Dr. Talal Ebash ist ein hochqualifizierter Facharzt für Urologie und Kinderurologie, der am renommierten Saudi German Hospital in Dubai tätig ist. Mit einer umfassenden medizinischen Ausbildung und langjähriger internationaler Erfahrung in Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten zählt er zu den führenden Spezialisten in seinem Bereich. Dr. Ebash ist bekannt für seine Expertise in der Behandlung von Prostatahyperplasie und Prostatakrebs, wobei er minimal-invasive Techniken wie die Laparoskopie und innovative Lasertherapien anwendet. Diese modernen Verfahren ermöglichen es ihm, Patienten besonders schonende und effektive Behandlungen anzubieten, die auf die Erhaltung und Verbesserung ihrer Lebensqualität abzielen.
Sein Behandlungsspektrum reicht von hochspezialisierten Therapien zur Prostatavergrößerung, einschließlich der Holmium-Laser-Enukleation (HoLEP) und transurethraler Resektion (TURP), über die fortschrittliche Harnsteintherapie bis hin zur Diagnose und Therapie von Inkontinenz bei Männern und Frauen. Zudem ist Dr. Ebash in der Therapie sexueller und erektiler Dysfunktionen sowie der Kinderurologie erfahren. Seine besonderen Fähigkeiten in der urologischen Onkologie und rekonstruktiven Chirurgie zeichnen ihn aus und machen ihn zu einer wichtigen Anlaufstelle für Patienten, die auf höchste medizinische Standards und präzise, schonende Operationsmethoden Wert legen.
Nach einem erfolgreichen Medizinstudium an der Universität Aleppo in Syrien und einer fundierten chirurgischen Ausbildung entschied sich Dr. Ebash für eine weitere Spezialisierung in Deutschland. Über mehrere Jahre hinweg leitete er dort die urologische Abteilung im Klinikum Idar-Oberstein in Rheinland-Pfalz, zuletzt als Chefarzt. Seit seinem Wechsel nach Dubai Ende 2023 setzt er seine Erfahrung im Saudi German Hospital mit vollem Engagement ein. Besonders herausragend ist sein Einsatz modernster Technik, die er für minimal-invasive Eingriffe in der onkologischen Chirurgie, Nierensteinentfernung und Andrologie nutzt. Seine Leidenschaft für technische Präzision und moderne Medizin ermöglicht es ihm, auch bei komplexen Fällen exzellente Ergebnisse zu erzielen.
Zusätzlich zu seinen praktischen Fähigkeiten engagiert sich Dr. Ebash aktiv in der fachlichen Weiterentwicklung. Als Mitglied führender Fachgesellschaften wie der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU), der Europäischen Vereinigung für Urologie (EAU) und der Deutschen Kontinenz Gesellschaft bleibt er immer auf dem neuesten Stand der urologischen Forschung und Technologie. Dr. Talal Ebash vereint somit höchste medizinische Kompetenz, innovatives Denken und eine persönliche Patientenorientierung und setzt neue Maßstäbe für die Urologie in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Mit Dr. Ebash konnte die Redaktion des Leading Medicine Guide sprechen und fokussierte dabei auf Prostataerkrankungen, im speziellen auf Prostatahyperplasie und Prostatakrebs.

Prostataerkrankungen zählen zu den häufigsten gesundheitlichen Herausforderungen, denen Männer im Laufe ihres Lebens begegnen können. Von der benignen Prostatahyperplasie (BPH), einer gutartigen Vergrößerung der Prostata, bis hin zu Prostatakrebs, einer der weltweit am häufigsten diagnostizierten Krebsarten bei Männern – diese Erkrankungen beeinflussen nicht nur das Wohlbefinden, sondern auch die Lebensqualität erheblich. Oft bleiben frühe Anzeichen unbemerkt, und viele Männer zögern, über Symptome wie häufigen Harndrang oder einen schwachen Harnstrahl zu sprechen.
Die ersten Anzeichen und Symptome einer Prostatahyperplasie, auch als benigne Prostatahyperplasie (BPH) bekannt, und die Symptome von Prostatakrebs können sich ähneln, da beide Erkrankungen die Prostata betreffen und sich auf die Harnwege auswirken können.
„Die wichtigste Information ist, dass Prostatakrebs keine Symptome zeigt, zumindest nicht in der ersten Phase des Prostatakarzinoms. Aus diesem Grund raten wir dringend, regelmäßig zur Vorsorge zu gehen. Wenn Prostatakrebs symptomatisch wird, dann ist es meistens etwas spät für eine erfolgreiche Behandlung. Erste Symptome einer Prostatavergrößerung sind ganz unterschiedlich – es kann zu Inkontinenz kommen, starkem Blasendruck, der Urinstrahl kann schwach werden, das Bedürfnis, nachts mehrmals aufzustehen, um sich zu entleeren, steigt. Betroffen sind hauptsächlich ältere Männer, junge Männer unter 40 Jahre sind eher selten betroffen. Je älter man wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Prostatavergrößerung. Menschen mit einer familiären Vorbelastung für Prostatahyperplasie haben oftmals eine genetische Disposition“, erklärt Dr. Ebash am Anfang unseres Gesprächs.
Bei Prostatakrebs können zusätzlich Symptome wie Blut im Urin oder im Sperma auftreten, was auf eine ernstere Problematik hinweist. In fortgeschrittenen Stadien können Schmerzen oder Steifheit im unteren Rücken, in den Hüften oder Oberschenkeln sowie ungewollter Gewichtsverlust oder allgemeines Unwohlsein hinzukommen. Prostatahyperplasie betrifft dagegen meist nur den Harntrakt und ist gut behandelbar, auch wenn sie die Lebensqualität stark beeinträchtigen kann.
Das Risiko, an einer Prostatahyperplasie (BPH) oder an Prostatakrebs zu erkranken, wird von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst. Diese Risikofaktoren können in genetische, hormonelle, altersabhängige sowie lebensstilbedingte Kategorien eingeteilt werden.
„Alter ist einer der bedeutendsten Risikofaktoren für beide Erkrankungen, aber speziell für Prostatakrebs. Auch genetische Faktoren spielen eine wichtige Rolle, wenn Prostatakrebs in der Familie vorliegt, beim Vater oder beim Onkel etwa. Dann besteht ein doppelt so hohes Risiko, selbst an Prostatakrebs zu erkranken. Weitere Risikofaktoren sind das Rauchen, schlechte Ernährungsgewohnheiten oder auch Aktivitätsmangel. Bei der Prostatahyperplasie liegt die Ursache hauptsächlich beim Alter“, so Dr. Ebash.
Die frühzeitige Erkennung von Prostatahyperplasie (BPH) und Prostatakrebs ist entscheidend für eine effektive Behandlung und die Verbesserung der Prognose.
Moderne Diagnosemethoden haben sich erheblich weiterentwickelt und bieten eine Vielzahl von Möglichkeiten zur genauen Beurteilung der Prostata und ihrer Erkrankungen. „Die erste Untersuchung des Patienten bei Prostatahyperplasie ist in ihrer Art abhängig vom Alter des Patienten. In der Regel aber wird zunächst eine Ultraschalluntersuchung gemacht, um zu sehen, wie groß die Prostata ist. Wichtig ist es auch zu erfassen, wie gut die Blase entleert wird. Hierfür wird routinemäßig eine Urinstrahlmessung durchgeführt, und es wird eine Urinuntersuchung gemacht, um eine mögliche Infektion auszuschließen. Bei Verdacht auf Prostatakrebs sollte zusätzlich der PSA-Wert (prostataspezifisches Antigen) im Blut untersucht werden. Auch eine rektale Untersuchung muss erfolgen, bei der die Oberfläche der Prostata abgetastet wird, um mögliche auffällige Knoten auszuschließen bzw. eine weiterführende Diagnostik zu planen. Bei einem auffälligen PSA-Wert muss eine Prostatabiopsie in Betracht gezogen werden. Bei einer geringfügigen PSA-Erhöhung wird ein MRT der Prostata bevorzugt“, erläutert Dr. Ebash zur Diagnostik.
Der PSA-Wert (Prostata-spezifisches Antigen) ist ein Eiweiß, das von der Prostata produziert wird und im Blut nachweisbar ist. Er dient als wichtiger Marker zur Früherkennung und Diagnose von Prostatakrankheiten wie einer gutartigen Vergrößerung (BPH), Entzündungen oder Prostatakrebs. Ein Wert unter 4 ng/ml gilt meist als unauffällig, während Werte über 10 ng/ml das Risiko für eine ernsthafte Erkrankung erhöhen. Allerdings kann der PSA-Wert auch durch Faktoren wie eine Tastuntersuchung, Ejakulation oder Fahrradfahren kurzfristig ansteigen. Da der Test nicht immer eindeutig ist, sollte ein erhöhter PSA-Wert stets im Zusammenhang mit weiteren Untersuchungen wie einer MRT oder Biopsie bewertet werden.
Die Behandlung der Prostatahyperplasie (BPH), auch bekannt als benigne Prostatahyperplasie, kann sowohl konservative als auch operative Ansätze umfassen, wobei die Wahl der Therapie von verschiedenen Faktoren abhängt.
„Die wichtigste konservative Therapie, der Goldstandard, ist die medikamentöse Therapie mit Alpha Blockern. Alpha-Blocker wie Tamsulosin und Alfuzosin entspannen die Muskeln im Bereich der Prostata und des Blasenhalses, wodurch der Harnfluss erleichtert und der Urinstrahl verbessert wird. Manchmal kommen weitere Medikamente (5-Alpha-Reduktase-Hemmer) hinzu, die auf lange Sicht eine leichte Verkleinerung der Prostata bewirken. Sie hemmen die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT), ein Hormon, das das Wachstum der Prostata fördert. Allerdings benötigen diese Medikamente oft mehrere Monate, um eine signifikante Wirkung zu zeigen. In bestimmten Fällen kann auch eine Kombinationstherapie sinnvoll sein, bei der sowohl Alpha-Blocker als auch 5-Alpha-Reduktase-Hemmer eingesetzt werden, um die Symptomkontrolle zu verbessern“, schildert Dr. Ebash.
Im frühen Stadium, also in der Regel bei lokalisiertem Prostatakrebs (Stadium I und II), sind die Behandlungsoptionen häufig kurativ ausgerichtet.
Wenn die konservativen Maßnahmen nicht ausreichen oder der Patient an schweren Symptomen leidet, die die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen, kann eine operative Behandlung in Betracht gezogen werden. „Gerade bei Prostatakrebs gibt es eine Vielzahl an operativen Behandlungsmöglichkeiten. Patienten mit einem lokalisierten und nicht fortgeschrittenen Prostatakrebs kann man durch eine operative Entfernung der Prostata und der regionalen Lymphknoten eine kurative Therapie anbieten. Dies führt zu einer vollständigen Remission des Prostatakrebses. Alternativ kann die Prostata bestrahlt werden, was zum gleichen Ergebnis führt. Beide Varianten haben jeweils Vor- und Nachteile. Mögliche Nebenwirkungen oder Komplikationen müssen mit dem Patienten besprochen werden. Bei einer Operation kann es zu Blutungen oder Infekten kommen, sie kann eine Inkontinenz oder auch Impotenz bewirken. Eine Strahlentherapie kann Spätfolgen wie zum Beispiel eine chronische Blasenentzündung nach sich ziehen“, macht Dr. Ebash deutlich.
Zu den operativen Maßnahmen bei Prostatahyperplasie schildert Dr. Ebash: „Wenn die medikamentösen Therapien nicht helfen oder eine Komplikation auftaucht, muss eine operative Maßnahme durchgeführt werden. Alternativ können Lasertherapien wie ThuLEP (Thulium-Laser-Enukleation der Prostata) angewandt werden, bei der minimal-invasiv überschüssiges Gewebe über die Harnröhre entfernt wird. Auch die Holmium-Laser-Enukleation der Prostata (HoLEP) ist sehr erfolgreich und ermöglicht eine nahezu blutungsfreie Operation. Auch die Verdampfung von Prostatagewebe (RezumTM-Behandlung) ist eine Option, die minimal-invasiv in nur ca. 10 Minuten durchgeführt werden kann und bei selektiven Patienten zu einem hervorragenden Ergebnis führt. Unter lokaler Betäubung wird hierbei eine feine Nadel über die Harnröhre in die Prostata eingeführt. Anschließend wird Wasserdampf gezielt in das Gewebe geleitet, wodurch die betroffenen Zellen absterben und nach und nach vom Körper abgebaut werden. Dadurch schrumpft die Prostata und der Harnfluss verbessert sich. All diese chirurgischen Maßnahmen werden hier im Saudi German Hospital in Dubai selbstverständlich angeboten und durchgeführt“.
Bei sehr großen Prostatavergrößerungen kann eine offene Prostatektomie nötig sein. Für nicht operationsfähige Patienten gibt es Stents oder eine aktive Überwachung. In fortgeschrittenen Stadien (III & IV) werden Hormon- und Strahlentherapie kombiniert. Bei metastasiertem Prostatakrebs kommen zudem Chemotherapie, zielgerichtete Therapien (z. B. PARP-Inhibitoren) oder Immuntherapien zum Einsatz.
„In der Chirurgie hat sich die Technik massiv verbessert. Durch die Hinzunahme der Robotik konnte die präzise Entfernung mit Erhalt der Nerven, die für die Potenz wichtig sind, zusätzlich deutlich optimiert werden. Für den Patienten ist das Outcome deutlich besser und das mit weniger Nebenwirkungen und Komplikationsraten“, betont Dr. Ebash und ergänzt: „Ist der Patient operiert, bleibt er ca. 5-7 Tage stationär im Krankenhaus, da er einen Blasenkatheter erhält, und es muss in dieser Zeit die Wunde zwischen Harnblase und Harnröhre abheilen, bevor der Katheter entfernt werden kann. Sobald der Katheter entfernt ist, kann der Patient am gleichen Tag das Krankenhaus verlassen. Dann benötigt der Patient eine Erholungszeit von ca. 2-3 Wochen, je nachdem, was für eine Operationstechnik angewandt wurde. Bei einer laparoskopischen Operation oder einer roboterassistierten Operation ist die Erholungszeit in der Regel kürzer“.
Männer haben die Möglichkeit, das Risiko für Prostataerkrankungen, insbesondere für Prostatahyperplasie und Prostatakrebs, durch eine Kombination aus regelmäßigen Vorsorgemaßnahmen und einer gesunden Lebensweise zu senken.
Zu den wesentlichen Vorsorgemaßnahmen gehören regelmäßige ärztliche Untersuchungen, insbesondere ab dem 45. Lebensjahr oder früher, wenn ein erhöhtes Risiko besteht, beispielsweise aufgrund familiärer Vorbelastung. Eine jährliche Untersuchung beim Urologen, die oft eine digitale rektale Untersuchung (DRU) sowie die Bestimmung des prostataspezifischen Antigens (PSA) umfasst. Männer sollten auch auf Symptome wie häufiges Wasserlassen, Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder Blut im Urin achten und diese umgehend mit einem Arzt besprechen.
„Eine gesunde Lebensweise spielt ebenfalls eine zentrale Rolle. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung und vor allem eine ausreichende Trinkmenge, um mögliche Harninfektionen zu vermeiden. Auch regelmäßiger Sport ist wichtig! Frühzeitige Vorsorgemaßnahmen sollten einmal im Jahr stattfinden. Und wenn in der Familie Prostataerkrankungen vorhanden sind, kann man hiermit bereits mit 40 Jahren damit anfangen“, empfiehlt Dr. Ebash, und damit beenden wir unser Gespräch.
Herzlichen Dank, sehr geehrter Herr Dr. Ebash!
