeln © Africa Studio | AdobeStock

Wann sollte Botox® nicht eingesetzt werden?

Während der Schwangerschaft oder der Stillzeit ist eine Botulinumtoxin-Behandlung nicht zu empfehlen. Es liegen jedoch keinerlei Hinweise auf eine Gefährdung des Ungeborenen oder Säuglings vor.

Ebenso sollte Botox® nicht bei

  • Vorliegen einer mit Muskelschwäche einhergehenden Grunderkrankung (z.B. Myasthenia gravis) oder
  • während der Einnahme bestimmter Antibiotika oder
  • blutverdünnenden Mitteln

verwendet werden. Eventuell bestehende Entzündungen im Behandlungsgebiet sollten vor einer Botox-Behandlung vollständig zum Abklingen gebracht werden.

Komplikationen und Risiken der Botox-Behandlung

Die Botulinumtoxin-Behandlung ist bei qualifizierter Behandlung eine sehr sichere und gut verträgliche Methode.

Als Folge der Injektionen von Botox® kann es dennoch vorübergehend zu

  • leichten Schwellungen oder kleinen Hämatomen (Blutergüssen),
  • Kopfschmerzen,
  • Müdigkeit oder
  • Unwohlsein

kommen. Bei bestehenden Kopfschmerzen insbesondere im Stirnbereich tritt häufig eine deutliche Besserung ein.

Extrem selten treten

  • allergische Reaktionen,
  • Juckreiz oder
  • Hautausschlag

auf.

Sehr selten zeigen sich in Folge von Botox-Behandlungen an der seitlichen Stirnpartie vorübergehende unangenehme Begleiterscheinungen wie

  • das Herabhängen von Augenbraue oder gar Oberlid, oder
  • kurzfristige Sehstörungen.

Um diese Risiken weitgehend auszuschließen, sollte die Injektion von Botox® von einem erfahrenen, gut ausgebildeten Therapeuten durchgeführt werden. Sämtliche Nebenwirkungen sind zeitlich beschränkt. Sie lassen in der Regel deutlich früher nach, als die erwünschten Wirkungen anhalten.

Nachbehandlung nach einer Botulinumtoxin-Behandlung

Die behandelten Muskelregionen in den Stunden nach der Behandlung wiederholt zu aktivieren kann den Wirkungseintritt beschleunigen. Sie sollten dazu die entsprechenden Muskeln abwechselnd an- und entspannen. Massieren des Muskels ist aber nicht zu empfehlen.

Während dieser ersten Stunden ist außerdem eine aufrechte Körperhaltung zu favorisieren.

Für eine Dauer von drei bis vier Tagen nach der Botulinumtoxin-Behandlung sollte ein stärkeres Erhitzen der Haut vermieden werden. Direkte Sonneneinstrahlung sowie Aufenthalte

  • in der Sauna,
  • im Dampfbad,
  • im Solarium oder
  • im Rahmen von exzessiven sportlichen Belastungen

sind daher zunächst eher schädlich.

Fazit zur Botox-Behandlung

Durch die Behandlung mit einem Botulinumtoxin Typ A-Wirkstoff erhalten Patienten neue, wirkungsvolle und sichere Therapiemöglichkeiten.

Ungefähr die Hälfte des weltweit produzierten Botulinumtoxin A (Botox®) wird jährlich für die medizinische Behandlung verwendet. Es ist ist für

  • zahlreiche medizinische Fachrichtungen ein unverzichtbarer Bestandteil ihrer täglichen Behandlungspraxis und
  • für unzählige Patienten aller Altersgruppen ein segensreiches Medikament

geworden.

Die anderen fünfzig Prozent der Jahresproduktion an Botulinumtoxin kommen im Bereich der kosmetisch-ästhetischen Medizin zur Anwendung. Durch mehrere Millionen Behandlungen jährlich befindet sich die Botox®-Behandlung auf dem 1. Platz in der Hitliste der beliebtesten und häufigsten ärztlichen Schönheitsbehandlungen. Die Tendenz ist deutlich steigend.

FAQ

Was ist eine Botox-Behandlung?

Die Botox-Behandlung ist ein minimalinvasiver Eingriff zur Behandlung von Falten. Dabei wird Botulinumtoxin beziehungsweise Botulinumtoxin A durch eine Injektion direkt in den Muskel injiziert. Die Muskelaktivität wird vorübergehend reduziert, wodurch mimische Falten wie die Zornesfalte oder Krähenfüße geglättet werden. Die Behandlung mit Botulinumtoxin wird sowohl in der ästhetischen Medizin als auch bei medizinischen Beschwerden eingesetzt.

Wie funktioniert Botox?

Botox enthält das Nervengift Botulinumtoxin Typ A, das die Signalübertragung zwischen Nerv und Muskulatur hemmt. Dadurch entspannen sich die behandelten Muskeln und Falten im Gesicht werden sichtbar geglättet. Das Nervengift Botulinumtoxin wird in sehr geringer Dosierung angewendet und wirkt gezielt an der Einstichstelle. Der Handelsname für Botulinumtoxin ist Botox, das seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt wird.

Wie lange hält die Wirkung einer Botox-Behandlung an?

Die Wirkung einer Behandlung mit Botox hält in der Regel drei bis sechs Monate an. Danach nimmt die Muskelaktivität langsam wieder zu und die Mimik kehrt schrittweise zurück. Viele Patientinnen und Patienten entscheiden sich anschließend für weitere Botox-Behandlungen, um das Ergebnis zu erhalten. Die genaue Wirkungsdauer hängt von Dosierung, Muskulatur und individuellen Faktoren ab.

Welche Risiken und Nebenwirkungen gibt es?

Wie jeder medizinische Eingriff ist auch die Behandlung mit Botulinumtoxin mit möglichen Risiken verbunden. Zu den mögliche Nebenwirkungen zählen Schwellung, Rötung, Blutergüsse an der Einstichstelle oder eine vorübergehend eingeschränkte Mimik. Bei übermäßiger Dosierung kann das Gesicht maskenhaft wirken. Ein erfahrener Arzt minimiert Risiken und Nebenwirkungen sowie mögliche Komplikationen durch eine fachgerechte Anwendung.

Wofür wird Botulinumtoxin außer zur Faltenbehandlung eingesetzt?

Neben der Behandlung von Falten wird Botulinumtoxin auch zur medizinischen Behandlung von Migräne, übermäßigem Schwitzen und weiteren Erkrankungen eingesetzt. Das Medikament basiert auf einer Substanz, die vom Bakterium Clostridium botulinum produziert wird. Auch wenn das Bakterium Clostridium botulinum ein starkes Nervengift bildet, ist die Anwendung in der Medizin bei korrekter Dosierung sicher. Während Schwangerschaft und Stillzeit wird eine Behandlung mit Botulinumtoxin in der Regel nicht empfohlen. Häufig wird Botox mit Hyaluron beziehungsweise Hyaluronsäure verglichen, wobei beide Verfahren unterschiedliche Einsatzgebiete in der ästhetischen Chirurgie und plastischen Chirurgie haben. Die Entscheidung richtet sich nach der individuellen Falte und dem gewünschten Behandlungsergebnis.

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Über den Fachautor

Sabine Schneider

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Sabine Schneider – medizinische Fachautorin: Entdecken Sie fundierte Fachbeiträge und medizinische Expertise im Leading Medicine Guide.

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