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Diagnostik · Urologie

TRUS – Transrektaler Ultraschall zur Diagnostik der Prostata in der Urologie

Hier finden Sie ausgesuchte medizinische Experten und Spezialisten in Kliniken und Praxen für die Diagnose, Behandlung, Operation und Rehabilitation im Bereich TRUS (Transrektaler Ultraschall der Prostata). Alle gelisteten Ärzte sind Spezialisten auf ihrem Gebiet und wurden nach strengen Richtlinien für Sie handverlesen ausgewählt.

Kurzübersicht — das Wichtigste zuerst

Der TRUS ist ein transrektaler Ultraschall zur Untersuchung der Prostata. Mithilfe einer Ultraschallsonde werden detaillierte Bilder der Prostata und der Samenblasen erstellt. Die Untersuchung unterstützt die Diagnostik von Prostataerkrankungen sowie die Abklärung eines erhöhten PSA-Werts. Bei verdächtigen Befunden kann der TRUS gezielt eine Prostatabiopsie vorbereiten oder begleiten.

Der TRUS ist eine wichtige Ultraschalluntersuchung in der Urologie zur Beurteilung der Prostata. Beim transrektaler Ultraschall wird eine Ultraschallsonde über den Enddarm eingeführt, um hochauflösende Bilder der Prostata zu erzeugen. Die Untersuchung dient der Diagnostik von Prostataerkrankungen und unterstützt die Früherkennung von Prostatakrebs.

Zudem kann der TRUS bei auffälligem PSA-Wert oder einer Tastuntersuchung eingesetzt werden. Auch Gewebe, Samenblasen und benachbarte Strukturen lassen sich präzise beurteilen. Der transrektale Ultraschall ist strahlenfrei und kann bei Bedarf mit einer Prostatabiopsie kombiniert werden. Dadurch spielt der TRUS eine zentrale Rolle bei der modernen Diagnostik in der Urologie.

Transrektaler Ultraschall der Prostata

Die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) ist ein weit verbreitetes bildgebendes Untersuchungsverfahren. Der Arzt kann dabei in Echtzeit das untersuchte Organ beurteilen.

Die Sonographie arbeitet mit unschädlichen Ultraschallwellen. Der Ultraschallkopf sendet bei der Untersuchung Ultraschallwellen in das Gewebe aus. Die verschiedenen Gewebestrukturen reflektieren die Schallwellen auf unterschiedliche Weise. Das Ultraschallgerät erfasst die reflektierten Schallwellen und erstellt daraus in Echtzeit ein Bild.

Das beste Abbild eines Organs kann der Ultraschall liefern, wenn die Schallwellen nicht zuerst noch andere Gewebeschichten durchqueren müssen. Hier kommen Endosonden ins Spiel. Der Untersucher bringt eine Ultraschallsonde durch ein Hohlorgan mit natürlicher Öffnung an den Ort der gewünschten Untersuchung.

Im Fall der Prostata, die direkt an der Vorderwand des Mastdarmes anliegt, eignet sich der Mastdarm. Der Arzt führt bei einer TRUS, einer transrektalen Ultraschalluntersuchung, die Ultraschallsonde über den Mastdarm bis an die Prostata heran. Die Ultraschallwellen müssen dann nur die wenige Millimeter dicke Vorderwand des Mastdarmes durchdringen. So können sie mit hoher Auflösung die Prostata abbilden.

TRUS
Transrektaler Ultraschall (TRUS) © bilderzwerg / Fotolia

Vorteile des transrektalen Ultraschalls der Prostata

Nur mit dem transrektalen Ultraschall der Prostata lässt sich die Prostata mit hoher Auflösung abbilden. Eine bessere Auflösung bedeutet eine höhere Genauigkeit, etwa um Gewebeauffälligkeiten, wie Prostatakrebs, zu erkennen. Nur mit dem TRUS lässt sich die Prostata sicher vermessen, um das Volumen zu bestimmen. Außerdem erlaubt nur der TRUS eine Differenzierung der verschiedenen anatomischen Zonen der Prostata.

Dies ist für die Prostatabiopsie wichtig, um zwischen peripherer Zone und Transitionalzone der Prostata unterscheiden zu können. Karzinome treten vornehmlich in der peripheren Zone auf. In der Regel sind Karzinome hypoechogen (dunkler als das umgebende Prostatagewebe). Für eine Probenentnahme (Prostata-Biopsie) ist der TRUS unerlässlich.

Zur besseren Darstellung von Prostatakrebs finden im Rahmen des TRUS weitere Methoden Anwendung, wie:

Die Elastographie stellt bildlich das härtere Krebsgewebe dar. Spezielle Ultraschallgeräte stellen durch ein Kontrastmittel atypische Gefäße des Karzinoms dar. 

Durchführung des transrektalen Ultraschalls der Prostata

Die TRUS-Untersuchung findet in der Regel in der Linksseitenlage statt. Zum Schutz der Ultraschallsonde und aus hygienischen Gründen stülpt der Arzt ein Kondom aus Latex über die Endorektalsonde. Er trägt vor dem Zuführen der Sonde über den Anus in den Mastdarm ein Gleitmittel auf. Die Untersuchung ist für den Patienten wenig belastend und ungefährlich.

Beispielbilder

TRUS
Abbildung 1: TRUS-Bild der Prostata

Abbildung 1: TRUS-Bild der Prostata links in querer (transversaler) und rechts in Längs-Darstellung (Sagittalebene). Man kann im linken Bild gut zwischen peripherer und Transitionalzone unterscheiden. Das schwarze Areal oberhalb der Prostata entspricht der mit Urin (echofrei) gefüllten Harnblase. Beachten Sie, wie dicht die Prostata an der Mastdarmvorderwand anliegt!

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Abbildung 2: TRUS-Bild der Prostata nach Durchführung einer TURP

Abbildung 2: TRUS-Bild der Prostata links in querer (transversaler) und rechts in Längs-Darstellung (Sagittalebene) bei Zustand nach transurethraler Abtragung der Prostata (TURP). Man erkennt gut die durch die Operation ausgehöhlte prostatische Harnröhre in transversaler und sagittaler Darstellung.

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Abbildung 3: TRUS-Bild der Prostata nach Durchführung einer ausgedehnten TURP

Abbildung 3: TRUS-Bild der Prostata links in querer (transversaler) und rechts in Längs-Darstellung (Sagittalebene) bei Zustand ausgedehnter transurethraler Abtragung der Prostata TURP. Dabei ist die prostatische Harnröhre sehr weit geworden und mit echofreiem (schwarz) Urin ausgefüllt. Es besteht nach der Operation ein weiter Übergang von der Harnblase zur prostatischen Harnröhre, die bei komplett echofrei (schwarz) sind. Nach der Operation ist kaum noch Prostatarestgewebe zu erkennen.

FAQ

Was ist ein TRUS?

Der TRUS (transrektaler Ultraschall) ist eine spezielle Ultraschalluntersuchung der Prostata in der Urologie. Dabei wird eine Ultraschallsonde in das Rektum beziehungsweise transrektal über den Enddarm eingeführt. So entstehen genaue Bilder der Prostata, der Samenblasen sowie angrenzender Gewebe. Die Untersuchung hilft bei der Diagnostik von Prostataerkrankungen und erfolgt ohne Strahlenbelastung.

Wann wird ein transrektaler Ultraschall durchgeführt?

Ein TRUS wird häufig bei einem erhöhtem PSA-Wert, einer auffälligen Tastuntersuchung oder wenn Verdacht auf Prostatakrebs besteht durchgeführt. Der transrektalen Ultraschall unterstützt die Diagnostik von Prostataerkrankungen und dient der weiteren Abklärung eines verdächtigen Befund. Auch die Untersuchung der Prostata bei einer Prostatavergrößerung oder anderen Erkrankungen der Prostata gehört zu den typischen Einsatzgebieten.

Wie läuft eine TRUS-Untersuchung ab?

Während der Untersuchung befindet sich der Patient meist in Steinschnittlage oder Seitenlage. Die Ultraschallsonde in das Rektum eingeführt liefert mittels Ultraschall hochauflösende Schnittbilder. Der Schallkopf zeigt verschiedene Bereiche der Prostata, das Volumen der Prostata, die Form der Prostata sowie die Anatomie der Prostata. Bei Bedarf kann das Prostatavolumen bestimmt oder das Volumen berechnen werden.

Kann beim TRUS auch eine Biopsie durchgeführt werden?

Ja. Häufig wird der TRUS mit einer Prostatabiopsie kombiniert. Dabei werden Gewebeproben aus der Prostata oder eine gezielte Gewebeentnahme aus der Prostata durchgeführt. Die Biopsie erfolgt mithilfe einer Sonde und ermöglicht eine Gewebeprobe aus auffälligen Areal. So kann zwischen gutartig und bösartig unterschieden und die Diagnose von Prostatakrebs beziehungsweise eines Prostatakarzinoms gesichert werden.

Welche Vorteile bietet der TRUS?

Der TRUS liefert diagnostisch sehr genaue Bilder der Prostata und der Samenblasen. Verkalkungen in der Prostata, echoarme Bereiche, Veränderungen der Harnröhre oder verschiedene Bereichen der Prostata lassen sich zuverlässig beurteilen. Die Untersuchung unterstützt die Früherkennung von Prostatakrebs, die Therapie der verschiedenen Stadien sowie die Beurteilung der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms. Weitere Untersuchungen können auf Grundlage des Befunds gezielt geplant werden.

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