Nasenkorrektur: Informationen & Nasenkorrektur-Spezialisten

Eine Nasenkorrektur – auch Nasenplastik oder Rhinoplastik genannt – ist eine plastische Operation. Dabei wird die Form und Größe der Nase verfeinert. Ihre Proportionen passen sich dadurch harmonisch ins Gesicht ein. Eine Nasenkorrektur dauert etwa 1 bis 2 Stunden. Sie kann entweder ambulant unter örtlicher Betäubung oder im Rahmen eines 2 bis 6 Tage dauernden stationären Krankenhausaufenthaltes unter Vollnarkose durchgeführt werden. Hier finden Sie weiterführende Informationen sowie ausgewählte Nasenkorrektur-Spezialisten und Zentren.

Empfohlene Spezialisten

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Nasenkorrektur - Weitere Informationen

Die Nasenkorrektur wird auch Nasenplastik oder Rhinoplastik genannt. Sie zählt zu den technisch anspruchvollsten Eingriffen innerhalb der ästhetisch-plastischen Chirurgie. Es ist daher zu empfehlen, einen Spezialisten für Nasenoperationen zu wählen.

Nasenkorrekturen können aus ästhetischen oder medizinischen Gründen durchgeführt werden. Auch bei ästhetischen Korrekturen muss die Funktion der Nase erhalten bleiben. Der richtige Ansprechpartner dafür ist meistens der plastisch-chirurgisch ausgebildete HNO-Arzt.

In diesem Beitrag liegt der Fokus auf der Nasenkorrektur aus ästhetischen Gründen.

Die meisten Patienten entscheiden sich für eine Nasenkorrektur, um eine schöne und harmonisch ins Gesicht passende Nase zu erhalten. Sind Menschen mit der Form und Größe ihrer Nase nicht zufrieden, leiden sie oft jahrelang unter psychischen Problemen und einem beeinträchtigten Selbstbewusstsein.

Eine operative Nasenkorrektur verspricht dann sowohl eine große psychische Erleichterung, als auch eine Stärkung des Selbstwertgefühls.

Nasenkorrektur
Mittels Nasenkorrektur können bspw. Nasenhöcker entfernt werden © New Africa | AdobeStock

Welcher Facharzt führt eine Nasenkorrektur durch?

Für eine Rhinoplastik kommt ein

  • Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (vor allem wenn Störungen der Nasenatmung vorliegen) oder
  • ein Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie

infrage. Dieser sollte über große Erfahrung speziell in der Nasenchirurgie verfügen, die sich bestenfalls nicht nur auf ästhetische Nasenoperationen, sondern auch funktionelle Korrekturen bezieht.

Welche Veränderungen der Nasenform sind möglich?

Bei einer Nasenkorrektur wird die Form und Größe der Nase in chirurgischer Feinarbeit präpariert und verändert. Die Nase soll sich danach in harmonischen Proportionen in das Gesicht einfügen.

Nicht jede Vorstellung der Patienten ist technisch machbar und nicht jeder Vorschlag wird vom Chirurgen als gestalterisch sinnvoll erachtet. Die neue Nase soll zur jeweiligen Gesichtsform passen und sich harmonisch einfügen.

Grundsätzlich ist es bei einer Nasenkorrektur möglich,

  • die Nase zu verkleinern,
  • zu vergrößern oder
  • zu verschmälern,
  • Nasenhöcker und übergroße Nasenflügel zu verkleinern,
  • eine Schiefstellung der Nase zu begradigen,
  • eine Sattelnase zu korrigieren,
  • die Nasenlöcher neu zu formen sowie
  • den Winkel zwischen Nase und Oberlippe zu verändern.

In den meisten Fällen wünschen sich die Patienten

  • eine Verkleinerung oder Verkürzung der Nase,
  • eine Anhebung oder Neuformung der Nasenspitze,
  • eine Verfeinerung der Nasenflügel oder
  • eine Schmälerung des Knochengerüsts.

Auch eine Begradigung der Nasenscheidewand wird bei einer Nasenkorrektur oft durchgeführt. Grund dafür ist oft eine Fehlstellung der Nasenscheidewand, die die Nasenatmung behindert. Ausgeprägte Schief- und Sattelnasen können auch die Transplantation von Knorpel oder Knochen verlangen.

Die besten Voraussetzungen für eine Nasenkorrektur sind

  • ein gutes knöchernes und knorpeliges Nasengerüst und
  • eine normale Nasenschleimhaut.

Bei den Vorgesprächen gilt es,

  • Nasenatmungsbehinderungen (z.B. Nasenscheidewandverkrümmungen, Polypen),
  • vorausgegangene Verletzungen an der Nase oder
  • allergische Reaktionen an der Nasenschleimhaut und den Nebenhöhlen

zu erkennen und das Vorgehen bei der Nasenkorrektur dementsprechend zu planen. Dies bedarf einer gründlichen HNO-ärztlichen Untersuchung.

Eine Nasenplastik sollte möglichst erst erfolgen, wenn der Patient ausgewachsen ist. Problematisch kann eine Rhinoplastik bei sehr alten Patienten sein.

Wie läuft die Operation bei einer Nasenkorrektur ab?

Die Anästhesieform bei einer Nasenplastik ist vom Ausmaß des Eingriffs abhängig. Kleinere Eingriffe an der Nasenspitze sind auch unter örtlicher Betäubung und gleichzeitigem Dämmerschlaf möglich. Umfangreichere Nasenkorrekturen sollten unter Vollnarkose durchgeführt werden.

Die Operationsdauer liegt bei etwa 1-2 Stunden.

Das Vorgehen bei einer Nasenkorrektur ist von

  • der individuellen Anatomie,
  • der Struktur des knöchernen und knorpeligen Nasengerüsts,
  • der Hautbeschaffenheit und
  • dem Alter des Patienten

abhängig. 

Während der Eingriffs legt der Chirurg mithilfe spezieller Instrumente zunächst das Knorpel- und Knochengerüst der Nase frei. Dazu löst er mit unsichtbaren Schnitten im Inneren der Nase die Haut und Schleimhäute ab. Anschließend verändert er den Vorstellungen des Patienten oder den anatomischen Gegebenheiten entsprechend das Erscheinungsbild der Nase.

Allgemein kann man die offene Nasenplastik von der geschlossenen Nasenplastik unterscheiden.

Zumeist wird der endonasale Zugang verwendet, bei dem die Schnitte innerhalb der Nase vorgenommen werden und somit äußerlich unsichtbar sind. Aus verschiedenen Gründen, vor allem der stark eingeschränkten Übersicht, kann aber bei einigen Eingriffen auch die offene Nasenplastik notwendig sein. Dabei setzt der Operateur einen kleinen Schnitt durch den äußeren Nasensteg.

Nasenkorrektur
Darstellung einer Nasenkorrektur mit Knorpelanpassung © lenka | AdobeStock

Vorbereitungen und Voruntersuchungen bei einer Rhinoplastik

Vor einer Nasenkorrektur sind einige Voruntersuchungen notwendig. Der Arzt überprüft dabei

  • die Funktion der Atmung und
  • den Zustand der Nasenschleimhäute sowie
  • ob Allergien vorliegen.

Manche Patienten haben eine sehr empfindliche Nasenschleimhaut. Sie sollten in den 2 bis 3 Wochen vor der operativen Nasenkorrektur pflegende Nasensalben oder ölige Nasentropfen anwenden.

Zudem ist es notwendig, chronische Entzündungen

  • der Nase,
  • des Rachens oder
  • der Ohren

rechtzeitig vor der Nasenkorrektur abzuklären und zu behandeln.

Der Patient sollte außerdem in den zwei Wochen vor der Nasenkorrektur auf

  • die Einnahme von Schlafmitteln und blutgerinnungsverzögernden Schmerzmitteln wie Aspirin sowie
  • den Konsum von Alkohol

verzichten.

Nach der Nasenkorrektur

In den ersten 24 Stunden nach der Nasenkorrektur sollte sich der Patient vollkommen körperlich schonen.

  • Sport,
  • direkte Sonneneinstrahlung,
  • Sauna,
  • Solarium und
  • heiße Bäder

müssen für 6 Wochen bis 3 Monate tabu sein.

Rhinoplasty.jpg
Von Alison Cassidy - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

Direkt nach der Nasen-OP sollte der operierte Bereich gekühlt werden. Schwellungen und Blutergüsse sollten möglichst nicht vorkommen und bilden sich innerhalb von wenigen Tagen wieder zurück. Die Druckempfindlichkeit der Nase bleibt noch für einige Wochen bestehen.

In den ersten Tagen nach der Nasenkorrektur kann das regelmäßige Absaugen der Nase für den Patienten erleichternd sein. Ein zu starkes Verkleben des Gesichtes ist heute nicht mehr nötig.

In der ersten Zeit stehen immer wieder Termine zur Nachsorge an (z.B. Ziehen der Tamponade, Wechsel des Nasengipses).

Das vollständige Abheilen der Nase kann bis zu einem Jahr dauern.

Ernsthafte Komplikationen sind extrem selten. Eine Behinderung der Nasenatmung oder eine trockene Nase können als Folge der Korrektur allerdings nicht ganz ausgeschlossen werden. In sehr seltenen Fällen wird einige Monate nach der Nasenkorrektur eine Nachoperation nötig.

Mögliche Risiken und Komplikationen einer Nasenkorrektur

Wie jeder chirurgische Eingriff ist eine Nasenkorrektur zwar mit gewissen Risiken verbunden. Eine korrekt durchgeführte Nasenkorrektur stellt aber in der Regel kein großes Risiko für die Gesundheit des Patienten dar. So treten nach einer Nasenkorrektur nur in sehr seltenen Fällen ernsthafte Komplikationen wie

  • Verletzungen des Tränenkanals,
  • eitrige Wundinfekte,
  • Embolien und
  • Thrombosen

auf.

Verminderung der Berührungsempfindlichkeit der Nase

Eine mögliche Komplikation sind Veränderungen der Berührungsempfindlichkeit der Nase. Möglich ist, dass die Nase und die umliegenden Hautbereiche der Wangen und der Oberlippe in den ersten Wochen nach der Nasenkorrektur eine Verminderung der Berührungsempfindlichkeit aufweisen.

Knorpelschäden

Als Folge der Entstehung von Narben und Durchblutungsstörungen der inneren Nasenschleimhäute kann es zu Knorpelschäden kommen. Das kann insbesondere nach einer aufwändigen Nasenkorrektur vor allem an der Nasenscheidewand auftreten.

Durch diese sehr selten auftretende Komplikation kann sowohl die Form als auch die Funktion der Nase beeinträchtigt werden.

Formveränderungen

Zu den häufigsten Komplikationen einer Nasenkorrektur gehören Formveränderungen. Sie entstehen durch ungleichmäßige Vernarbungen am Knochen- und Knorpelgerüst der Nase.

Manchmal bilden sich diese Unebenheiten und Formveränderungen in den Wochen nach der Nasenkorrektur nicht oder nur sehr langsam zurück. Dann kann eine kleinere Nachkorrektur notwendig werden.

Vorbeugung von Komplikationen bei einer Rhinoplastik

Zur Vorbeugung von Komplikationen bei einer Nasenkorrektur muss der Chirurg über bestehende Krankheiten oder Allergien des Patienten, etwa gegen Medikamente oder Pflegemittel, informiert sein.

Auch Gerinnungsstörungen müssen ausgeschlossen werden. Neigt der Patient zu auffälligen blauen Flecken oder anhaltenden Blutungen nach kleineren Verletzungen, könnte dies ein Hinweis dafür sein.

Fazit: Ergebnis einer Rhinoplastik

Bei einer Nasenkorrektur kann die Größe und Form einer Nase entsprechend den Vorstellungen des Patienten dauerhaft verändert und verfeinert werden. So lassen sich durch eine Nasenkorrektur etwa Nasenhöcker und übergroße Nasenflügel effektiv verkleinern. Eine breite Nase lässt sich verschmälern und eine Schiefnase lässt sich begradigen.

Liegt beim Patienten eine ausgeprägte Schiefnase oder Sattelnase vor, müssen manchmal zur Erreichung des gewünschten Ergebnisses Knorpel oder Knochen transplantiert werden.

Probleme bei der Formung der Nase oder der späteren Funktionalität der Nasenatmung sollen verhindert werden. Daher müssen vorausgegangene Verletzungen oder Operationen an der Nase in die Planung der Nasenkorrektur mit einbezogen werden.

Das Ergebnis der Nasenkorrektur kann durch

  • eine grobporige, fettreiche Haut, die etwa die Bildung einer feinen Nasenspitze verhindert, oder
  • eine sehr feine Haut, die die Konturen des Knochen- und Knorpelgerüstes deutlicher hervortreten lässt,

beeinflusst werden. In der Regel lässt sich aber mit den modernen plastischen Operationsmethoden das gewünschte Ergebnis einer Nasenkorrektur erzielen.

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