Ellenbogenendoprothetik | Spezialisten und Informationen

Das Ellenbogengelenk ist eines der wichtigsten und auch am stärksten belasteten Gelenke des menschlichen Körpers. Durch Arthrose und rheumatische Gelenkentzündungen jedoch kann das Gelenk, insbesondere die dünne Gelenkknorpelschicht, Schaden nehmen. Schmerzen sind die Folge und am Ende wird das Gelenk aufgrund dessen unbeweglich. Um das Ellenbogengelenk dann wieder schmerzfrei einsetzen zu können, benötigen viele Patienten in diesem Krankheitsstadium einen Gelenkersatz und wenden sich an eine Spezialklinik für Ellenbogenprothetik.

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Ellenbogenendoprothetik - Weitere Informationen

Ellenbogenprothetik – Schmerzfrei dank Gelenkersatz

Künstliche Ellenbogengelenke sind von außen nicht erkennbar und auch der Arm verhält sich wie das Original. Tatsächlich jedoch besteht die Ellenbogenprothese aus Metall, aufgrund seiner Beständigkeit ist dies oft Titan. Die künstlichen Gelenkflächen bestehen zudem oft aus Polyethylen, einem Kunststoff, der die Reibung im Gelenk verringern soll und prinzipiell die Gelenkknorpelflächen ersetzt.

Im Normalfall ist eine Ellenbogenprothese je nach Nutzungsgrad und Alter des Patienten zwischen 10 und 15 Jahre im Einsatz. Sollte sich das Gelenk indes im Knochen lockern oder eine Entzündung entstehen, so muss die Ellenbogenprothese wieder operativ entfernt und dann eine neue Prothese eingepasst werden.

Funktioniert das künstliche Ellenbogengelenk zuverlässig?

Direkt nach der Operation wird das Ellenbogengelenk für einige Zeit ruhiggestellt, damit Knochen, Haut und Gewebe heilen können. Je nach Operationsmethode und persönlichen Voraussetzungen kann der Aufenthalt in der Spezialklinik für Endoprothetik zwischen fünf und sieben Tagen dauern. In seltenen Fällen, etwa dann, wenn die Patienten deutlich älter sind, kann es durchaus notwendig sein, bis zu zwei Wochen lang im Krankenhaus zu verbleiben.

Sobald die Schiene abgenommen wurde, beginnt die eigentliche Mobilisierung der Ellenbogenprothese. Anders als bei Hüft- und Kniegelenksersatz ist hierbei keine stationäre Rehabilitation nötig. Die Patienten erlernen in der Physiotherapie, das neue Ellenbogengelenk schonend zu gebrauchen. Stärkere Belastungen sind dem Gelenk nämlich nicht unbegrenzt zuzumuten. Das bedeutet zum Beispiel, das Golf- oder Tennisspielen, das Tragen und Heben höherer Gewichte als ein bis zwei Kilogramm und anderes zu unterlassen, was das Ellenbogengelenk im Normalfall belasten würde.

Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie

In der Regel ist die Ellenbogenprothese nach etwa sechs Wochen vollumfänglich einsetzbar, sofern keine Entzündungen oder Komplikationen aufgetreten sind. Das Risiko für solche Ereignisse sinkt zudem mit der Auswahl eines spezialisierten Zentrums für Endoprothetik. Die dort arbeitenden Ärztinnen und Ärzte sind meist Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie mit großer Erfahrung in ihrem jeweiligen Bereich.


Grundlage für den Facharzt Orthopädie und Unfallchirurgie ist eine mehrjährige Weiterbildung mit hohem Praxisanteil, während der die angehenden Spezialisten hauptsächlich anhand von selbst durchgeführten Operationen lernen.

Zertifizierung als EndoProthetikZentrum (EPZ)

Auf Initiative der DGOOC (Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie) und unter Mitwirkung zweier Fachgesellschaften (AE - Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik e.V., BVOU - Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V.) gibt es seit 2012 deutschlandweit ein Zertifizierungssystem mit dem Namen EndoCert.

Dieses ermöglicht es spezialisierten Endoprothetik-Kliniken, die sich also schwerpunktmäßig mit dem Gelenkersatz beschäftigen, sich als Endoprothetikzentrum oder auch wahlweise als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung zertifizieren zu lassen. Für Sie als Patienten bedeutet das in erster Linie, Sicherheit über die notwendige Ausstattung und personellen Voraussetzungen zum Gelingen Ihrer Operation zu erhalten.

Endocert ZertifizierungÄrzte, die über das Siegel verfügen, sind medizinische Einrichtungen, die als EndoProthetikZentrum (EPZ) oder als EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung (EPZmax) über endocert zertifiziert sind und somit die Erfüllung der aufgestellten Anforderungen in einem Audit nachgewiesen haben. Alle drei Jahre ist eine Rezertifizierung notwendig.

Die Kriterien, Anforderungen und Unterschiede zwischen EPZ und EPZmax finden Sie hier.

Die Kapitel, auf die in der Spalte Erhebungsbogen hingewiesen werden, sind im nachfolgendem Dokument detailliert erläutert.

Medizinisches Spektrum

Behandlungen

Erkrankungen

Quellen

  • endocert.de
  • DGOOC (Deutsche Gesellschaft für Orthophädie und Orthopädische Chirurgie): dgooc.de
  • Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik e.V.: ae-germany.com
  • BVOU (Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie): bvou.net
  • flexikon.doccheck.com/de/Gelenkendoprothese
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