Gelegentlich ist nach dem Eingriff das Tragen einer speziellen Kontaktlinse nötig.
Bei der lamellären Keratoplastik ersetzen Ärzte nur die erkrankte Schicht (Lamelle) der Hornhaut. Dieses Verfahren ist schonender als die komplette Transplantation und führt zu besseren Langzeitergebnissen. Die Hornhauttransplantation erfolgt in einer etwa 60-minütigen Operation unter Vollnarkose. Anschließend bleibt der Patient etwa eine Woche lang stationär in der Klinik.
- Einsatz einer künstlichen Hornhaut (Keratoprothese)
Da nicht beliebig viele Spenderhornhäute verfügbar sind, wäre eine künstliche Ersatzhornhaut ein großer Vorteil. Problematisch ist aber, dass körpereigenes Gewebe nicht mit künstlichem verwächst. Daher ist der Einsatz von transparentem, künstlichem Material nicht möglich. Die Forschung beschäftigt sich intensiv mit diesem Feld. Es existieren bereits Ansätze, um dieses Problem zu lösen.
Diese Methoden sind bislang entweder kosmetisch unvorteilhaft (Osteo-Odonto-Keratoprothese) oder sehr teuer. Daher befindet sich der Einsatz einer künstlichen Hornhaut noch in der Entwicklungsphase.
- Crosslinking der Hornhaut
Das Crosslinking der Hornhaut kommt bei Keratokonus-Patienten zum Einsatz. Ziel dabei ist, die Hornhaut durch eine Quervernetzung zu stabilisieren und die fortschreitende Vorwölbung der Keratokonus zu stoppen.
Hierbei greift der Facharzt auf einen photochemischen Vorgang zurück. Die Bestrahlung der Hornhaut mit UV-Licht aktiviert das B2-Vitamin Riboflavin und setzt Sauerstoffradikale frei. Diese verbinden Kohlenstoff- und Stickstoffgruppen der Kollagenfasern miteinander. So vernetzen sie sich untereinander und erhöhen dadurch die Stabilität der Hornhaut. Der Vorteil dieser Methode ist, dass kein fremdes Material und keine Schnitte nötig sind. Die Prognose ist daher viel besser.
Dabei ist auch eine Verbesserung der Sehfähigkeit möglich, da sich durch das Crosslinking in manchen Fällen die Vorwölbung abflacht.
- Phototherapeutische Keratektomie (Hornhautlaser)
Ein Hornhautlaser entfernt Erkrankungen und Defekte der Hornhaut, die nur die äußeren Schichten betreffen.
Für den Hornhautlaser eignen sich:
- Verletzungen
- Verätzungen
- Abschürfungen
- Entzündungen
Voraussetzung ist, dass die Defekte nicht zu tief in die Hornhaut reichen. Die Stabilität muss auch durch das Abtragen der erkrankten Schichten erhalten bleiben. Nach der Hornhaut-OP muss der Patient zum Schutz der Hornhaut zunächst einige Tage eine Kontaktlinse tragen.
Bei Erkrankungen der Hornhaut droht eine Erblindung. Der Ersatz der Hornhaut ist, nicht wie beim Tausch der Augenlinse, mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden.
Ziel der Hornhaut-OP ist, eine Erblindung zu vermeiden oder das Sehen wieder zu ermöglichen. Fortschritte in der Augenmedizin ermöglichen es, mit dem Crosslinking oder dem Hornhautlaser den Hornhautersatz zu vermeiden.
Eine Hornhaut-OP ist jedoch auch mit Risiken verbunden, wie:
- Beeinträchtigung des Nachtsehens, da das Auge schlechter Hell-Dunkel-Kontraste verarbeiten kann
- Infektionen infolge des Eingriffs
- Verschlechterung der Hornhaut durch den Eingriff durch den Gewebeabtrag
- Anstieg des Augendrucks kann zu einer Hornhautverkrümmung führen und die Sehschärfe negativ beeinträchtigen
- Sehr geringes Risiko einer Verschlechterung der Sehfähigkeit bis zur Erblindung
Bei der Hornhauttransplantation kommt noch das Risiko der Abstoßungs- und Immunreaktion hinzu.
Erste Anzeichen sind:
- Anhaltendes Augentränen
- Rötungen
- Anhaltende Verschlechterung des Sehvermögens
Es kann auch zum Verlust bestimmter Zellen des Spendermaterials kommen, sodass eine zeitnahe erneute Transplantation nötig ist. Des Weiteren ist die Hornhaut-OP wie bei jedem medizinischen Eingriff mit Risiken verbunden. Diese beginnen mit der Vollnarkose und umfassen Komplikationen im Rahmen der Hornhautchirurgie.
Das Fazit zeigt, dass eine Hornhauttransplantation ein komplexer, aber sehr wirkungsvoller Eingriff ist, wenn eine Operation erforderlich wird. Besonders bei schweren Erkrankungen der Hornhaut oder anderen Hornhauterkrankungen kann eine Hornhauttransplantation notwendig sein, wenn die eigene Hornhaut nicht mehr funktionstüchtig ist.
In einer spezialisierten Augenklinik wird die Transplantation der Hornhaut durchgeführt, wobei ein Scheibchen aus der erkrankten Hornhaut entfernt und durch gesundes Spendergewebes ersetzt wird. Je nach Befund wird entweder die gesamte Hornhaut oder nur einzelne Schichten ersetzt, etwa durch eine tiefe anteriore lamelläre Keratoplastik oder moderne Verfahren wie membrane endothelial keratoplasty. Bei der perforierenden Keratoplastik wird die gesamte bzw. ganze Hornhaut ausgetauscht, während bei lamellären Methoden gezielt nur betroffene Bereiche behandelt werden. Dabei wird die Hornhaut des Empfängers präzise vorbereitet und die neue Hornhaut sorgfältig eingesetzt und vernäht.
Bereits am ersten Tag nach der Operation sowie am weiteren Tag nach der Operation sind Kontrollen wichtig, um den Heilungsverlauf zu überwachen. In den Wochen nach der Operation und besonders innerhalb der ersten Wochenkann sich das Sehvermögens schrittweise verbessern. Dennoch sollte beachtet werden, dass der vollständige Heilungsprozess mehrere Monate dauern kann. Das operierte Auge muss in dieser Zeit gut geschützt werden, da die Hornhaut jedoch empfindlich auf äußere Einflüsse reagiert und beispielsweise durch Verätzungen oder Infektionen gefährdet sein kann.
Moderne Techniken sorgen dafür, dass die Hornhaut ersetzt wird und oft die natürliche Wölbung sowie die Weiterleitung der Lichtstrahlen wiederhergestellt werden. In einigen Fällen kann eine bestehende Hornhautverkrümmung oder ein Astigmatismus zusätzlich korrigiert werden, sodass Patienten weniger auf Brille oder Kontaktlinsen angewiesen sind. Dennoch bestehen wie bei jedem Eingriff gewisse Risiken und Komplikationen, etwa eine mögliche Abstoßungsreaktion oder ein Risiko von Infektionen. Ziel der Behandlung ist es, das Sehvermögen zu verbessern und einen möglichen Verlust des Sehvermögens führen zu verhindern.
Die Entnahme erfolgt über eine spezialisierte Hornhautbank, die geeignetes Gewebe bereitstellt. Dabei wird sichergestellt, dass die gesunde Spenderhornhaut ersetzt und optimal in das Hornhautgewebe integriert wird. Der Eingriff in der Regel erfolgt unter kontrollierten Bedingungen, sodass die Hornhaut transplantiert und stabil fixiert werden kann. Moderne Verfahren nutzen teilweise auch Laser, um noch präzisere Schnitte zu ermöglichen.
Insgesamt gilt, dass eine Hornhauttransplantation erforderlich ist, wenn konservative Methoden nicht mehr ausreichen, um die Funktion des Auges zu erhalten oder zu behandeln oder zu ersetzen. Trotz aller Fortschritte bleibt das Verfahren technisch anspruchsvoll, denn das Verfahren ist technisch komplex und erfordert erfahrene Spezialisten.