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Schweißausschlag Hitze und Schweiß können die Haut aus dem Gleichgewicht bringen
Melanie Al Tikriti, BSc ·
Hohe Temperaturen, intensive Sonneneinstrahlung und starkes Schwitzen belasten vor allem im Sommer den Körper und die Haut. Dann entstehen bei vielen Menschen plötzlich kleine rote Bläschen oder juckende Hautveränderungen. Häufig steckt dahinter ein Schweißausschlag, medizinisch auch Miliaria genannt. Diese Hautveränderungen sind meist harmlos, aber sie können sehr unangenehm sein und den Alltag erheblich beeinträchtigen.
Besonders häufig tritt Schweißausschlag auch bei Säuglingen und Kleinkindern auf. Erwachsene sind oft dann betroffen, wenn es sehr heiß ist, bei hoher Luftfeuchtigkeit oder intensiver körperlicher Belastung. Mit den richtigen Maßnahmen verschwinden die Beschwerden jedoch meist innerhalb weniger Tage.

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Verstopfte Schweißdrüsen lösen die Beschwerden aus
Der menschliche Körper besitzt Millionen Schweißdrüsen, die dabei helfen, die Körpertemperatur durch Verdunstungskälte zu regulieren. Können die feinen Ausführungsgänge der Schweißdrüsen den Schweiß jedoch nicht mehr ausreichend ableiten, staut sich die Flüssigkeit unter der Haut, und es entstehen kleine Bläschen oder Knötchen, die je nach Form des Schweißausschlags unterschiedlich stark jucken oder brennen können. Besonders betroffen sind Hautbereiche, in denen sich Wärme und Feuchtigkeit stauen.
Hohe Temperaturen erhöhen das Risiko
Zu den häufigsten Auslösern gehören:
- hohe Außentemperaturen
- starke Luftfeuchtigkeit
- intensive körperliche Aktivität
- enge Kleidung
- schlecht atmungsaktive Stoffe
- längere Bettlägerigkeit mit starkem Schwitzen
- Fieber
Babys entwickeln schneller einen Schweißausschlag, da ihre Schweißdrüsen noch nicht vollständig ausgereift sind.
Kleine Bläschen sind typisch
Die Beschwerden treten meist plötzlich auf und betreffen häufig Körperstellen, an denen sich Schweiß besonders leicht staut. Vor allem sieht man Hautveränderungen am Hals, auf der Brust, am Rücken, in den Achselhöhlen oder in Hautfalten.
Typische Symptome sind:
- kleine rote Bläschen
- feine Knötchen
- Juckreiz
- Brennen der Haut
- gerötete Haut
- leichtes Stechen
- Wärmegefühl
Nicht jeder Hautausschlag entsteht durch Schweiß
Gerötete Haut oder juckende Bläschen können viele Ursachen haben. Auch Allergien, Neurodermitis, Pilzinfektionen oder bakterielle Hautentzündungen kommen als Auslöser infrage. Bleiben die Beschwerden länger bestehen, breiten sie sich aus oder treten zusätzlich Fieber oder starke Schmerzen auf, sollte die Haut ärztlich untersucht werden, um andere Erkrankungen auszuschließen.
So wird die Diagnose gestellt
In den meisten Fällen genügt bereits das typische Erscheinungsbild der Haut sowie die Schilderung der Beschwerden. Die Ärztin oder der Arzt achtet besonders auf die Lokalisation des Ausschlags und fragt nach Hitzeeinwirkung, starkem Schwitzen oder körperlicher Belastung. Weitere Untersuchungen sind meist nicht notwendig. Nur wenn der Verdacht auf eine andere Hauterkrankung besteht, können zusätzliche Untersuchungen sinnvoll sein.
Welche Behandlung hilft
Die wichtigste Maßnahme besteht darin, die Haut möglichst kühl und trocken zu halten. Dadurch können sich die verstopften Schweißdrüsen wieder öffnen. Leichte, luftdurchlässige Kleidung unterstützt die Verdunstung des Schweißes. Kühle Duschen oder feuchte Umschläge können den Juckreiz lindern. Bei stärker ausgeprägten Beschwerden können juckreizstillende Lotionen oder in bestimmten Fällen kortisonhaltige Cremes eingesetzt werden. Kratzen sollte möglichst vermieden werden, da dadurch kleine Hautverletzungen entstehen können, über die Krankheitserreger leichter eindringen.
So lässt sich Schweißausschlag vorbeugen
Vor allem an heißen Sommertagen helfen einfache Maßnahmen, das Risiko deutlich zu senken.
Dazu gehören:
- lockere Kleidung aus atmungsaktiven Stoffen tragen
- direkte Hitze möglichst meiden
- regelmäßig kühle Räume aufsuchen
- ausreichend trinken
- verschwitzte Kleidung wechseln
- die Haut trocken halten
Bei Säuglingen sollte außerdem unbedingt darauf geachtet werden, dass sie nicht zu warm angezogen sind.
Fazit: Die Haut braucht im Sommer ausreichend Abkühlung.
Ein Schweißausschlag ist zwar meist harmlos, kann jedoch starken Juckreiz und unangenehme Hautreizungen verursachen. Wer Hitze möglichst vermeidet, auf atmungsaktive Kleidung achtet und die Haut trocken hält, kann die Beschwerden oft rasch lindern oder einem erneuten Auftreten wirksam vorbeugen.
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Über den Fachautor
Melanie Al Tikriti, BSc
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